Genies mit Asperger-Syndrom bekannt?

Hallo,

Greta Thunberg hat das Asperger-Syndrom. Sie gibt das offen zu und erklärt sogar, dass sie, wenn sie das nicht hätte, vermutlich nicht in der gegenwärtigen Form aktiv geworden wäre. Was das Asperger Syndrom bedeutet, wird natürlich wie fast immer sehr gut in der Wikipedia erklärt, aber auch diese Erklärung, obwohl kürzer, gibt das Wesentliche wieder:


Besonders interessant finde ich darin den Satz: „Die mangelhafte soziale Kompetenz geht oft mit ungewöhnlichen Spezialinteressen in Bereichen wie Mathematik, Geschichte, Geografie oder anderen wissenschaftlichen Teilbereichen einher.“ Das könnte die Heftigkeit Gretas gegenwärtigen Engagements erklären (obwohl auch ein Vater als Werberater dahinter steckt).

Gibt es aber bekannte herausragende Persönlichkeiten aus den genanten Wissenschaftsbereichen, von denen bekannt ist, dass sie das Asperger-Syndrom hatten?

Vermutlich nicht, weil das Syndrom noch nicht lange bekannt ist. Und selbst wenn ein gegenwärtig anerkanntes Genie in einem der genannten Fachbereiche das Syndrom haben sollte, und ihm selbst das bekannt und bewusst sein sollte, ist nicht sicher, dass er das offen zuzugeben bereit ist.

Das wird sich vermutlich erst in einigen Jahren bei (dann zumeist bereits verstorbenen) Genies herausstellen, wenn ihre Biographen ihren Lebenslauf auf Indizien untersuchen, die darauf hinweisen könnten.

Aber ich frage trotzdem mal.
Grüße
Carsten

Hallo!

Ja, die gibt es wirklich. Ich weiss nicht ob die Frau Vera F. Birkenbihl als Genie galt aber ich fand sie ziemlich genial. Sie hatte (leider bereits verstorben) auch Asperger-Syndrom. Und ganz nebenbei: die war auch wesentlich sympathischer als die Gretta.

Grüsse.

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Albert Einstein könnte in die Liste passen. Könnte, weil erst posthum untersucht; könnte, weil es so und so gesehen wird: https://de.wikipedia.org/wiki/Asperger-Syndrom?wprov=sfla1

Kann, darf, sollte man das Engagement von Greta Thunberg tatsächlich als „Genie“ einordnen?
Ich finde das schon arg verzerrt.

Ohne Unterstützung könnte sie niemals das machen, was sie nun alles macht oder getan hat.
Hier sei das Geld als Faktor - einmal nebenbei erwähnt- die riesige Maschinerie, die daran nun verdient. (zb https://www.theeuropean.de/wolfram-weimer/greta-und-die-geschafte-ihrer-hintermanner/ )
Dann ist eine Zeit, in der „seine Meinung verbreiten“ innerhalb von Sekunden in der Welt verbreitet ist- und ich auf die Art ganz schnell Zuhörer und Mitkämpfer finde, wenn es ein aktuelles Thema ist.
Ganz davon abgesehen, dass es doch ebenso Trend ist, dass „sich zeigen“ ganz normal ist.
Haben die heute 50jährigen noch gelernt, dass man sich eher bescheiden zeigen soll und keinesfalls aufrecht hinstellen- ist die heutige Jugend anders groß geworden und hat wenig Scheu sich zu zeigen oder darzustellen.

Ob Greta durch Asperger nun DEN Erfolg hat- möchte ich bezweifeln - ohne Menschen mit Einfluss und Macht wäre das alles nicht umsetzbar.

Ich habe mich schon oft gefragt, ob eine große schlanke wunderschöne Blondine mit langem lockigen Haar auch diesen „Erfolg“ gehabt hätte?

Hallo,

Das glaube ich eher weniger. Man sollte betrachten, wie die „Geschichte“ Gretas angefangen hat: sie hat einfach den Unterricht an Freitagen boykottiert. Das fand später Nachahmer und führte zu einer Protestbewegung. Ja, die anhaltende Verweigerung könnte durch eine ASS (Autismus Spektrum Störung) begünstigt sein. Muss aber nicht. Wir alle kennen sicher Jugendliche, die sich stark für eine Sache engagieren, ohne typische Merkmale einer ASS zu besitzen. Verstärkend kommt natürlich der mediale Hype hinzu, der das Thema inzwischen umgibt - wobei ich noch keine sachliche Analyse las, welchen Einfluss die Eltern Gretas als Multiplikatoren haben.

Man geht davon aus, dass zum Beispiel Albert Einstein und Emmanuel Kant eine ASS hatten. Da beide tot sind, zu ihren Lebzeiten ASS noch nicht beschrieben waren, ist eine posthum Einordnung natürlich fraglich. Auch das Verhalten von Charles Darwin und Nikola Tesla zeigt starke autistische Züge. Ähnlich sieht es bei den beiden Ikonen der Computertechnik Steve Jobs und Bill Gates aus. Sehr viele bekannte Schauspieler, Musiker, Regisseure zeigen ein Verhalten, das auf eine ASS schließen lässt.

Bereits vor dem zweiten Weltkrieg hat der Kinderpsychologe Asperger Gemeinsamkeiten bei vielen Kindern in seinem Umfeld erkannt und seine Erkenntnisse niedergeschrieben. Seit den 1970ern trägt ein Teil der ASS seinen Namen.

Nochmal zum Verständnis: ASS besitzt ein wahnsinnig breites Spektrum. Eine Diagnose ist in den meisten Fällen sehr langwierig und aufwendig. Zu viele Kleinigkeiten werden abgefragt und beobachtet. Erschwerend kommt hinzu, dass viele ASS-Menschen wesentlich emphatischer und anpassungsfähiger sind, als neurotypische Menschen. Das bringt mit sich, dass sich Autisten sehr stark anpassen, eine Art „Tarnung“. Für viele neurotypische Menschen wirken Autisten oft nur ein wenig verschroben, ein bisschen seltsam. Am auffälligsten dürfte zum einen die Obsession sein, mit der sich Autisten in bestimmte Themen einarbeiten. Zum anderen ecken Autisten regelmäßig im sozialen Umgang an, der neurotischen Menschen so wichtig erscheint.

Die Anpassung an das „normale“ Verhalten und aktive soziale Teilnahme führen bei Autisten regelmäßig zu Überforderungen, die sich nicht selten in zeitweiser Abgrenzung oder gar in einem Burnout zeigen. Ich las mal eine Einschätzung eines Psychologen, der davon ausging, dass der größte Teil der Burnout-Patienten eine Störung im Autismus-Spektrum betrifft.

Die meisten dürften es nicht wissen. Auf Grund der erlernten Anpassung ist es enorm schwer, eine ASS im Erwachsenenalter zu analysieren. Und je nach Umfeld, fallen Autisten auch nur wenig auf. Von genialen Programmierern, Mathematiker und anderen Wissenschaftlern erwartet man ja geradezu, dass sie verschroben sind, dass sie sich unpassend verhalten und kleiden, dass sie einige nerdige Macken haben und über ihre Fachthemen in einer Ausführlichkeit und Tiefe reden können, dass Außenstehende nicht ansatzweise folgen können. Daher bin ich der festen Überzeugung, dass viele außergewöhnlich gut arbeitende Menschen eine Autismus-Störung aufweisen, ohne dass diese jemals analysiert werden wird.

Grüße
Pierre

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Rechtsextreme Verschwörungsseiten machen nur bedingt gute Quellen für einen sachlichen Diskurs.

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Erstens ist die Maschinerie sicher nicht annähernd so riesig wie die der verschiedenen Unternehmen, die auf Kosten des Klimas und der Umwelt viel mehr Geld verdienen als diejenigen, die Greta Thunberg unterstützen, und die wohl ein starkes Interesse daran haben, Thunberg zu diskreditieren, und deswegen solche Informationen verbreiten.

Zweitens ist ja die Frage, was man mit dem Geld macht, was man verdient. Man kann sich von verdienten Geld z. B. SUVs kaufen, Flug- und Kreuzfahrtreisen unternehmen, aber man kann damit auch Kampagnen für mehr Klimaschutz finanzieren.

Dass Thunberg ihren Kampf für den Klimaschutz professionalisieren will, hat sie, glaube ich, gesagt. Sie will schließlich mit ihren Aktionen nicht ihre Freizeit gestalten oder ihr Gewissen beruhigen, sondern konkret was erreichen. Da braucht es schon mächtige Geschütze, sonst wird das nichts.

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Genie weiß ich nicht! Aber ich hatte einen sehr engen Freund, bei dem ASS schon im Kindesalter festgestellt worden war, es stand also fest. Der hatte ich auf das Thema Medizin eingeschossen - er fing bei einem Stichwort, z.B. Bauchspeicheldrüse, an zu dozieren, also kaum zu stoppen und so, als würde er medizinische Lehrbücher auswendig kennen… Er war äußerst umgänglich, fast sogar anhänglich. Andererseits konnte er ohne besondere Anlass böse aus der Haut fahren und auch mich beschimpfen! Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, dass er sich damit in einem Moment zu viel Nähe vom Hals schaffte… Absolut gewöhnungsbedürftig! Das nur mal am Rande…

Warum ist sie dir weniger symphatisch?

Es soll hier auch kein Wettbewerb des Geld-Verdienes aufgelistet werden!
Es ging darum, dass Greta ihr Tun nicht alleine umsetzt oder alleine umsetzen könnte.
Und mit Genie hat das in meinen Augen nichts zu tun- und das war in der Anfangsfrage erwähnt.

  1. ändert es nichts an der Grundaussage- dass Geld letztlich alles fundiert- und nicht „good will“
  2. und alle, die nun daran verdienen, werden ihr Geld ja gaaaaaaaanz sicher nun auch in Gretas Willen nutzen und anlegen…gröhl-- und die Erde ist ne Scheibe

Sicher- aber wir wollen doch wohl nicht naiv glauben, dass Greta als Genie alles "nur aus sich"bewerkstelligt hat und den Durchblick, was nun an Geldmitteln von hinten kommt und wofür der Gewinn verarbeitet wird!

Gegen ihr Engagement ist doch gar nichts zu sagen- ebenso wunderbar, dass auf diesen (letztlich uralten) Zug, endlich Menschen aufspringen!
Und sie darf doch auch gerne das Gesicht sein.
Nur war sie es weder „allein“ noch werden die Gelder- die kommen und verdient werden- mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch nicht alle „in Gretas Gedanken“ verwendet werden.

Und wer nicht gleich den Glorienschein verteilt und kritischer hinschaut- diskreditiert auch nicht gleich.
Aber vermutlich braucht es Helden in der Welt…davon gab es einst viel mehr.

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Um nicht missverstanden zu werden: Ich habe Greta nie als Genie bezeichnet, und will auch nicht darüber dikutieren, ob ihr Einsatz wirklich relevante und nachhaltige Fortschritte in der Umwelpolitik bringen wird.

In meiner Überschrift kommt sie gar nicht vor, ich habe den Beitrag nur deshalb mit ihr angefangen, weil ich durch ihre Aussage erstmals darauf gekommmen bin, etwas über das Asperberger-Syndrom nachzulesen. Und wenn dies zutriffft:

„… geht oft mit ungewöhnlichen Spezialinteressen in Bereichen wie Mathematik, Geschichte, Geografie oder anderen wissenschaftlichen Teilbereichen einher.“

müsste das bedeuten, dass unter Menschen, die wir heute als Genie betrachten oder die jedenfalls sehr weit aus dem Durchschnitt anderer Fachleute ihres Bereichs herausragen und/oder sich weit überdurchschnittlich engagieren, lebende wie auch bereits lang verstorbene, weit häufiger das Asperger-Syndrom haben müssten, als der Durchschnitt der Menschen. Das betrifft nicht nur, wie in dem Beispielsatz genannt, Wissenschaftler, das können auch Handwerker, Dichter, Maler Musiker usw. sein.

Grüße
Carsten

PS Mozart, der nur 35 Jahre alt wurde, aber mehr als 600 Werke hinterließ, könnte so jemand sein. Müsste man, sofern vorhanden, seine Krankenakten und Aussagen von Menschen untersuchen, die ihn kannten.

Wie kommst du auf derarten Unsinn? Dann müsste das Syndrom die einzige Ursache für Genialität sein. Das kannst du doch nicht ernsthaft annehmen!

Ein Tisch hat vier Beine. Meine Katze hat vier Beine. Also ist meine Katze ein Tisch.

Man kann doch aus irgendeinem ungeprüften Nebensatz nicht einfach folgern, dass diese Behauptung auch noch in beide Richtungen gilt.

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Lies Dir bitte die Einschränkung durch:

Es geht hier also um eine Frage der Statistik. Finden wir unter herausragenden Wissenschaftlern und Künstlern mehr Menschen mit ASS, als im Durchschnitt der Bevölkerung? Mir ist keine korrekte Statistik bekannt, allerdings las ich schon mehrere Berichte, dass es Anzeichen gäbe, dass es tatsächlich eine Korrelation gibt. Das bedeutet natürlich nicht, dass automatisch jedes Genie aus Wissenschaft und Kunst ein Autist ist.

Unter Fußballern ist die Zahl der Sprinter deutlich höher als im Gesamtschnitt der Bevölkerung. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass jeder Fußballer ein ausgemachter Sprinter ist.

Grüße
Pierre

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Pierre hat schon gut dargelegt, wer von uns beiden „Unsinn“ redet, da brauche ich nichts mehr zu erklären.

Aber du suchst ja in Beiträgen von mir immer nach Mängeln. Ich hatte dich doch einmal gebeten, mir einfach nicht zu antworten, wenn du das nicht lassen kannst. Ein paar Monate war es friedlich zwischen uns. Wollen wir nicht so weitermachen?

PS
Es heißt nicht "derarten ", sondern "derartigen ".