Genus-Mix auflösen

Hallo,

ich weiß, dass das hier schonmal diskutiert wurde, ich finde den Thread aber leider nicht mehr:

„Es ist wichtig, ihn mit der ihm gebührenden Sorgfalt und Respekt zu behandeln.“

Klingt falsch. Gibt es eine Lösung, ohne „ihm gebührenden“ zu wiederholen?

Gruß,

Malte

hi,

„Es ist wichtig, ihn mit der ihm gebührenden Sorgfalt und
Respekt zu behandeln.“

„Es ist wichtig, ihn mit der ihm gebührenden Sorgfalt und dem entsprechenden Respekt zu behandeln.“

oder vielleicht noch ein bisschen einfacher:

„Es ist wichtig, ihn mit gebührender Sorgfalt und entsprechendem Respekt zu behandeln.“

m.

Moin, Malte,

„Es ist wichtig, ihn mit der ihm gebührenden Sorgfalt und
Respekt zu behandeln.“

nixmehrmix: „Es ist wichtig, ihn mit der Sorgfalt und dem Respekt zu behandeln, die ihm gebühren.“

Klingt immer noch komisch, weil im ersten Satz Einzahl und im zweiten Mehrzahl, aber wohl nicht mehr falsch. Nebenbei gefragt: Schreibst Du Aufsätze? :smile:))

Gruß Ralf

„Es ist wichtig, ihn mit der ihm gebührenden Sorgfalt und Respekt zu behandeln.“

Klingt falsch, ist falsch – mit einem Femininum und einem Maskulinum kann dein Artikel leider nicht gleichzeitig kongruieren. Um bessere Formulierungen vorzuschlagen, müsste man wissen: Soll die Konstruktion zumindest teilweise erhalten werden oder geht es darum, den Inhalt griffig auszudrücken? Im ersten Fall wird es schwieriger; ein Satz, in dem jemandem gleich zwei Dinge auf einmal gebühren, wird im Jahr 2008 immer archaisierend oder papieren klingen. Vielleicht trotzdem etwas besser:

Mit der Sorgfalt und dem Respekt, die ihm gebühren, müssen wir ihn behandeln.

Ich würde diese Wortstellung wählen, um zu vermeiden: »Wir müssen ihn – neun Wörter lang fragt sich der Leser: ›Ja, was müsst ihr ihn, zum Teufel!?‹ – behandeln.« Statt »Es ist wichtig« schreibe ich »wir müssen« (falls das nicht passt: »man muss«) und umgehe damit: »… die ihm gebühren, ihn zu behandeln, ist wichtig.« Wenn es nur um den Inhalt geht, würde ich das wie folgt ausdrücken:

Wir müssen ihn mit Sorgfalt und Respekt behandeln; das steht ihm zu/die stehen ihm zu.

Klarheit und Kürze sind guter Stil, finde ich – und nicht, dass irgendwem unbedingt irgendwas gebührt.

Gruß
Christopher

Hi,

Dank an alle Antworter.

Gruß,

Malte