Hi,
mich beschäftigt ein Teil eines Gesrächs…
Sehnsucht nach Kontakten und ein Du nicht so annehmen können
wie es ist, so beschrieb unlängst ein therapeutisch
arbeitender Mensch die Masse der Menschen der heutigen Zeit.
Wie „vorurteilslos“ und „ohne Erwartungshaltung“ können wir
einem Du offen begegnen?
Wie vorurteilslos und ohne Erwartungshaltung sollten wir denn? Ich mein bei sovielen Menschen die mensch begegnen kann ist doch ne Selektion ganz sinnvoll. Problematisch sind nur manchmal die Kriterien.
Wo finden Abwehrreaktionen statt, die wir als solche gar nicht
wahrnehmen können oder / und auch nicht wollen? Menschen
werden z.B. - „mit guten Gründen“ - subjektiv - als dumm,
häßlich, laut… abgelehnt, derweil oftmals gar nicht
reflektiert wird, was die tatsächlichen Gründe für die
Ablehnung sind?!
hm of liegen die Gründen auch in dem ablehnenden slbst, meinste das? Es gibt ja sehr verschiedene Menschen. Die einen lehnen subjektiv ab, was auch intersubjetiv abgelehnt wird, andere lehnen aufgrund von anderer Kriterien ab, andere lehnen vielleicht niemanden ab, andere wiederum alle. Manche lehen ab aufgrund Ablehnung oder Erwartungshaltung des Gegenübers, manche aufgrund von oberflächlichen Kennzeichen, die sie als Verweis auf innere Werte deuten oder einfach nur so aufgrund von oberflächlicher Kennzeichen. Und was ist nu richtig?
Unsere Überbevölkerung vereinfacht es uns; man kann man von
einem Menschen zum nächsten rennen, und doch in
Oberflächlichkeit, mangelnder Reflektion und undifferenziertem
Denken stecken bleiben.
dann kanns ja nur noch besser werden, da weniger nachwuchs 
Liegt wohl ehr an moderner Kommunikation und städtischen Lebensformen.Ist mir zu pauschalisierend das.
Klar kann mensch, aber muss ja nich. Also hat auch noch Gründe die anderswo zu suchen sind als in den allgemeinen gesellschaftlichen Zuständen, also im Menschen selbst (biologische Gegebenheiten), dessen Umfeld, dessen Sozialisation…
Der Wunsch nach Du (siehe
Singlegesellschaft, alleinlebende Menschen, kontaktarme
Menschen) mag da sein, doch eben auch, dass Menschen
miteinander scheinbar zunehmend weniger miteinander umgehen
können.
weiß ich nicht, wie es in ner anderen Gesellschaft war. Nur ne Wahl hatte mensch da wohl weniger?
Was macht einen gelungenen Kontakt aus?
Sympathie. Und Kommunikationsfähigkeit. unter anderen. worauf die beruhen ist wiederum sehr unterschiedlich. Gibt sicher auch genug eute die andere Sachen nennen würden. Liegt halt im Auge des Betrachters.
Je mehr Menschen Missfallen an einem Du hegen, desto mehr
Rechtfertigung geben sie sich für einen „gepflegten
Nichtkontakt“.
ja.aber oft steckt da ja schon ein Grund dahinter, ist die Frage ob das im Einzellfall echtferigungen sind oder wahre Gründe. Der Abgelehnte wird dass sicher z.B. manchmal anders betrachten.
Aus welchen tatsächlichen Gründen kommen
Kontakte nicht zustande, bleiben oberflächlich oder brechen
schnell wieder ab?
Sehr sehr unterschiedlich. Also z.B. Schüchternheit oder denken dass der andere Mensch einem nicht sympathisch sein würde, oder Gleichgültigkeit, oder was Abstoßendes fürs nicht zustandekommen, gibt sicher noch viel mehr. Bleiben oberflächlich, naja dann ist wohl oft entweder die sympathie oder das Vertrauen begrenzt, oder mensch will eben keine neuen engen Freunde sondern eben Bekanntschaften, zu viele Freunde können ja auch anstrengend sein. Brechen schnell wieder ab, naja dann haben die Erwartungshaltungen oder die sympathie wohl oft nicht übereingestimmt, oder halt das ehr zufällige abbrechen, weil jetzt eben nicht sooo wichtige person für einen und anderes zu tun oder so, gibt tausend gründe.
Inwieweit hat sich das Kontaktverhalten,
die Qualität der Kontakte der letzten Jahre / Jahrzehnte bei
Euch verändert?
Bin nicht alt genug für die Frage. Aber immer mit den Lebensumständen verändert und halt mit der Persönlichkeitsentwicklung.
Heute beglückwünschte ich ihn dazu, dass er nach Jahren
endlich einen Internetzugang hat, hatte es ja auch nur alle
paarmal bei den Treffen erwähnt.
Er meinte, im Internet
könne man Menschen nicht kennenlernen.
Hm doch schon. hat sogar vorteile, wegen fehlender erwartungshaltung. also den menschen dem ich momentan am meisten über mich erzähle kenne ich nur übers internet.
Hier könne man
bestenfalls sich eine Telefonnummer geben lassen und dann wäre
ein realer Kontakt angebracht. Im Internet wären zuhauf
Menschen unterwegs, die sich nicht zeigen können / wollen - so
wie sind.
Hm wie sind die menschen denn? in Rel life und Internet ist mensch halt verschieden, hat nix mit Verstellung zu tun. Sind halt verschiedene Seiten und selektive Wahrnehmung. Für Internetneulinge, wohl schwer zu verstehen. Liegt aber auch an den Vorstellungen die mensch sich selbst macht.
Liegt sicher auch dran wie die Leute im Internet kennenlernen. Wenns um die gezielte Suche geht ists sicher auch immer davon beeinflusst, wolen Menchen halt ein gutes Bild von sich rüberbringen, dürfte real life ähnlich sein, funktioniert nur vielleicht nicht so gut.
Ich konterte, sehr viele Menschen wären online, die
könne man nicht alle über einen Kamm scheren, und er stimmte
zu und meinte, dass die unwirkliche Internetwelt zu den
gepflegten Nichtkontakten gehöre. Viele Menschen würden sich
nur teils bzw. nicht wirklich auf ihr Gegenüber einlassen und
ein Du nicht so akzeptieren wie es ist, so er meinte.
Hm also wie im Real life? naja und im Internet lernt mensch halt auch vermehrt menschen kennen, die sonst nicht so leicht kontakte schließen (Umkehrschluss passt aber nicht). bei denen wird es dann zum Teil auch beim Kennenlernen übers Internet problematisch sein. Sind aber such sehr tolle Mensch dabei unter denen die mensch im Internet kennenlernen kann. Muss halt selektieren und nicht von jedem Treffen ne dicke Freundschaft erwarten.
Wie erlebt Ihr das? Wie sehr nehmt Ihr die Menschen
tatsächlich so an wie sie sind (sprich sie nicht ändern wollen
und mit ihren Macken leben können)
Sehr. für Menschen bei denen ich keine Macken sehe entwickel ich auh keine Sympathie. Die Grenze wo es mich stört ist wenn die andere nicht so annehmen können, mich eingeschlossen.
bzw. anders herum gefragt,
wie sehr fühlt Ihr Euch von Euren Mitmenschen so angenommen
wie Ihr seid?
kommt auf die Mitmenschen an. Und gefühlte Angenommenheit und echte kann ja auch unterschiedlich sein.
Wievielen Menschen könnt Ihr Euch ganz so zeigen
wie Ihr seid? Klar, hier wirkt auch die Selbstakzeptanz mit
rein… wie erlebt Ihr das?
was ist den so zeigen wie ihr seid? in verschiedenen situationen bin ich unterschiedlich. Bekanntschaften sind nicht mein Ding, also und meinen Freunden zeig ich mich wie ich bin.
Und falls ich mich unklar ausgedrückt haben sollte: was denkst
Du, hörst Du „gepflegte Nichtkontakte“?
also wenn ich richtig verstanden habe ständig über jemanden meckern? Nein.
Einfach finde ich es nicht bei nicht gelungenen Kontakten bzw.
missglückten Kontakten zu ergründen, weshalb ein Kontakt nicht
funktionerte?
Manchmal ist nachfragen möglich und dann sinnvoll, wenn du es besser wissen willst.
Ein Du als doof abstempeln oder dass es halt
nicht gepasst hat, ist einfach.
Jap, gibt viele die einfache Schein-Lösungen dem nicht wissen können vorziehen.
Natürlich kann es auch einfach
nur nicht passen, kommt bestimmt auch oft vor.
Ja kommt vor. Oder es passt eben nicht so super. Oder jemand erwartet die Aufrechterhaltung zu sehr von andern, kann auch sein?
Doch wieviel
Abwehrrekation steckt hinter den Nichtkontakten?
Hm lässt sich schwer sagen. Oft ist zu merken ob jemand solche Ablehnreaktionen generell exzesiv offen auslebt. Aber ob unterbewusst oder in nem Einzellfall, dafür musste ne maschiene erfinden die den Leuten tiefer in den Kopf reinguckt als sie selbst das oft können.
Ciao,
Romana
Tschüss, Sophie
Hat für mich fast den Anschein als stecken da schlechte Erfahrungen hinte der Frage? Glaub nicht, dass die Antworten dir da irgendwie weiterhelfen. Kennt ja keiner Details, die konkrete(n) Situation(en)