Gen-analyse

hallo zusammen,

hab grad gehört, daß sich die grünen (aber nicht nur die) massiv gegen die verwendung einer gen-analyse für versicherungen etc etc wehren. warum wehren wir uns eigentlich so gegen eine im grunde sinnvolle technik? und wie standhaft sind wir letztenendes gegen diese technik? schafft es die politik tatsächlich dem finanziellen potential zu trotzen?
früher fand selektion halt über fressen und gefressen werden statt. heutzutage kann sich jeder im supermarkt eindecken und unser gesundheitswesen sorgt auch dafür, daß niemand an einer erkältung stirbt.
aber eine selektion muß trotzdem stattfinden, denn ein system in dem alle gleich sind wird meiner meinung nach zerfallen. also stellt die gentechnik in der tat eine neuerliche methode zur selektion dar, die aus evolutionärer sicht nur logisch ist, und da sie einmal angedacht wurde, wird sie auch, über kurz oder lang, angewandt.

grüße zum mittag, rené

Wer aber legt die Kriterien für die Selektion fest???
Die Industrie die Billige Arbeiter braucht, der Gesetzgeber der Stimmvieh braucht oder oder…

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hallo lukas,

Wer aber legt die Kriterien für die Selektion fest???
Die Industrie die Billige Arbeiter braucht, der Gesetzgeber
der Stimmvieh braucht oder oder…

ich denke nicht die breite allgemeinheit. man könnte ja eine volksbefragung o.ä. durchführen, aber da werden die pharmakonzerne und alle anderen die daran verdienen, schwer was dagegen unternehmen. und die politik hat auf dem feld auch nichts zu melden, die hecheln nur den arbeitsplätzen hinterher.
wir leben im kapitalismus, und es wäre verrückt, diesen markt zu verschenken.
ich denke, daß diese technik in den nächsten 2-6 jahren mehr oder weniger stillschweigend eingeführt wird, und irgendwann haben wir uns so sehr daran gewöhnt, das es auch keinen mehr ernsthaft juckt.
grüße, rené

sicher?
Hi

diesen markt
zu verschenken.
ich denke, daß diese technik in den nächsten 2-6 jahren mehr
oder weniger stillschweigend eingeführt wird, und irgendwann
haben wir uns so sehr daran gewöhnt, das es auch keinen mehr
ernsthaft juckt.

Bist du dir sicher? Ich kann mich nicht an alles gewöhnen, was angeblich irgendwem Geld bringt (z.B. Werbefaxe, SPAM usw. usf.). Genausowenig kann ich mich an eine Weitergabe meiner persönlichen Daten gewöhnen. Deshalb werde ich mich auch nicht an die Weitergabe persönlicher Daten über meinen Gesundheitszustand gewöhnen, erst recht nicht, wenn es um genetische Information geht.
Oder willst du eines Tages bei deiner KV einen Risikozuschlag zahlen, weil du mit 5% Wahrscheinlichkeit zwischen dem 60 und 70 Lebensjahr an Krebs erkranken könntest?

Grüsse Rossi

…oder der Arbeitgeber vor einer Einstellung erst mal die Versichertenkarte verlangt?
Aha: 5% Wahrscheinlichkeit für geistige defekte? Abgeleht!
Vor jahren haben verschiedene Personalchefs beim Einstellungsgespräch nachgefragt, wie oft jemand onaniert!!! Hast Du hier gerantwortet: das geht aber denn doch zu weit, dann hieß es: abgelehnt!
Grüße
Raimund

ich denke nicht die breite allgemeinheit. man könnte ja eine
volksbefragung o.ä. durchführen, aber da werden die
pharmakonzerne und alle anderen die daran verdienen, schwer
was dagegen unternehmen. und die politik hat auf dem feld auch
nichts zu melden, die hecheln nur den arbeitsplätzen
hinterher.

Dann schaff doch den Schröder ab, wenn, wie Du sagst, die Pharmakonzerne regieren, ist der ja nur noch ein Grüßaugust.
:wink:
Rainer

Dann schaff doch den Schröder ab, wenn, wie Du sagst, die
Pharmakonzerne regieren, ist der ja nur noch ein Grüßaugust.
:wink:
Rainer

hehe, das wärs.
gib mir die macht, dann kann ich endlich mal meinen charakter prüfen…
wenn doch schon der schröder (als oberlinker) so engagiert an diesem thema arbeitet, wie dann erst einer aus der CDU oder FDP.
als normaldenkender mensch der für das wirtschaftswachstum etc eines landes verantwortlich ist, kann man doch gar nicht anders, als diesen markt zu erobern. deutschland kann außerdem nicht den moralapostel spielen und alles verbieten, andererseits aber die „produkte“ importieren. england und usa haben schon ihre fühler ausgerichtet, wir können es uns nicht leisten, da lange hinterher zu hinken.
grüße, rené

von der „Schönen neuen Welt“ entfernt
Hi Rene’
Da die Industrie sowieso das Sagen hat, wird jede Regirung die Gesetze zum Wohl der Industrie gestallten.
Nun wird die industrie in den nächsten Jahren in die Genforschung viel Geld invest. klar um damit Geld zu verdienen,
aber wer hindert die daran sich nicht ihre Arbeiter nach bedarf zu Züchten? Menschen die Genetich so verändert wuden das sie die schlechten Arbeitsumgebung zB. am Hochofen besser aushalten.
Dann wird Selektion nur noch nach Bedarf betrieben.
Danke darauf kann ich verzichten.
Es ist aber mE. gut wen die Genforschung für Medizinische zwecke betrieben wird.
Gruß
Lukas

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keine wende

von der „Schönen neuen Welt“ entfernt
Hi Rene’
Da die Industrie sowieso das Sagen hat, wird jede Regirung die
Gesetze zum Wohl der Industrie gestallten.
Nun wird die industrie in den nächsten Jahren in die
Genforschung viel Geld invest. klar um damit Geld zu
verdienen,
aber wer hindert die daran sich nicht ihre Arbeiter nach
bedarf zu Züchten? Menschen die Genetich so verändert wuden
das sie die schlechten Arbeitsumgebung zB. am Hochofen besser
aushalten.
Dann wird Selektion nur noch nach Bedarf betrieben.

hiho,

tja, da bin ich mir meiner meinung noch nicht so ganz sicher…
denn die erfahrung zeigt mir eigentlich, daß der mensch macht, was er einmal angefangen hat. auch wenn er es nur „angedacht“ hat. die neugier des menschen ist unerschöpflich, aber genauso die fähigkeit der gewöhnung (gewöhnungstier). heißt für mich: in 20-30?! Jahren werden vielleicht tatsächlich menschen nach anforderungsprofil gezüchtet. schrecklich, aber notwendig. denn das gesellschaftsbild hat sich einfach dahingehend geändert, daß derlei verhalten nicht mehr ethisch-moralisch anstößig ist, sondern nur logisch/vernünftig/notwendig.
alles was der mensch denkt, wird über kurz oder lang auch realität(jedenfalls das meiste), und in der gen-technik sehe ich nicht den wendepunkt der technikentwicklung.
aber irgendwie hoffe ich noch, daß es vielleicht nicht so kommt. aber warum sollte es nicht so kommen? wer will das verhindern?(grübel)

grüße, rené

Nu mal keinen Kulturpessimismus
Hai,
jetzt übertreibt mal nicht.

Da die Industrie sowieso das Sagen hat, wird jede Regirung die
Gesetze zum Wohl der Industrie gestallten.

Naja, Regierungen werden immer noch vom Volk gewählt, alles kann sich eine Regierung nicht herausnehmen.

Nun wird die industrie in den nächsten Jahren in die
Genforschung viel Geld invest. klar um damit Geld zu
verdienen,
aber wer hindert die daran sich nicht ihre Arbeiter nach
bedarf zu Züchten? Menschen die Genetich so verändert wuden
das sie die schlechten Arbeitsumgebung zB. am Hochofen besser
aushalten.

Wozu? „Natürlich hergestellte“ Arbeiter sind immer noch billiger. Daran wird auch die Gentechnik nichts ändern. Ausserdem, wer sagt, dass den Arbeitern die schlechten Arbeitsbedingungen gefallen? Auch ein genetisch veränderter Mensch kann streiken, revoltieren und bei einer Revolution teilnehmen.

denn die erfahrung zeigt mir eigentlich, daß der mensch macht,
was er einmal angefangen hat.

Er macht vieles, aber nicht alles.

auch wenn er es nur „angedacht“
hat. die neugier des menschen ist unerschöpflich, aber genauso
die fähigkeit der gewöhnung (gewöhnungstier). heißt für mich:
in 20-30?! Jahren werden vielleicht tatsächlich menschen nach
anforderungsprofil gezüchtet. schrecklich, aber notwendig.

Wozu? Ist dir eigentlich klar, was so eine genetische Manipulation kostet? Ausserdem wird der Mensch durch die Manipulation nicht williger. In den Genen ist schliesslich nicht codiert, was ein Mensch im Laufe seines Lebens lernt und welche Werte und Überzeugungen er annimmt. Das muss immer noch eine totalitäre Erziehung leisten.

denn das gesellschaftsbild hat sich einfach dahingehend
geändert, daß derlei verhalten nicht mehr ethisch-moralisch
anstößig ist, sondern nur logisch/vernünftig/notwendig.

Nein. Das ist keine zwingende Konsequenz.

alles was der mensch denkt, wird über kurz oder lang auch
realität(jedenfalls das meiste), und in der gen-technik sehe
ich nicht den wendepunkt der technikentwicklung.
aber irgendwie hoffe ich noch, daß es vielleicht nicht so
kommt. aber warum sollte es nicht so kommen? wer will das
verhindern?(grübel)

Also, den Versuch Menschen zu züchten gab es schon lange. Das letzte Experiment im grossen Stil war meines Wissens der Lebensborn e.V. im dritten Reich. Dort hat man den „billigen, natürlichen“ Ansatz gewählt und entsprechende Eltern für die Zucht ausgewählt bzw. die Kinder schlicht und einfach gekidnappt.
Die Zucht hat aus den blonden, blauäugigen jungen Menschen damals noch lange keine Nazis gemacht, dazu musste erst noch die entsprechende totalitäre Erziehung her. Das Ergebnis? Die meisten Kinder konnten trotzdem denken und sind als Erwachsene keine überzeugten Nazis geworden. Die meisten haben zwar einen (schweren) psychischen Knacks weg, rennen aber heute nicht mit Glatze rum. Kurz: Die Zucht war lange nicht so erfolgreich, wie man dachte.

(Es gibt ein gutes Buch zum Tehma, habe es aber leider 400 km weiter weg liegen, sodass ich dir die Quelle leider nicht angeben kann. Eine kurze Übersicht findest du bei: http://www.us-israel.org/jsource/Holocaust/Lebensbor…)

Grüsse Rossi

grüße, rené

versuch der objektivität

Hai,
jetzt übertreibt mal nicht.

Da die Industrie sowieso das Sagen hat, wird jede Regirung die
Gesetze zum Wohl der Industrie gestallten.

Naja, Regierungen werden immer noch vom Volk gewählt, alles
kann sich eine Regierung nicht herausnehmen.

das ist wohl war, wir könnten uns eine andere regierung wählen. aber die realität wird auch diese „neue“ regierung in richtung wirtschaft drängen, schließlich wollen wir alle unseren lebensstand etc halten, und das geht nur mit einem guten bruttosozialprodukt

Nun wird die industrie in den nächsten Jahren in die
Genforschung viel Geld invest. klar um damit Geld zu
verdienen,
aber wer hindert die daran sich nicht ihre Arbeiter nach
bedarf zu Züchten? Menschen die Genetich so verändert wuden
das sie die schlechten Arbeitsumgebung zB. am Hochofen besser
aushalten.

Wozu? „Natürlich hergestellte“ Arbeiter sind immer noch
billiger. Daran wird auch die Gentechnik nichts ändern.
Ausserdem, wer sagt, dass den Arbeitern die schlechten
Arbeitsbedingungen gefallen? Auch ein genetisch veränderter
Mensch kann streiken, revoltieren und bei einer Revolution
teilnehmen.

ich würd ihm z.b. gewisse hirnareale entfernen, dann wars das mit seinem eigenen willen. nicht nachher, sondern schon mit dem gen-input vor der geburt. dumpf und stark, oder dumpf und hochspezialisiert für eine ganz bestimmte aufgabe, ich denke das wär machbar. Billiger ist die „natürliche“ schaffung _heute_ noch, aber in einigen jahren gibts es das nötige Laborbedarf etc schon im „Chemie-Labor-Kasten für Kinder unter 12“. diese kosten werden garantiert noch um einiges fallen.

denn die erfahrung zeigt mir eigentlich, daß der mensch macht,
was er einmal angefangen hat.

Er macht vieles, aber nicht alles.

atombombe+anwendung!!!, atomenergie, kapitalismus, flug zum mond, rassenmord, tunnel durch riesege gebirgsmassive bohren, gentechnik, gen-manipulierten mais etc, invitro-befruchtung, abtreibung aus sozialen indikatoren… alles mal nur angedacht und für spinnerei befunden, am ende, wenn die forschung soweit ist, wird es durchgeführt.

auch wenn er es nur „angedacht“
hat. die neugier des menschen ist unerschöpflich, aber genauso
die fähigkeit der gewöhnung (gewöhnungstier). heißt für mich:
in 20-30?! Jahren werden vielleicht tatsächlich menschen nach
anforderungsprofil gezüchtet. schrecklich, aber notwendig.

Wozu? Ist dir eigentlich klar, was so eine genetische
Manipulation kostet? Ausserdem wird der Mensch durch die
Manipulation nicht williger. In den Genen ist schliesslich
nicht codiert, was ein Mensch im Laufe seines Lebens lernt und
welche Werte und Überzeugungen er annimmt. Das muss immer noch
eine totalitäre Erziehung leisten.

s.o. das mit den kosten bekommen wir noch in den griff, früher war ein auto luxus, heute haben die meisten familien zwei-drei,
früher war der flug zum mond unbezahlbar, heute diskutiert man über pauschalflüge ins all. früher wußten nur freaks etwas mit angaben wie 64K Byte anzufangen, heute hat die hälfte der deutschen einen PC zu hause, und die meisten nutzen ihn wie selbstverständlich und kommen schon gar nicht mehr ohne aus.
alles was nicht direkt und unmittelbar in eine katastrophe führt wird vom menschen als beherrschbar eingestuft, und früher oder später realisiert.

denn das gesellschaftsbild hat sich einfach dahingehend
geändert, daß derlei verhalten nicht mehr ethisch-moralisch
anstößig ist, sondern nur logisch/vernünftig/notwendig.

Nein. Das ist keine zwingende Konsequenz.

natürlich nicht, aber hier spricht die erfahrung eine andere sprache.
Gott: früher unabdingbar, heute in die ecke gestellt. Abtreibung: früher teufelswerk, heute teil der familienplanung
Homoehen: gesetzlich erlaubt, oder jedenfalls in naher zukunft
Herzverplanzung bzwe. allg. Organspende: früher verteufelt, heute zwar immer noch kritisch gesehen, aber hat sich auch schon stark relativiert. Herzverpflanzungen sind nichts verwerfliches mehr, sondern ein vorgang (fast) wie die blinddarm-entnahme
Die Erde: früher mittelpunkt des universums, heute nur ein haufen staub am rand eines noch größeren haufens staub
usw.
usw.
(PS: die beispiele sollen keine wertung oder so aufzeigen, ich finde die genannten entwicklungen alle gut, sind halt die ersten beispiele die mir so einfielen)

alles was der mensch denkt, wird über kurz oder lang auch
realität(jedenfalls das meiste), und in der gen-technik sehe
ich nicht den wendepunkt der technikentwicklung.
aber irgendwie hoffe ich noch, daß es vielleicht nicht so
kommt. aber warum sollte es nicht so kommen? wer will das
verhindern?(grübel)

Also, den Versuch Menschen zu züchten gab es schon lange. Das
letzte Experiment im grossen Stil war meines Wissens der
Lebensborn e.V. im dritten Reich. Dort hat man den „billigen,
natürlichen“ Ansatz gewählt und entsprechende Eltern für die
Zucht ausgewählt bzw. die Kinder schlicht und einfach
gekidnappt.
Die Zucht hat aus den blonden, blauäugigen jungen Menschen
damals noch lange keine Nazis gemacht, dazu musste erst noch
die entsprechende totalitäre Erziehung her. Das Ergebnis? Die
meisten Kinder konnten trotzdem denken und sind als Erwachsene
keine überzeugten Nazis geworden. Die meisten haben zwar einen
(schweren) psychischen Knacks weg, rennen aber heute nicht mit
Glatze rum. Kurz: Die Zucht war lange nicht so erfolgreich,
wie man dachte.

das „problem“ damals war halt, das man noch nicht so recht wußte „was“ man eigentlich „wie“ machen muss, um das gewünscht kind zu bekommen. mit der gentechnik weiss man das aber jetzt sehr geanu, wenn man auch noch nicht alle techniken kennt, um dieses wissen umzusetzen. aber auch hier gilt: nur eine frage der zeit.

zur frage der kultur: entweder läßt ich unsere kultur weiter den stempel der technik aufdrücken (wobei ich zu denen gehören möchte, die den stempel halten), oder es wird eine spaltung stattfinden - einerseits die technisch hochwickelten kulturen die moralisch-ethisch immer neue grenzen abstecken, andererseits die technisch „unterentwickelten“, die aber im „menschsein“ größere vorteile sehen.

grüße, rené

Hallo René

ich würd ihm z.b. gewisse hirnareale entfernen, dann wars das
mit seinem eigenen willen. nicht nachher, sondern schon mit
dem gen-input vor der geburt. dumpf und stark, oder dumpf und
hochspezialisiert für eine ganz bestimmte aufgabe, ich denke
das wär machbar. Billiger ist die „natürliche“ schaffung
_heute_ noch, aber in einigen jahren gibts es das nötige
Laborbedarf etc schon im „Chemie-Labor-Kasten für Kinder unter
12“. diese kosten werden garantiert noch um einiges fallen.

Sei mir nicht böse, aber das ist ungefähr so, wie sich klein Fritzchen Dr. Frankenstein vorstellt.
Wenn Du Dich mal ernsthaft mit der Materie befaßt, wirst Du feststellen, daß man noch gar nicht sagen kann, wo Wille oder Bewußtsein lokalisiert sind, selbst die Frage, was Bewußtsein ist, ist noch ungeklärt.
Wenn man sich einmal überlegt, daß da ca. eine Billion Nervenzellen jeweils mit 10000 Neuronen verbunden sind, kann man sich ungefähr vorstellen, wie komplex das Gehirn arbeitet.
So etwas zu beherrschen, übersteigt unsere mathematischen Fähigkeiten total.

alles was der mensch denkt, wird über kurz oder lang auch
realität(jedenfalls das meiste), und in der gen-technik sehe
ich nicht den wendepunkt der technikentwicklung.

So denken vielleicht Ingenieure, Mediziner sehen das ganz anders, da gibt es ernsthafte Zweifel, ob es überhaupt je gelingt, die Struktur der Abläufe im Gehirn zu verstehen.
Gruß
Rainer

übertreibung, aber kein hirngespinnst
hi rainer
[…]

Sei mir nicht böse, aber das ist ungefähr so, wie sich klein
Fritzchen Dr. Frankenstein vorstellt.
Wenn Du Dich mal ernsthaft mit der Materie befaßt, wirst Du
feststellen, daß man noch gar nicht sagen kann, wo Wille oder
Bewußtsein lokalisiert sind, selbst die Frage, was Bewußtsein
ist, ist noch ungeklärt.
Wenn man sich einmal überlegt, daß da ca. eine Billion
Nervenzellen jeweils mit 10000 Neuronen verbunden sind, kann
man sich ungefähr vorstellen, wie komplex das Gehirn arbeitet.
So etwas zu beherrschen, übersteigt unsere mathematischen
Fähigkeiten total.

also ich befasse mich schon länger mit der materie, und natürlich ist mir sehr wohl klar, daß das bewußtsein und der „freie wille“ nicht lokalisierbar sind. denn das bewußtsein ist keine eigenständige instanz die du irgendwo in hirnareal xy findest, sondern eine abbildung der komplexität des gehirns. selbst eine einzelne zelle hat demnach bewußtsein, leider nur mit mehr oder weniger theoretischem nutzen. mit der komplexität steigt also die „qualität“ des bewußtseins. dennoch sind die mediziner in der lage, teilbereiche des gehirns auszuknipsen, und je mehr bereiche ich abschalte, desto größer wird die möglichkeit, einfluß auf die persönlichkeit des hirnträgers zu nehmen. zur zeit fehlt uns „nur“ der richtige schlüssel zum gezielten abschalten, aber mit unterstützung von massiver forschung (hirnforschung, gen-technik, parallel-rechner, hardwaremässige neuronale netze etc) und dem unstillbaren drang der menschen wissen zu erlangen, werden wir auch dieses problem in naher zukunft lösen.

alles was der mensch denkt, wird über kurz oder lang auch
realität(jedenfalls das meiste), und in der gen-technik sehe
ich nicht den wendepunkt der technikentwicklung.

So denken vielleicht Ingenieure, Mediziner sehen das ganz
anders, da gibt es ernsthafte Zweifel, ob es überhaupt je
gelingt, die Struktur der Abläufe im Gehirn zu verstehen.

vorsicht vorsicht, alleine in den

ich bezweifle auch stark, daß sich ein objekt, ohne sich selbst in gänze wahrnehmen zu können, 100% verstehen und damit auch erklären bzw. reproduzieren) kann. somit kann das hirn sich nicht selber vollständig erkennen. aber vielleicht finden wir auch dafür einen trick.
ich muß aber auch nicht 100% über das gehirn wissen, um massiven einfluß auf die abläufe selbigens zu nehmen.

PS: Zitat spektrum d. Wissen. 04/2001
Prof.Voland,Soziobiologe:„Wäre das Maß für die Güte einer Theorie ihre subjektive Verdaulichkeit, hätte die Wissenschaft nie das geozentrische Weltbild hinausgekommen.“

grüße, rené

Wie soll denn der Wunschmensch aussehen?
Hallo René,

Ausserdem, wer sagt, dass den Arbeitern die schlechten
Arbeitsbedingungen gefallen? Auch ein genetisch veränderter
Mensch kann streiken, revoltieren und bei einer Revolution
teilnehmen.

ich würd ihm z.b. gewisse hirnareale entfernen, dann wars das
mit seinem eigenen willen. nicht nachher, sondern schon mit
dem gen-input vor der geburt. dumpf und stark, oder dumpf und
hochspezialisiert für eine ganz bestimmte aufgabe, ich denke
das wär machbar. Billiger ist die „natürliche“ schaffung
_heute_ noch, aber in einigen jahren gibts es das nötige
Laborbedarf etc schon im „Chemie-Labor-Kasten für Kinder unter
12“. diese kosten werden garantiert noch um einiges fallen.

Ich denke du denkst hier in die falsche Richtung. In den Zukunftsromanen, wie z.B. Brave New World, wurden früher solche Szenarien beschrieben. Menschen die für bestimmte Aufgabenbereiche gezüchtet wurden und sich dort einpassen.

Dabei gibt es mehrere Argumente.

1.) Wer braucht eigentlich dumpfe Arbeiter?

Wir haben schon jetzt mehr von der Sorte, als der Arbeitsmarkt verkraften kann. In einer modernen Industriegesellschaft werden intelligente, gut ausgebildete, teamfähige, Arbeitskräfte mit Eigeninitiative benötigt.
Der Anteil der Produktion am Bruttosozialprodukt wird auch in Zukunft im Verhältnis zur Dienstleistung sinken. Dies bedeutet, dass soziale Fähigkeiten in Zukunft wichtiger werden.

2.) Welche Eigenschaften müssen perfekt gezüchtete Menschen haben?

Die meisten denken dabei an körperliche Merkmale, schön, groß, gesund und stark.
Was aber macht einen erfolgreichen Menschen aus. Paßt die obige Beschreibung auf alle unsere Politiker, Unternehmer und Künstler. Eher weniger! Selbst allgemeine Intelligenz ist nicht unbedingt notwendig.

Die Dinge, die einen erfolgreichen Menschen ausmachen sind psychische Faktoren und erworbene Fähigkeiten. Ich bezweifle, dass es ein Gen für Ehrgeiz, ein Gen für geschickte Manipulation oder ein Gen für gute Rethorik gibt.
Du wirst auch keine dedizierten Gehirnareale finden, die sich ohne schwere Schäden einfach „dimmen“ lassen.

  1. Wer stellt denn solche Menschen her und wem gehören sie dann?

Die Herstellung normaler Menschen ist kostspielig und sehr zeitaufwendig :wink:. Viele Familien wären zwar bereit einen zukünftigen Politiker, Wirtschaftsboß oder Superstar großzuziehen. Aber wer will ein spezialisiertes Arbeitstier in die Welt setzen?
Also müßten es Firmen sein, die diese genetisch veränderten Menschen herstellen. Das macht aber nur dann Sinn, wenn man verhindert, dass sie irgendwann kündigen und bei der Konkurrenz anfangen, auswandern oder eigene Interessen entwickeln. Somit hat man wieder Sklaven.
Wenn dies durch die Manipulation der Gehirne erfolgt, hat man sogar Körperverletzung.

In Demokatien ist dies wohl kaum möglich.

4.) Es werden nicht nur Arbeitssklaven benötigt, sondern auch eine Bevölkerung.

Die Menschen sollen nicht nur arbeiten, sondern auch konsumieren, Kultur machen, sich politisch und sozial engagieren.

5.) Quit Bono (Wem nützt es)

Der Bevölkerung allgemein?

Eine „Verbesserung“ der eigenen Kinder wird wahrscheinlich akzeptiert. Aber Arbeitssklaven, die den eigenen Job unsicher machen eher nicht. es besteht ja die Gefahr selber durch eine besondere Behandlung ein Arbeitssklave zu werden.

Den Politikern?

Die Politiker benötigen zwar Stimmvieh. Arbeitssklaven, die sich durch Knopfdruck auf SPD, CDU, NPD oder die Firmenpartei programmieren lassen, wollen sie sicherlich nicht haben. Die Macht läge ja dann in den Händen der Menschenherstellern.

Den Firmen?

Vielleicht. Es muß sich aber wirtschaftlich Rechnen. Das Beispiel der USA im 19ten Jahrhundert zeigte, das eine Gesellschaft durch Ausbeutung der freien Kräfte auf dem Arbeitsmarkt (Nordstaaten) effizienter sein kann, als mit Sklaverei (Südstaaten).

Genetisch spezialisierte Menschen müßten schon wesentlich effektiver sein als normale Arbeitskräfte.
Welche besonderen Fähikeiten müßten also die genetisch veränderten KFZ-Mechaniker, Sachbearbeiter und Ingenieure mitbringen, damit sich ihre Zucht rentiert.

Vor allem; wer garantiert, daß man diese speziellen Fähigkeiten nach 16 Jahren Aufzucht noch braucht (schneller geht es wirklich nicht). Am besten wäre also ein universell einsetzbarer Mensch der sich jeder Situation anpassen kann. Und diese Sorte Mensch gibt es schon.

Selbst das Militär bräuchte von diesen Spezialzüchtungen nur kleine Kontingente. Als Panzergrenadier oder Pionier muß man kein Rambo sein.

Gruß
Carlos