Geplatzter Reifen (Auto 3 Wochen alt)

hallo www-helfer,

heute morgen beim Autofahren (MERIVA B 3 wochen alt) Platzte auf einmal der vordere rechte Reifen. Da es eine sehr schmale Strasse ist, wo nur ein Auto vorbei kommt bin ich in die Tankstelleneinfahrt reingefahren (ca 10 m) Dann kam der Abschlepper zur Werkstatt, dort sagt mir der Meister, das er komplett die Felge wechseln muss und ein neuer Reifen natürlich auch ( min 450€). Aber die Felge ist soweit ich es beurteilen kann noch gut, hat bisschen kratzer weil der Reifen gleich abgerutscht ist wo ich eingebogen bin. Nun sagt Versicherung Reifenschaden zahlen wir nicht, und bei Opel sagen die, Reifen gehören nicht zur Garantie. Aber ist es normal das nach 3 Wochen schon ein Reifen platz. Bordstein nicht berührt gerade mal 1300 km drauf?

danke für eure Antworten

lg tancik

Hallo,

Dann kam der
Abschlepper zur Werkstatt, dort sagt mir der Meister, das er
komplett die Felge wechseln muss und ein neuer Reifen
natürlich auch ( min 450€).

Wie um Himmels willen soll an einem Meriva ein Rad 450€ kosten ?

Gehe zu Deinem Reifenhändler und laß den mal den Reifen inspizieren, oder zu einem Gutachter geben…

MfG

3 Paar Schuhe
Hi tancik,

das sind drei Paar Schuhe.

  1. das Auto
  2. die montierten Felgen
  3. die montierten Reifen

Sie haben nur indirekt miteinadner zu tun.

Felgen sind, soweit nicht banale Stahlfelgen des Herstellers, Zubehörteile (selbst wenn diese vom Hersteller selbst angeboten, verkauft und montiert wurden).

Reifen sind als Verschleissteile zu betrachten und es gibt, wenn Du erst einmal ein paar Kilometer damit gefahren bist, keine Garantie und keine Gewährleistung (von Montagefehlern durch eine Fachwerkstatt mal abgesehen).

Soweit klar?

O.k. und nun hast Du einen Reifenschaden.
Also brauchst Du sicherlich einen neuen Reifen.

Ob die Felge beschädigt ist oder wurde ist eine ganz andere Geschichte.

Keineswegs muss bei einem beschädigten Reifen zwingend auch die Felge beschädigt sein.
Eine beschädigte Felge kann repariert werden oder eben auch nicht (eine Frage der Beschädigung und des Felgenmaterials).
Ein Felgeenspezialist oder eine erfahrene Werkstatt Deines Vertrauens wird Dir dies beurteilen können.

Ich hoffe, diese Einlassungen waren hilfreich im Sinne der Anfrage

Freundliche Grüsse
(…)

Hallo,

ein Reifenschaden bei einem so neuen Auto ist sicherlich nicht normal. Aber zu beweisen, dass es ein Hersteller- bzw. Montagefehler war dürfte sich finanziell nicht lohnen.
Zum angegebenen Reparaturpreis kann man so nur schwer etwas sagen, solange man nicht weiß, welche Felge (falls die wirklich erneuert werden muss) und welcher Reifen montiert ist. Da würde ich aber auch auf jeden Fall ein weiteres Angebot einholen.

Beste Grüße
Guido

Hallo,

Wie um Himmels willen soll an einem Meriva ein Rad 450€ kosten?

das Frage ich mich auch, weil es hieß vom Meister das der Reifen ca 100 Euro kostet und die Felge ca 350 Euro.

Ich bin auch der meinhung das es überteuert ist.

Hallo,

ein Reifenschaden bei einem so neuen Auto ist sicherlich nicht normal.

Eben.

Aber zu beweisen, dass es ein Hersteller- bzw.:Montagefehler war dürfte sich finanziell nicht lohnen.

So weit ich gehört habe, ist bei so etwas die Beweislast mittlerweile umgekehrt : Der Hersteller muss nachweisen, dass er alles richtig gemacht hat. In einem solchen Fall wird er das idR darüber machen, dass er versucht, die Ursache für den Schaden nachzuweisen. Auch und gerade wenn der Schaden nicht durch ihn, sondern durch den Kunden verursacht wurde.
Ich würde mich an den Werkskundendienst wenden, wenn die Werkstatt sich auf die Hinterbeine stellt.
Gruß
Karl

Hallo,

das Frage ich mich auch, weil es hieß vom Meister das der
Reifen ca 100 Euro kostet und die Felge ca 350 Euro.

die vier Alufelgen für meinen Agila (6,5x15) haben zusammen knapp 300 Euro gekostet.

Gruß, Niels

Hallo Karl,

So weit ich gehört habe, ist bei so etwas die Beweislast
mittlerweile umgekehrt : Der Hersteller muss nachweisen, dass
er alles richtig gemacht hat.

Stimmt, gutes Argument. Stichworte „Gewährleistung“ und „Beweislastumkehr“.

In einem solchen Fall wird er
das idR darüber machen, dass er versucht, die Ursache für den
Schaden nachzuweisen. Auch und gerade wenn der Schaden nicht
durch ihn, sondern durch den Kunden verursacht wurde.

Dann würde der Hersteller zumindest erst einmal das Risiko bzw. die Kosten z.B. für ein Gutachten tragen.

Wenn dann z.B. heraus kommt, dass der Schaden durch eine äußere Einwirkung auf den Reifen zurückzuführen ist, wird sicherlich niemand beweisen können, ob das der Kunde war oder schon während der Überführung vom Werk zum Kunden passiert ist. Ich weiß nicht, wo der Meriva gebaut wurde (Spanien?), aber auf so einem Transportweg gibt es sicherlich genug Möglichkeiten, an irgend welchen scharfen Kanten einen Reifen zu ruinieren, der dann irgendwann später (hier zum Glück nicht bei hohem Tempo) platzt.

Beste Grüße
Guido

Hallo Niels,

bei einfachen Alufelgen kommt das sicherlich auch (zumindest fast) beim größeren Meriva hin. Allerdings ist es kein Problem, noch deutlich mehr als 350 Euro für eine Alufelge zu bezahlen. Dass sich solche Dinger kaum jemand an einen Meriva schraubt, ist eine andere Sache.
Solange wir aber nicht wissen, was das z.B. für ein „komisches“ Sondermodell ist, kann man darüber nur spekulieren.

Beste Grüße
Guido

Hallo,

ein Bekannter von mir hat für 4 Sommerreifen (nicht Kompletträder !) seines Audi A8 Quattro mit 4,2l V8 Antrieb 1300€ bezahlt.

Da kann ich das nachvollziehen, aber nicht bei einem Opel Mervia.

MfG

bei einfachen Alufelgen kommt das sicherlich auch (zumindest
fast) beim größeren Meriva hin.

naja, so wirklich viel größer ist der Meriva jetzt nicht (eben Corsa). Aber mir ist ein Fehler unterlaufen: Die Felgengröße ist 5,5x15 (nicht 6,5) mit 185er Reifen. Eine Größe, die ich auch für den Meriva für normal halte.
Kann natürlich sein, dass er irgendwelche 7x17er hat. Dann wirds in der Tat etwas teurer, aber 350 Euro pro Stück??

Gruß, Niels