Hallo,
du hast recht, das Fallgewicht beträgt 3,5 kg, im Vergleich zu
nem Beil (ca. 800 gr) oder einer Axt (ca. 1250 gr) also
deutlich mehr zu heben.
Das Beil lässt man nicht auf den Stamm fallen, sondern beschleunigt es. Dabei fängt die Beschleunigung nicht erst bei nach vorn oben gestreckten Armen an, sondern durch eine Drehbewegung bereits hinter dem Kopf. Die Beschleunigungsstrecke ist als mehr als doppelt so lang wie bei dem Spielzeug. Zudem kann man in der Drehbewegung seine Kraft ewesentlich besser einsetzten als durch die erzwungene lineare Bewegung beim Spielzeug.
Weiss nicht ob beim Holzspalten das anheben des Gewichts oder
das eindreschen auf den Prügel mehr anstrengt ?
Es kommt nicht nur darauf an, was man hebt, sondern auch, wie oft man heben (und schlagen) muss, bis der Erfolg erzielt wird. Das Spalten klappt entweder mit einem Schlag oder gar nicht, um es etwas überspitzt auszudrücken. Wenn der Schlag also nicht kräftig genug war, ist der Erfolg nahezu null - und das tritt leider mit dem Spielzeug viel zu oft ein.
Das Gewicht wird aber mit beiden Händen gehoben und ausserdem
Rückenschonend in aufrechter Position.
Rückenschonend ist das in keiner Weise - dazu müsste das Gewicht nahe am Körper, unter Ausnutzung der Beinkraft, mit gradem Rücken gehoben werden. Mit einer Axt kann man das machen (zum Anheben die Axt ganz kurz hinter dem Kopf fassen, senkrecht hochheben, Knie dabei benutzen). Mit dem Spielzeug eben grade nicht, das ist immer einen Meter von Dir weg.
Laut „Marktschreier“ muss das Fallgewicht nach unten
beschleunigt werden, die Axt hebt man ja auch nicht einfach
nur an und läßt sie fallen, sondern beschleunigt sie nach
unten um mit voller Wucht auf den Holzscheit einzudreschen.
S.o.
Man läßt aber das Fallgewicht vor dem auftreffen auf das
Scheit los, gekommt also den Schlag gar nicht ab.
Und verliert damit noch mehr Kraft.
Man bekommt mit der Axt den Schlag auch nur ab, wenn man zu schwach geschlagen hat und einen ungeeigneten Axtstiel und/oder eine zu kleine Axt verwendet. Wenn die Axt durch den Stamm durchgeht, ist der Bremsweg groß genug, den Impuls langsam zu absorbieren.
Wenn ich aber ein Raummeter mit Beil oder Axt spalte „brummen“
meine Hände, da ich jedesmal den abgebremsten Schlag
abbekomme.
S.o.
Eben „weil“ die Scheite ja nicht von alleine stehen hat das
Teil Vorteile (?) - so der Marktschreier - weil ja der
Spaltkeil auf das Scheit aufgesetzt wird, man trifft also
immer genau da wo man hintreffen möchte.
Mit einer Axt trifft man mit ein wenig Übung auch genau da, wo man treffen will. Und ist dabei nicht auf einen bestimmten Radius einer Führung beschränkt. Zudem muss man den Stamm nicht so genau ausrichten wie beim Spielzeug - das kostet auch Kraft.
Das ist bei Beil und Axt - bei mir - nicht immer der Fall.
Übungssache.
Man(n) muss also den Prügel gar nicht festhalten, Finger und
Hände sind weg von der Angriffsfläche,
Ich habe noch nie den Stamm festgehalten und einhändig geschlagen.
Und Du kannst ganz sicher sein, dass ich auch nicht meine Kinder festhaltgen lasse, um dann beidhändig draufzuhauen.
ein Danebentreffen gibt es nicht.
Wollen wir wetten?
Die zu spaltenden Scheite sind nicht immer so schön rechtwinklig gesägt, dass sie gut und sicher stehen. Mit einer Axt kann man das in Grenzen ausgleichen (leicht(!) schräg schlagen), mit dem Spielzeug gar nicht.
Überleg Dir bei allen diesen Wunderwaffen (egal ob Unkrautkralle, elektrischer Messerschärfer oder Hebel-Holzspalter oder das Spielzeug hier), warum nicht alle Profis damit arbeiten, wenn das doch so toll sein soll. Die wissen schon, warum sie lieber einen Spalthammer etc. nehmen.
Gruß
loderunner