der beweis, rein geometrisch
so, da kommts. hier die skizze dazu: http://www.gliffy.com/publish/1102820/L
auf der kreisdiagonalen wird ein beliebiger punkt P angenommen, von dem zwei halbgerade im winkel von 60° nach oben gehen und den kreis in den punkten A und B schneiden.
vom punkt A wird eine parallele zur diagonale gezeichnet, diese schneidet die strecke PB im punkt C. das dreieck ACP ist offensichtlich ein gleichseitiges.
vom kreismittelpunkt M werden die strecken AM und BM gezogen, ihre länge entspricht dem kreisradius r. die strecke AM schneidet PB in D, auch hier zeichnen wir eine parallele zur diagonale und haben damit wieder ein gleichseitiges dreieck EDP.
es ist evident, daß die dreiecke ADE und AMP ähnlich sind. daraus ergeben sich folgende verhältnismäßigkeiten:
AD : AM = AE : AP = ED : PM
da außerdem AM = BM und PD = ED ist, können wir auch folgendes festhalten:
AD : BM = PD : PM
die dreiecke ADP und BMP müssen ähnlich sein, da sie beide einen gleich großen winkel (60° jeweils bei P) und zwei seitenpaare im gleichen verhältnis haben. daraus folgt, daß der winkel ADP und der winkel BMP ebenfalls gleich groß sind, und deswegen muß der winkel BMA genau wie der winkel EDP auch wieder 60° groß sein.
wenn aber das dreieck ABM zwei gleich lange seiten und zwischen ihnen einen winkel von 60° aufweist, muß es gleichseitig sein. demnach ist die gesuchte strecke AB genauso lang wie der radius r des kreises. und zwar unabhängig von der entfernung PM.
weitere interessante details findet man, wenn man die sache konsequent zu ende denkt. so sind zb. die dreiecke AMP und ABC kongruent und BC entsprich PM. überhaupt steckt das ganze voller ähnlicher dreiecke und kongruenzen, sehr elegant.