Geplagt von Ängsten und Aggressionen

Hallo Leute!
Ich bin 16 und meine Psyche spielt ziemlich verrückt. Klar ich bin in einer Phase wo alles ein bisschen turbulent läuft und man nicht ganz weiß wer man ist, aber ich denke einige Sachen sind schon fragwürdig.

  1. Zum einen habe ich manchmal Angst vor Menschen, nicht immer, aber oft wenn sie spontan auf mich zukommen ohne dass ich mich auf die Situation einstellen konnte und/oder die Begegnung in einem geschlossenen Raum stattfindet (bin auch sehr klaustrophisch – fange direkt an zu Schwitzen und Panik zu kriegen wenn ich das Gefühle habe, dass zu viele Leute um mich rum sind). Dann werde ich oft rot oder kriege einfach Panik und brauche erst mal ein paar Sekunden um mich erst mal zu setteln und mir einzureden dass die Person mir höchstwahrscheinlich gar nichts Schlechtes will. Ansonsten kapsele ich mich auch oft von ihnen ab und habe eigentlich immer das Gefühl kein richtiger Teil der Gruppe zu sein, egal mit wem ich unterwegs bin. Das liegt jetzt nicht daran dass ich gemobbt werde, sondern es kommt mehr von mir aus, ein inneres Gefühl.
  2. Ich sehe mich oft als Belastung für Menschen (keine Ahnung warum, vielleicht weil es mir schwer fällt Liebe auszustrahlen und ich mich deswegen bei einer Begegnung mit ihnen überfordert fühle).
  3. Ich hasse es im Mittelpunkt zu stehen. Auch wenn ich nur das Gefühl habe, dass Leute mich beobachten wenn ich rede kriege ich Panik und versuche das Thema auf jemand anderen zu richten. Das zahlt sich besonders negativ in der Schule aus, wo ich mich nicht oft melde aber dafür im Schriftlichen oft sogar sehr gut bin, d.h. ich könnte viel besser sein wenn ich nicht soviel nachdenken würde.
  4. Manchmal in diesen berühmt-berüchtigten Tagträumen stelle mich mir vor wie ich es auslöse, dass jemand verletzt wird und/oder sogar stirbt. Danach fühle ich mich immer total von mir selber entfremdet, und habe keine Ahnung woher diese Angst, anderen Menschen Schaden zuzufügen, herkommt.
  5. Manchmal wenn ich abends den Tonister für den nächsten Tag packe und über den vergangenen Tag nachdenken will habe ich einfach vergessen was ich gemacht habe, ich kann mich einfach nicht mehr dran erinnern. Dann kann es schon bis zu einer Minute dauern in der ich mein logisches Gehirn einschalte und dann drauf komme.
    Das selbe mit Klamotten die wir ein paar Wochen früher gekauft haben: Wenn ich sie dann sehe weil die passende Zeit gekommen ist um sie zu tragen, kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern sie überhaupt gekauft zu haben, bis sich langsam eine wage Erinnerung einschleicht…
  6. Ich habe oft ein mangelndes Selbstvertrauen, in anderen Bereichen aber wieder ein ganz großes (zum Bsp Städte-erkunden). Besonders komisch ist wenn ich an die Hausaufgaben denke die ich zu machen habe und jedes mal den Zeitpunkt, wo ich sie beginne, nach hinten verschiebe weil ich irgendwie meine die Hausaufgaben nicht schaffen zu können. Das ist natürlich totaler Schwachsinn, oft machen mir Hausaufgaben sogar Spaß, aber trotzdem kommt diese Angst immer wieder aufs Neue zurück.
  7. Ich kann überhaupt nicht in den Spiegel gucken, besonders nicht, wenn Menschen dabei sind. Morgens lässt sich das beim Schminken natürlich nicht vermeiden, aber ansonsten hasse ich es. Vielleicht liegt das auch daran dass ich über einige Jahre Akne hatte und meine Haut immer noch großflächig gerötet ist und aussieht wie die von einer alten Frau, nicht wie von einem jugendlichen Mädchen. Man sagt ja auch die Haut ist der Spiegelbild der Seele, bei mir haben die ganzen Hautprobleme schon mit 12 angefangen, mittlerweile sind die Pickel soweit weg aber sie sieht immer noch sehr schlecht und mitgenommen aus.
  8. Bin ziemlich aggressiv und misstrauisch. Wenn ich mit Freunden und anderen Leuten zusammen bin gebe ich mich zwar eher als cool und ausgeglichen, aber sobald mich jemand auch nur ein bisschen reizt gehe ich total hoch und wünschte ich könnte ihn/sie einfach erwürgen. Nette Vorstellung. Fühle mich nach kleinen Wutausbrüchen immer ein bisschen befreit.
  9. Mein ganzes Lebensgefühl kommt mir so leidend vor. Ich versuche zwar immer wenn ich mich unglücklich/unzufrieden fühle mir einzureden dass ich allen Grund habe glücklich zu sein, aber dadurch verdränge ich ja eigentlich nur die wahren Gefühle. Bin sehr oft unzufrieden ohne zu wissen warum und will im Leben eigentlich nur noch meine Ruhe (dazu sagt meine Mutter immer ich sei doch keine alte Frau, aber das ist wirklich was ich empfinde).
  10. Ich bin total schreckhaft geworden obwohl ich früher durch nichts aus der Bahn zu bringen war, besonders seit ich von einem Freund sehr krass enttäuscht wurde.

So, das waren jetzt soweit die wichtigsten Punkt, wenn ihr weitere Fragen habt immer drauflos, ansonsten bin ich gespannt in welchem Maße ich mir selber mal helfen kann, aus meinem total demotivierten Alltagstrott herauszufinden. Habe auch öfters einen Starrblick. Also, bin gespannt was ihr zu sagen habt! J

unternimm etwas -bald
hallo,

gut dass du dich meldest, denn:

du hast eine angststörung, die man behandeln sollte. dazu suchst du dir eine/n kinder- und jugendlichenpsychotheraopeuten/ -in aus dem telefonbuch oder den gelben seiten raus, oder fragst deine krankenkasse.

das sollte man nicht nur behandeln, es ist auch gut behandelbar, es wird dir, das beweisen wissenschaftliche studien, mit einer therapie sehr bald besser gehen.

punkt 4. deiner liste weist noch auf ein problem hin, dass eigentlich auch ein angstproblem ist, wenn das aber mit solchen gedanken abläuft, nennt man das zwang. kann man auch gut behandeln.

deiner seele geht´s ziemlich schlecht, es ist wohl irgendwas bei dir im leben los, was gar nicht in ordnung ist, oder deine kinderjahre waren mal phasenweise ziemlich traurig, stimmt´s? darüber kannst du auch mal sprechen, alle, die etwas gegen eine angststörung unternehmen, finden das sehr hilfreich.

also ab ans telefonbuch, wenn du zu lange wartest, kann sich das verschlimmern und alles nur noch unnötig komplizierter machen. das beweisen nämlich auch die wissenschftler: je eher man etwas dagegen tut (psychotherapie), desto besser geht es einem und desto länger hält das bessere gefühl im leben an!

Also ja, wir haben ziemlich viel Stress zuhause. Der Grund dafür ist mein Vater, meine Eltern sind schon getrennt seit ich 5 bin, aber er ist Alkoholiker und hat nie einen Cent Kindergeld gezahlt. Das belastet meine Mutter, meine Schwester und mich natürlich total, finanziell wie emotional. Wir haben auch keinen nennenswerten Kontakt mehr zu ihm, er war im Grunde schon psychisch krank als er klein war, hatte in seiner Jugend eine Psychose, und hat es nie geschafft aus seinem Teufelskreislauf zu finden.
Das andere Problem dass ich persönlich unheimlich viel Streitigkeiten mit meiner Mutter habe (während meine Schwester und sie ein Herz und eine Seele sind), ist ja auf der einen Seite normal in meinem Alter, auf der anderen habe ich ja keine wirkliche Ausweichperson. Wir werden dann schon oft fies zueinander und sie reagiert auch sehr oft aggressiv wenn ich einen Fehler mache.
Im Moment ist es leider so gut wie unmöglich für mich eine Initiative zu ergreifen, weil ich im Ausland bin. Allerdings sind nur noch 4 Monate geplant und ich komme soweit auch ganz gut klar, also sollte ich vielleicht die Zeit einfach abwarten und dann, zurück in Deutschland, die Sache in die Hand nehmen.
Achja, ein anderes Problem ist glaube ich auch dass ich eigentlich nie gelernt habe über meine wirklichen Gefühle zu sprechen. Meine Mutter war eben immer viel mit meiner Schwester beschäftigt weil die mit ihrer naiven Art immer viel Zuwendung und Tips brauchte, und ich habe dann versucht Dinge mehr mit mir selber auszumachen weil meine Mutter so gut wie immer gestresst ist und am Zahnfleisch läuft, wollte ihr eben nicht noch mehr Stress aufhalsen.
Das ironische an der ganzen Sache ist eigentlich dass Leute mich total anders sehen als ich eigentlich bin: extrovertiert, selbstbewusst, positiv… In letzter Zeit krieg ich so langsam das Gefühl dass ich „draußen“ im Grunde nur am Schauspielern bin, während das mein Inneres noch mehr schwächt weil Leute immer denken ich sei stark. Aber irgendwie kann ich garnicht mehr, ich hatte in dem letzten Jahr oft das Gefühl dass ich einfach zusammenklappe, nicht weil irgendwas bewusst weh tat, aber weil ich einfach nicht mein wahres Ich darstellen kann, es noch nicht einmal selber sehen will.
Dazu kam auch der merkwürdige Wunsch, in der Öffentlichkeit in Ohnmacht zu fallen, einen Herzinfarkt zu erleiden, zu kollabieren o.ä.
Kurz gesagt, irgendwie fühle ich mich ausgelaucht, ständig müde, überfordert, das Leben macht mir kaum Spaß, zum Lachen muss ich mich oft zwingen. Das war jetzt eine lange Antwort, aber wenn ich alleine über die ganzen Dinge schreibe tut sich schon so ein Licht am Horizont auf, obwohl es „nur“ über das Internet ist und mir der/die Gegnüber völlig unbekannt sind (was es auf der anderen Seite natürlch leichter macht, mal die Seele auszuschütten :wink: ).
Bin gespannt auf weitere Hinweise!

leben oder gelebt werden?

Hallo Leute!
Ich bin 16 und meine Psyche spielt ziemlich verrückt. Klar ich
bin in einer Phase wo alles ein bisschen turbulent läuft und
man nicht ganz weiß wer man ist, aber ich denke einige Sachen
sind schon fragwürdig.

  1. Zum einen habe ich manchmal Angst vor Menschen, nicht
    immer, aber oft wenn sie spontan auf mich zukommen ohne dass
    ich mich auf die Situation einstellen konnte und/oder die
    Begegnung in einem geschlossenen Raum stattfindet (bin auch
    sehr klaustrophisch – fange direkt an zu Schwitzen und Panik
    zu kriegen wenn ich das Gefühle habe, dass zu viele Leute um
    mich rum sind). Dann werde ich oft rot oder kriege einfach
    Panik … usw

weiter schaff ich es nicht zu lesen.
geh 'mal joggen oder spring 'mal in eiswasser!
tu 'mal selbst ‚was , anstatt Dich getan lassen zu werden oder so ähnlich.
Oder geh‘ ‚mal in Klausur und überleg‘ Dir Wer, Was, Wo oder Warum Du bist oder was Du willst?
Leben ist nicht einfach! Man muß ES MACHEN!
(Oder machen, daß es einfach ist?)

Hallo auch,
ich habe eine als Laie und mit den gleichen Lebenserfahrungen wie von UP beschrieben grundsätzlich andere Auffassung:

gut dass du dich meldest, denn:
du hast eine angststörung, die man behandeln sollte.

Ich würde es als „normale“ Schüchternheit und Pubertätsphase/Phase des Eintritts ins Erwachsenenalter einer 16-jährigen bezeichnen.

dazu suchst du dir eine/n kinder- und
jugendlichenpsychotheraopeuten/ -in aus dem telefonbuch oder
den gelben seiten raus, oder fragst deine krankenkasse.

Mmmhhh, ähnlich wie der Sechser im Lotto?

das sollte man nicht nur behandeln, es ist auch gut
behandelbar, es wird dir, das beweisen wissenschaftliche
studien, mit einer therapie sehr bald besser gehen.

als da wären?

punkt 4. deiner liste weist noch auf ein problem hin, dass
eigentlich auch ein angstproblem ist, wenn das aber mit
solchen gedanken abläuft, nennt man das zwang. kann man auch
gut behandeln.

Dann leide ich auch unter Zwängen, ich habe auch Tagträume diverser Ausrichtungen. Fühle mich aber absolut nicht behandlungsbedürftig. Stehe mit beiden Beinen im realen Leben, und habe auch gewisse Ängste in mancherlei Hinsicht.

deiner seele geht´s ziemlich schlecht, es ist wohl irgendwas
bei dir im leben los, was gar nicht in ordnung ist, oder deine
kinderjahre waren mal phasenweise ziemlich traurig, stimmt´s?

Das könnte ich momentan auf der Wiesn in der entsprechenden Bude auch als Antwort erhalten, Wahrsagerei. Welche Kinderjahre hatten eigentlich keine traurigen Phasen?

also ab ans telefonbuch, wenn du zu lange wartest, kann sich
das verschlimmern

Was ist eigentlich schlimm/ungewöhnlich an Schüchternheit und Angstgefühlen? Ich betrachte die Beschreibungen wirklich nicht als problematisch, ich halte sie für normal. Und bei jedem/jeder Jugendlichem/n vorhanden.

und alles nur noch unnötig komplizierter
machen. das beweisen nämlich auch die wissenschftler: je eher
man etwas dagegen tut (psychotherapie), desto besser geht es
einem und desto länger hält das bessere gefühl im leben an!

Das hatten wir schon, glaube ich.

Diese negativen Aussagen auf das UP sind nicht gerechtfertigt.

@helga: Du bist, auch auf dein zweites Posting bezogen, sowas von absolut normal und unterscheidest dich nicht von den meisten Jugendlichen deines Alters. Sie haben alle ähnliche Gedanken, sie verbergen diese vor anderen wie du es tust, sie haben ihre eigenen familiären Gegebenheiten und Probleme. Sie äußern sich vielleicht nicht wie du in einem Forum wie hier, weil noch schüchterner oder sie beschäftigen sich etwas weniger mit ihren Gedanken als du.

Ich hatte und habe ähnliche Gedanken, und meine Kids auch.
Think positive.

Gruß
Der Franke

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Unterschied: Du bist erwachsen und sie leidet!
Hallo Franke,
sorry, so nicht!
Du meinst es sicher gut, willst Helga trösten, aber nur weil Du und Deine Kinder mit etwas klar kommen, müssen andere das noch lange nicht!

Helga sagt, sie leidet und wendet sich deshalb an das Forum und sucht Hilfe.

Dadurch, dass Du alles als „altersgemäß normal“ darstellst, spielst Du ihr Leid runter.
Das finde ich total daneben.
Du nimmst sie nicht ernst.

Möchtest Du, dass wenn Du traurig bist, Dir jemand sagt:
„Ist alles nicht so schlimm!“
Du bist trotzdem traurig und jetzt darf noch nicht einmal Dein Gefühl stimmen…

…als Laie…

Klar.
Aber Du warst auch mal Kind, oder?

Ich

Du, ja.

würde es als „normale“ Schüchternheit und Pubertätsphase/Phase des Eintritts ins Erwachsenenalter einer 16-jährigen bezeichnen.

Kannst Du Dich noch erinnern, wie das war damals bei Dir?
Ich lese: Helga leidet.

Dann leide ich auch unter Zwängen, ich habe auch Tagträume
diverser Ausrichtungen.

Es geht aber nicht um Dich.
Vielleicht obliegst Du auch gewissen Zwängen, viele tun das.
Der Unterschied: Helga leidet darunter.

Und Du bist erwachsen.
Freu Dich, dass Du offenbar einen Weg gefunden hast, mit Deinen Zwängen und Ängsten umzugehen. :smile:

Fühle mich aber absolut nicht behandlungsbedürftig.

Richtig, DU.
Es geht aber nicht um Dein Befinden, Franke, sondern um Helgas.

Welche Kinderjahre hatten eigentlich keine traurigen Phasen?

Alle.
Aber nicht bei allen wird es so viel und so lange und nicht alle leiden dauerhaft und wünschen sich Hilfe.

Was ist eigentlich schlimm/ungewöhnlich an Schüchternheit

An Schüchternheit erstmal nichts, sofern man nicht darunter leidet.

und Angstgefühlen?

Angst hat erstmal einen Sinn, sonst würde man sich häufig unbedarft in gefährliche Situationen begeben. Die Angst vor dem Tiger macht Sinn, die Angst vor unbekanntem Gewässer auch.
Aber ein Zuviel an Angst lähmt.

Ich

Richtig, Du. Aus Deinem Empfinden.

betrachte die Beschreibungen wirklich nicht als problematisch, ich halte sie für normal.

Und damit nimmst Du Helga nicht ernst.
Du kommst mit der Verbalkeule: „Alles nicht so schlimm, hatte ich auch, ist normal, wird schon wieder…“

Diese negativen Aussagen auf das UP sind nicht gerechtfertigt.

Die Aussagen sind nicht negativ, sondern nehmen Helga ernst und bieten Hilfe an.

@helga: Du bist, auch auf dein zweites Posting bezogen, sowas
von absolut normal

Es geht nicht darum, ob Helga *normal* ist…

und unterscheidest dich nicht von den meisten Jugendlichen deines Alters.

Doch, sie leidet und wendet sich, da sie nicht mehr weiß, was sie machen soll, an ein Forum.
Und dort hört sie von Dir: „Alles nicht so schlimm…!“
Autsch!
Ich *weiß* wohl, dass Du das so nicht meintest, aber denk doch bitte mal nach, wie es für Dich wäre, wenn Du Jugendliche wärst und Deine Ängste schilderst und jemand sagt Dir dann: „Alles nicht so schlimm!“
Helga, lies Dir Alphas Artikel nochmal in Ruhe durch, guck, was davon für Dich hilfreich sein könnte und nutze die Ideen.
Alles Gute für Dich!
Gruß an Beide von Finjen

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am besten…
…gehst du selbst mal joggen, statt hier so einen Mist zu verzapfen. sportliche Grüße!

4 „Gefällt mir“

versuche
hallo Helga, ich komme mal kurz auf deine Klaustrophobie zurück. Versuche von dir aus in Situationen in denen genug Platz vorhanden ist, den Abstand zu den Leuten in deiner Umgebung zu verringern. Achte dabei auf dein Angstgefühl und lerne es besser kennen. Das gibt dir Sicherheit, denn du lernst dein Gefühl besser einzuschätzen und bist nicht mehr jedesmal überrumpelt, wenn es dich plötzlich trifft. Unsicherheit steigert die Angst und macht dich noch panischer. Versuch’s mal, vielleicht hilft es dir. Grüße, Kopfnuss.

um hier mal ein paar sachen klarzustellen…
Hallo Finjen
danke, dass du vor Franke mal ein paar Sachen klargestellt hast. Mich hatte seine Antwort schon ziemlich frustriert da das genau die Sachen sind, die meine Mutter immer gesagt hat: „Mach dir nicht selber so einen Stress, mach dir positive Gedanken…“
Na was meint ihr was ich versuche? Im Grunde betreibe ich den ganzen Tag lang Gedankenkontrolle, versuche mir negative Gedanken auszureden und in positive umzuwandeln, was soweit auch gut gelingt. Aber in Wirklichkeit fühle ich mich nicht besser, es ist etwas tieferes dass mir so ein leidendes Gefühl gibt das ich mir nicht einfach „wegdenken“ kann.
Und nebenbei, so zum Thema ich würde mich gehen lassen und sollte mein Leben selber in die Hand nehmen:
Ich gehe tatsächlich 2-3 mal die Woche joggen, habe mir im letzten Schuljahr einen Zeugnisschnitt von 1,9 erarbeitet, mir selber eine eigene Reitbeteiligung gesucht, bin Mitglied eines Leichtathletikvereins geworden und habe auf eigene Faust, ohne Organisation, meinen Auslandsaufenthalt organisiert! Also, ich weiß nicht ob andere, die mich hier lächlich machen, den Willen hatten mitten in der Pubertät für ein halbes Jahr ins Ausland zu gehen und das ganze noch selber zu organisieren!
Es ist nicht die fehlende Eigenmotivation, und ich habe festgestellt dass die ganzen Sachen wie z.B. der Leichtathletikverein mich einfach nicht glücklicher gemacht haben. Es hat nichts damit zu tun dass ich mich „leben“ lasse, sondern andersherum, ich kann das Leben nicht genießen weil ich mich innerlich immer unentspannt und unzufrieden fühle.
Um das mal klargestellt zu haben…Danke für die Hinweise der anderen die verstanden haben, worum es in einem Forum wie diesem geht!

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Hallo Finjen,

Hallo Franke,
sorry, so nicht!
Dadurch, dass Du alles als „altersgemäß normal“ darstellst,
spielst Du ihr Leid runter.
Das finde ich total daneben.
Du nimmst sie nicht ernst.
Vielleicht obliegst Du auch gewissen Zwängen, viele tun das.
Es geht aber nicht um Dein Befinden, Franke, sondern um
Helgas.
Und damit nimmst Du Helga nicht ernst.
Du kommst mit der Verbalkeule: „Alles nicht so schlimm, hatte
ich auch, ist normal, wird schon wieder…“
Die Aussagen sind nicht negativ, sondern nehmen Helga ernst
und bieten Hilfe an.
Es geht nicht darum, ob Helga *normal* ist…
Und dort hört sie von Dir: „Alles nicht so schlimm…!“
Autsch!
lies Dir Alphas Artikel nochmal in Ruhe durch, guck,
was davon für Dich hilfreich sein könnte und nutze die Ideen.
Alles Gute für Dich!

Mmmhhh, dein Eindruck von meinem Posting?

Der erste Teil meiner Antwort bis „@helga“ bezog sich ausschließlich auf die Antwort von alpha. Ich bin kein Freund von

du hast eine angststörung, die man behandeln sollte.
dazu suchst du dir eine/n kinder- und
jugendlichenpsychotheraopeuten/ -in aus dem telefonbuch oder
den gelben seiten raus

das beweisen wissenschaftliche
studien, mit einer therapie sehr bald besser gehen

also ab ans telefonbuch, wenn du zu lange wartest, kann sich
das verschlimmern

das beweisen nämlich auch die wissenschftler: je eher
man etwas dagegen tut (psychotherapie), desto besser geht es
einem und desto länger hält das bessere gefühl im leben an!
.

Pauschal(vor-)urteil, Behauptungen, Vermutungen, Ferndiagnose, nichts belegt. Daher mein

Diese negativen Aussagen auf das UP sind nicht gerechtfertigt.

Meine Meinung.

Zu @helga: Kein Trost, auch nur meine ehrliche Meinung. Oder besser meine Erfahrung mit mir und mit meinen Kids.

Und eines kann ich dir versichern:

lies Dir Alphas Artikel nochmal in Ruhe durch, guck,
was davon für Dich hilfreich sein könnte und nutze die Ideen.
Alles Gute für Dich!

Lieb gemeint, aber totaler Nonsens.

Gruß
Der Franke

PS: Zu deiner „Vita“: Sehr schön. Ich glaube, ich lebe dies mittlerweile. Und versuche, dies auch anderen rüberzubringen. Dahingehend darfst du mein Vorposting auch gerne noch mal durchlesen, und den „Trostfaktor“ weglassen. Bin schließlich kein Priester.

Dies möchte ich auch tun
Hallo, mal direkt an dich,

vorab zu meinem ersten Posting: Ich habe dich ernstgenommen, werfe dir keine Leichtfertigkeit vor, habe dich nicht lächerlich gemacht und wollte dich nicht frustieren, im Gegenteil. Und daher zu deinem Posting jetzt:

Vielleicht ist doch etwas Wahres an dem, was deine Mutter sagt:

„Mach dir nicht selber so einen Stress, mach dir positive
Gedanken…“

Du schreibst ja selbst:

Im Grunde betreibe ich den
ganzen Tag lang Gedankenkontrolle, versuche mir negative
Gedanken auszureden und in positive umzuwandeln…
Ich gehe tatsächlich 2-3 mal die Woche joggen, habe mir im
letzten Schuljahr einen Zeugnisschnitt von 1,9 erarbeitet, mir
selber eine eigene Reitbeteiligung gesucht, bin Mitglied eines
Leichtathletikvereins geworden und habe auf eigene Faust, ohne
Organisation, meinen Auslandsaufenthalt organisiert!

Vielleicht liegt es daran. Du nimmst dir sehr viel vor, stellst hohe Ansprüche an dich selbst und daher deine Ängste gegenüber anderen, dass du deinen und ihren Ansprüchen nicht gerecht wirst.

Um das mal klargestellt zu haben…Danke für die Hinweise der
anderen die verstanden haben, worum es in einem Forum wie
diesem geht!

Auch wenn es wieder wie bei deiner Mutter klingt: Andere Meinungen sind nun mal da. Und nicht alleine, um andere zu ärgern, andere lächerlich zu machen oder sonstwie zu schädigen. Solche Leute wie ich sind auch nur von ihrer Meinung ebenso überzeugt wie du von deiner.

Sorry, wenn alles soooo falsch rübergekommen ist.

Gruß
Der Franke

Zu hohe Erwartungen an mich und andere
Hallo Franke,
dann ist es ja gut dass wir beide unsere Positionen mal geklärt haben!
Also, deine Idee mit den hohen Ansprüchen ist schon sehr realistisch, ich weiß dass ich sehr hohe Ansprüche an mich und die anderen habe, und vielleicht wird mir das gerade zum Verhängnis.
Ich setze mich selber unheimlich viel unter Druck und habe sehr schnell ein schlechtes Gewissen wenn ich einen Tag mal nur „chille“ oder nicht konsequent den Hausaufgaben-/Arbeitsplan verfolge, den ich mir aufgestellt habe. Wenn zum Beispiel Ferien sind und wir faul am Strand herumliegen, ist das für mich nicht länger als 1 Tag aushaltbar, weil ich mich dann direkt als total nutzlos und die Zeit als verschwendet ansehe. Dann krieg ich ein total unruhiges Gefühl, genauso wie an einem ausgedehnten Früchstück am Wochenende etc. Dann fängt mein Herz total schnell an zu klopfen und signalisiert mir: Tu was! Hast du oder jemand anders eine Idee wo diese Arbeitswut herkommt? Die macht mir mein Leben nämlich ziemlich schwer, und ich bezweifle es dass ich mir diese innere Programmierung durch „gut zureden“ wieder ausreden kann! Danke für deine Antwort!

Hallo Helga,

Hast du oder jemand
anders eine Idee wo diese Arbeitswut herkommt?

Konkret eigentlich nicht. Ich vermute aber aus Eigenerfahrung, wozu sie dienlich ist:
Die Arbeitswut überspielt deine Unsicherheit, ähnlich wie ein Alkoholiker beispielsweise seine Probleme mit Alkohol zu verdrängen versucht. Allerdings hast du den Vorteil, dass du klar denken kannst. Und nicht abhängig bist.
Die Arbeitswut nimmt dir Zeit über gewisse andere Sachen nachzudenken, Sachen, die dir unangenehm sind (darunter leiden auch viele Erwachsene). Du hast sie in deinem UP beschrieben, sie ändern sich im Laufe der Zeit, gelegentlich sind sie überhaupt nicht da.
Wobei ich sie nicht unterschätze oder belächle, die Unsicherheiten. Aber sie sind bei allen (Jugendlichen) mehr oder weniger stark präsent und erstmal kein Grund, in Panik zu verfallen.

Arbeitswut ist nicht soooo gut. Was ist eigentlich besonders negatives geschehen, wenn du mal einen Termin verpasst hast? Du in Ruhe gefrühstückt hast? Mal einen Tag „gechillt“ hast? Einen Punkt aus deinem Arbeitsplan gestrichen hast?

War es wirklich so schlimm oder im Nachhinein gesehen „nichts passiert“?

Wenn nicht, dann hättest du etwas Zeit übrig, andere Dinge zu üben und darüber nachzudenken, „Genießen“ zum Beispiel, das Frühstück, das Plaudern, einen Film oder Fernsehen.

Wäre ein erster Schritt.

Grüße
Der Franke

PS:

und ich bezweifle es dass
ich mir diese innere Programmierung durch „gut zureden“ wieder
ausreden kann!

Gut zureden alleine hilft wenig, aber der Rat von außen ist meist hilfreich, regt zum Nachdenken an, und dann Schritt für Schritt angehen. Die eine oder andere Herausforderungen suchen und annehmen.