Gepuderte Haare - was fuer Puder?

Hallo!
Ich bin keineswegs sicher, ob ich hier mit meiner Frage richtig bin - wenn nicht, dann verweist mich doch bitte ans richtige Brett. Also:

Wenn man so liest, dass jemand sich die Haare pudert (18., fruehes 19. Jahrhundert) - was fuer Puder ist da eigentlich gemeint? Wie hat man sich denn das vorzustellen?

Schoenen Gruss, Steffi

Hallo !

Man nahm dafür feinstes weißes Weizenmehl.

Dieses Mehl wurde damals sogar danach genannt, nämlich „Puder“ oder „Haarpuder“.

Gruß max

Vielen Dank! o.w.T.
Vielen Dank!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Und - Anschlussfrage:
Welcher Wahnsinnige ist denn auf die Idee gekommen, sich Weizenmehl ueber’s Haar zu streuen?? Und warum???

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo !

Die Römer nahmen entweder für ihre Perücken blonde Haare der Germanen und sie puderten sie zusätzlich mit Goldstaub, damit sie noch goldgelber wirkten.
Später dann tauchten Perücken im 15. Jahrhundert am burgundischen Hof auf.
Der erste Nachweis in Deutschland im 16. Jahrhundert kam von Herzog Johann zu Sachsen, welcher sich in Nürnberg ein „künstliches“ Haar machen ließ. Das sollte so hergerichtet sein, dass man es auf den Kopf setzen konnte, ohne es als Fremdhaar zu erkennen.
Im 17.Jahrhundert wurden seit Ludwig XIII. die Perücken zuerst in Frankreich und danach in ganz Europa Mode.
Weizenmehl deshalb, weil es damals das Beste war, was man zur Hand hatte.
Warum ausgerechnet weiß? Man färbte sie auch gelb, bleich, rot, braun usw.

Gruß Max

1 „Gefällt mir“