Geplantes Sozialjahr

Grüße
Wolkenstein

P.S. Übrigens, ein Totschlagargument ist eines, das die
Diskussion abwürgt. Das hat Anwar aber überhaupt nicht
gemacht. Nur liegen Dir seine ökonomischen Argumente scheinbar
quer im Magen. Bleib sachlich, Mann !

Hallo Wolkenstein,

ich antworte nicht auf Deine Einlassungen. Sorry.

Ja, es gibt Einblicke, über di eich nichts sagen möchte.

Guter Trick. Das macht sie unwiderlegbar, wenn man denn geneigt ist, diesen zu glauben.

Ich habe Einblicke, über die ich durchaus in Grenzen etwas sagen möchte und diese Einblicke sagen mir, daß derartige Unternehmen zum überwiegenden Teil gerade mal kostendeckend oder mit einem minimalen Gewinn arbeiten, der noch nicht einmal die Kapitalkosten deckt und die sind aufgrund der hohen Anfangs- und Folgeinvesitionen ausgesprochen hoch.

Altenheimen gibt es u. U. Kosten von über 3500 Euro und die
Leute bekommen Essensrationen in Höhe von EUR 5 am Tag. Soviel
verdienen Schwestern und Pflegepersonal garantiert NICHT.

Ein Brötchen kostet mich beim Bäcker 25 Cent, eine Scheibe Schinken kostet ca. 12 Cent, eine Scheibe Ei ca. 3 Cent, eine Scheibe Tomate ca. 1 Cent und 1 Gramm Remouladensauce ca. 0,5 Cent. Addieren wir das ganze, vernachlässigen dabei Großkundenrabatte und Effekte durch Eigennproduktion, so kommen wir auf 31,5 Cent. Bin ich ein Idiot oder warum bezahle ich für ein Schinkenbrötchen zwischen 1,20 und 1,35 Euro?

Wenn man sich die Anbieter so anschaut, die Zahlen veröffentlichen, so kann man die Kennziffer Personalkosten je Patient mit ungefähr 15-20 T€ ermitteln, also ca. 1250-1700 Euro je Patient und Monat. Dazu kommen noch Sachkosten in knapp der gleichen Höhe, Zinsaufwand und am Ende muß noch eine vernünftige Eigenkapitalverzinsung übrig bleiben.

[Gewinne werden kaum gemacht]

Offiziell dürfen ja keine gemacht werden (von Leuten wie
Caritas und Diakonie).

Die Zahl der privaten Betreiber wächst seit Jahren.

Aber: siehe oben ! Personal wird
abgebaut - die Kosten steigen. Warum ? Weil das Sozialamt
bezahlt !!!

Das ist ja nun wirklich ein etwas sehr kurzsichtiges Argument. Zunächst zahlt der Patient, danach seine Angehörigen. Insofern wird bei der Auswahl des Heimes ganz explizit auf den Preis geachtet und daher ergibt sich ein ruinöser Wettbewerb, der eher preisdämpfend wirkt.

Gruß,
Christian

Hi Marco,

Die Idee ist gut, nur bei der Umsetzung kommt
garantiert sowas raus wie: Wer *nicht* mitmacht
bei dem wirds Geld gekürtzt, wer mitmacht, kriegt
*keine* Erhöhung!

habe eine noch bessere Idee… :wink:
man könnte die Frühverrentung für die Älteren mit 1 Jahr Sozialdienst verknüpfen. Nur wer bereit wäre, 1 Jahr Sozialdienst (für ca. 400 EUR/Monat + Rente) zu machen, dürfte Altersteilzeit machen bzw. früher in Rente gehen (Ausnahmen für Kranke, etc. möglich). (Das gleiche sollte auch für die Beamten gelten.) Da die Frühverrentung für die Gesellschaft eine sehr teuere Sache ist - Ausfall Rentenbeiträge, längerer Rentebezug, etc.

Ich wette, viele potentiale Frührentner würden sich es dann anders überlegen…und lieber länger beim Arbeitgeber bleiben.

Gruß
Sarah

Ich wette, viele potentiale Frührentner würden sich es dann
anders überlegen…und lieber länger beim Arbeitgeber
bleiben.

Gruß
Sarah

Wenn der Arbeitgeber sie lässt … der überwiegende Teil der heutigen Frührentner wurde durch betriebliche Massnahme in die Frührente oder über den Umweg über die BA in die Frührente geschickt.

Hättest du damals, d.h. zum Zeitpunkt der betrieblichen „Freisetzung“ diese Personen gefragt, ob sie gerne in"Rente" gehen, hättest du überreschende Antwortenerhalten, die sich bei einer erneuten Befragung nach ca. 3 Jahren bei den meisten ins Gegenteil gekehrt haben.

Also, soziales Jahr ja, aber sicher nicht für die, die für unsere Gesellschaft schon was geleistet haben und nun durch die, die sich aus den sozialen Systemen unsere Gesellschaft und ihrer Verantwortung für das Allgemeinwesen auf Grund von Einkommen und Stellung bereits verabschiedet haben.

Hallo,

Wenn der Arbeitgeber sie lässt … der überwiegende Teil der
heutigen Frührentner wurde durch betriebliche Massnahme in die
Frührente oder über den Umweg über die BA in die Frührente
geschickt.

Bei mir in der Bank ist das ein bißchen anders…die heutigen 52-53 jährigen freuen sich riesig, daß sie nur bis 58 arbeiten müssen und danach eine finanzielle Überbrückung bis zur Rente bekommen.

Und die Frühverrentung ist eine sehr teuere Angelegenheit für die Rentenkasse (für die Firmen natürlich auch).
Ich glaube nicht, daß die nächste Generation so ein großzügiges Geschenk im Rentenalter bekommen wird.

Gruß
Sarah