Geringe Resonanz bei Transportanfragen

Hi,

wollte mal wissen, warum es eigentlich so wenig Resonanz gibt auf Anfragen, die man bei Spediteuren stellt.
In meinem Fall wollen wir täglich (wegen Aufbau einer Fabrik) mindestens 50 Tonnen Waren transportiert haben von Rumänien nach Deutschland. Von über 100 (auch große und bekannte Spediteure)angerufenen, angefaxten und angemailten Unternehmen habe ich letztendlich nach 5 wochen jetzt drei Angebote auf dem Tisch liegen.
In anderen Branchen reißt man sich für eine ständige Auslastung von 8 Personen / Fahrzeugen die Finger auf, oder?

  1. Frage
    Warum liegen bei den 3 Aufträgen so große Unterschiede im Preis (2500, 1700 und 1200€) jeweils pro vergleichbarer Fahrt (alles dt. Unternehmen)?

  2. worauf muß ich bei der Vertragsgestaltung im Transportgewerbe achten, damit ich nicht über den Tisch gezogen werde?

Für eure Hilfe zum besseren Verständis der Branche bin ich dankbar

Gruß

rehi!

Von über 100 (auch große und bekannte

Spediteure)angerufenen, angefaxten und angemailten Unternehmen
habe ich letztendlich nach 5 wochen jetzt drei Angebote auf
dem Tisch liegen.
In anderen Branchen reißt man sich für eine ständige
Auslastung von 8 Personen / Fahrzeugen die Finger auf, oder?

die beantwortung von transportanfragen nimmt leider viel zeit in anspruch, wenn man es ernsthaft betreibt. dass dann von 100 angebotenen anfragen nur 10 auftraege kommen, macht die sache nicht interessanter, also widmet man sich gleich dem tagegeschaeft.

da ich bei einer anfrage davon ausgehe, dass der auftrag sowieso ueber den preis geht, habe ich ehrlich auch keine lust zur bearbeitung, denn ich werde, will und kann nicht der billigste sein, wenn ich gewisse qualitaetsansprueche an equipment und einhaltung von sozialvorschriften stelle - der „kunde“ will aber diese hintergruende nicht sehen, sondern nur den billigen preis - also lass ich es…

  1. Frage
    Warum liegen bei den 3 Aufträgen so große Unterschiede im
    Preis (2500, 1700 und 1200€) jeweils pro vergleichbarer
    Fahrt (alles dt. Unternehmen)?

einmal im einkauf: geh mal davon aus, dass kein deutscher unternehmer deutsche fahrzeuge nach rumaenien einsetzt! die subs werden rumaenen, bulgaren, etc sein - auch hier gibt es enorme preisunterschiede - wiederum begruendet mit equipment, einhaltung von sozialvorschriften und auch profitgier.

  1. worauf muß ich bei der Vertragsgestaltung im
    Transportgewerbe achten, damit ich nicht über den Tisch
    gezogen werde?

wenn du den auftrag an einen deutschen spediteur gibst, der nach adsp faehrt, sollte es keine schwierigkeit bei schadensabwicklungen geben. bei auslaendern kannst du ggfls. mit totalverlust rechnen.
lass dir auf jeden fall den begriff transportversicherung genau erlaeutern.
ebenso stelle deutlich dar, wenn es sich um terminfrachten handelt, die „just-in-time“ auf der baustelle ankommen muessen. die spvs-versicherung deckt naemlich auch folgeschaeden, wie wartende ingenieure etc ab.

gruss
khs

Hallo Seven,

Hi,

wollte mal wissen, warum es eigentlich so wenig Resonanz gibt
auf Anfragen, die man bei Spediteuren stellt.
In meinem Fall wollen wir täglich (wegen Aufbau einer Fabrik)
mindestens 50 Tonnen Waren transportiert haben von Rumänien
nach Deutschland.

Da ist schon das Hauptproblem. In der Regel hast Du in diese Richtung (RO nach D) eine tolle Auslastung (z.B. Textilien, Maschinenbau usw.), da hat dann keiner unbedingt Lust, was zu machen.
Für Rundläufe wäre es für die Speditionen interessanter eine Rückfracht zu bekommen, da Du aber nix nach RO importieren willst, liegt hier zusätzlich kein Grund vor auf die Anfrage einzugehen.

  1. Frage
    Warum liegen bei den 3 Aufträgen so große Unterschiede im
    Preis (2500, 1700 und 1200€) jeweils pro vergleichbarer
    Fahrt (alles dt. Unternehmen)?

Das liegt u.a. daran das einige Speditionen evtl. Rückladung haben, aber zu wenig Export nach Deutschland. Da können die Dir einen besseren Preis für den Export aus RO anbieten.

Beispiel:
Kosten nach Deutschland 1000 Eur
Kosten nach RO: 1000 Eur
Das bedeutet, der Rundlauf muss mindestens 2000 Eur zur Deckung der Kosten bringen.

Jetzt hätte der Spediteur aber bloß einen Transport nach D, aber nix an Ladung für RO, dann muß der den Transport nach D für 2000 Euro anbieten, da er ja leer zurückfährt,ob er dann den Auftrag bekommt ist dann eine andere Sache :smile:

Für jeden Eur den er für den Rücktransport erhält, kann er den Hintransport günstiger anbieten…

Ach ja, bei einer Anfrage an eine Deutsche Spedition, werde diese nichts anderes machen, als einen Frachtführer/Spedition aus RO einzuschalten, wegen der Kosten. Hier wird dann ein Zuschlag für die Vermittung draufgeschlagen :frowning:

Warum gehst Du dann nicht direkt an Speditionen aus RO???

Gruß
Karl-Heinz (der viel mit RO zu tuen hat)

Hallo Karl-Heinz

Ach ja, bei einer Anfrage an eine Deutsche Spedition, werde
diese nichts anderes machen, als einen Frachtführer/Spedition
aus RO einzuschalten, wegen der Kosten. Hier wird dann ein
Zuschlag für die Vermittung draufgeschlagen :frowning:

Warum gehst Du dann nicht direkt an Speditionen aus RO???

Dieses werden wir jetzt auch wohl oder übel so machen müssen. Wir würden gerne auch mehr bezahlen für eine deutsche Spedition, da wir die Qualität eines dt. Spediteurs zu schätzen wissen. Wir haben nämlich keine Lust, wegen irgendwelcher Mängel an den LKW´s auf unsere Waren warten zu müssen, weil dieser nicht über die Grenze kommt oder stehenbleibt. Wir würden uns im Falle der Einschaltung eines Subunternehmers dieses auch mit entsprechenden Vertragsstrafen sichern lassen.
Für den Fall, daß wir doch rumänische Spediteure nehmen sollten, werden wir hierauf auch sehr genau achten.

Für deine Antwort danke ich schon mal im Vorraus

Hallo Karl-Heinz,

. dass dann von 100

angebotenen anfragen nur 10 auftraege kommen, macht die sache
nicht interessanter, also widmet man sich gleich dem
tagegeschaeft.

Sorry, jetzt bitte nicht falsch verstehen, aber in anderen Branchen hat man sehr viel schlechtere (Abschluß-)Quoten

da ich bei einer anfrage davon ausgehe, dass der auftrag
sowieso ueber den preis geht, kann ich nicht der
billigste sein, wenn ich gewisse qualitaetsansprueche an
equipment und einhaltung von sozialvorschriften stelle - der
„kunde“ will aber diese hintergruende nicht sehen, sondern nur
den billigen preis - also lass ich es…

Wie bereits in meiner anderen Antwort geschrieben, lege ich/wir aber sehr viel Wert auf diese Qualitätsansprüche und zahlen auch gerne mehr dafür.
Dies kann ich ja auch verstehen bei einer Anfrage für einen einmaligen transport, aber nicht wenn ein Auftrag im Raume steht von ca. 10.000 Tonnen pro Jahr, und dies ist noch ausbaufähig, wir wollen bis Mitte nächstes Jahr ein Produktionsvolumen von 30.000 tonnen p.a. erreichen.

wenn du den auftrag an einen deutschen spediteur gibst, der
nach adsp faehrt, sollte es keine schwierigkeit bei
schadensabwicklungen geben. bei auslaendern kannst du ggfls.
mit totalverlust rechnen.

was ist denn adsp? vorschriften? wo kann ich diese denn einsehen oder nachlesen?

lass dir auf jeden fall den begriff transportversicherung
genau erlaeutern.

werde ich machen lassen

die spvs-versicherung deckt naemlich auch

folgeschaeden,

Schließt diese der Spediteur ab? Was kann man da alles versichern lassen?

Gruß und Danke

Hallo Sven,

ich denke, wenn Du den „Beförderungsvertrag im internationalen Straßengüterverkehr (CMR)“ http://vhsp.spediteure.de/CMR%20Deutsch.pdf
gesehen und gelesen hast, ist Dir der Punkt der Haftung einer Spedition/Frachtführers bestimmt klarer.

Lass Dir also den Versicherungsvertrag zeigen, gerade in Osteuropa!

Übrigens, aus welcher Ecke in RO möchtet ihr versenden, kennst Du örtliche Speditionen?
Wenn nicht, kann ich Dir Adressen mailen.

Gruß
Karl-Heinz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

moin sven,

Sorry, jetzt bitte nicht falsch verstehen, aber in anderen
Branchen hat man sehr viel schlechtere (Abschluß-)Quoten

mag sein, aber spedition ist eigentlich ein solides staendiges geschaeft - mit viel zu langen arbeitszeiten…

Wie bereits in meiner anderen Antwort geschrieben, lege
ich/wir aber sehr viel Wert auf diese Qualitätsansprüche und
zahlen auch gerne mehr dafür.
Dies kann ich ja auch verstehen bei einer Anfrage für einen
einmaligen transport, aber nicht wenn ein Auftrag im Raume
steht von ca. 10.000 Tonnen pro Jahr, und dies ist noch
ausbaufähig, wir wollen bis Mitte nächstes Jahr ein
Produktionsvolumen von 30.000 tonnen p.a. erreichen.

dann schick mir doch einfach mal deine anfrage auf

[email protected]

wenn du den auftrag an einen deutschen spediteur gibst, der
nach adsp faehrt, sollte es keine schwierigkeit bei
schadensabwicklungen geben. bei auslaendern kannst du ggfls.
mit totalverlust rechnen.

was ist denn adsp? vorschriften? wo kann ich diese denn
einsehen oder nachlesen?

hier:
http://www.mnp.de/download/ADSp_2003_deutsch.pdf

lass dir auf jeden fall den begriff transportversicherung
genau erlaeutern.

werde ich machen lassen

die spvs-versicherung deckt naemlich auch

folgeschaeden,

Schließt diese der Spediteur ab? Was kann man da alles
versichern lassen?

da sind die regeln in der adsp und in unterkommentaren festgelegt

grusss zurueck
kuddel

Hi Sven!

Die Gründe haben dir ja die anderen schon ein wenig klargelegt. Ich möchte hinzufügen, daß das, was du eigentlich möchtest, nicht das klassische Speditionsgeschäft ist sondern schon eher ein Ladungsgeschäft, wie es Frächter abwickeln. Für deine Destinationen würde ich in BRD Willi Betz anrufen oder hier in Österreich mal bei LKW-Walter in Wr. Neudorf.

Würde dir gerne selber ein Angebot machen, aber leider(oder Gott sei Dank:wink:) befahren wir diese Relation nicht.

Grüße Dusan

Hallo Sven,

sollte deine Anfrage aktuell sein
dann wende Dich bitte per Email an mich,
vielleicht kann ich Dir einige seriöse Ansprechpartner nennen:

***
*** Infobroker C. Röge

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Hi,

wollte mal wissen, warum es eigentlich so wenig Resonanz gibt
auf Anfragen, die man bei Spediteuren stellt.
In meinem Fall wollen wir täglich (wegen Aufbau einer Fabrik)
mindestens 50 Tonnen Waren transportiert haben von Rumänien
nach Deutschland. Von über 100 (auch große und bekannte
Spediteure)angerufenen, angefaxten und angemailten Unternehmen
habe ich letztendlich nach 5 wochen jetzt drei Angebote auf
dem Tisch liegen.
In anderen Branchen reißt man sich für eine ständige
Auslastung von 8 Personen / Fahrzeugen die Finger auf, oder?

  1. Frage
    Warum liegen bei den 3 Aufträgen so große Unterschiede im
    Preis (2500, 1700 und 1200€) jeweils pro vergleichbarer
    Fahrt (alles dt. Unternehmen)?

  2. worauf muß ich bei der Vertragsgestaltung im
    Transportgewerbe achten, damit ich nicht über den Tisch
    gezogen werde?

Für eure Hilfe zum besseren Verständis der Branche bin ich
dankbar

Gruß

Hallo Sven,

sollte deine Anfrage aktuell sein
dann wende Dich bitte per Email an mich,
vielleicht kann ich Dir einige seriöse Ansprechpartner nennen:

[email protected]
GO-IQ.DE Infobroker C. Röge

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