Genderneutrale Ausdrucksweise

Ist doch nur ein kleiner Satz.

Lediglich die kleingedruckte Fußnote ist etwas länger.

Wen genauere Ausführungen diesbezüglich interessieren, der hat es auch nötig sich einen entsprechenden durchzulesen.

ist eine solche Anmerkung in einer wissenschaftlichen Arbeit
überhaupt notwendig (geworden)? Ich käme nie auf den Gedanken
dass jemand nur die Männlein meint, wenn er von Teilnehmern,
Lehrern, Schülern etc. spricht.
Daher kommen mir solche Erklärungen überflüssig, unsinnig,
albern vor. Das liegt vielleicht daran, dass ich mich mit den
(Un-) Sitten und Gepflogenheiten nicht mehr auskenne.

genau so geht es mir auch, für mich gab und gibt es überhaupt kein Unterschied zwischen dem biologischen Geschlecht und einem einseitigen grammatikalischen Genus. Erst durch die Hervorhebung der explizit weiblichen Form wurde meines Erachtens die ursprüngliche Form auf männliche Wesen beschränkt.
Leider hat sich diese Sitte nun so eingebürgert, daß nachwachsende Generationen unter ‚Schüler‘ nur noch die lernende Person verstehen, die ein Zipfel zwischen den Beinen hat.

Wenn man also heute einen Text verfasst und darauf keine Rücksicht nimmt, kann es leicht passieren, daß man als frauenfeindlich abgestempelt wird.

Das was man erreichen wollte, nämlich die Gleichberechtigung von Mann und Weib in der Sprache, ist nun völlig entgegengesetzt verlaufen.
Kann man halt nur noch ändern, wenn man gezielt entgegenwirkt, oder es bei diesem/er Neusprech belässt und es einem/er Wuscht ist.

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Moin Grußlose,

Schon mal ein paar Arbeiten gelesen?

natürlich, darum stellte ich diese These ja auf. Aber offensichtlich machen sich die naturwissenschaftler um solche weltbewegenden Probeme zu wenig Gedanken und konzentrieren sich unverschämterweise zu sehr auf wichtiges.

Dann wirst Du sicher
festgestellt haben, dass das sogar absolut üblich ist.

Kommt wohl sehr auf die Fakultät und auch auf den Ort derselben an.
Wie gesagt, bei den NaWis und den Ingen ist mir so was noch nicht aufgefallen, aber die sind, wie schon gesagt, für so was zu unkreativ.

Gandalf

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Danke für Deine Antwort, und …
… das da, das ist ein Unding:

„genderneutrale Ausdrucksweise“ ist ein
Bewertungskriterium für Arbeiten, die an unserem Lehrstuhl
abgegeben werden.

Aber da kannst Du wirklich nichts Anderes tun als dich anzupassen - es sei denn, Ihr Studis sorgt dafür, dass dieses Kriterium wegfällt.
Könnte es sein, dass in Pädagogenkreisen, vllt. auch bei Soziologen, ein übertriebenes Streben nach politisch korrekter Ausdrucksweise besteht?
Weiter unten (22.11.2009, 20:59) schrieb Gandalf ja, dass er es von den Naturwissenschaftlern nicht so kennt.

Bsp: Im didaktischen Seminar der Lehrreferendare wird auch nur
von „SuS“ (=Schüler und Schülerinnen) und nicht einfach von
„Schülern“ gesprochen.

„SuS“ - das ist köstlich! Ihr solltet „SuS“ als Singular benutzen (z.B.: ich brauche ein Exemplar je SuS bei den Kopien), für den Plural schlage ich „SuSis“ vor :wink:

Pit

… das da, das ist ein Unding:[…]
Könnte es sein, dass in Pädagogenkreisen, vllt. auch bei
Soziologen, ein übertriebenes Streben nach politisch
korrekter Ausdrucksweise besteht?
Weiter unten (22.11.2009, 20:59) schrieb Gandalf ja, dass er
es von den Naturwissenschaftlern nicht so kennt.

Mag sein, dass es in den NaWis nicht so ist aber schau mal in die Zeitung/Stellenanzeigen. Da wird NUR genderneutral geschrieben. Würden Personaler das nicht tun, hätten die Firmen ein ganz großes juristisches Problem wg. Diskriminierung am Hals.
Wir werden also nur frühzeitig darauf trainiert uns chancengleicheitsmäßig gerecht zu verhalten und damit auf ein strafprozessfreies Leben vorbereitet.

„SuS“ - das ist köstlich! Ihr solltet „SuS“ als Singular
benutzen (z.B.: ich brauche ein Exemplar je SuS bei den
Kopien), für den Plural schlage ich „SuSis“ vor :wink:

Das heißt „korrekt“ dann SuSes :smile:

Afrikaans
nur so nebenbei
wenn ich mich nicht täusche, getäuscht wurde oder mich falsch erinnere, ist dieser Neutralfimmel auch in südafrika existent. Nur hat es dort im Afrikaans immer die Unterscheidung männlein, weiblein gegeben. Daher mußten die Aktivisten gegen dieses protestieren und fordern die männliche Anrede für beide.
Irre oder?

pp

Hallo,

wenn ich mich nicht täusche, getäuscht wurde oder mich falsch
erinnere, ist dieser Neutralfimmel auch in südafrika existent.

Nicht, dass ich wüsste. Hast du Quellen.

Nur hat es dort im Afrikaans immer die Unterscheidung
männlein, weiblein gegeben. Daher mußten die Aktivisten gegen
dieses protestieren und fordern die männliche Anrede für
beide.

Hast du Quellen?
Es gibt im Afrikaansen die Unterscheidung, aber mir ist nirgends dieses Problem untergekommen, dass du schilderst, deshalb wäre ich an Quellen interessiert.

Tot siens,

Elke
*tanie*

Das liegt vielleicht daran, dass ich mich mit den
(Un-) Sitten und Gepflogenheiten nicht mehr auskenne.

Tja,

Pit,

ich fürchte, wir sehen nicht nur alt aus, sondern sind es wirklich.
Ein Vorschlag zur Güte:
Man erfand die genderkorrekten Studierenden und Lehrenden. Wollen wir ein Preisausschreiben ausloben zur Findung eines ähnlichen Begriffs für Schüler/in? Oder sagen wir einfach „die Beschulten“?
Und die ortsübliche Frage:
Was hat es eigentlich mit dem Wort Schwester (mit männlichem Endungsanhänsel!) auf sich? Ist das korrekt? Heißt es nicht besser „Schwesterin“? Aber was ist dann ein Schwester???
Oder behelfen wir uns wie bei „Opfer“ mit dem Neutrum als Oberbegriff (der nicht mal Unterbegriffe kennt), also: das Schüler, und meinen damit beides?
Fragen über Fragen.
Hannes

Feminispräch
Hallo Hannes,

das weiß man doch, für -er ist sie- einzusetzen: Schwestsie.
Aus Mandarine wird Fräuderine.
Und aus Füllfederhalter Füllfedsiehältsie.
Anleitung hier:

http://www.missfits-fanseite.wilmarenz.de/infos/figu…

Strubbel
=:open_mouth:D

geschlechtskorrekte Neutralität
Hallo,

als mir das Gerede von Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen, Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf den Keks ging, sowie das Geschreibe Schüler/-innen bzw. Schüler/Innen usw, da hatte ich eines Tages eine Idee:
Man könnte solche Wörter ihrer Endung berauben, quasi durch Kastration die überflüssigen Anhängsel entfernen. Wenn man ihnen dann den neutralen Artikel „das“ verpasst, dann hätte man
das Schül, das Kolleg, das Teilnehm …
Ich habe es allerdings nie gewagt, diese Idee weiter zu verfolgen.

Fragen über Fragen

An derlei Fragen werden wir noch lange unsere Freude haben!

Pit