grmmmpf. So pauschal stimmt das ja auch gar nicht mit dem a.
Als Quelle für deine Theorie: Peckham, A. The Contemporary Singer.
Elements of vocal technique. Berklee Press, Boston USA, 2000, S.63
Vowel modifications in your high range:
When you sing in the top third of your high range you probably need
to modify the vowel you are singing to sound relaxed. The following
chart indicates how to modify four of the five primary vowels (ah
does not need to be modified).
Vowel Modification:
ee modifies by adding ih as in the word „hit“
ay modifies by adding ih (as above)
oo modifies by adding o^o as in the word „put“
Dieses komische Zeichen zwischen den beiden os hab ich nicht auf
meiner Tastatur, es sieht wie das untere Drittel einer Null aus, so
ein kleiner Bogen eben; ich hab stattdessen das Dach ^ genommen.
oh modifies by adding aw as in the word „saw“
Mehr hab ich zu dem Thema jetzt auch nichts in dem Buch gesehen.
Meine Anmerkung:
Dass das „gedachte“ a im oberen Bereich hilft, den Ton gescheit zu
formen, hat damit zu tun, dass man die Stimme so leichter in der
Randstimmenfunktion hält, statt ins sogenannte Pfeifenregister
abzudriften. Die Randstimmenfunktion ist auch als mixed voice
bekannt, anatomisch gesehen stülpen sich die Stimmbänder um und
mischen die Wärme der Brusttonresonanz mit der Flexibilität der
Kopfstimme. Ohne die Anreicherung der Brusttonresonanz ist der Ton
sonst dünn, man könnte auch kein crescendo singen.
Vorsicht aber vor pauschalen Aussagen. Es kommt darauf an, wer da
singen soll. Einem Bass hilft es womöglich mehr, in den hohen Lagen
ein i zu singen und ein Sopran singt sich womöglich lieber mit einem
u warm, um nicht zu schrill zu klingen. Bei diesen Vokalen stülpen
sich die Stimmbänder wie von selbst um, und ich kann davon ausgehen,
dass meine Sänger ihre Stimmbänder nicht strapazieren. Das für
ungeübte Sänger gefährliche „Belting“ ist damit ziemlich unmöglich.
Wenn ich nun einen Chor vor mir habe und das a im oberen Bereich
schön locker klingt, weiß ich, dass der Chor gut eingesungen ist.
Hilft dir das weiter?
Übrigens darf man nicht nur gedruckte Sachen zitieren, du kannst dir
auch einen Sänger schnappen und interviewen. Schneid einfach das
Gespräch auf Band mit und die Sache ist akademisch einwandfrei als
Interview vom Datum xy in Minute sowieso belegt. Archiviere das Band
bei dir zu Hause für Rückfragen.
Grüße
Sprite
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