Gemeinnützig?

Hallo zusammen,

angenommen jemand überlegt sich, einen gemeinnützigen Verein zu gründen.
Warum der gemeinnützig sein kann, sei gegeben.

Nun die Frage, woran wird festgemacht ob das gemeinnützig ist oder nicht? Man will ja auch bezahlt weren für seine Mühen…
Ich habe mir die AO angeschaut, da steht man darf nur ein „angemessenes“ Gehalt auszahlen. Okay… woher weiß man nun was angemessen ist und was nicht? Gibt es dafür Durchführungsverordnungen oder Listen oder ähnliches? Wär ja ziemlich doof, wenn man irgendwann Ärger bekommt weil jemand der Meinung ist, der Stundenlohn sei 5€ zu hoch. Wie kann man sich dagegen absichern?

Danke und Gruß
Lars

angenommen jemand überlegt sich, einen gemeinnützigen Verein
zu gründen.
Warum der gemeinnützig sein kann, sei gegeben.

o.k.

Nun die Frage, woran wird festgemacht ob das gemeinnützig ist
oder nicht?

Als gemeinnützig wird eine Tätigkeit bezeichnet, die darauf abzielt, das allgemeine Wohl zu fördern.

Man will ja auch bezahlt weren für seine Mühen…

Klar.

Ich habe mir die AO angeschaut, da steht man darf nur ein
„angemessenes“ Gehalt auszahlen. Okay… woher weiß man nun
was angemessen ist und was nicht? Gibt es dafür
Durchführungsverordnungen oder Listen oder ähnliches?

Handbuch der Gemeinnützigkeit, 3.Aufl., München 2010 [Verlag C.H. Beck].

Wär ja ziemlich doof, wenn man irgendwann Ärger bekommt weil jemand
der Meinung ist, der Stundenlohn sei 5€ zu hoch. Wie kann man
sich dagegen absichern?

Sich dran halten, sonst droht Entzug der Anerkennug.
Je nachdem was gemacht, wo sich betätigt werden will gibt es Tarifverträge oder vergleiche Grundlagen zur Orientierung. Je nach wirtschaftlicher Ausrichtung wird das „angemessen“ eher als Untergrenze angesehen. Qualifizierte MA werden im Vergleich anderer rein wirtschaftlicher Unternehmensformen sehr oft „prächtig“ entlohnt. Ansonsten herrscht auch Ausbeutung im geringqualifizierten Bereich oder Subventionsbetrug, bei der Auslegung von Tätigkeiten, siehe z.B. Essen/Schulkinder-Fahrer.

Hallo,

angemessen ist in der Regel der Betrag, dem man einem fremden Dritten für die gleiche Tätigkeit bezahlen würde.

Weniger ist selten ein Problem, mehr aber meistens.

Gruß
Lawrence