Gerinnungstest / Leukämie ?

Hallo,
ich hatte am 25.10. eine Zahnextraktion (weisheitszahn) hat über eine Woche nachgeblutet und musste 2x genäht werden.
Das hatte ich vor 2 Jahren schon mal damals wollte mein ZA einen Gerinnungstest vom Hausarzt.
Bis heute habe ich nun 3 Gerinnungstest´s machen lassen,meine Hausärztin meinte heute sie könne nichts Auffälliges sehen,hat mir aber heute einen Überweiser zum Hämatologen mitgegeben.
Jetzt hab ich bissl Kopfkino,was es sein könnte und im Berliner Kurier sammelt Hertha BSC für einen ehemaligen Spieler,der an Leukämie erkrankt ist.Das habe ich mal gegooglet.Blutkrebs.
Daran steht zwar auch,das Leukämie oft bei Blut-Routine Untersuchungen entdeckt wird…daher frage ich mich jetzt,würde man das bei einen Gerinnungstest sehen ob man Leukämie hat?
Früher als Kind ( 30 Jahre her)hatte ich beim Schwimmen oft Nasenbluten bekommen,einfach so wenn ins Wasser gesprungen bin.

naja egal,würde mich aber mal interessieren,ob man an einen Gerinnungstest leukämie entdeken kann ?

Gruß Klaus

Hallo,
bin selbst kein Spezialist für Hämatologie, aber bis eine Leukämie bei einem Gerinnungstest auffällt, sollte sie bei der Blut-Routine Untersuchung 10x aufgefallen sein…ist sie aber nicht.
Bei der Erwähnung des Nasenblutens beim Schwimmen vor ca. 30 Jahren fragt man sich: 30 Jahre Leukämie und keiner hat’s gemerkt?
Weniger Furcht wünsche ich Dir, denn es gibt bisher keinen Anlass, sich die Tage damit zu versauen -
Dr. Fred Korn

Hallo

also wegen Leukämie kann man eher entspannt sein weil das nicht über Jahre geht. Gerinnungsstörungen kann man ggf auch in der speziellen Gerinungsambulanz abklären lassen die es an allen größeren Uniklinik gibt.
Viele Grüße

Hallo Klaus,
aus einem Gerinnungstest kann man keine Leukämie erkennen, das ist meist ein sogenanter Quick Test, bei dem lediglich geprüft wird wie schnell das Blut gerinnt. Wenn Du das schon vor drei Jahren hattest, wärst Du - wenn Du wirklich eine Leukämie hättest - schon schwer krank oder … Also keine Bange. Andererseits könnte auch bei relativ normalem Gerinnungstest eine Störung vorliegen die durch zu wenig Blutplättchen ausgelöst wird. Eine sogenannte Thrombozytopenie, die eine erhöhte Blutungsbereitschaft verursacht und dann können auch Medikamente zb Aspirin die Gerinnung stören. Manchmal bei Zahnextraktionen bildet sich aber auch aus unbekannten Gründen kein ordentliches Blutkoagel in der Zahnhalterung und das blutet dann auch eine Weile.
Empfehlung; einmal ein komplettes Blutbild mit Thrombocyten machen lassen, dann sollte die Sache klar sein.

Danke, Thrombocyten hatte mein OralChirurg verlangt als ich vorm ziehen drauf hinwies,das es vor 2 Jahren Nachbltungen gab.Der Test wurde am 22.10. 2012 gemacht und es wurde nichts aussergewöhnliches entdeckt.
na mal schaun was der Hämatologe findet.

wegen leukämie bin ich erstmal beruhigt…danke

Nein, wenn man sich auf die Blutgerinnungswerte beschränkt, nicht; man kann natürlich bei der Blutent- nahme auch zusätzlich ein Blutbild machen lassen, hier würde sich eine Leukämie zeigen.

Hallo Mickyklaus,

die Tatsache, dass Du etwas staerker nachblutest hat eher mit einer „Gerinnungsstoerung“ zu tun, eine (akute) Leukaemie wuerde man im normalen Blutbild, aber nicht im Gerinnungstest sehen, (man hat aber doch bestimmt auch ein Blutbild gemacht, oder?) die Tatsache, dass Du zum Haematologen gehst, beruht aber ziemlich sicher darauf (ich kenne natuerlich nicht alle Umstaende und kann nur mutmassen), dass Du einen Hinweis auf eine (nicht dramatische) Gerinnungsstoetrung haben KOENNTEST, die Betonung liegt deutlich auf „koenntest“.
Da Du beschreibst, dass Du frueher auch Schwierigkeiten mit Blutungen hattest (Nasenbluten etc.), welche ja nie dramatisch waren, koennte es sich um einenn angeborenen defekt handeln, aber das kann natuerlich auch durch unterschiedliche Ursachen hervorgerufen sein.

Alles in Allem musst Du zwar Geduld bis zum Haematologenbesuch haben, aber Deine Schilderung spricht fuer mich (als Haematologin) nich fuer eine Leukaemie, viel mehr fuer ein leichtgradiges Gerinnungsproblem (leichtgradig, weil es nur nach Eingriffen auftritt und gut beherrschbar ist), das muss untersucht werden, damit man vorbeugen kann (Thromobozyten, Thrmobozytopatien, Stoerungen in der Gerinnungskaskade).

Gegen der blossen Verdacht einer Leukaemie spricht in erster Linie auch der zeitliche Verlauf, da nun ja schon 2 Wochen vergangen sind seit des Zahneingriffes, eine akute Leukaemie ist meist ein hochakutes Geschehen, da wuerde man eher sofort auch andere Dinge sehen, auch im peripheren Blutbild gaebe es klare Hinweise dafuer!
Ich hoffe, ich konnte erstmal weiterhelfen (bin sehr muede und kann vielleicht nicht so strukturiert antworten), scheu Dich nicht, noch Fragen zu stellen!

herzliche Gruesse
Garlochi

Guten Tag Klaus,

die Blutplättchen und das Blutserum in seiner Zusammensetzung stellen mit den Oberflächengrenzen (Blutgefäßwände) die Gerinnung im menschlichen Körper sicher. Im Mund befinden sich verschiedene Mechanismen, die die Verdauung beginnen und damit Nahrung, die aufgenommen wird schon „andauen“, nicht direkt verdauen.
Nur an Hand der Gerinnung kann man keine Leukämie diagnostizieren. Dazu gehört weit mehr. Als Basis reichen aber ein Blutbild mit Differenzierung meisten aus, wenn man bedenkt, dass im Vorfeld in den lezten 3 Monaten keine Medikamente gegeben wurden, die die Blutzusammensetzung nachhaltig beeinflussen (z.B. Epo oder PPrednisolon). Ihr Hausarzt wird es schon machen! Sprechen Sie mit diesem .

Mit freundlichem Gruß aus Mecklenburg

Hi
bei einem Gerinnungstest untersucht man die Gerinnung, vor allem die Thrombozyten (Blutblättchen)und die Gerinnungsfaktoren. Dabei kann man, meines Wissens nach, bin aber auch nicht Allwissend, keinen Blutkrebs entdecken. Bei einem normalen kleinen Blutbild wird man hellhörig, wenn die Leukozyten (weiße Blutkörperchen)stark >10.000 erhöht sind. Dann wird ein großes Blutbild gemacht und dazu gehört auch eine Analyse der Blutzellen, also Leukos, Erys, Eosionophile etc. Dort kann man feststellen, ob etwas nicht stimmt.!!
Hoffe, konnte dir so das Kopfkino etwas nehmen, wie gesagt, wenn die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die roten Blutkörperchen (Erythrozyten)im Normbereich liegen, brauchst du dir keine Sorgen machen.
Alles Gute und mach dir keinen Kopf (oder einfach mal ein großes Blutbild beim Arzt einfordern)
Bei Fragen, meld dich einfach
Sasabi

Hallo Klaus,

gestörte Gerinnung und Leukämie sind zwei Paar Schuhe. Man kann eine gestörte Gerinnung haben, was dann vielleicht manchmal zu eben Nasenbluten führt, aber in keinem Fall „Krebs“ bedeutet und Dich nicht hindert, 100 Jahre als zu werden.

Es hat auch seine Vorteile, wenn das Blut dünnflüssig ist. Herzinfarkte und Schlaganfälle werde ja auch mit Mitteln behandelt, die das Blut verdünnen. Wer eine Gerinnungsstörung hat, sollte damit also eher keine Probleme bekommen. Kannst ja mal berichte, was beim Hämatologen herausgekommen ist.

Gruß, Oliver

Hallo mickyklaus,

an einem Gerinnungstest selber kann man direkt keine Leukämie erkennen. Wohl aber an einem einfachen Routineblutbild, welches Deine hausärztin ja schon gemacht hat und offenbar unauffällig war. Das mit dem Nasenbluten vor 30 Jahren hat mit sicherheit gar nichts mit Leukämie zu tun, denn die wäre in den dazwischen liegenden Jahren längst ausgebrochen. Am besten Du wartest das Ergebnis vom Hämatologen ab und machst Dir in der Zwischenzeit nicht so viele Gedanken.

Gruß, Jens

Nein, Knochenmarkpunktion zur Diagnosesicherung erforderlich

Hallo Klaus,

niemand käme auf die Idee auf dem Weg über die Blutgerinnung eine Leukämie diagnostizieren zu wollen. Meistens läuft es so, dass man bei chron. Müdigkeit, Schwäche, Fieber, usw. zum Arzt geht und fragt, was los ist. Jetzt wäre schon im üblichen Blutbild die Leukozytenzahl stark erhöht, der Blutausstrich charakteristisch verändert, die Thrombozyten evt. vermindert.
Ein Gerinnungstest kann aber Auskunft darüber geben, ob eine genetische Disposition einer Gerinnungsstörung vorliegt. Weiterhin muss man auch fragen, ob die letzte ASS-Anwendung am Extraktionstag tatsächlich länger als eine Woche zurück lag. Eine Aspirintablette sorgt nämlich so lange für eine verzögerte Blutgerinnung. Es gibt selten auch Thrombozytopatien, wobei die Thrombos sich nur fehlerhaft ausbilden. Nierenwerte werden auch in einem normalen Laborscreening mitbestimmt, denn erst bei einem Nierenversagen wäre auch die Blutgerinnung betroffen.

Wenn die Wunde schlecht vernäht war und nachgenäht werden musste, ist es klar, dass die Blutung länger andauern kann.
Bei meiner Weisheitszahnextraktion im Frühjahr entstand durch Einsatz der Knochenfräse auch eine größere Wunde, die aber gut vernäht wurde und dann noch einige Tage Blut absonderte und noch wochenlang geschwollen war. Auch im Gesicht war ein Hämatom sichtbar, aber das ist beim Weisheitszahn wohl normal :smile:

Gruß, Renate