Generationen kinderlos - G. soziale Spaltung

hallo,
sozial schwache Jugendliche in Deutschland haben es schwer etwas zu werden;eine geeignete Ausbildung zu finden.
ja wer gut ist wird gefördert wer nicht der wird leider ignoriert.
(oder in irgendwelche sinnlosen Warteschleifen abgestellt)

Groß-Handwerksbetriebe jammern:
Jugendliche können weder richtig schreiben oder rechnen sind nicht pünktlich noch zuverlässig aber haben ein Markenbewustsein und Anspruchsdenken.

die 68-er Generation hat Schuld, die voll auf Selbstverwirklichung setzte; Pfeife rauchend die Kritik zum Ideal und Lebensmotor machte.

Wir brauchen wieder eine gute Hauptschule die 16 Jährige in extra geeignete Berufe entläßt die auch extra für sie reserviert bleiben. oder?

cu
Friedrich
PS:http://www.kulturost.de/kulturost/images/sozialamt.gif

gibt’s in Bayern schon
Hallo Friedrich,

an bayerischen Hauptschulen gibt es einen praktisch-orientierten Zweig, der den nicht so theoriefreudigen Schülern die Möglichkeit gibt, trotzdem einen Abschluss zu erwerben.

Übrigens sind in Bayern noch immer die Mehrzahl der Schulabschlüsse Hauptschulabschlüsse.

Andreas

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hallo Friedrich,
die Unternehmer sollten ein klein wenig leiser sein: sie stellen lieber einen Altlehrling ein, als einen Hauptschüler. Grund: den kann man für alles einsetzen. Ich habe nach dem Abi eine Lehre zum Groß- und Aussenhandelskaufmann gemacht Ich wurde zwar weniger für´s Brotzeitholen verwendet, doch für den Verkauf und für Lieferfahrten mit dem 3.5 Tonner. Oder wenn der Monteur ausfiel. Wenn ich mich nicht selbst um alles gekümmert hätte und den Boss fast schon gezwungen hätte, auch eine Zeit im Büro zu arbeiten, dann hätte ich das nur von aussen gesehen.
Den Kunden wurde bei Montageeinsätzen aber der volle Gesellenlohn berechnet.
Ergebnis: ich bleib natürlich nicht bei dieser Firma (nach der Lehre).
Grüße
Raimund

Hallo,

sozial schwache Jugendliche in Deutschland haben es schwer
etwas zu werden;eine geeignete Ausbildung zu finden.
ja wer gut ist wird gefördert wer nicht der wird leider
ignoriert.
(oder in irgendwelche sinnlosen Warteschleifen abgestellt)

das kann Kindern aus dem Mittelstand auch passiren.

Wir brauchen wieder eine gute Hauptschule die 16 Jährige in
extra geeignete Berufe entläßt die auch extra für sie
reserviert bleiben. oder?

Und ich dachte es gibt in Deutscland auch Ausbildungsberufe für Hauptschulabgänger. Da haben mich aber ein paar Jugendliche, die ich kenne belogen. :wink: Die behaupten sie hätten ne Lehrstelle!

Allerdings stimme ich Dir zu, wenn Du forderst, daß für jeden die gleiche Bildung möglich sein muß, unabhängig vom Vermögen der Eltern.

Für die Ausbildung der Hauptschüler ist die Industrie / das Handwerk zuständig, nicht der Staat.

cu Rainer

Hey,

Wir brauchen wieder eine gute Hauptschule die 16 Jährige in
extra geeignete Berufe entläßt die auch extra für sie
reserviert bleiben. oder?

was soll denn das? Hauptschule entläßt kiddies in die für sie geeignete Berufe?, muss nur mal meine Fussnägel wieder runterklappen.

Meiner Meinung nach sollte der Hauptschulabschluss an „Ansehen“ gewinnen…
weil es dann folgendes verhindern würde, (was zumindest meine Erfahrung zeigte)

Mit dem Hauptschulabschluss hat man so gut wie keine Chance, also wird alles, was irgendwie kann auf die Realschule getritzt, Hauptschule ist schließlich ein Makel. Jede Mutter, die was auf ihr Kind hält und es irgendwie geht, prügelt es lieber zur Realschule, Realschule ist aber nicht das non plus ultra, wenn es denn irgendwie ein bisserl besser geht, wird der kleine ins Gymnasium geprügelt. Meiner Meinung nach passiert aber dadurch das, durch dieses Nichtwürdigen der „niedrigen“ Abschlüsse blockierendie auf der „zu hohen Schule“ die Schwachen, die, die könnten. Wir versauen uns selber die Ausbildung unserer Kinder. Gute werden ausgebremst. Ich verstehe das aber, man muss das Kind in die höchst mögliche Ausbildung zwingen, wenn es nur irgend geht.
Bin ich froh, dass ich kein schulpflichtiges Kind mehr habe, in dem Dilemma möcht ich echt heute nicht mehr stecken wollen.
Früher war es wohl nicht unbedingt einfacher, aber der Hauptschulabschluss war immerhin kein Makel.
Wir bauen die Gesellschaft von morgen. Mir graut es vor den Kiddies von übermorgen… müssen die dann schon im Kindergarten üben wie man Wurzel zieht… und nicht grad die vom Radieschen :wink:
Wir knebeln unsere Kinder und wundern uns, wenn sie neurotisch werden.

Herzlichst

Sarah

cu
Friedrich
PS:http://www.kulturost.de/kulturost/images/sozialamt.gif

Hallo Friedrich,
da hast Du Recht. In der Praxis sieht es aber so aus, daß es nicht genug Lehrstellen gibt. Die Betriebe suchen sich natürlich die Besten aus. So kommt es, daß die Azubis eigentlich alle überqualifiziert sind. Die Hauptschüler mit den schlechtesten Noten ‚bleiben übrig‘.
Wenn ich meinen beiden Söhnen keine Karriere als Sozialhilfeempfänger empfehlen will, muß ich auf den höchstmöglichen Schulabschluß drängen. Nur so besteht eine gute Aussicht auf eine Ausbildung und Berufsaussichten.
Allerdings gibt es auch für Hauptschüler noch Wege, weiter zu kommen. Mein ‚Großer‘ hatte ursprünglich auch nur einen Hauptschulabschluß, war dann an der Handelsschule und ist jetzt am Wirtschaftsgymnasium. So geht es auch.
Bei ständig steigenden Arbeitslosenzahlen ist diese Vorgehensweise unumgänglich, denn sonst kommen dann wieder die anderen, die die ‚übrig gebliebenen‘ als Faulenzer und Schmarotzer bezeichnen, auch wenn die Ursache eventuell medizinisch begründet ist.
cu Rainer

Hey,

ich finde den zweiten Bildungsweg auch nicht unbedingt als den schlechtesten. Aber dann haben wir Ausbildungszeiten ohne Ende, das ist ja auch nicht gewollt. Meiner Meinung nach muss der Hauptabschulabschluss an Ansehen gewinnen. Nicht jeder muss Latein können oder die Steigung eines Punktes berechnen… was soll der Quatsch. Gerade im handwerklichen Bereich ist Geschick und Talent doch mehr gefordert als sonst wo. Mein Sohn hat Gottlob, eine Ausbildung im Handwerk (mit Vitamin B) machen können, da liegen auch seine Talente. Auf normalem Weg hättte er niemals eine Lehrstelle gefunden. Dreiviertel seiner Abschlussklasse ging es so, und sie besuchten weiterbildende Schulen. Ich finde das nicht richtig. Warum soll jemand, der sich zum Frisör/in bilden lässt Abitur haben? Die soll mir die Haare fix und gescheit schneiden. Ich habe keinen Bock mich auf lateinisch zu unterhalten. Mal im extrem gesprochen.

da hast Du Recht. In der Praxis sieht es aber so aus, daß es
nicht genug Lehrstellen gibt. Die Betriebe suchen sich
natürlich die Besten aus. So kommt es, daß die Azubis
eigentlich alle überqualifiziert sind. Die Hauptschüler mit
den schlechtesten Noten ‚bleiben übrig‘.

Auch der Staat sucht sich die besten aus… die haben ja ihre Prüfungstermine… aber sind das wirklich die besten, die Dich dann als Beamte auf dem Rathaus bedienen? Ich kenne Dein Rathaus nicht…
… bei meinem ist es nicht so!

Wenn ich meinen beiden Söhnen keine Karriere als
Sozialhilfeempfänger empfehlen will, muß ich auf den
höchstmöglichen Schulabschluß drängen. Nur so besteht eine
gute Aussicht auf eine Ausbildung und Berufsaussichten.

Kann das wirklich die Zukunft sein? Ich ziehe mich jetzt mal zurück und grüble über einen Nachruf auf Deutschland…

cu
Sarah