ich suche eine prägnanten Satz, den ich ins erste Kapitel meiner Diplomarbeit packen kann, mit dem ich mich von der nicht-genderneutralen Ausdruckweise freispreche. Ich schreibe z.B. von
Teilnehmern, Lehrern, Schülern etc.
und nicht von
TeilnehmerInnen, LehrerInnen, SchülerInnen etc.
Das soll auch so bleiben und deswegen muss ich mich noch vor dem ersten faux-pas davon lossprechen, à la „hier wird aus Gründen der Lesbarkeit auf eine genderneutrale Ausdrucksweise verzichtet“. Hat da jemand einen schönen Satz? Bin gerade reichlich unkreativ…
Das soll auch so bleiben und deswegen muss ich mich noch vor
dem ersten faux-pas davon lossprechen
Hallo,
sich selbst freisprechen, da träumen Generationen von Kriminellen davon - geht aber nicht. Wenn du eine nicht neutral formulierte Stellenanzeige veröffentlichst, nützt kein solcher Hinweis etwas, sondern du kannst Abmahnungen kriegen, da kannst du dich dann freikaufen.
Es gibt doch sicher einen Leitfaden für Diplomarbeiten, wenn da was zu dem Thema drinsteht ist das auch verbindlich. Und veröffentlicht werden Diplomarbeiten meines Wissens auch, auch wenn sie kein Schwein liest.
ich suche eine prägnanten Satz, den ich ins erste Kapitel
meiner Diplomarbeit packen kann, mit dem ich mich von der
nicht-genderneutralen Ausdruckweise freispreche.
wie schon von reinhard gesagt: man kann sich nicht selbst freisprechen.
Ich schreibe
z.B. von
Teilnehmern, Lehrern, Schülern etc.
und nicht von
TeilnehmerInnen, LehrerInnen, SchülerInnen etc.
Das soll auch so bleiben und deswegen muss ich mich noch vor
dem ersten faux-pas davon lossprechen, à la „hier wird aus
Gründen der Lesbarkeit auf eine genderneutrale Ausdrucksweise
verzichtet“.
was substanziell anderes kanns m.e. nicht geben. du kannst natürlich plakativer werden:
„weil mir geschlechtsneutrales formulieren am arsch vorbeigeht“
„weil mich die emanzentussis alle mal kreuzweise können“
o.ä.
im ernst: was hast du
gegen o.a. satz?
gegen geschlechterneutrale sprache überhaupt?
wenn dich das große binnen-I so sehr stört, könntest du ja auch noch das generische femininum benützen. macht sich vielleicht gar nicht schlecht
Guten Tag!
Wie wär s mit Humor? Ich denke da etwa an ein Computerbuch: " … Außerdem ist dieses Vorgehen mit den Providern und Providerinnen abgesprochen."
Gruß
Sepp
mit dem ich mich von der
nicht-genderneutralen Ausdruckweise freispreche.
wenn Du Dich schon so herauszureden möchtest, laß es besser bleiben!
Das wirkt auf mich arg gestelzt und verkrampft.
Ich schreibe
z.B. von
Teilnehmern, Lehrern, Schülern etc.
und nicht von
TeilnehmerInnen, LehrerInnen, SchülerInnen etc.
Dann schreib doch Teilnehmenden, Lehrenden, Lernenden.
Das soll auch so bleiben und deswegen muss ich mich noch vor
dem ersten faux-pas davon lossprechen,
Du mußt irgendwann mal sterben, ansonsten gibt es kein müssen.
Solch ein Satz ist, wie schon geschrieben, für mich ziemlich daneben und zudem höchst unüblich.
Als Betreuer (ich bin männlichen Geschlechts würde ich ihn Dir rausstreichen.
Ok, danke erstmal für die Antworten. Nur was für welche…
Nur mal nebenbei: dass ich mich „freisprechen“ möchte, keine faux-pas begehen will, (negativ formuliert) nicht gender-neutral formuliere etc. schreibe ich hier im Forum aber ganz sicher nicht in meiner DA. Himmel, man muss echt aufpassen, was man hier sagt, was?
Es ist absolut üblich AUS GRÜNDEN DER BESSEREN LESBARKEIT (und diesen Grund nannte ich eingangs hier auch) auf ein generisches Maskulinum/Femininum zurückzugreifen. Der einzige Punkt, den man dabei berücksichtigen sollte, dass dies bei der ersten gender-neutralen Nennung erläutert wird. Dafür bat ich um einen kreativen Satz aber nein, Lästereien, Meckereien und Besserwissereien sind hier lieber gesehen. Aber sei es drum, ich habe einen netten Satz gefunden und ziehe meine Frage damit zurück.
Wie geht das bitte, das „generische femininum“, z.B für
„Teilnehmer“?
die feminine Form wird zur allgemeinen bzw. verallgemeinernden - sich also auf beide Geschlechter beziehenden - Bezeichnung von Personen verwendet, z. B.
_Die Teilnehmer innen _ (bezogen auf ♀ und ♂) müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
statt
Die Teilnehmer (bezogen auf ♀ und ♂) müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
Es ist absolut üblich AUS GRÜNDEN DER BESSEREN LESBARKEIT (und
diesen Grund nannte ich eingangs hier auch) auf ein
generisches Maskulinum/Femininum zurückzugreifen. Der einzige
Punkt, den man dabei berücksichtigen sollte, dass dies bei der
ersten gender-neutralen Nennung erläutert wird.
Warum formulierst du dann nicht genau dieses Anliegen, etwa:
Um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, werden in Rahmen dieser Arbeit Doppelungen wie „Schülerinnen und Schüler“ zugunsten des generischen Begriffs „Schüler“ aufgegeben.
Ende. Mehr muss man dazu nicht sagen. Der Satz steht als Fußnote auf der (wahrscheinlich) ersten Seite - den Rest der Diplomarbeit bekommst du dann hoffentlich auch noch hin.
Ich habe dies auch schon mal gemacht und etwa dies geschrieben:
>Aus Gründen der Lesbarkeit benutze ich die modernste genderneutrale Ausdrucksweise.Selbstverständlich sind bei sämtlichen Personenbezeichnungen und Anreden beiderlei Geschlechter angesprochen, auch wenn die gebräuchliche Form verwendet wird.
Dies ist kein Konservatismus, sondern im Zuge der Emanzipation ein beispielhafter, geistiger Fortschritt, bei Bezeichnungen, ungeachtet auf den Artikel, gleichberechtigt weibliche und männliche Formen zu assozieren. So wie wir es beispielsweise von dem Wort ‚die Person‘ bereits gewöhnt sind.
die erste:
ist eine solche Anmerkung in einer wissenschaftlichen Arbeit überhaupt notwendig (geworden)? Ich käme nie auf den Gedanken dass jemand nur die Männlein meint, wenn er von Teilnehmern, Lehrern, Schülern etc. spricht.
Daher kommen mir solche Erklärungen überflüssig, unsinnig, albern vor. Das liegt vielleicht daran, dass ich mich mit den (Un-) Sitten und Gepflogenheiten nicht mehr auskenne.
die zweite: gender neutrale Ausdruckweise - ist dieses Monstrum üblich geworden? Man kann doch ebenso gut „geschlechtsneutral“ sagen, meine ich zumindest.
K.V., versteh mich nicht falsch: meine Fragen sind rein informativ, sie richten sich nicht gegen Dich.
Ja, „genderneutrale Ausdrucksweise“ ist ein Bewertungskriterium für Arbeiten, die an unserem Lehrstuhl abgegeben werden. Ich find’s auch merkwürdig aber muss mich dem einfach anpassen.
Bsp: Im didaktischen Seminar der Lehrreferendare wird auch nur von „SuS“ (=Schüler und Schülerinnen) und nicht einfach von „Schülern“ gesprochen.
Schon mal ein paar Arbeiten gelesen? Dann wirst Du sicher festgestellt haben, dass das sogar absolut üblich ist. Die Frage ist also nicht OB sondern WIE ich das schreibe.
stell dir vor, in einer Zeitschrift wie Spektrum der Wissenschaft oder meinetwegen auch im Spiegel würde jeder Artikel mit einer seitenlangen Einführung in die spezifische Genderneutralität des folgenden Textes eingeleitet - kein Mensch würde das noch lesen.
Also Ball flach halten (ich hoffe, in Zeiten der Erfolge der deutschen Frauen-Fussball-Nationalmannschaft ist dieser Ausdruck ausreichend genderneutral). Ein Satz sollte genügen.