Hallo Christopher,
ich wundere mich gerade, wie Dir dies Thema zu Herzen geht!
das ist eine Fehleinschätzung. Was mir stets am Herzen liegt,
ist, zu verhindern, dass offensichtliche Fehler verbreitet
werden. Genau das geschieht auf der Genderanalysen-Seite.
Chauvi? Von mir kam das nun sicherlich nicht.
Nee, das kam von unser Chef-Humoristin ein paar Zeilen weiter
oben.
Stimmt! Es ist nämlich für Dich und alle anderen Männer ganz leicht, die Thematik als „haarsträubenden Schwachsinn“ abzutun, weil Männer per se manche Situationen
eben nicht erleben werden.
Hast Du ein Papier in Deinen Unterlagen mit dem Satz " Sie hat den Lehrgang erfolgreich absolviert"?
Ganz bestimmt nicht.
Ich aber schon, nur steht auf meinem Papier " Er hat den Lehrgang …"!
Und dieses ER ist kein Pronomen für „der Teilnehmer“ oder ähnliches,
auch kein Vertipper, weil vorgedruckt.
War auch kein exotisches Männerthema, die Hälfte der Teilnehmer waren Teilnehmerinnen, auf dem Zertifikat oben ist „Herr/Frau __________“ vorgedruckt.
Meine höfliche Nachfrage beim männlichen Kursleiter ergab ein „ach!“ und ein Schulterzucken.
Ist das jetzt ein grammatisches Problem? Wohl eher nicht.
Das GRAMMATIKALISCHE Geschlecht ist nämlich für die gender Diskussion völlig irrelevant.
Offensichtlich nicht. Die Behauptung, dass Sätze wie „Der
Arbeitnehmer muss …“ sexistisch sind,
Der Satz an und für sich ist (noch) nicht sexistisch. Die Frage nach Sexismus, d.h. Benachteiligung aufgrund des Geschlechts, stellt sich erst, wenn frau (sic!) den Inhalt überprüft.
ist ein exzellentes
Beispiel für Unterscheidungsschwierigkeiten, die manche Damen
und Herren in grammatischen Belangen haben.
Ich kann durchaus grammatisches und biologisches Geschlecht unterscheiden. 
Von irgendwem stammt der Satz „Sprache bestimmt das Bewußtsein“, leider weiß ich nicht mehr, wer das gesagt hat.
Gruß Gudrun