Genickbruch

Guten Abend.
Wieso endet menschliches Leben abrupt bei
einem „Genickbruch“.
Normalerweise erzeugt doch eine Wirbelverletzung
mit Schädigung des Rückenmarks „nur“ eine Querschnittslähmung.
Gruß, Walter

Aua…
Hallo Walter,

ich hoffe, Du bist kein Massenmörder, der hier eine Anleitung für seine künftigen Schandtaten sucht… *ggg*

Bei einem Genickbruch werden sowohl das verlängerte Mark (medulla oblongata) als auch die umliegenden Nerven (der 1. Spinalnerv liegt nur ein klein wenig darunter) und Blutgefässe komplett durchtrennt. Dadurch verlierst sofort das Bewußtsein, das Atemzentrum setzt aus, der traumatische Schock (durch die massiven Blutungen aus den gerissenen Gefässen) wiederum ein und Du stirbst praktisch sofort.

Das einzig gute daran: Du kriegst davon nichts mehr mit und spürst keine Schmerzen, weil sämtliche Leitungen zum Gehirn gekappt sind. Das Gehirn kann also nicht einmal mehr den Sofort-Adrenalin-auf-den-Weg-schicken-Befehl aussenden.

Die Bruchstelle liegt zwischen dem ersten und dritten Halswirbel, also ziemlich in der Höhe des Hirnstamms (Übergang zwischen Rückenmark und Gehirn). Wenn Du mal eben mit der Hand nach hinten greifst, spürst Du an dem Übergang vom Hals zum Hinterkopf in der Mitte eine Vertiefung - ca. 2 - 3 Querfinger (je nach Dicke der Finger) darunter klappt ein Genickbruck meistens hervorragend.

Die von Dir erwähnten Wirbelverletzungen, die ‚nur‘ zu einer Querschnittslähmung führen, liegen tiefer. Außerdem sind die obersten beiden Halswirbel etwas zarter und anders als die übrigen gestaltet (haben die vielleicht nur deshalb einen eigenen Namen??? *grübel*). Die weiter unter liegenden Wirbel sind recht stabil und können einer Verletzung besser widerstehen.

Ciao

Tessa

Hallo Tessa.
Vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung.
Keine Angst, ich trachte keinem - einschließlich mir -
nach dem Leben.
Meine Frage war nur Interesse.
Gruß, Walter