Gerade erhalten

die Kassen verzeichnen im ersten Quartal 2001 einen Verlust von 2,2 Milliarden DM Die sataatlichen Zuschüsse werden im kommendem Jahr um 3,5 Milliarden geringer sein.
Um diese misere auszugleichen sollen folgende Neuerungen beschlossen werden:

  1. umfangreiche Leistungskürzungen
  2. Streichung von Zahnersatz
  3. Einführung eines Grundbeitrages für bisher beitragsfrei versicherte Familienangehörige
  4. eine vom Gesetzgeber empfohlene private Krankheitskosten-Zusatzversicherung
  5. Wegfall „artfremder“ Leistungen wie z.B. Mutterschaftsgeld, Krankengeld
  6. das Einfrieren des Arbeitgeberzuschusses nach § 257 SGB
    Reduzierung der Leistung auf eine Grundabsicherung
  7. Berücksichtigung von kapitalerträgen (Mieteinnahmen, Zinseinkünfte, Aktiengewinne…) bei der Beitragsberechnung.
    Aber natürlich erst nach der Wahl. Denn dann ist es für den Wähler zu spät und bis zur nächsten Wahl 4 Jahre Vergessen.
    allerdings glaube ich nicht, dass es bei der CDU anders sein wird.
    Grüße
    Raimund
    (mit pflichtversicherter Ehefrau)

die Kassen verzeichnen im ersten Quartal 2001 einen Verlust
von 2,2 Milliarden DM Die sataatlichen Zuschüsse werden im
kommendem Jahr um 3,5 Milliarden geringer sein.

Was sind die Gründe?
Oftmals sind die hohen verwaltungskosten ein Problem

Um diese misere auszugleichen sollen folgende Neuerungen
beschlossen werden:

  1. umfangreiche Leistungskürzungen

Wie immer

  1. Streichung von Zahnersatz

Klaro.
Wie sagte Gysi mal:
Menschen der dritten Welt erkennt man an den Zahnlücken
So wird es hier auch sein

  1. Einführung eines Grundbeitrages für bisher beitragsfrei
    versicherte Familienangehörige
  2. eine vom Gesetzgeber empfohlene private
    Krankheitskosten-Zusatzversicherung

Das war klar

  1. Wegfall „artfremder“ Leistungen wie z.B. Mutterschaftsgeld,
    Krankengeld

Richtig

  1. das Einfrieren des Arbeitgeberzuschusses nach § 257 SGB

Klaro, die wollen die Lohnnebenkosten senken

Reduzierung der Leistung auf eine Grundabsicherung

War auch klar

  1. Berücksichtigung von kapitalerträgen (Mieteinnahmen,
    Zinseinkünfte, Aktiengewinne…) bei der Beitragsberechnung.

OOPS
Sowas blödes

Aber natürlich erst nach der Wahl. Denn dann ist es für den
Wähler zu spät und bis zur nächsten Wahl 4 Jahre Vergessen.
allerdings glaube ich nicht, dass es bei der CDU anders sein

Es geht nicht anders
unsere Gesellschaft altert, weniger Kinder etc.
in 5 Jahren werden sie wieder kürzen usw
Anstelle einen klaren Schnitt zu machen, wird Patchwork gemacht.
Klar ist, unser Krankensystem ist nicht überlebensfähig.
Es muss abgerissen und neu aufgebaut werden
Genug Beispiele in Europa zeigen wie es geht

Hallo Raimund,
da werd ich ja arbeitslos, denn das läuft auf die Einheitskasse
hinaus - aber nachdem ich das nun seit 33 Jahren mitmache denke
ich wie der „Kaiser“ - schaun mir mal !!
Es gab schon immer derartige Vorschläge, die letzlich daran
gescheidert sind weil sie entweder sowieso nicht ernstgemeint
waren oder in der Praxis nicht durchführbar sind.
Ich sage aus der Sicht eines Krankenkassenmitarbeiters,
es gibt nur die eine Lösung.
Eine Grundversorgung (amb.ärztl. und zahnärztl. Behandlung,
Krankenhaus, Krankengeld, Heil- und Hilfsmittel, Medikamente)
die alle Kassen in gleichem Umfang erbringen müssen und alles
andere unterliegt dem freien Wettbewerb - d.h. z.B. Eine
Kasse zahlt für Brillen wieder einen Zuschuss fürs Gestell -
okay - kann Sie oder eine andere zahlt den Heilpraktiker -
okay kann Sie auch - wieder eine andere bietet Zusatztarife
an (warum auch nicht in Zusammenarbeit mit einer PKV)
okay - kann Sie und das alles, ohne dass sich der Gesetzgeber
reinhängt.
Erst dann könnten man von einem Wettbewerb sprechen !!
Erst dann könnte man auch zwischen guten und weniger guten
Kassen reden und erst dann könnten man auch einen Preis/
Leistungsvergleich anstellen.
Auch bin ich gegen einen Finanzausgleich, denn ich sehe
nicht ein, dass das Mitglied z.B. der TK für die Kosten der
AOK aufkommt.
Aber wie immer im Leben ist es so, dass auf die Basis nicht
gehört wird - stimmt doch ??

Gruss

Günter Czauderna

Hi, mach dich ja nicht unbeliebt,
derSchreiber des Artikels über dir denkt kapitalistisch, du denkst wie es aussieht sozialistisch, ich auch, aber Sozialisten haben hier glaub ich schlechte Karten, Verwaltungsverschlankung gerade bei den Ers.Kassen wäre echt vonnöten, diese Gelder oben abgeschöpft könnten unten wahre Wohltaten erbringen. Aber solch soziale Gedanken werden gleich abgedeckelt.
Auch deine Identität wird eines Tages hier bloßgelegt, wenn du denkst, du bleibst n Unbekannter. ( Irgendwie liegen wir auf einer Wellenlänge, ( ernst gemeint)
Tschüß

Hi, Raimund, von diesen veröffentlichen Zahlen halte ich gar nichts, das ist nur Gejammere und Augenwischerei von den Instituten, außerdem deine angeführten Punkte lassen einem echt die Galle hochkommen, was hier an Kapitalistischen Gedankengut seitens der GKV en hochkommt, das ist von der jetzigen Regierung nicht so direkt geplant.
Außerdem lagen Pläne von ner Einheitsversicherung schon vor 25 Jahren in den Schubladen der damaligen Regierung.
Tschüß

Hi Raimund,
das kommt mir alles doch schon sehr bekannt vor. Ist ja nicht wirklich was neues dabei, oder?

Die Frage bleibt eigentlich nur: Wann wird das ganze (politisch) durchgesetzt, weil der gesellschaftliche Rahmen (Verlängerung der Lebenserwartung, Überalterung der Gesellschaft, Kostenentwicklung im Gesundheitswesen) absehbar sich nicht ändert.

Gemein ist das ganze freilich, weil die meisten GKV-Versicherten eben zwangsweise in der GKV sind.

Ich schätze mal, daß in der GKV eine „Lösung“ ähnlich der in der GRV angestrebt wird: Leistungseinschränkungen mit der Förderung privater Vorsorge. Vielleicht wird dann diesesmal das Verfahren wenigstens einfacher.

Andreas

GKV-Revolution Part 2
Hi Du alter Revoluzzer!

Was das mit kapitalistisch / sozialistsich zu tun hat kapiere ich zwar nicht, aber wenn wir hier schon die Revolution einläuten, dann bitte auch richtig:
Die Kosten der Krankheitsgrundversorgung sollen alle zu gleichen Teilen tragen, will heißen: Abschaffung von Beitragsbemssungsgrenze, Versicherungspflichtig für alle, Berechung des Beitrages aus allen Einkunftsarten.
Konsequenz: Der Beitragssatz würde sinken, der durchschnittliche Arbeitnehmer würde massiv entlastet, bluten würden so Typen wie ich, die als „Freie“ für 400 DM Top Privatversichert sind statt das doppelte für die mageren Leitungen der GKV zu zahlen.

Venceremos (oder so)
Gero

leider nur zu wahr…0.T.
.

hallo, unbekannt,

  1. Streichung von Zahnersatz

Klaro.
Wie sagte Gysi mal:
Menschen der dritten Welt erkennt man an den Zahnlücken
So wird es hier auch sein

Da spricht er ein wahres Wort!:

  1. Einführung eines Grundbeitrages für bisher beitragsfrei
    versicherte Familienangehörige
  2. eine vom Gesetzgeber empfohlene private
    Krankheitskosten-Zusatzversicherung

Das war klar

  1. Wegfall „artfremder“ Leistungen wie z.B. Mutterschaftsgeld,
    Krankengeld

Richtig

  1. das Einfrieren des Arbeitgeberzuschusses nach § 257 SGB

Klaro, die wollen die Lohnnebenkosten senken

Reduzierung der Leistung auf eine Grundabsicherung

War auch klar

  1. Berücksichtigung von kapitalerträgen (Mieteinnahmen,
    Zinseinkünfte, Aktiengewinne…) bei der Beitragsberechnung.

OOPS
Sowas blödes

Ist aber schon eingeführt: bei freiwillig Versicherte im Alter!

Grüße

Raimund

Hi, was du hier anführst ist synonym mit dem Schweizer Modell, wäre ich auch für. das ist sozialistisch.
Die Privatversicherung, die du z.Zt. besitzt ist auch kostengünstig gegenüber der GKV und auch mit besseren Leistungen ausgestattet, dies wird durch Kapitaldeckung finanziert.
Beim sozialismus wird dann solche Kapitaldecke abgeräumt und bei dem von dir genannten Modell unten an der Basis eingesetzt und jeder könnte von einem günstigeren Beitrag profitieren auch mit guten Leistungen.( PKV en sind Kapitalistisch)
Mach dich doch mal im Brockhaus oder so schlau was Soz/ Kap. ist.
Gysi z.B. kämpft für eine sozial.Demokratie, Merkel für nen Groß Kapitalismus usw.
Tschüß

Hi, der letzte Punkt Anrechng Einkommen Miete usw. gibt es nicht nur bei Renten und Mieteinkünfte im Alter sondern auch teilweise bei freiwillig versicherten Ehefrauen, Kindern usw.
Tschüß

Kapitalismus und PKV
Hallo aaron,

ich weiß beim besten Willen nicht, was an einer PKV kapitalistisch sein soll. Ich zahle Beiträge gemäß meiner Risikostruktur und gewünschten Leistungen. Ich zahle meine Arztbehandlungen und Medikamente selbst und renne deswegen nicht wegen jedes Wehwehchens zum Arzt, oder vielleicht, weil ich mal mit wem reden will. Wenn ich die Rechnungen nicht einreiche, bekomme ich eine teilweise Rückerstattung . Hört sich irgendwie nach Teilkasko mit Selbstbehalt an, gell? Und die ist ja wohl nicht wirklich kapitalistisch, oder was?

Mach dich doch mal im Brockhaus oder so schlau was Soz/ Kap.
ist.

Hier freundlicherweise von mir abgetippt aus dem dtv-Lexikon
Kapitalisums bezeichnet zunächst eine von liberaler Wirtschaftsgesinnung des Privateigentums geprägte Wirtschaftsform. Kennzeichen kapitalistischen Wirtschaftens sind die Organisation der Produktion unter dem Gesichtspunkt der Gewinnmaximierung, die Verwendung von Maschinen und anderen Anlagegütern, die überwiegend nicht den Arbeitern gehören (…)

Da sprach wohl der unfilterte Klassenkampf aus Dir. PKV hat mit Kapitalismus null zu tun.

Die Privatversicherung, die du z.Zt. besitzt ist auch
kostengünstig gegenüber der GKV und auch mit besseren
Leistungen ausgestattet, dies wird durch Kapitaldeckung
finanziert.

Das wird - mal abgesehen von der Mitgliederstruktur - vor allem mit besserem Wirtschaften zu tun, und damit, daß nicht jeder Schlonz jeden Dreck bezahlt bekommt, wenn ihm danach ist. Höheres Einkommen, was ja Voraussetzung für eine Mitgliedschaft bei den PKV (als Vollversicherung) ist, bedingt auch meist weniger Zeit. Was wiederum - siehe oben - dazu führt, daß man nicht ständig beim Arzt rumhängen kann. Der Kapitalstock ist bei den PKV nicht sehr viel höher als bei den GKV.

Das einzige, was ich den PKV vorwerfen lasse, daß sie die öff. Krankenhäuser, soweit ich weiß, nur in ungenügender Weise mittragen.

Gruß
Christian

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Hi, du erörterst hier in deinem letzten Absatz, was Kapitalismus in einer PKV u.,a. ist.
Außerdem ist die Kapitaldecke, was die PKV en betrifft gar nicht mit dem was die GKV en angeht, vergleichbar von der immensen Höhe des Kapitals der PKV en. Allein durch dieses Großkapital, was dort steckt, kann ja nur der niedrige Beitrag finanziert werden und das zu wesntlich besseren Leistungen.
Nicht jeder Schlonz wird hier bedient, ist ein kapitalistischer Ausdruck, hat nichts mit Sozialismus zu tun.
Die Institution an sich strotzt mit ihrem Großkapital nur so von Kapitalismus. Wenn hier Versicherte bedient werden, ist dies nur eine Versicherungsleistung.
Tschüß

Hallo du netter PKV-Mensch,

darf ich kurz mal deinen Artikel zusammenfassen?

Ein gezwungenermaßen gesetzlich krankenversicherter Arbeitnehmer ist deiner Ansicht nach also ein „Schlonz“ der „wegen jedem Wehwehchen zum Arzt rennt“ oder desöfteren das Bedürfnis hat mit seinem Arzt zu reden…
In meinem Kopf sammeln sich Gedanken und vor allem Begriffe, die du garantiert in keinem Standardlexikon finden würdest!!
Dennoch übe ich mich in Zurückhaltung und möchte im folgenden nur noch einige Anmerkungen machen:

besseres Wirtschaften

Das finanzielle Chaos bei den GKV ist stark abhängig von einigen schwarzen Schafen, bei denen die Verwaltung den Großteil der Mitgliedsbeiträge auffrisst und davon, dass die übrigen KV, die gut gewirtschaftet haben, die anderen dann mit „solidarischen“ Abgaben stützen müssen… da das bei den PKV nicht der Fall ist, können die selbstverständlich gut wirtschaften, oder? Mal abgesehen davon, dass man hier nicht drei oder vier Familienangehörige umsonst mitversichern kann… aber welcher alleinverdienende „Schlonz“ kann sich das bei einem Bruttoeinkommen von 3500 DM schon leisten, dass er jeden Familienangehörigen einzelnen versichert?!

Höheres Einkommen, was ja Voraussetzung für eine
Mitgliedschaft bei den PKV (als Vollversicherung) ist, bedingt
auch meist weniger Zeit. Was wiederum - siehe oben - dazu
führt, daß man nicht ständig beim Arzt rumhängen kann.

Mein Vater ist auch ein „Schlonz“ und hat eine 40 Stundenwoche mit Schichtarbeit (bis vor kurzem noch) bei obig genanntem Bruttolohn… als ich noch klein war, hatte er meist nur am Wochenende für mich Zeit… ich war immer der Meinung er würde Arbeiten, aber nun da ich deine Ausführungen gelesen habe, weiß ich: er hat seine Freizeit immer beim Arzt verbracht!! (Was ich mich aber nun fragen muss: Wieso hat er es dann heute in der Bandscheibe? - Na, ist ja auch egal!)

Bitte am Schluss: sprich nicht schlecht von Menschen und ihren Situationen, wenn du keine Ahnung von derlei Dingen hast! Es tut diesen Menschen unter Umständen weh…

Cesmy

Hallöchen,

ich bitte meinen Artikel im Zusammenhang mit dem vorhergehenden von aaron zu verstehen. Ich will keinesfalls unterstellen, daß alle oder auch nur viele der gesetzlich Versicherten zum Vergnügen beim Arzt rumhängen. Anderseits aber, gehe ich, seit ich - wie Du durchaus richtig erkannt hast - privat versichert bin und daher weiß, was die simple Feststellung eines Schnupfens kostet (erste und letzte Erfahrung: DM 250), deutlich seltener zum Arzt und bleibe stattdessen, wenn ich es für richtig halte, auch mal einen Tag ohne Krankschreibung zuhause. Das kommt für alle Beteiligten billiger, inkl. meines Arbeitgebers, der auf mich nicht drei Tage + Arztbesuch, sondern vielleicht mal einen oder zwei Tage verzichten muß. Desweiteren stelle ich in meinem Kollegen- und Bekanntenkreis fest, daß die privat Versicherten durchaus weniger Veranlassung sehen, ihre Zeit beim Arzt zu verschwenden und sich z.B. einreden zu lassen, man müsse Blutabnahme und Ultraschalluntersuchung an zwei verschiedenen Tagen machen.

Im übrigen kenne ich die (wirtschaftlichen) Verhältnisse der GKV genauer, als Du Dir wahrscheinlich vorstellen kannst. Daß hier auch der Gesetzgeber gefragt ist, ist vollkommen klar. Dennoch ist klar zu beobachten, daß einige Versicherungsgesellschaften inzwischen lieber auf ihre Zahlungen zum Risikostrukturausgleichstopf verweisen als ihre Prozesse und Strukturen zu optimieren.

Gruß
Christian

Verwaltung ist kein Kropf…
das wollte ich nochmal hinzugefügt haben… selbst ein Bürogebäude mitten in der City erhöht die Kosten nur selten für das GKV-Unternehmen.

Grund: Entweder ist es eh ihr Besitz oder aber die Miete unterscheidet sich nicht wirklich gegenüber Hinterhof 7, wo auch eh keiner hinkommt.

Gruß
Marco

Bürogebäude
Hallo Marco,

naja, eine übergroße Verwaltung kann schon ein Kropf sein. Was die Bürogebäude angeht stimme ich Dir natürlich zu, ist ja in meiner Branche nicht anders. Mal abgesehen davon, sind Gebäude idR ja auch eine Geldanlage. Und wenn es noch gut aussieht und daher mehr Kunden kommen…

Gruß
Christian

so meinte ich es :smile:
Verwaltung waren jetzt in erster Linie… weil es eben so rüberkam, für mich die Unterbringungskosten…

wirtschaftlich völlig richtig war dies zweifelsohne nicht :smile:

Gruß
Marco

PS: dennoch denke ich, dass der Kropf woanders hängt und selbst die Gehälter einen geringeren Anteil ausmacht, als das gemeine Volk schlechthin glaubt…