Gemeinsames sorgerecht

Kann ich auch nicht verstehen - was ich noch viel weniger verstehen kann, warum man Kinder in die Welt setzt, obgleich eine Beziehung nicht tragfähig ist und meilenweit davon entfernt ist gerade die ersten schwierigen Kinderjahre zu überstehen. Alleine das zeugt für mich schon von einer gewissen „unreife“ sich da keine Gedanken zu machen, wie man das als Paar überstehen will - und hier ist die Beziehung ja scheinbar schon am Ende bevor es richtig schwierig wird.

Ach Malte - lies doch mal bitte richtig - hatte ja geschrieben, dass es eine bloße Mutmaßung ist - aber selbst wenn sie ihn raus geworfen hat, sollte man mal in der Situation nicht die hormonelle Umstellung und die echt verzerrte Wahrnehmung unterschätzen, die rationale Züge gar nicht zulässt.

Dem werdenden Papa habe ich persönlich gar keine Rolle zugewiesen - finde es ja auch gut, dass er sich kümmern möchte - ich habe wie alle anderen einfach mal nach einem Erklärungsansatz für das Verhalten der werdenden Mutter gesucht. Und wenn da wirklich so vermeintliche Kränkungen der Exfreundin mit einspielen und noch Eifersucht auf eine potentielle Neue dann braucht man da mit logischem Verstand gar nichts mehr versuchen zu erklären. Da schlägt ein verletztes Tier um sich - egal auf wessen Kosten. Würde da mal abwarten, bis sich die Wogen geglättet haben.

Gruß,
Alexandra

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Hallo!

Jedenfalls zeigt der Vater mit so einer Aktion nicht unbedingt
die sittliche Reife zur Ausübung der Vaterschaft…

Genausowenig zeigt die Mutter mit ihrer Aktion nicht unbedingt
die sittliche Reife zur Ausübung der Mutterschaft. Sich nich an Abmachungen zu haltzen ist ein ganz, ganz schlechter Start … in dem Fall dürfte das gemeinsame Sorgerecht tatsächlich das beste sein für das Kind.

Gruß,
Max

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Kann ich auch nicht verstehen - was ich noch viel weniger
verstehen kann, warum man Kinder in die Welt setzt, obgleich
eine Beziehung nicht tragfähig ist und meilenweit davon
entfernt ist gerade die ersten schwierigen Kinderjahre zu
überstehen. Alleine das zeugt für mich schon von einer
gewissen „unreife“

… bei Vater UND Mutter. Also beileibe kein Argument, der Mutter das Sorgerecht alleine zu geben. Ganz im Gegenteil.

Ach Malte - lies doch mal bitte richtig

Hab ich: Du unterstellst dem Vater mangelnde Reife und seiner Neuen, sie hätte ihn der Mutter weggenommen.

Nochmal: Kann ja alles sein, es gibt aber keinerlei Hinweis darauf.

.m

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Hätte auch gerne mal gewusst was sich der Gesetzgeber dabei gedacht hat - was wenn der Mutter was passiert - dann hat der Vater ggf. keine Chance sein Kind zu bekommen, wenn es die Familie der Mutter nicht möchte und das selbst in vielen Fällen, wenn er die Vaterschaft anerkannt hat. Hier hilft wirklich nur gemeinsames Sorgerecht.

Gruß Alexandra

*die das Sorgerecht Monate vor der Geburt des Kindes eintragen lassen hat, weil es selbstverständlich ist, dass beide sich kümmern, wenn auch beide das Kind wollen und die gleichen Rechte haben*

Ne, habe ich nicht - ich habe nur mal einen potentiellen und nicht ganz selten anzutreffenden Gedankengang wiedergegeben, der selbst bei lange geschiedenen Paaren zu finden ist, sobald der andere nen Partner hat und einer alleine zurück bleibt…und das ohne Kind und Hormonumstellung - werdende Mütter fallen in so Extremsituationen (Trennung, Ärger mit Ex, diverse andere Probleme und mit Sicherheit auch Zukunftsängste die jede Schwangere mehr oder weniger stark hat) nach meinen Erfahrungen echt in die Kategorie „nicht ganz zurechnungsfähig“.

Hätte auch gerne mal gewusst was sich der Gesetzgeber dabei
gedacht hat

Das würde mich auch interessieren. Eigentlich sollte das gemeinsame Sorgerecht der Normalfall sein - von dem nur in begründeten Ausnhamefällen durch richterliche Entscheidung abgewichen werden kann.

Gruß,
Max

Hmm, aber wir wissen doch alle, das es auch „Unfälle“ gibt. Außerdem weiß hier auch niemand was zu dieser Trennung geführt hat. Manchmal ist eine Trennung für alle Beteiligten das Beste, sofern jeder seinen Auftrag als Elternteil ernst nimmt. Ich würde jetzt nicht behaupten wollen, daß Kinder von getrenntlebenden Eltern generell unglücklicher sind als andere. Auch eine kaputte Beziehung kann für Kinder eine Belastung sein, wenn die Eltern noch zusammen leben.

Gruß
Tina

Hallo,

um nach dem Aufwogen der allgemeinen Empörung in die eine oder andere Richtung - :smile: - jetzt mal deine Frage zu beantworten:

Soweit ich weiss, erhält der Vater des Kindes das Sorgerecht nur mit Zustimmung der Mutter. Mit der Vaterschaftsanerkennung hat er lediglich ein Umgangsrecht laut § 1684 BGB.

Es wäre daher dringend erforderlich, dass sich beide Eltern einvernehmlich über die nächsten Schritte einigen. Kann dies nicht geschehen, sollte eine fachliche Beratung zum weiteren Vorgehen stattfinden. Eine solche Beratung erfordert die Kenntnis sämtlicher Details und ist m.E. im Rahmen eines solchen Forums wie diesem hier nicht möglich.

Dabei kann dein Partner dann auch erfahren, welche Konsequenzen aus seinem eigenen Verhalten und dem seiner Ex entstehen (könnten) bzw. welche Möglichkeiten er hat.

Gruß
Nita

Hallo Alexandra,

nur zur Info:

dann hat der Vater ggf. keine Chance sein Kind zu bekommen, wenn es die Familie der Mutter nicht möchte und das selbst in vielen Fällen, wenn er die Vaterschaft anerkannt hat

Das entscheidet alleine das Jugendamt/Vormundschaftsgericht und die schauen in aller Regel als erstes mal nach dem Vater.

Die Familie der Mutter hat hier nichts zu entscheiden, selbst wenn die Mutter jemand anderen im Testament als Vormund angibt. Kinder kann man nicht vererben.

Und wenn er die Vaterschaft nicht anerkennt, was soll der dann auch mit dem Kind?

Grüße
Didi

Hallo!

Hmm, aber wir wissen doch alle, das es auch „Unfälle“ gibt.

Die in Zeiten von Kondomen, Pille, Spirale, was der Henker & Co aber auch nicht gerade von der Reife aller Beteiligten zeugen.

Manchmal ist eine Trennung für alle Beteiligten das
Beste

Ja, da hast Du recht. Aber deswegen sollte man trotzdem vor dem F… das Gehirn benützen. :smile:

Gruß,
Max

Hat er eine Chance,
dass
gemeinsame Sorgerecht zu bekommen

nein, nicht wenn die Mutter nicht will.

Er möchte vorher keine
Vaterschaftsanerkennung unterschreiben.

Die Mutter gibt ihn als Vater an und notfalls wird das Gericht die Vaterschaft feststellen lassen - zahlen muß er die Kosten.

Ich weiß nicht ob es

Sinn
macht, gerichtlich dagegen vorzugehen.

Nein

Grüße Bröselchen

mhhh, uns haben die beim Jugendamt was anderes erzählt - wenn die Eltern der Mutter die Welle machen und als geeignet erscheinen, dann bleiben zumindest hier im Bezirk die Kinder eher in der Familie :o( als dass man auf den Vater zugeht - noch schwieriger wenn er nirgendwo offiziell auftaucht. Die einzige wirkliche Chance bestimmen zu können und das Kind sicher zu bekommen als Vater ist das gemeinsame Sorgerecht - so die Aussage unseres Sachbearbeiters.

Hallo,

das kommt sicher drauf an, wie zuverlässig der Vater beim Besuchsrecht ausüben war (und kann er das nachweisen).
Da das Kindeswohl in so einem Fall im Vordergrund steht (stehen sollte), geht es um die Frage: Kennt ihn das Kind gut genug?
Wenn das Kind (was bei Alleinerziehenden ja öfter der Fall ist) einen großen Teil seiner Zeit bei den Großeltern verbracht hat, kann man leichter dafür argumentieren.

Gruß
Elke

wenn

er sich jetzt schon in der Phase nicht zusammen rafft und in
der Lage ist sich mit der Mutter zu einigen, die
Schwangerschaft nicht gemeinsam mit ihr durchsteht und sie da
im wahrsten Sinne des Wortes hängen gelassen hat (was ich
jetzt mal aus dem EX entnehme)

Dies ist nicht so! Er versucht bei allen Vorsorgeterminen da zu sein, kümmert sich wenn sie was braucht… Er will und wird sich kümmern - das weiß sie. Ich denke ihr Problem ist sicher, dass sie nicht mehr mit ihm zusammen ist. Und ja - es war eine längere Beziehung die schon sehr lange kaputt war.

Ich wusste nicht, dass das Thema derartige Diskussionen hervorruft, aber ich bin euch allen dankbar für eure Antworten!!! Ich werde versuchen die beiden an einen Tisch zu bekommen und mich zurückziehen.

Sicherlich spielt Eifersucht ihrerseits eine sehr große Rolle - kann ich auch vollkommen nachvollziehen, denn ich glaube in der Situation würde ich genauso reagieren. Hätte auch ein Problem damit - mein Ex mit ner anderen, ich schwanger und die hat am Ende mein Kind!!!

Falls sie ihn irgendwann mal nachtragen lässt, wird es für beide sehr teuer (er hat sich bereits kundig gemacht).

Ich hoffe er unterschreibt die Vaterschaftsanerkennung und die Sache beruhigt sich!

Genau
Hallo Elke,

ich hatte mich ungenau ausgedrückt.

Es ist genau so wie Du es beschreibst. Es wird erstmal nach den bisherigen Verhältnissen geschaut, zum wem hatte das Kind bisher schon eine intensive Beziehung usw…

Aber entscheiden kann das die Familie der Mutter jedenfalls nicht.

Gruß
Didi

Die Eltern müssten eine gemeinsame Sorgeerklärung unterschreiben, wenn Sie nicht verheiratet sind. Das geht nur mit Zustimmung der Mutter!