Genialer Holzspalter

Hallo liebe Listenteilnehmer/innen,

habe auf einer Handwerkermesse den folgenden
„genialen“ Holzspalter gesehen : Smart-Splitter
http://www.logosol.de/_forsttechnik/smartsplitter/
hat wer damit Erfahrung ?

Der Händler lobte das Teil und zur Demonstration
haben sogar Kinder Holz gespalten, aber man kann
ja überall tricksen … :wink:
Das Ding sollte was um die 85 Euro kosten,
nicht all zu viel, aber wenn’s hernach nur im
Keller liegt ist 1 Euro schon zuviel.

Wenn Ihr schon mal auf der Seite seit, was ist von
dem Sägebock SmartHolder zu halten ?
Funktioniert das Teil zuverläßig ?

Am tollsten wären natürlich persönliche Erfahrungen,
vielen Dank schon mal im Vorraus.

Liebe(s) Gruess(l)e
Ralf

Ergänzung
Hallo,

Leg Dir ein Beil zu
(http://www2.westfalia.de/shops/werkzeug/werkzeuge_na…),
damit spaltest Du die Stecken, die dieser Spalter verkraftet,
mit links. Und vor allem nach ein bisschen Übung schnell.

Und für die richtig dicken Dinger sowie Baumscheiben, gehört noch ein Spalthammer dazu:
http://www2.westfalia.de/suche/index.php?&suche=such…
Und ein paar Keile aus Aluminium mit einem passenden, großen Hammer, wenn die Axt mal festhängt.
Und schließlich, wenn man mal Wurzelholz erwischt hat, geht nichts über eine gute Motorsäge.
Gruß
loderunner (der auch alles herkömmlich spaltet)

genial daneben
Hallo!

Ich schliesse mich der übrigen Meinung an.
Mit einer grossen Axt spaltet man den grossen Klotz, auf dem das Spielzeug steht,
normalerweise mit einem Schlag.
Mit der Axt geht das auch viel schneller.

Grüße, Steffen!

Ergänzung zur Ergänzung
…oder du kaufst dir gleich was richtig gutes *lach*
Schaust du hier:

http://www3.westfalia.de/shops/werkzeug/handwerkzeug…

Gruß
Uli, der mit sowas viele, viele Meter macht…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Ralf,

du hast recht, das Fallgewicht beträgt 3,5 kg, im Vergleich zu
nem Beil (ca. 800 gr) oder einer Axt (ca. 1250 gr) also deutlich mehr zu heben.
Weiss nicht ob beim Holzspalten das anheben des Gewichts oder
das eindreschen auf den Prügel mehr anstrengt ?
Das Gewicht wird aber mit beiden Händen gehoben und ausserdem
Rückenschonend in aufrechter Position.

Laut „Marktschreier“ muss das Fallgewicht nach unten beschleunigt werden, die Axt hebt man ja auch nicht einfach nur an und läßt sie fallen, sondern beschleunigt sie nach unten um mit voller Wucht auf den Holzscheit einzudreschen.

Man läßt aber das Fallgewicht vor dem auftreffen auf das Scheit
los, gekommt also den Schlag gar nicht ab.
Wenn ich aber ein Raummeter mit Beil oder Axt spalte „brummen“
meine Hände, da ich jedesmal den abgebremsten Schlag abbekomme.

Eben „weil“ die Scheite ja nicht von alleine stehen hat das
Teil Vorteile (?) - so der Marktschreier - weil ja der Spaltkeil auf das Scheit aufgesetzt wird, man trifft also immer genau da wo man hintreffen möchte.
Das ist bei Beil und Axt - bei mir - nicht immer der Fall.
Man(n) muss also den Prügel gar nicht festhalten, Finger und
Hände sind weg von der Angriffsfläche, ein Danebentreffen
gibt es nicht.

Liebe(s) Gruess(l)e
Ralf

Hallo!

du hast recht, das Fallgewicht beträgt 3,5 kg…
…im Vergleich zu nem Beil (ca. 800 gr) oder einer Axt (ca. 1250gr)

Eine Axt läßt man nicht einfach auf das zu spaltende Holz plumpsen. Dabei täte sich nicht viel. Man schlägt je nach Bedarf mit mehr oder weniger viel Schmackes zu.

Wenn ich aber ein Raummeter mit Beil oder Axt spalte „brummen“
meine Hände, da ich jedesmal den abgebremsten Schlag abbekomme.

Reine Übungssache. Als ich die ersten Male mit einer Axt umging, könnte ich das Ding kaum mit einer Hand führen - einfach zu schwer. Außerdem taten sehr bald die Knochen weh und es gab heftigen Muskelkater. Das gibt sich nach einiger Zeit. Außerdem ist ein ordentlicher Stil so geformt, daß man zusammen mit der Übung im Bewegungsablauf vom harten Auftreffen der Axt auf das Holzscheit nicht mehr viel bemerkt.

Überhaupt ist die Annahme blauäugig, daß man es immer nur mit ebenmäßig gewachsenem leichten Nadelholz ohne Äste zu tun hat. Laß mal den einen oder anderen „Knust“ im Holz sein und sehe Dir die geniale Konstruktion an, die die Natur dabei mit dem Verlauf der Holzfasern zustande brachte. Dort geht es durch Fallenlassen eines Gewichts von wenigen kg um keinen Millimeter ins Material.

Der Einsatz maschineller Spalter ist bei ofen- bzw. kamingerechten Scheitlängen im Bereich von 20 bis 30 cm unsinnig, es sei denn, es handelt sich um Automaten für den gewerblichen Einsatz. Von wenigen sehr harten Hölzern wie z. B. Robinie abgesehen, lassen sich Scheite bis etwa 60 … 80 cm Länge und 30 cm Durchmesser in haushaltsüblichen Mengen am besten per Axt spalten. Wenn die Stücke länger und dicker werden oder aus sehr zähem Holz bestehen, sind mechanische Spalter angesagt. Aber keine Spielzeuge. Brauchbare Spalter sind schwere Geräte mit kräftigem Motor von einigen kW oder für den Antrieb durch einen Traktor. Preis ab 4stellig aufwärts.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

du hast recht, das Fallgewicht beträgt 3,5 kg, im Vergleich zu
nem Beil (ca. 800 gr) oder einer Axt (ca. 1250 gr) also
deutlich mehr zu heben.

Das Beil lässt man nicht auf den Stamm fallen, sondern beschleunigt es. Dabei fängt die Beschleunigung nicht erst bei nach vorn oben gestreckten Armen an, sondern durch eine Drehbewegung bereits hinter dem Kopf. Die Beschleunigungsstrecke ist als mehr als doppelt so lang wie bei dem Spielzeug. Zudem kann man in der Drehbewegung seine Kraft ewesentlich besser einsetzten als durch die erzwungene lineare Bewegung beim Spielzeug.

Weiss nicht ob beim Holzspalten das anheben des Gewichts oder
das eindreschen auf den Prügel mehr anstrengt ?

Es kommt nicht nur darauf an, was man hebt, sondern auch, wie oft man heben (und schlagen) muss, bis der Erfolg erzielt wird. Das Spalten klappt entweder mit einem Schlag oder gar nicht, um es etwas überspitzt auszudrücken. Wenn der Schlag also nicht kräftig genug war, ist der Erfolg nahezu null - und das tritt leider mit dem Spielzeug viel zu oft ein.

Das Gewicht wird aber mit beiden Händen gehoben und ausserdem
Rückenschonend in aufrechter Position.

Rückenschonend ist das in keiner Weise - dazu müsste das Gewicht nahe am Körper, unter Ausnutzung der Beinkraft, mit gradem Rücken gehoben werden. Mit einer Axt kann man das machen (zum Anheben die Axt ganz kurz hinter dem Kopf fassen, senkrecht hochheben, Knie dabei benutzen). Mit dem Spielzeug eben grade nicht, das ist immer einen Meter von Dir weg.

Laut „Marktschreier“ muss das Fallgewicht nach unten
beschleunigt werden, die Axt hebt man ja auch nicht einfach
nur an und läßt sie fallen, sondern beschleunigt sie nach
unten um mit voller Wucht auf den Holzscheit einzudreschen.

S.o.

Man läßt aber das Fallgewicht vor dem auftreffen auf das
Scheit los, gekommt also den Schlag gar nicht ab.

Und verliert damit noch mehr Kraft.
Man bekommt mit der Axt den Schlag auch nur ab, wenn man zu schwach geschlagen hat und einen ungeeigneten Axtstiel und/oder eine zu kleine Axt verwendet. Wenn die Axt durch den Stamm durchgeht, ist der Bremsweg groß genug, den Impuls langsam zu absorbieren.

Wenn ich aber ein Raummeter mit Beil oder Axt spalte „brummen“
meine Hände, da ich jedesmal den abgebremsten Schlag
abbekomme.

S.o.

Eben „weil“ die Scheite ja nicht von alleine stehen hat das
Teil Vorteile (?) - so der Marktschreier - weil ja der
Spaltkeil auf das Scheit aufgesetzt wird, man trifft also
immer genau da wo man hintreffen möchte.

Mit einer Axt trifft man mit ein wenig Übung auch genau da, wo man treffen will. Und ist dabei nicht auf einen bestimmten Radius einer Führung beschränkt. Zudem muss man den Stamm nicht so genau ausrichten wie beim Spielzeug - das kostet auch Kraft.

Das ist bei Beil und Axt - bei mir - nicht immer der Fall.

Übungssache.

Man(n) muss also den Prügel gar nicht festhalten, Finger und
Hände sind weg von der Angriffsfläche,

Ich habe noch nie den Stamm festgehalten und einhändig geschlagen.
Und Du kannst ganz sicher sein, dass ich auch nicht meine Kinder festhaltgen lasse, um dann beidhändig draufzuhauen.

ein Danebentreffen gibt es nicht.

Wollen wir wetten?

Die zu spaltenden Scheite sind nicht immer so schön rechtwinklig gesägt, dass sie gut und sicher stehen. Mit einer Axt kann man das in Grenzen ausgleichen (leicht(!) schräg schlagen), mit dem Spielzeug gar nicht.

Überleg Dir bei allen diesen Wunderwaffen (egal ob Unkrautkralle, elektrischer Messerschärfer oder Hebel-Holzspalter oder das Spielzeug hier), warum nicht alle Profis damit arbeiten, wenn das doch so toll sein soll. Die wissen schon, warum sie lieber einen Spalthammer etc. nehmen.
Gruß
loderunner