Hallo,
Immer gehen alle Geräte irgendwann kaputt !
Sicher , aber hier geht es ja gerade um die Frage ob
man die Lebensdauer nicht verringert ?
Das ist natürlich nicht auszuschließen, aber eigentlich sind
Geräte, die das normale Ein-/Aussachlten nicht aushalten eindeutig
Fehlkonstruktionen bzw. Billigschrott.
Besonders bei den ganz billigen Geräten ist der Ruhestromverbrauch
oft gar nicht so klein, so daß der Standby-Verbrauch über paar
Jahre die Anschaffungskosten weit übersteigt. In solchem Fall
ist es dann sogar ein Segen, wenn das Teil stirbst und der
Betreiber die Chanche erhält sich was ordentliches zu kaufen.
Was du hier verbreitest ist Elektro-Esoterik.
OK , dann werde ich mal erläutern was ich meine .
Um mal mit einem Beispiel aus der Elektrotechnik zu
beginnen und die Sache zu verdeutlichen .
Jedes Heizgerät ob nun in der Waschmaschine oder im
Herd unterliegt im Einschaltmoment einer sehr höheren
Belastung als im Betrieb, da der Widerstand der Heizspiralen
erst mit der Temperatur erreicht wird .
Naja, Heizspiralen haben lange keine so starke Kaltleiter-
charakteristik wie Glühlampen.
Mir sind solche Zusammenhänge durchaus bekannt. Bloß sind gerade
Heizgeräte nun ein ganz schlechtes Beispiel, weil du die ja wohl
nicht wegen der Lebensdauer immer durchlaufen lassen wirst.
Da hast du die ja schon innerhalb weniger Wochen die
Anschaffungskosten verbraten.
Auch bei anderen Geräten, die in den Standby geschaltet werden,
kannst du Alterung die durch Wärmegradienten entstehen nicht
unterdrücken, weil die Geräte im Standby genauso abkühlen
(zumindest der größte teil des Gerätes).
Standby zum „warmhalten“ wäre noch viel größerer Unfug.
Noch deutlicher ist es bei Motoren mit ihren Anlaufstrom .
Motoren werden ja wohl auch nicht im Standby gehalten, oder?
Ansonsten ist bei Motoren das Anlaufen eher unkritisch.
Da entsteht je nach Konstruktion der Verschleiß vielmehr
im Betrieb unter Last (z.B. Abrieb an Kohlen und Lagerverschleiß).
In der Elektronik gibt es auch solche Verhaltensweisen
die aber was den Leistungs und Zeit Faktor betrifft natürlich
sehr viel geringer ausfallen.
Der Standbybetrieb hat in dieser Beziehung wie du es bescheibst
so gut wie keine Vorteile.
In elektronischen Netzteilen zum Beispiel , die in
fast jedem Gerät der Unterhaltungselektronik vorhanden sind .
Und diese müssen normale Ein-/Ausschaltzyklen auch locker aushalten.
Wenn nicht, ist es Schrott.
Jeder Wiederstand benötigt im Einschaltmoment einen kurzen
Zeitraum bis er seinen definierten Betriebszustand mit Strom
und Spannungsabfall erreicht.
Wo ist da der Unterschied von Einschalten aus Standby und
komplett Netzeinschaltung ? Bauteile, die sind im Betrieb
relevant erwärmen, werden auch im Standby kalt sein.
Noch sehr viel deutlicher sieht es bei Kondensatoren aus . Sie
müssen erst geladen werden und haben bis da hin einen sehr
viel geringeren Wiederstand als im normalen Betriebszustand.
Nein! Wenn überhaupt, dann betrifft das Elkos, die nach sehr
langer Ausschaltzeit erst wieder formatiert werden. Bei täglichen
Betriebszeiten (oder auch wöchentlichen) spielt das aber keine
Rolle. Erst bei Ausschaltzeiten von Monaten und Jahren wird’s
kritisch. Aber auch hier nutzt Standby nur in dem Bereich, wo auch
tatsächlich die Spannung durchgängig anliegt., also lange nicht
im ganze Gerät, sondern nur im Netzteil und Empfänger für die
Fernbedienung. Der Rest wird auch spannungfrei geschaltet.
Damit beeinflussen sie wiederum andere Bauteile kurzzeitig
negativ. Das gleiche auch bei anderen Bauteilen wie Spulen …
Es ist klar , dass es hier nur um zeitspannen von einigen
Millisekunden geht , aber es gibt ein Einschaltverhalten
welches von dem Normalbetrieb abweicht !
Alles durchaus richtig,
sollte aber normalerweise nicht relvant sein.
Standby ist eine Komfortfrage, die durch einige Hersteller
zum sparen an der falschen Stelle benutzt wird. Dabei wird
die „Geiz ist Geil“-Mentalität genutzt, wobei viele Leute
nicht wissen, daß sie diese Verhaltensweise später vielfach
bezahlen.
Wenn man nun ein elektronisches Gerät 365 mal im Jahr
„ganz“ oder aus dem Stand By Betrieb einschaltet kann es schon
einen Unterschied ausmachen , gerade wenn der Hersteller beim
Schaltungsentwurf nicht gerade besonders sorgfältig gearbeitet
hat und nicht alle Bauteile genau mit ihren Spezifikationen
„laufen“ .
Also mit Gefühl , Intuition oder Esoterik hat meine
Aussage mit der höheren Belastung nichts zu tun .
Naja, die Beispiele hinken schon ganz schön.
Ich selbst bin ein Freund von Sparmaßnahmen der Umwelt zu
liebe und schalte meinem DVBT Gerät auch ganz aus und habe
alles was möglich war auf Sparlampen umgestellt .
Ich möchte nur darauf hinweisen , dass es schon einen
negativen Einfluß hat ( haben muß ), wenn er auch klein sein
mag .
Eben, und der kleine Einfluß wird durch die Einsparungen allemal
überkompensiert.
Ich schalte bei mir alle Geräte, welche nicht benutzt werden
prinzipiell mit zentralen Schaltern aus. Damit gibt’s auch keine
Probleme, bis auf eine Kombianlage (Radie/CD.Player), die
z.B. alle Sendereinstellungen verliert. Die hat aber mal
über 500DM gekostet und macht trotzdem solche Zicken 
Gruß Uwi