Hallo Leute!
Ich bin 16 und meine Psyche spielt ziemlich verrückt. Klar ich bin in einer Phase wo alles ein bisschen turbulent läuft und man nicht ganz weiß wer man ist, aber ich denke einige Sachen sind schon fragwürdig.
- Zum einen habe ich manchmal Angst vor Menschen, nicht immer, aber oft wenn sie spontan auf mich zukommen ohne dass ich mich auf die Situation einstellen konnte und/oder die Begegnung in einem geschlossenen Raum stattfindet (bin auch sehr klaustrophisch – fange direkt an zu Schwitzen und Panik zu kriegen wenn ich das Gefühle habe, dass zu viele Leute um mich rum sind). Dann werde ich oft rot oder kriege einfach Panik und brauche erst mal ein paar Sekunden um mich erst mal zu setteln und mir einzureden dass die Person mir höchstwahrscheinlich gar nichts Schlechtes will. Ansonsten kapsele ich mich auch oft von ihnen ab und habe eigentlich immer das Gefühl kein richtiger Teil der Gruppe zu sein, egal mit wem ich unterwegs bin. Das liegt jetzt nicht daran dass ich gemobbt werde, sondern es kommt mehr von mir aus, ein inneres Gefühl.
- Ich sehe mich oft als Belastung für Menschen (keine Ahnung warum, vielleicht weil es mir schwer fällt Liebe auszustrahlen und ich mich deswegen bei einer Begegnung mit ihnen überfordert fühle).
- Ich hasse es im Mittelpunkt zu stehen. Auch wenn ich nur das Gefühl habe, dass Leute mich beobachten wenn ich rede kriege ich Panik und versuche das Thema auf jemand anderen zu richten. Das zahlt sich besonders negativ in der Schule aus, wo ich mich nicht oft melde aber dafür im Schriftlichen oft sogar sehr gut bin, d.h. ich könnte viel besser sein wenn ich nicht soviel nachdenken würde.
- Manchmal in diesen berühmt-berüchtigten Tagträumen stelle mich mir vor wie ich es auslöse, dass jemand verletzt wird und/oder sogar stirbt. Danach fühle ich mich immer total von mir selber entfremdet, und habe keine Ahnung woher diese Angst, anderen Menschen Schaden zuzufügen, herkommt.
- Manchmal wenn ich abends den Tonister für den nächsten Tag packe und über den vergangenen Tag nachdenken will habe ich einfach vergessen was ich gemacht habe, ich kann mich einfach nicht mehr dran erinnern. Dann kann es schon bis zu einer Minute dauern in der ich mein logisches Gehirn einschalte und dann drauf komme.
Das selbe mit Klamotten die wir ein paar Wochen früher gekauft haben: Wenn ich sie dann sehe weil die passende Zeit gekommen ist um sie zu tragen, kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern sie überhaupt gekauft zu haben, bis sich langsam eine wage Erinnerung einschleicht… - Ich habe oft ein mangelndes Selbstvertrauen, in anderen Bereichen aber wieder ein ganz großes (zum Bsp Städte-erkunden). Besonders komisch ist wenn ich an die Hausaufgaben denke die ich zu machen habe und jedes mal den Zeitpunkt, wo ich sie beginne, nach hinten verschiebe weil ich irgendwie meine die Hausaufgaben nicht schaffen zu können. Das ist natürlich totaler Schwachsinn, oft machen mir Hausaufgaben sogar Spaß, aber trotzdem kommt diese Angst immer wieder aufs Neue zurück.
- Ich kann überhaupt nicht in den Spiegel gucken, besonders nicht, wenn Menschen dabei sind. Morgens lässt sich das beim Schminken natürlich nicht vermeiden, aber ansonsten hasse ich es. Vielleicht liegt das auch daran dass ich über einige Jahre Akne hatte und meine Haut immer noch großflächig gerötet ist und aussieht wie die von einer alten Frau, nicht wie von einem jugendlichen Mädchen. Man sagt ja auch die Haut ist der Spiegelbild der Seele, bei mir haben die ganzen Hautprobleme schon mit 12 angefangen, mittlerweile sind die Pickel soweit weg aber sie sieht immer noch sehr schlecht und mitgenommen aus.
- Bin ziemlich aggressiv und misstrauisch. Wenn ich mit Freunden und anderen Leuten zusammen bin gebe ich mich zwar eher als cool und ausgeglichen, aber sobald mich jemand auch nur ein bisschen reizt gehe ich total hoch und wünschte ich könnte ihn/sie einfach erwürgen. Nette Vorstellung. Fühle mich nach kleinen Wutausbrüchen immer ein bisschen befreit.
- Mein ganzes Lebensgefühl kommt mir so leidend vor. Ich versuche zwar immer wenn ich mich unglücklich/unzufrieden fühle mir einzureden dass ich allen Grund habe glücklich zu sein, aber dadurch verdränge ich ja eigentlich nur die wahren Gefühle. Bin sehr oft unzufrieden ohne zu wissen warum und will im Leben eigentlich nur noch meine Ruhe (dazu sagt meine Mutter immer ich sei doch keine alte Frau, aber das ist wirklich was ich empfinde).
- Ich bin total schreckhaft geworden obwohl ich früher durch nichts aus der Bahn zu bringen war, besonders seit ich von einem Freund sehr krass enttäuscht wurde.
So, das waren jetzt soweit die wichtigsten Punkt, wenn ihr weitere Fragen habt immer drauflos, ansonsten bin ich gespannt in welchem Maße ich mir selber mal helfen kann, aus meinem total demotivierten Alltagstrott herauszufinden. Habe auch öfters einen Starrblick. Also, bin gespannt was ihr zu sagen habt! J
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