Hallo,
gibt es eigentlich Studien darüber, wie deutsche Namen in Deutschland verteilt sind. Ich meine z.B., dass Ludwig in Bayern häufiger vorkommt als an der Nordsee, oder das aus irgendwelchen unerfndlichen Gründen in Sachsen mehr Menschen Mendy, Peggy und Mike/Maik (sic!) heißen…
Das Ludwig-Beispiel ist vielleicht etwas seltsam, aber das andere interessiert mich schon mal…
Danke im voraus
Daniel
Hallo, Daniel,
im dtv-Atlas Namenskunde, Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet stehen auf Seite 50f einige Statistiken zur Verteilung von Vornamen in den Bundesländern, z. B. Caroline, Gottlieb, Louise, Friedrich, Elisabeth, Emilie und Hermann.
Dazu steht ein Artikel:
_ Vornamenregion
Die Beliebtheit einiger 1750-1850 häufig gewählter Vornamen wurde durch GLEITZE 1963 statistisch ausgewertet. Er vergleicht dabei verschiedene Regionen und wie oft in ihnen pro 1000 Geburten jeweils folgende Namen vergeben worden sind (auch als Zweitnamen): Anna, Augustine, Caroline, Elisabeth, Emilie, Maria, L(o)uise, Wilhelmine; August(us), Carl, Christian, Eduard, Friedrich, Gottlieb, Hermann.
Gleitze wollte vor allem herausfinden, ob sich an einer gemeinsamen Bevorzugung gewisser Vornamen ablesen lässt, wieweit Ostpreußen, Pommern und Schlesien schon seit 1750 zu einem geschlossenen Kulturgebiet zusammengewachsen waren („kulturelle Integration“).
B. Gleitze, Beiträge zur kulturellen Integration in Dtls. In: Jahrbuch der Albertus-Universität zu Königsberg/Pr. 13 (1963) S. 130-151_
Was Neueres habe ich nicht gefunden. Vielleicht fragst du mal beim Statistischen Bundesamt an, die zählen viele Erbsen, vielleicht auch Namen.
Ich weiß, dass in manchen Standesämtern eine jährliche Hitparade der beliebtesten Namen veröffentlicht wird.
Fritz
gibt es eigentlich Studien darüber, wie deutsche Namen in
Deutschland verteilt sind. Ich meine z.B., dass Ludwig in
Bayern häufiger vorkommt als an der Nordsee, oder das aus
irgendwelchen unerfndlichen Gründen in Sachsen mehr Menschen
Mendy, Peggy und Mike/Maik (sic!) heißen…
Ich hätte es jetzt historisch-soziologisch beantwortet…
In den neuen Bundesländern, der alten DDR, war einige Jahre lang alles Amerikanische mehr oder weniger verboten - also wollte man ein klein wenig „rebellieren“ und gab seinen Kindern amerikanisch bzw. englisch anmutende Namen Mandy, Peggy, Maik (denn so spricht man es… *g*) oder auch Kathleen, Doreen und so.
Stimmt allerdings nur bedingt, denn mit mir studieren auch ganz viele Stefanies, Christians, Stefans und Kat(h)rins.
In Bayern hingegen sind wir etwas konservativer und verteilen noch die bewährten Namen - vermehrt in ländlichen Gegenden, vielleicht auch aus Familientradition…
Muss nicht stimmen, was ich hier so erzähle, aber ich finde es logisch… 
Gruß sannah
In den neuen Bundesländern, der alten DDR, war einige Jahre
lang alles Amerikanische mehr oder weniger verboten - also
wollte man ein klein wenig „rebellieren“ und gab seinen
Kindern amerikanisch bzw. englisch anmutende Namen Mandy,
Peggy, Maik (denn so spricht man es… *g*) oder auch
Kathleen, Doreen und so.
Da stimme ich dir zu, wie man unschwer an meinem Namen erkennen kann. Ich selbst stamme aus Sachsen und wohne seit '89 in Bayern.
In Bayern hingegen sind wir etwas konservativer und verteilen
noch die bewährten Namen - vermehrt in ländlichen Gegenden,
vielleicht auch aus Familientradition…
Auch das ist mir schon aufgefallen, auch das, dass die Söhne oft den namen ihres Vaters tragen, vorallem, wenn es daheim einen Hof, eine Metzgerei oder eine Wirtschaft gibt. Wahrscheinlich deshalb, weil dann der Hubauer Franz auch in 100 Jahren noch so heißt 
Muss nicht stimmen, was ich hier so erzähle, aber ich finde es
logisch… 
Allerdings und ich freue mich, dass ich mich deiner Meinung anschließen kann.
Ciao, Bill