Gesangstechnik - Buchempfehlung?

Hallo und guten Morgen!

Ich schreibe derzeit an einer Seminararbeit, bei der es um die Übersetzung von Liedtexten geht. Leider fehlt mir aber zum Teil der musiktheoretische Hintergrund.
Dehalb suche ich ein Buch, das sich mit Atembarkeit, Intonation und überhaupt Gesangstechnik beschäftigt, vielleicht auch ein klein wenig mit Komposition.

Ich brauche Informationen darüber, welche Silben gesungen werden und welche stumm bleiben (Hebungen und Senkungen), welche Vokale sich für welche Tonhöhe eignen, was richtige Zungenbrecher für eine/n Sänger/in sind und das alles am besten für einen Laien verständlich.

Falls jemand eine entsprechende Internetseite kennt, würde ich mich natürlich auch über die Adresse freuen.

Ich bedanke mich bereits jetzt schon mal bei allen, die mir weiterhelfen wollen!

Liebe Grüße
ash

Kann mir denn wirklich niemand weiterhelfen?

Das ist ja schade…

Doch:

falls du etwas Englisch kannst: bestell bei amzn das Arbeitsbuch von
Anne Peckham: The contemporary Singer. Elements of vocal technique
mit Begleit-CD.
Da findest du alles was mit Atemtechnik, richtiger Haltung, Ton usw
zu tun hat. Das Buch ist aus der Berklee Press editiion und für Leute
aus Jazz u. Rock konzipiert, ( Bemerkungen über Mikrophon) die
vorgestellten (Atem-/Gesangs-) Übungen macht aber auch jeder
Opernsänger durch. Es hat halt jeder Sänger Stimmbänder und ein
Zwerchfell, gleich welche Musikrichtung man singt.

Wenn du noch etwas wissen willst, meld dich. Ich hab etliche Bücher
hier im Regal stehen, das hier ist ein Standardwerk.

Gruß
Sprite

Kann mir denn wirklich niemand weiterhelfen?

Das ist ja schade…

Englisch ist kein Problem! Ich hoffe, ich finde darin alles, was ich brauche, um bestimmte Textpassagen meiner Arbeit belegen zu können.

Herzlichen Dank, Sprite! :smile:

Wenn du mir sagst, zu welchen Aussagen du eine Quelle suchst, schau
ich mal rein für dich. Es ist ein Praxisbuch, keine wissenschaftliche
Abhandlung.

Gruß
Sprite

Englisch ist kein Problem! Ich hoffe, ich finde darin alles,
was ich brauche, um bestimmte Textpassagen meiner Arbeit
belegen zu können.

Herzlichen Dank, Sprite! :smile:

Nun ja, halt die Dinge, die ich im Eingangpost eräwhnt hatte:
>>Ich brauche Informationen darüber, welche Silben gesungen werden und welche stumm bleiben (Hebungen und Senkungen), welche Vokale sich für welche Tonhöhe eignen, was richtige Zungenbrecher für eine/n Sänger/in sind und das alles am besten für einen Laien verständlich.

grmmmpf. So pauschal stimmt das ja auch gar nicht mit dem a.

Als Quelle für deine Theorie: Peckham, A. The Contemporary Singer.
Elements of vocal technique. Berklee Press, Boston USA, 2000, S.63

Vowel modifications in your high range:
When you sing in the top third of your high range you probably need
to modify the vowel you are singing to sound relaxed. The following
chart indicates how to modify four of the five primary vowels (ah
does not need to be modified).

Vowel Modification:
ee modifies by adding ih as in the word „hit“
ay modifies by adding ih (as above)
oo modifies by adding o^o as in the word „put“
Dieses komische Zeichen zwischen den beiden os hab ich nicht auf
meiner Tastatur, es sieht wie das untere Drittel einer Null aus, so
ein kleiner Bogen eben; ich hab stattdessen das Dach ^ genommen.
oh modifies by adding aw as in the word „saw“

Mehr hab ich zu dem Thema jetzt auch nichts in dem Buch gesehen.

Meine Anmerkung:
Dass das „gedachte“ a im oberen Bereich hilft, den Ton gescheit zu
formen, hat damit zu tun, dass man die Stimme so leichter in der
Randstimmenfunktion hält, statt ins sogenannte Pfeifenregister
abzudriften. Die Randstimmenfunktion ist auch als mixed voice
bekannt, anatomisch gesehen stülpen sich die Stimmbänder um und
mischen die Wärme der Brusttonresonanz mit der Flexibilität der
Kopfstimme. Ohne die Anreicherung der Brusttonresonanz ist der Ton
sonst dünn, man könnte auch kein crescendo singen.

Vorsicht aber vor pauschalen Aussagen. Es kommt darauf an, wer da
singen soll. Einem Bass hilft es womöglich mehr, in den hohen Lagen
ein i zu singen und ein Sopran singt sich womöglich lieber mit einem
u warm, um nicht zu schrill zu klingen. Bei diesen Vokalen stülpen
sich die Stimmbänder wie von selbst um, und ich kann davon ausgehen,
dass meine Sänger ihre Stimmbänder nicht strapazieren. Das für
ungeübte Sänger gefährliche „Belting“ ist damit ziemlich unmöglich.
Wenn ich nun einen Chor vor mir habe und das a im oberen Bereich
schön locker klingt, weiß ich, dass der Chor gut eingesungen ist.

Hilft dir das weiter?
Übrigens darf man nicht nur gedruckte Sachen zitieren, du kannst dir
auch einen Sänger schnappen und interviewen. Schneid einfach das
Gespräch auf Band mit und die Sache ist akademisch einwandfrei als
Interview vom Datum xy in Minute sowieso belegt. Archiviere das Band
bei dir zu Hause für Rückfragen.

Grüße
Sprite

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Sprite,
ein riesiges Dankeschön für’s Nachschauen!

Natürlich sind Pauschalisierungen immer gefährlich, aber da es sich weder um eine Dissertation, ja noch nicht mal um eine Seminararbeit im Fach Musik handelt, kann ich mich nicht so intensiv damit befassen, schließlich liegt der Schwerpunkt woanders.
Wenn ich also schreibe „es ist hilfreich“ oder „xy erleichtert dies und jenes“ „generell wird empfohlen“ und gebe entsprechende Quellen an, reicht das völlig.
Von daher hast Du mir schon sehr weitergeholfen!
Vielen Dank!
ashara