hallo liebe sprachexperten,
ich frage mich gerade, ob man „alberts theorie“ sagen darf oder ob es heißen muss: „die theorie von albert“.
welche genitivformen sind in diesem sinn erlaubt?
gruß
wega
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[MOD] Titel geändert. B.
Hallo
ich frage mich gerade, ob man „alberts theorie“ sagen darf
oder ob es heißen muss: „die theorie von albert“.
welche genitivformen sind in diesem sinn erlaubt?
Welche Genitivformen? Ich weiss gerade nicht was Du damit meinst. Wieso sollte man „Alberts Theorie“ nicht schreiben dürfen? Der Ausdruck ist mit einem Genitiv wesentlich eleganter als
:„die theorie von albert“
mit dem Dativ, der ohnehin vermehrt Einzug hält (böse Zungen bezeichnen dies auch als „Sprachverrohung“)
Gruss
Wiesel
P.S.
…noch besser ist natürlich „die Theorie wo der Albert erfunden hat“ - Verzeihung, kleiner Scherz am Sonntag
Wiesel
hallo,
ich frage mich gerade, ob man „alberts theorie“ sagen darf
oder ob es heißen muss: „die theorie von albert“.
welche genitivformen sind in diesem sinn erlaubt?
Welche Genitivformen?
sorry, es sollte genitivmarker heißen.
meinst. Wieso sollte man „Alberts Theorie“ nicht schreiben
dürfen? Der Ausdruck ist mit einem Genitiv wesentlich
eleganter als
:„die theorie von albert“
finde ich auch, aber ich meine mich dunkel erinnern zu können, dass dies falsch sei.
mit dem Dativ, der ohnehin vermehrt Einzug hält (böse Zungen
bezeichnen dies auch als „Sprachverrohung“)
nein, hier wäre „von“ der genitivmarker.
es geht mir um die frage, ob das „s“ in „alberts“ als ein unvollständiger genitivmarker aufgefasst wird?
gruß
wega
…noch besser ist natürlich „die Theorie wo der Albert
erfunden hat“ - Verzeihung, kleiner Scherz am Sonntag
Alberts Theorie ist die Theorie von Albert, die Albert erfand.
Genitivmarker?
Hallo
ich frage mich gerade, ob man „alberts theorie“ sagen darf
oder ob es heißen muss: „die theorie von albert“.
welche genitivformen sind in diesem sinn erlaubt?
Welche Genitivformen?
sorry, es sollte genitivmarker heißen.
Genitivmarker? Habe davon noch nie gehört und meine Googlesuche brachte dieses Wort nur in Zusammenhang mit der japanischen Sprache hervor.
„Manche Sprachen haben kein Possessivpronomen. Die Funktion wird entweder analytisch ausgeübt von der Kombination Personalpronomen + Genitivmarker, so z.B. in Japanisch: Seine Schuhe = kare no kutsu (wörtl. er von Schuhe; Schuhe von ihm), oder es werden anstelle des Possessivpronomens Possessivsuffixe verwendet.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Possessivpronomen
Aber vielleicht bist Du ja Sprachwissenschaftler und weisst mehr als ich. Falls der Genitivmarker im Deutschen existiert, würde mich doch sehr interessieren, worum es sich dabei genau handelt.
nein, hier wäre „von“ der genitivmarker.
es geht mir um die frage, ob das „s“ in „alberts“ als ein unvollständiger
genitivmarker aufgefasst wird?
„von“ ist ein genitivmarker? Hier ist m.E. ein Dativ und kein Genitiv gegeben und „von“ scheint mir eine Präposition zu sein. Aber wie bereits gesagt fehlt mir möglicherweise die nötige Perspektive, bitte um Aufklärung.
Gruss
Wiesel
ich bin aber noch des Samstags… oder muss ich „von gestern“ sagen?
Ciao
Heinz
ich bin aber noch des Samstags… oder muss ich „von gestern“
sagen?
Du hast vollkommen recht. Schuld an dieser Verwechslung ist mein progressives Zukunftsbewusstsein, das ich nur schwerlich unter Kontrolle haben werde. Wirklich bedenklich ist nur, dass erst der dritte Antworter dies bemerkt hat. Wenn das mal nicht ein böses Omen für 2006 ist - wir wissen ja, die atomare Apokalypse droht…
http://www.nostradamus-dimde.de/g_vorher_2006.htm
Aber ich schweife ab. Habe mich auch nur sporadisch vom Esobrett hierher verirrt.
Wiesel
Hi wega,
man darf alles sagen. Sobald sich genügend Leute finden, die die armseligen Wendungen der Form
„die theorie von albert“
in Zeitungen und Fachaufsätzen schreiben , finden sie Eingang in den Duden und erhalten damit die höheren Weihen. Dann sind die Lehrer von Gewissensbissen befreit und können fröhlich für die Weiterverbreitung sorgen.
Ganz früher mal, als das Schreiben noch mit Mühe verbunden war, bedeutete das „von“ eine Herkunftsangabe. Niemand wäre auf die Idee gekommen, dahinter einen Genitiv zu vermuten.
Gruß Ralf
…noch besser ist natürlich „die Theorie wo der Albert
erfunden hat“
ich würde „die Albertsche Theorie“ vorschlagen.
gruß
dataf0x
…noch besser ist natürlich „die Theorie wo der Albert
erfunden hat“ - Verzeihung, kleiner Scherz am Sonntag
Wiesel
auf bairisch würde ich sagen: „die Theorie, die wo der Albert erfunden hat“
Erik
*Ich* bin Sprachwissenschaftler. 
Das „von“ in „die Theorie von Albert“ könnte man vielleicht als Possessivmarker, aber nicht als Genitivmarker bezeichnet, weil sie ja, wie schon richtig gesagt, den Dativ einleitet. Marker bringt man aber mit der deutschen Sprache eigentlich nicht in Verbindung.
Gruß,
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hallo,
*Ich* bin Sprachwissenschaftler. 
Das „von“ in „die Theorie von Albert“ könnte man vielleicht
als Possessivmarker, aber nicht als Genitivmarker bezeichnet,
weil sie ja, wie schon richtig gesagt, den Dativ einleitet.
Marker bringt man aber mit der deutschen Sprache eigentlich
nicht in Verbindung.
da habe ich ganz andere informationen. in einer hausarbeit (germanistik) von mir ist genau das mal kritisiert worden: „alberts theorie“ statt „die theorie von albert“ geschrieben zu haben.
gruß
wega
Hallo Wega,
da habe ich ganz andere informationen. in einer hausarbeit
(germanistik) von mir ist genau das mal kritisiert worden:
„alberts theorie“ statt „die theorie von albert“ geschrieben
zu haben.
Da musst du aber einen ziemlich unfähigen Lehrer
gehabt haben.
Genitiv ist nun mal ‚Alberts Theorie‘,
während ‚die Theorie von Albert‘ eben Dativ ist,
der Genitiv des kleinen Mannes sozusagen, als umgangs-
sprachlich gilt und im Schriftdeutschen nichts verloren
hat.
Grüße
Elke
Eine Form ist hier noch nicht in Erwägung gezogen worden; die möchte ich nun deshalb hier in die Diskussion einbringen, den sog. niederrheinischen Genitiv:
dem Albert seine Theorie
Gruß - Rolf
Hi Rolf,
bitte Essen-Katernberg nicht vergessen:
„Wem iss datt Farratt im Hof?“
„Ich, Herr Lehrer!“
Gruß Ralf
ey hömma, Ralf,
datt hätte der Hebbert Knebel dir abber nich durchgehn lassen.
„Wem iss…“ gibtet im Ruhrgebiet nich.
Willze wissen wie man datt hier richtich sacht?
„Wen hört datt Farrat…?“
oder „wen sein Farrat ist datt…?“
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Das gibt’s abbor nisch nur bei dir dorheeme… mir ham das och bloß in Saggsn. 
„dem Kai sei’ Pulli“
Übrigens sehe ich nicht ein, wieso eigentlich „irgendwessen“ ungrammatisch sein soll. *g*
Gruß,
Das aber, lieber Rolf, ist nicht nur dort, sondern auch hier höchst gebräuchlich - im hohen Norden, mindestens aber in Schleswig-Holstein, Hamburg und drumrum. Nur dat Platt isn büschn anners…
Gruß, Lizzzy