Gemische

Ich habe eine Versuch gemacht der wie folgt aussieht:

Gebe in ein dünnwandiges Glas 1 gehäuften Teelöffel Zitronensäure, etwas Magnesium und 3 Esslöfel Wasser. Beobachte die Temperatur.

Ich konnte keine Veränderung der Temperatur feststellen. Kann das sein, oder habe ich etwas falsch gemacht?

liebe Grüße Stella

Hallo
Was für „Magnesium“ hast Du denn reingetan?
Sollte sich metallisches Magnesium in Säure auflösen, entsteht eine
größere Menge Wärme.
Ist die Menge Magnesium nicht ungefähr angegeben?
MfG
Matthias

Wo hast Du das Magnesium her ? Das ist doch gar nicht einfach zu bekommen. Oder hast Du eine Magnesiumverbindung genommen ?
Udo Becker

Hallo Matthias,

den genannten, vom Anfrager „Stella“ verstümmelt beschriebenen Versuch findet man unter: „Versuch V3“ in:

http://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:XmST8Da4wc…

Dort soll man einen: „Magnesiumbleistiftspitzer“ verwenden.
„Stella“ macht daraus: „etwas Magnesium“.
Na ja, Stella hat halt vergessen, die tatsächliche Anwesenheit von metallischem Magnesium im Spitzer nachzuweisen.
Der von Stella verwendete Spitzer dachte gar nicht daran mit Zitronensäure zu reagieren.

MfG
watergolf

Um genau zu sein wares ein magnesiumspitzer, ich dachte das wäre ungefähr das gleiche. meine tochter sollte den versuch für die schule machen, aber wir konnten keine veränderung der temperatur feststellen. vielleicht könnt ihr mir helfen und sage ob wir etwas falsch geacht haben?

MfG Stella

Hallo,

ein einfacher Test auf reines Magnesium (Achtung Schutzbrille tragen): mit Teppichmesser einen kleinen Span abschneiden und mit Zange oder Pinzette an einer Kerzenflamme (feuerfeste Unterlage!) versuchen, ob es brennt. Magnesium brennt mit weißer Flamme und erzeugt weissen Rauch. Ein deutscher Markenspitzer mit herzoglichem Markennamen hat diesen Test soeben bestanden - meiner ist Magnesium.

Gruss von Julius

Hallo,

dein spezifischer Magnesiumnachweis ist ja toll Silberlöwe!
Dann opferst du für Stellas Tochter sicher Teile deines herzoglichen Magnesiumbleistiftspitzers und machst mit ihm den „Versuch V3“:

http://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:XmST8Da4wc…

Berichte den beiden Damen aber bitte, welche Temperatur du an der Lösung von außen beobachtet und gefühlt hast („Beobachte und fühle die Temperatur der Lösung von außen.“).
Wie glaubst du wohl verhält sich neben deinem Magnesiumspan ein gleich großer Aluminiumspan beim Erhitzen?

Gruß an Julius

ich erwarte hier keine lösung von euch nur eine bestätigung ob der versuch richtig durchgeführt wurde, da wir keine veränderte temperatur feststellen konnten.

Stella

Tach!

Ich habe den Versuch nicht gemacht, habe auch nicht vor ihn zu machen, aber ich schätze, dein Anspitzer ist schlicht nicht aus Magnesium.
Das wurde dir auch schon gesagt - teste doch mal, wie oben vorgeschlagen, ob ein Span deines Anspitzers brennt. Wenn er das nicht tut, hast du keinen Magnesiumanspitzer.

Viele Grüße!
Ph.

Hallo Philipp,

ich habe einen Versuch gemacht der wie folgt aussah:

Ich gab in ein dünnwandiges Glas (in einen 50 ml Erlenmeyer-Kolben) einen gehäuften Teelöffel Zitronensäure, drei Eßlöffel destilliertes Wasser und ein empfindliches Thermometer. Dann wartete ich bis alles gelöst und die Lösung von ca. 15°C (Lösungskälte) an die Zimmertemperatur (20,5°C) angeglichen war. Dann gab ich einen, vorher mit Aceton entfetteten, metallischen Bleistiftspitzer dazu. Unter starker Gasentwicklung stieg die Temperatur rasch auf über 52°C.
Das Thermometer mußte ich herausnehmen, da das obere Ende der Skala erreicht war.
Ein von mir in frische Zitronensäurelösung (siehe oben) gegebenes Magnesiumband (ebenfalls mit Aceton entfettet) aus einem Chemiekasten, zeigte auch starke Gasentwicklung und löste sich auf. Eine Temperaturveränderung konnte nicht gemessen werden, das das Probestück sehr klein war.
Ein: „… einfacher Test auf reines Magnesium …“, den Silberlöwe vorschlug, ist nicht spezifisch auf Magnesium anzuwenden. Feinverteiltes Aluminium („einen kleinen Span abschneiden“) verhält sich beim Verbrennen ebenso wie Magnesium.
Der von mir verwendete Bleistiftspitzer bestand aus Leichtmetall (entweder Magnesium oder Aluminium bzw. aus einer Legierung mit diesen + anderen Metallen).

Viele Grüße

watergolf

Hallo watergolf,

Beim gleichen Versuch hat sich noch jeder Aluspan nach dem glühen zu einem Tropfen zusammengerollt.

Gruss von Julius

Hallo

Ich habe aufgrund Deiner Antwort und Frage noch einmal bei Wikipedia unter Magnesium nachgeschaut.
Das Magnesium reagiert entweder mit der Säure unter höherer Temperatur(heiße Lösung) oder als feines Pulver. Außerdem gibt es eine schwerlösiche Hydroxidschicht.
So allgemein wie die Aufgabe gestellt wurde, muß nichts passieren und Ihr habt keinen Fehler gemacht.
MfG
Matthias

Hallo Silberlöwe,

ich habe ein Magnesiumband Länge = 9 mm, Breite = 3 mm und Dicke = 0,22 mm nach deinem Vorschlag mit einer Pinzette:
a) in eine Kerzenflamme gehalten: keine Reaktion.
Auch nach
b) längerem Kontakt mit einer Taschenfeuerzeugflamme: keine Reaktion.

Vor zwei Jahren brannte das neue Alu-Dach einer kleinen Werkhalle eines meiner Bekannten unter Bedeckung der Nachbarschaft mit schönem, weißen Aluminiumoxid vollständig ab.

Entscheidend sind wahrscheinlich immer die jeweiligen Reaktionsbedingungen.

Gruß von watergolf