Liebe/-r Experte/-in,
ich studiere im 5. klinischen Semester Medizin und schreibe am Montag eine Klausur in u.a. Humangenetik. Daher kreuze ich gerade fleißig Altklausuren, hänge aber gerade bei folgender Frage:
Bei maternaler Weitergabe einer UBE3A-Mutation in einer Schwangerschaft ist damit zu rechnen, dass das Kind an einem Angelman-Syndrom erkranken wird. Welche Aussage trifft zu?
a) Das Wiederholungsrisiko für weitere Schwangerschaften liegt bei 25%, da das Weitergaberisiko für die Mutation 50% beträgt und der betroffene Genort zufällig mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% durch Imprinting inaktiviert wird.
b) Bei paternaler Weitergabe der UBE3A- Mutation würde das Kind ebenfalls erkranken, da der paternale Genort auch aktiv bleibt.
c) Bei paternaler Weitergabe der UBE3A-Mutation würde das Kind nicht erkranken, da der paternale Genort durch Imprinting inaktiviert wird.
d) Die Mutter hätte ebenfalls ein Angelmann-Syndrom, wenn die die Mutation von ihrem Vater bekommen hätte.
e) Die Mutter hätte kein Angelmann-Syndrom, wenn sie die Mutation von ihrer Mutter erhalten hätte.
Ich würde d) und e) ausschließen, da das Gen ja bei jedem Vererbungsdurchgang erneut ein oder ausgeschaltet wird, weshalb man ja eigentlich keine Rückschlüsse auf die Eltern ziehen könnte, oder?
Bei den retlichen Möglichkeiten komm ich nicht weiter…
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank und Gruß, Maria