wann immer ich z. B. im Fernsehen Köche gemüseschneiden sehe, fallen mir daran vor allem zwei Phänomene auf: Technik und Geschwindigkeit.
Wenn ich es versuche, das Messer auf die Spitze zu stellen und dieses wie ein Fallbeil mit Drehpunkt an der Spitze auf-und-nieder zu bewegen, funktioniert das bei mir zum einen nur wesentlich langsamer und zum zweiten gelingt es mir nicht einen gleichmäßigen Vorschub des Schneidgutes mit der anderen Hand zu gewährleisten. Außerdem habe ich den Eindruck, daß die Längsbewegung des Messers fehlt, denn auch, wenn dieses gut geschärft ist, genügt es häufig nicht, das Messer nur nach unten zu drücken. Bei manchen Gemüsen ist die Schale so hart und dünn, daß auch eine Längsbewegung des Messers nötig wird. Bei der seitens der Köche verwendeten Technik gibt es aber - soweit ich das gemäß meiner Beobachtung recht beurteile - keine Längsbewegung des Messers. Trotzdem scheinen die wahren Könner mit ihrer Technik jedwedes Gemüse wirklich schnell in Scheiben bzw. Stücke zerteilen zu können.
Kann mir mal jemand verraten, wie es richtig gemacht wird? Auch wenn ich es selbst vielleicht nie richtig beherrschen werde, so wüßte ich dennoch gern, wo es diesbezüglich „langgeht“.
es gibt eine Längsbewegung. Das „auf und ab“ ist eher eine Kreisbewegung und die Achse ist nicht an der Messerspitze sondern am Ende des vorderen Drittels des Messers.
Ansonsten gilt, wie so oft: Üben, üben, üben. Die Koordination zwischen der Schneidebewegung der rechten Hand und der Nachschubbewegung der Linken ist nicht leicht und hat so manchen Fingernagel gekostet.
Es kommt auf das Messer an, wie man am besten schneidet. Bei einer gerade Schneide, die parallel zum Messerrücken läuft (viele asiatische Messer), führt man das Messer komplett parallel zur Unterlagen mit einer leichten Zugbewegung zu sich hin. Bei den bei uns eher geläufigen Messern mit spitz zulaufender Klinge stellt man dieses nicht auf die Spitze, sondern schiebt mit dem direkt hinter der Spitze liegenden Klingenteil in einer leichten Exzenterbewegung über die Unterlage. Dadurch wird die Klinge nicht platt durch das Schneidgut gedrückt, sondern führt eine leichte Bewegung weg vom Körper durch.
Was die Handhaltung der haltenden Hand angeht, so erleichtern extrem kurze Nägel (die bekommt man beim Üben sowieso) und eineschön senkrechte Haltung der Finger die Arbeit und das Verletzungsrisiko ungemein. Der Daumen hat zudem keinen Blick auf die Klinge, sondern versteckt sich schön hinter den übrigen Fingern.
Ansonsten gilt, wie so oft: Üben, üben, üben. Die Koordination
zwischen der Schneidebewegung der rechten Hand und der
Nachschubbewegung der Linken ist nicht leicht und hat so
manchen Fingernagel gekostet.
Wem sagst Du das )))
Aber: Es lohnt sich, wenn mans kann! Seitdem verrottet die Küchenmaschine irgendwo, es macht einfach Spaß, und ist schnell…
Aber bei der Technik ist das Wichtigste, ein wirklich scharf geschliffenes Messer zu verwenden!
Erstens erspart häufiges Abziehen das Schleifen
Zweitens arbeitet man mit scharfen MEssern sicherer
Drittens spart man Kraft
Ein Abziehstahl gehört in jede Küche!
Die regelmäßige Verwendung eines Abziehstahls führt dazu, dass ich meine Messer vielleicht 3 mal im Jahr über einen Schleifstein ziehen/schieben muß.