Gemeinsames sorgerecht

Guten Tag,

mein Freund wird in 4 Wochen Vater und möchte gerne das gemeinsame
Sorgerecht. Seine Ex-Freundin stellt sich allerdings quer und möchte
erst sehen ob er sich um das Kind kümmert. Hat er eine Chance, dass
gemeinsame Sorgerecht zu bekommen? Er möchte vorher keine
Vaterschaftsanerkennung unterschreiben. Ich weiß nicht ob es Sinn
macht, gerichtlich dagegen vorzugehen.

Hallo

er möchte das gemeinsame Sorgerecht, aber will die Vaterschaftsanerkennung nicht unterschreiben!?
Versteh ich nicht-du?

Gruss

Hallo,

er möchte das gemeinsame Sorgerecht, aber will die
Vaterschaftsanerkennung nicht unterschreiben!?
Versteh ich nicht-du?

ja, weil’s da ganz deutlich steht: Er möchte beides oder nix.

Auf den ersten Blick naiv, aber wenn die Mutter jetzt schon mauert, vielleicht nicht ganz so abwegig.

.m

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Ob das abwegig ist oder nicht - es ist vor allem erst mal albern! Kindergartenniveau erster Güte.

Entweder er ist Vater oder nicht. Wenn er Vater ist, dann wird seine Nichtanerkennung ihm überhaupt nichts nützen, zahlen muss er, weil das Jugendamt bzw Gericht schon dafür sorgen wird. Muss die Vaterschaftsanerkennung dann über den offiziellen Weg erfolgen, dann ist eine sicher: alles, was über den zahlenden Vater hinaus geht, wird mehr knirschen. Ob mit oder ohne gemeinsamen Sorgerecht, sei mal dahin gestellt.

Jedenfalls zeigt der Vater mit so einer Aktion nicht unbedingt die sittliche Reife zur Ausübung der Vaterschaft…

LG Petra

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Ach Herzchen,

Entweder er ist Vater oder nicht. Wenn er Vater ist, dann wird
seine Nichtanerkennung ihm überhaupt nichts nützen, zahlen
muss er, weil das Jugendamt bzw Gericht schon dafür sorgen
wird.

das ist korrekt, hab ich doch selbst gesagt.

Jedenfalls zeigt der Vater mit so einer Aktion nicht unbedingt
die sittliche Reife zur Ausübung der Vaterschaft…

Ah, wunderbar, mal wieder ein hartes Urteil aufgrund minimaler
Information, sehr gut! Und Du mopperst wegen „Kindergartenniveau“?

Wie schon erwähnt - vielleicht kann man der Mutter ja etwas Kooperationsbereitschaft mit sowas schmackhaft machen, von wegen „lass es uns gemeinsam machen, dann gibt’s auch keinen Streß“ - wenn die Dame schon nicht von selbst drauf kommt… Ist immer auch die Frage, wie man sowas rüberbringt. Mit ein wenig Charme kann das durchaus funktionieren.

Zu einer sauberen Lösung gehören immer zwei, vergiß das nicht.

.m

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Er wird die Vaterschaftsanerkennung unterschreiben, wenn sie sich auf das gemeinsame Sorgerecht einlässt wie vorher mündlich abgemacht. Das sie jetzt einen Rückzieher macht versteht er nicht. Er wird zahlen und alles für sein Kind tun. Die Kleine ist alles für ihn, da er bereits ein Kind verloren hat. Deshalb möchte er wenigstens annähernd die selben Rechte wie die Mutter haben.

Um hier mal etwas Ruhe in die Diskussion zu bringen - ich hab schon auf Dich gewartet Malte :wink:

Es lohnt sich vielleicht mal klar zu schauen, was für Rechte die Vaterschaftsanerkennung mit sich bringt und inwieweit diese durch das gemeinsame Sorgerecht erweitert werden.
Dagegen würde ich abwiegen, was das gemeinsame Sorgerecht für organisatorischen Mehraufwand bedeutet (insbesondere für die Mutter, bei der das kind ja wohl lebt)

Jetzt meine Meinung: Bei einem Vater, der bereits die Vaterschaftsanerkennung in Frage stellt, würde ich mich auf gemein. Sorgerecht nicht einlassen. Ich hätte zuviel Sorge, dass ich nicht an benötigte Vollmachten käme, um z.B. ein Konto aufzumachen oder nen Paß zu beantragen.

Meine Meinung:

Jetzt meine Meinung: Bei einem Vater, der bereits die
Vaterschaftsanerkennung in Frage stellt, würde ich mich auf
gemein. Sorgerecht nicht einlassen. Ich hätte zuviel Sorge,
dass ich nicht an benötigte Vollmachten käme, um z.B. ein
Konto aufzumachen oder nen Paß zu beantragen.

Bei einer Mutter, die bereits im Vorfeld Probleme macht, was das Sorgerecht angeht, würde ich mich nicht auf die Vaterschaftsanerkennung einlassen. Ich hätte zuviel Sorge, dass ich nicht an benötigte Vollmachten käme, um z.B. ein Konto aufzumachen etc.

Sprich: Ich hätte an seiner Stelle Sorge, nur zahlen zu dürfen und keine Rechte zu haben. Hätte ich auch keinen Bock drauf. Ob es so sinnvoll ist, das auf diese Weise lösen oder erzwingen zu wollen, sei mal dahin gestellt.

Gruß
Cess

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Sprich: Ich hätte an seiner Stelle Sorge, nur zahlen zu dürfen
und keine Rechte zu haben. Hätte ich auch keinen Bock drauf.
Ob es so sinnvoll ist, das auf diese Weise lösen oder
erzwingen zu wollen, sei mal dahin gestellt.

Nunja der Mann hat ein Kind gezeugt und ist jetzt offensichtlich nicht mehr mit der Frau zusammen. Obs nun ein Unfall nach nem One-Night Stand oder ne längere Beziehung auseinandergebrochen ist, ist da in meinen Augen egal. Er kann sich dabei nicht aus der Verantwortung ziehen.

Die wichtigsten Rechte bekommt er bereits und nur mit der Vaterschaftsanerkennung - Umgang mit dem Kind. Es scheint, dass es ihm darauf ankommt. Ich bin absolut pro gemeinsames Sorgerecht. Bei Eltern, die sich bereits vor Geburt des Kindes so eigenartig begegnen, erscheint es mir aber logischer für die Mutter das alleinige Sorgerecht zu behalten.

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Einfache Frage

Bei Eltern, die sich bereits vor Geburt des Kindes
so eigenartig begegnen, erscheint es mir aber logischer für
die Mutter das alleinige Sorgerecht zu behalten.

Hast Du gelesen, daß der Auslöser für diese Geschichte ist, daß die
Mutter sich nicht an die vorher getroffene Absprache halten möchte?

.m

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Hallo,

es wäre sicherlich logisch für die Mutter, wenn nicht die Verweigerung des gem. Sorgerechts die Verweigerung der Vaterschaftsanerkennung ausgelöst hätte, sondern umgekehrt.

Hier reagiert aber, so verstand ich dass, der Vater auf eine Weigerung der Mutter (ob das sinn- oder niveauvoll ist oder nicht).

Daher wäre es - nach deinem Gedankengang - also logisch für den Vater die Vaterschaftsanerkennung zu verweigern.

Gruß
Nita

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Hallo,

Kann ich verstehen, dass sie sich quer stellt, wenn Du mit dem Vater ihres Kindes auf welche Weise auch immer liiert bist - durch ne andere würde ich mir weder meinen Freund und Vater des Kindes noch mein Kind indirekt wegnehmen lassen - ich sag da nur Hormone das wird man nie verstehen was sich da alles ändert durch eine Schwangerschaft, wenn man es nicht selbst durchgemacht hat -
und nein, wenn sie ihm nicht zustimmt bekommt er das Sorgerecht nicht, sondern gesetzlich wird dann nur die Vaterschaftsanerkennung durchgesetzt - und ganz ehrlich, wenn er sich jetzt schon in der Phase nicht zusammen rafft und in der Lage ist sich mit der Mutter zu einigen, die Schwangerschaft nicht gemeinsam mit ihr durchsteht und sie da im wahrsten Sinne des Wortes hängen gelassen hat (was ich jetzt mal aus dem EX entnehme) etc. ist er weder reif für ne Beziehung noch nach meiner persönlichen Meinung für das Kind - auch wenn ich den Vorsatz lobe für das Kind da sein zu wollen.

Gruß,
Alexandra

ganz ehrlich, wenn
er sich jetzt schon in der Phase nicht zusammen rafft und in
der Lage ist sich mit der Mutter zu einigen, die
Schwangerschaft nicht gemeinsam mit ihr durchsteht und sie da
im wahrsten Sinne des Wortes hängen gelassen hat (was ich
jetzt mal aus dem EX entnehme) etc. ist er weder reif für ne
Beziehung noch nach meiner persönlichen Meinung für das Kind -
auch wenn ich den Vorsatz lobe für das Kind da sein zu wollen.

Wo ist denn die Grundlage für Deine Annahmen und Schlußfolgerungen?
Ich kann sie schlicht nicht finden. Die Mutmaßung, er habe die Mutter
hängenlassen, ist irgendwie dermaßen aus der Luft gegriffen, daß es schon
peinlich ist (was keinesfalls ausschließt, daß es vielleicht so gewesen
ist - es gibt bloß bislang keinen Hinweis darauf!).

Ein schönes Beispiel: Null Info, aber scheiß Papa, hm? Kann ja nicht anders sein.

.m

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Achtung Spekulation:

Nun evtl. ist ihr klar geworden, was sie für risiken beim gem. sorgerecht eingeht.

Hallo,

ehrlich gesagt verstehe ich die Reaktionen der Poster hier nicht. Warum hacken alle auf einem Vater herum, der sich voll und ganz - mit allen Pflichten - um sein Kind kümmern will?

Wir können hier natürlich nur von dem ausgehen, was gepostet wird und es ist immer die Gefahr gegeben, dass man nur die eine Seite hört. Wir wissen also nicht, ob der werdende Kindsvater bisher eher der Typ war (seiner Ex gegenüber), der Versprechungen nicht eingehalten hat.

Aber es ist doch ein Unterschied, ob ich eine Vaterschaft anerkenne (erst mal löblich), damit ein Umgangsrecht erhalte und zahle oder ob ich - gemeinsam mit der Mutter - das volle Sorgerecht habe. Nicht umsonst macht der Gesetzgeber hier schließlich eine Unterscheidung zwischen Umgang und Sorgerecht.

Der einzige Grund, warum dies nicht zugunsten des Vaters gelöst wird, ist eine fehlende Reife der beiden Eltern, die Angelegenheit erwachsen und einvernehmlich in jeder Lage und Situation zu besprechen und zu lösen.

Somit würde, letztendlich, wahrscheinlich das Kind ebenfalls unter der Situation leiden. Ob das allerdings besser wird, wenn der Vater „bloß“ zahlt…

Gruß
Nita

Hi,

Kann ich verstehen, dass sie sich quer stellt, wenn Du mit dem
Vater ihres Kindes auf welche Weise auch immer liiert bist -
durch ne andere würde ich mir weder meinen Freund und Vater
des Kindes noch mein Kind indirekt wegnehmen lassen - i

ich werde das nie verstehen glaube ich - mal abgesehen, daß das ja nur spekulativ ist, was bitte schön kann - wenn es denn so wäre, das Kind dafür? Ein Kind hat ein Recht auf Mutter und Vater. Schlimm genug das es viele Elternteile gibt, die aus Interesselosigkeit sich nicht um ihr Kind kümmern.

Auch mich würde es verletzen, wenn mein Partner mich wegen einer anderen verlassen würde, keine Frage. Aber kann man seine Konflikte nicht anderes lösen? Muß man die auf dem Rücken des noch nicht mal geborenen Kindes austragen?

Da sind zwei erwachsene Menschen die ein Kind miteinander gezeugt haben, die werden sich doch verdammtnochmal an einen Tisch setzen können und über das Wohl dieses Kindes gemeinsame Entscheidungen treffen können.

Meine Mutter hat meinen leiblichen Vater dafür bestraft, daß er sie in der Schwangerschaft hat sitzen lassen, indem sie jeglichen Kontakt zu mir unterbunden hat. Als ich ihn endlich ausfindig machen konnte, war er kurz vorher verstorben. Gelitten habe vor allem ich, mein ganzes Leben lang, weil ein Teil fehlt.

und nein, wenn sie ihm nicht zustimmt bekommt er das
Sorgerecht nicht, sondern gesetzlich wird dann nur die
Vaterschaftsanerkennung durchgesetzt - und ganz ehrlich, wenn
er sich jetzt schon in der Phase nicht zusammen rafft und in
der Lage ist sich mit der Mutter zu einigen, die
Schwangerschaft nicht gemeinsam mit ihr durchsteht und sie da
im wahrsten Sinne des Wortes hängen gelassen hat (was ich
jetzt mal aus dem EX entnehme) etc. ist er weder reif für ne
Beziehung noch nach meiner persönlichen Meinung für das Kind -
auch wenn ich den Vorsatz lobe für das Kind da sein zu wollen.

Also mir persönlich wäre eine Trennung lieber, als ein Partner der nur wegen eines Kindes mit mir zusammen ist. Wobei wer sich hier warum von wem getrennt hat, nirgends erwähnt wurde.

Gruß
Tina

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Ich finde Dein Post klasse, genauso denke ich auch.

Gruß
Tina

Du hast meine Frage nicht beantwortet, und die zwangsweise darauf
folgende, warum man das Sorgerecht ausgerechnet bei dem Elternteil ALLEIN
ansiedeln sollte, der mit dem Mist anfängt. GERADE DANN braucht es scheinbar ein vernünftigeres Korrektiv.

.m

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Ich finde Dein Post klasse, genauso denke ich auch.

Schliesse mich an!!

Ich bin der Meinung, Müttern ein „General-Sorgerecht“ einzuräumen, ist eine durchweg falsche Vorgehensweise, denn das würde bedeuten, dass Mütter grundsätzlich der bessere Elternteil sind! Es gibt genügend Beispiele dafür, dass hinreichend Beziehungen zerbrochen sind, weil die FRAU Mist gebaut hat. Nur weil sie das Kind austrägt ist sie nicht gleichzeitig eine liebende, sich kümmernde, aufopfernde Person…

Denkanstossende Grüße,
Svenja

(die mit einem Mann verheiratet ist, der das ALLEINIGE Sorgerecht für seinen Sohn aus erster Ehe besitzt, sozusagen ein Paradoxon :wink:

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Nunja,

Nunja der Mann hat ein Kind gezeugt und ist jetzt
offensichtlich nicht mehr mit der Frau zusammen. Obs nun ein
Unfall nach nem One-Night Stand oder ne längere Beziehung
auseinandergebrochen ist, ist da in meinen Augen egal. Er kann
sich dabei nicht aus der Verantwortung ziehen.

die Frau hat sich ein Kind machen lassen und ist jetzt offensichtlich nicht mehr mit dem Mann zusammen. Obs nun ein Unfall war … etc. pp. Merkst du was?

Die wichtigsten Rechte bekommt er bereits und nur mit der
Vaterschaftsanerkennung - Umgang mit dem Kind. Es scheint,
dass es ihm darauf ankommt. Ich bin absolut pro gemeinsames
Sorgerecht. Bei Eltern, die sich bereits vor Geburt des Kindes
so eigenartig begegnen, erscheint es mir aber logischer für
die Mutter das alleinige Sorgerecht zu behalten.

Wenn beide sich komisch benehmen ist es logischer, dass die Mutter das alleinige Sorgerecht bekommt? Leuchtet mir nicht ein, sorry.

Gruß
Cess

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