Gerling

Hallo,

hat bereits jemand Erfahrungen -seien sie positiv oder negativ- mit dem Gerling-Konzern in Sachen privater Haftpflichtversicherungen sammeln können? Wollte da wohl die Exclusivversicherung für Singles abschließen. Was haltet ihr davon?

Brauch man eine Ausfalldeckung?

Schönen Dank schon mal.

Carsten

Hallo Carsten,
und warum gerade den Gerlin?
Es gibt genügend andere, die gleiches oder mehr leisten und günstiger sind.
Ausfalldeckung ist fast ein muss: stell Dir vor, jemand fügt Dir einen Schaden zu, ist aber mittellos. Wer erstzt Dir dann die Kosten?
Folgende Erklärung:
_Ausfalldeckung

Die Ausfalldeckung greift, wenn Sie von einer Dritten Person geschädigt werden, diese Person jedoch weder über eine Privathaftpflichtversicherung versichert ist, noch genügend Vermögen besitzt, um Ihre Ansprüche zu befriedigen.
Obwohl die Privathaftpflichtversicherung jeder Person stark empfohlen wird, besitzen 35 % aller Haushalte in Deutschland keine Haftpflichtversicherung. Wenn eine solche Person dem Versicherungsnehmer einen Schaden zufügt und diesen aus eigenem Vermögen nicht bezahlen kann, so bleibt der Geschädigte auf seinen Ansprüchen sitzen. Die Ausfalldeckung des Geschädigten würde in diesem Falle die Ansprüche decken._

Wenn Du willst, dann kann ich Dir einen Link senden, in dem Du Online verschiedene Tarife vergleichen kannst, mit gewichtung der einzelnen Leistungen.
Da das eine Onlineberechnung von mir ist, muss ich Dich natürlich erst fragen, ob Du damit einverstanden bist.
Grüße
Raimund

Hallo,

danke erst einmal!
Warum Gerling, mmhh ich habe mir ein paar Angebote zusenden lassen (AxA, Allianz, Öffentliche). Von denen war der Gerling-konzern am besten. Sowohl von den Leistungen, als auch von den Preisen. Mir war bei den Anbietern wichtig, dass es eine Geschäftsstelle in der Nähe gibt.

Den Link kannst du mir natürlich gerne einmal geben.

Carsten

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hallo Carsten,
das ist das Ergebnis, wenn man alles selbst macht *g*.
Fast alle Gesellschaften haben eine filiale in Deiner Näche.
Doch wofür brauchst du die?
Wenn du einen Schaden hast, dann schreibst Du das der Gesellschaft, bekommst ein Formular, füllst das aus und fertig ist die Laube.
Oder Du gibst das Deinem Makler und der macht das für Dich.
Link sende ich Dir mit E-Mail
Grüße
Raimund

Hallo Carsten,

auch wenn man mit solchen Aussagen vorsichtig sein muss, aber von Gerling würde ich dir ganz dringend abraten. Gerling geht es zur Zeit schlecht und man versucht offenbar daher mit jedem Mittel an Geld zu kommen. Ich habe in den letzten Monaten allein drei Fälle gehabt, wo ich mit Gerling in Situationen Ärger hatte, in denen ich aus Erfahrung weiß, dass ander Versicherer hiermit kein Problem gehabt hätten. Besonders scharf war das Vorgehen bei meiner eigenen Berufshaftpflicht, für die man meiner Frau und mir nach Vertragsende plötzlich einfach eine Prämienerhöhung nachberechnete und dann auch gleich vom Konto abbuchte und über die sich dann ein äußerst hässlicher Briefwechsel entwickelte, bis man offenbar dann doch meine Rückbuchung nach einigen Monaten stillschweigend akzeptierte. In einem anderen Fall wollte man plötzlich eine ganz übliche Bitte um Erweiterung der Deckungszusage nicht erhalten haben, und die Mandantin (selbst frühere Gerling-Mitarbeiterin) verstand auch die Welt nicht mehr, wie sich ihr eigener Arbeitgeber wegen einer Lapalie von einigen EUR 100,-- so anstellen konnte.

Gruß vom Wiz

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Hallo,

die Single Haftpflicht kostet ab 53,40 Euro mit 3 Millionen Deckung, Ausfalldeckung und vielen anderen Einschlüssen (ohne Selbstbeteiligung) - Superguter und seriöser Versicherer mit dem ich relativ viel im privaten Sektor abdecke!

Bei Gerling, AXA, etc. subventioniere ich als privater Kunde die Preise in anderen Segmenten. Dazu kommen die sehr hohen Kosten, die für Policierung, Verwaltung und Bearbeitung i.d.R. entstehen!

Viele Grüße
Thorulf Müller

Hallo Jörg,
ich denke eher, dass dein Fall eine Ausnahme ist. Wir arbeiten im Bereich von privaten Deckungen mit Spezialkonzepten beim Gerling und das klappt alles reibungslos.
Sowohl Schadenbearbeitung, als auch sonstige Bearbeitung.

Wenngleich ich dir Recht gebe, dass es kein typischer Haftpflicht-VR ist. HK Darmstadt und die WGV sind sonst noch gute Anbieter.

Gruß#Marco

Ausfalldeckung Fahrlässigkeit und bei Vorsatz
Hallo,

schade finde ich, dass hier nicht weiter differenziert wird.

Es gibt einen Forderungsausfallschutz, wenn

  1. jemand anders Dir FAHRLÄSSIG Schaden zufügt.

  2. jemand anders Dir FAHRLÄSSIG oder VORSÄTZLICH Schaden zufügt.

Viele Versicherungen bieten den Ausfallschutz nur bei Fahrlässigkeit, wirst Du also auf der Straße invalide geschlagen und die mittellosen Täter werden geschnappt, gehst Du bei Versicherungen nach 1) leer aus.

Wichtig ist auch, dass der Forderungsausfallschutz in der selben Höhe besteht, wie die reguläre Deckung. Was nützt Dir 1 Mio. Forderungsausfallschutz, wenn Du eine monatliche Rente benötigst.

Hier gibt es nur ganz wenige Versicherungen die diese Knock-Out-Kriterien erfüllen. Jemand der Dir einen Tarif anbietet, der in den AVB für den Ausfallschutz nicht „Vorsatztaten eingeschlossen“ enthält, würde ich nicht wieder aufsuchen. Es sei denn, Du hast nach entsprechender Information erklärt, dass Dir dieser Schutz egal ist.

Welche das sind, sagen Dir die echten Experten hier bestimmt gerne, ich bin nur Versicherungsnehmer. Die Haftpflichtkasse Darmstadt ist eine von Ihnen.

Christian

Hallo Christian,
nun, das war hier auch nicht so die Frage.
Selbstverständlich sollten solche Punkte vor einem Abschluss geklärt werden. Sonst gibt´s später Ärger.
Die Haka Darmstadt ist immer eine gute Adresse.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

da hast Du Recht, war auch gar nicht böse gemeint. Ist tatsächlich nicht gefragt wurden.

Ich habe da irgendwie ein Problem mit, wenn Versicherungsangebote so von der Kostenseite her betrachtet werden. Gerade wenn es sich um ein hohes theoretisches Risiko handelt, dass für einen geringen Jahresbeitrag abgesichert wird. Dann würde ich immer so vorgehen, dass ich zunächst den Versicherungsschutz durch AVB-Prüfung optimiere und mich dann, um die Kostenseite kümmere. Aber ist halt nur meine Präferenz.

Wie ist dass denn bei Euch Maklern? Stimmt es was Thorulf mal irgendwann angedeutet hat, dass Ihr das günstigste Produkt aussuchen müsst? Oder kannst Du als Makler dahingehen und sagen, ich suche das Produkt aus, dass (wie hier die HK Darmstadt) am weitestgehenden leistet und den Kostenaspekt völlig ausser Acht lassen?

Wo ist eigentlich geregelt, wie Ihr Makler vorgehen müsst? Die BGB-Vorschriften sind ja sicher nur ein kleiner Teil des Ganzen.

Herzliche Grüße

Christian

Hallo Christian,
das ist das Problem!
Wenn ich nur danach gehe, was das beste für den Kunden ist, dann kauft er nicht (weil er was billigeres gefunden hat). Gehe ich nur nach Beitrag, dann kann mir passieren, dass ich Schadenersatz zahlen muss, weil der Kunde sagt, „der Brendle hat mir die guten Tarife vorenthalten. Ich hääte ja gerne mehr bezahlt.“ Natürlich hätte er nicht!
Da muss man den Kunden versuchen zu führen, ohne dass er das merkt. Das ist eine Kunst, die nicht immer klappt.
So z.B. wie ich gerade ein Angebot abgegeben habe zu einer BU. Die meisten Kunden greifen halt zur Aachen-Münchner. Oder gar zur Ontos. Die erste ist zwar nicht schlecht, aber die Condor ist halt die erste Wahl und kostet ein paar Euro mehr. Jetzt muss ich ihm genau zeigen, dass gerade dieser Arbeitsunfähigkeits-Leistungspunkt einer der wichtigsten ist, da er ihn vor Prozessen (ob er BU ist oder nicht) schützt und zugleich vor Verlust des Arbeitsplatzes (Bei AU muss der Platz frei gehalten werden, bei BU nicht). M.M. z.Zt. ein ganz wichtiger Punkt.
Mal sehen, ob mein Kunde dem zustimmt.
Das problem ist halt: wir unabhängigen Vermittler können verklagt werden. Versuche das mal bei einem Strucki! Vielleicht einer, der das Geschäft vor 10 jahren mal versucht hat und gescheitert ist. Den findest Du gar nicht mehr. Und der Strukturvertrieb lehnt ab, weil er nicht für seine freien Mitarbeiter haften will.
Na, ja, das macht unser Geschäft so lebendig!*g*
Grüße
Raimund

Hallo Chrissi,

ich kann mich nicht daran erinnern jemals gesagt zu haben, das Makler das „billigste“ Angebot heraussuchen müssen.

Es geht um das „richtige“ Produkt in Bezug auf die Erwartungen des Kunden unter Berücksichtigung der Möglichkeiten (Beratungshaftung) der Ein- und Ausschlüsse - es geht also um das "PREIS-WERT"este Produkt.

Viele Grüße
Thorulf Müller

Condor BU - immer richtig?
Hallo Raimund,

mitnichten ist Condor immer das beste - die Regelung mit der AU-Bescheinigung ist natürlich ein Aspekt. Es gibt aner genauso gute Gründe eine andere Gesellschaft zu wählen:

Wegen den gestellten Fragen, wegen den gesundheitlichen Rahmenbedingungen, wegen anderen Aussagen, die dem Kunden wichtiger sind, wegen dem Preis-/Leistungsverhöltnis, wegen der Formulierung von RZ und LA Definitionen, etc.
Die Condor ist sehr gut - aber nur in ca. 25% der Fälle wirklich passend (bei meinen Mandanten)
Die AM würde ich hier nicht niedermachen wollen, die haben mir schon den einen oder anderen Fall gelöst, der sonst keinen Schutz hätte.
Ontos ist ohne Diskussion!

Viele Grüße
Thorulf Müller

Hallo Christian,

nur zur Erklärung des Wortes günstig:

Günstig ist nicht gleich billig. Es ist das Verhältnis der bestmöglichen Absicherung zu den Bestmöglichen Rahmenbedingungen (Versicherungsbedingungen und Preis).

Gruß
Marco