Das Wohnzimmer unserer neuen Wohnung riecht nach kaltem Rauch oder Nikotin. Der Vermieter ist bereit, einen gewissen Betrag zur Beseitigung des Geruchs aufzuwenden. Damit die Maßnahmen Erfolg versprechen, müssen wir die Geruchsquelle kennen. Es kommen m.E. nur Wände, Decke, Laminat und/oder lackierte Fenster- und Türrahmen in Betracht: (1) Die Wände sind nicht tapeziert, aber neu gestrichen. Auf dem Putz sind zwei Schichten weiße Farbe, vermutlich Dispersionsfarbe, aufgebracht. Darunter, also zwischen Putz und den Farbschichten, ist eine bräunlich-gelbe Schicht, von der ich nicht weiß, ob es sich um Nikotinablagerungen oder ein Grundierungsmittel o.Ä handelt. (2) Die Decke ist mit einer Rigipsplatte abgehangen, die vor 20 Jahren angebracht wurde. Ich habe zur Geruchsneutralisierung eine 6%-Wasserstoffperoxid-Lösung auf Wände und Decke aufgebracht. An der Decke bildeten sich dicke gelbliche Wassertropfen, nicht aber an den Wänden. Nach Trocknung sind keine Rückstände der H2O2-Lösung verblieben. Es riecht aber weiterhin. (3) Der Laminat ist vermutlich nur wenige Jahre, unter ihm könnte sich aber ein alter, nikotinbelasteter Teppich befinden (unklar). (4) Die Fenster- und Türrahmen sind aus Holz und weiß lackiert. Was ist am ehesten die Geruchsquelle? Wer könnte uns dazu sachverständig Auskunft geben? Was würde so etwas ungefähr kosten? Über ein paar Hinweise würde ich mich freuen.
Jahrelange Belastungen durch „Rauchen“ führen zwangsmäßig zu extremen langfristigen Sekundärbelastungen, die durch blosses „Überstreichen“ in der Regel nicht zu beseitigen sind - zumal „diffusionsdichte“ Anstriche als „Absperrung“ nicht das eigentliche Übel beseitigen, dafür aber zu einem verschlechterten Raumklima führen. (Thermosflaschenklima, Risiko von Schimmelbildung)
Als Hauptverursacher kommen natürlich primär sowohl der Bereich Putze/Wand als auch der Bereich Decke-Gipsplatten in Frage. Lackierte Flächen bieten in der Regel weniger (!) „Speicherfähigkeit“.
Eine wirkliche Lösung besteht nur in der Ermittlung/ Beseitigung der aktivsten „Geruchsverursacher“ durch entsprechende Materialprüfungen - gerne benennen wir ( [email protected] ) Ihnen bei Bekanntgabe Ihrer Postleitzahl qualifizierte Fachleute vor Ort für einen Lokalaugenschein/ Materialprüfungen. (Dort können Sie auch im Vorfeld unverbindlich die voraussichtlichen Kosten abfragen).
Ferndiagnosen erscheinen uns unseriös.
Viel Erfolg
Josef Spritzendorfer
Sehr geehrter Herr Spritzendorfer,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort! Ich habe eine Anfrage an die von Ihnen genannte Mailadresse gesendet.
Mit freundlichen Grüßen
Moritz Quecke