Geschäft ankurbeln, aber wie?

Mammma mia…

Sie werfen mir ständig vor, dass ich Däumchen drehe.
Ich kläre Sie auf, dass das NICHT der Fall ist.
Sie antworten: wen interessiert das?

*kopfschüttel*

Sie betreiben Portale. Wunderbar.
Und Sie erwarten mit aller Vehemenz, dass ich jetzt alles fallen lasse und genau das auch mache. Obwohl ichs technisch und gestalterisch ja angeblich überhaupt nicht drauf habe?
Genauso könnte ich Wurst in Pellen füllen. Das würde mir mein Metzger raten. Genauso sinnvoll, aber zumindest in netterem Tonfall.
Ich hab weder Zeit noch Lust, auf diesen Mist zu antworten.
Und Schluss.

Du bist nicht allein mit dem Problem
Hallo an Euch,

ich bin schon teilweise mächtig unangenehm erstaunt darüber, mit welcher Ruppigkeit geantwortet wurde. Ist natürlich nur mein persönliches Empfinden.

Die Wirtschaftslage ist hart genug, trifft das nicht fast jeden von uns an irgendeiner Stelle?
Wenn sich jemand freundlich öffnet und fragt, was er noch tun kann oder was uns geholfen hat, so beweist das doch Mut und Tatendrang, auch wenn der Frust mitschwingt.

Viele Firmen machen Kurzarbeit, die Etats werden drastisch runtergeschraubt, Aufträge liegen auf Eis, Firmen müssen Konkurs anmelden. Das sind Fakten.

Gute Aufträge zu erhalten ist eine Mischung aus vielen Faktoren, die nicht alle durch uns zu beeinflussen sind. Egal wie gut die Homepage ist … oder das Alter … das Wissen und Können … oder der Preis … natürlich spielt das eine Rolle, doch diese Rolle verliert traurigerweise zunehmend an Wichtigkeit.

Zu viele Menschen, zu wenig Arbeit und zu wenige Aufträge sind das Problem.

Ich konnte leider nicht wirklich weiterhelfen. Bin freiberufliche Technische Graphikerin und Redakteurin, gib nicht auf „pearlfisher“!

Viele Grüße, Sonja

Hallo Sonja,

Du sprichst mir aus der Seele.

Herzlichen Dank für den versöhnlichen Beitrag

und viel Glück für deine Zukunft

Ralf

Hallo Ralf,

bevor’s nun völlig off Topic wird, gibt mir Dein Schlusssatz doch zu denken: Denn ich glaube, dass das der Knackpunkt ist. Was ich in langen Sätzen erklären wollte hast Du treffend zusammen gefasst:

Energie und Zuversicht, die mir im Moment fehlt.

Wie gesagt, ich mag hier nicht in Dich dringen, aber ich glaube den Vorrang vor vielen Werbemassnahmen hat es für Dich, dass Du versuchst, diese Energie und Zuversicht wieder zu bekommen. Ich weiss, das klingt leichter gesagt als getan, aber es scheint mir in Deinem Fall wirklich wichtig zu sein.

Vielleicht ne Auszeit? Vielleicht gar ein Jobwechsel? Vielleicht professionelle Hilfe? Vielleicht einfach intensive Gespräche mit Deiner Partnerin/sonst einer vertrauten Person? Vielleicht ein neues Hobby?

Achja, viel wichtiger als einen Kommentar fände ich’s wenn Du da wirklich mal ehrlich und in Ruhe drüber nachdenkst.

*wink* und viel Erfolg

Petzi

Vielleicht ne Auszeit? Vielleicht gar ein Jobwechsel?
Vielleicht professionelle Hilfe? Vielleicht einfach intensive
Gespräche mit Deiner Partnerin/sonst einer vertrauten Person?
Vielleicht ein neues Hobby?
Achja, viel wichtiger als einen Kommentar fände ich’s wenn Du
da wirklich mal ehrlich und in Ruhe drüber nachdenkst.

Möchte trotzdem kommentieren. Jeder deiner Ansätze ist es wert, probiert zu werden. Zur Auszeit: Mit 50, finanziell und familiär unabhängig, alles hinknallen, zwei Jahre um die Welt segeln und sich währenddessen neu erfinden. Das wäre ein Riesending. Die Option steht mir leider nicht offen. Am Rest arbeite ich. Und wenn die Denkblase geplatzt ist und Erfolg zeigt, schmeiß ich ne Extraparty. Nur für die Guten. Du bist im Club. :smile:

Hallo, Perlfisher

Ich bin seit 20 Jahren als freier Grafiker im Geschäft.
Die Agenturen sagen, ich bin mit über 40 einfach zu alt.

na wenn sie Das sagen, dann wende dich doch dem Alter zu und spezialisiere dich auf altersgemässe Grafikgestaltung.

Ich denke da an die individuelle Gestaltung von Türschildern, Schrankschildern, Servietten etc. in Seniorenheimen, um dementen Bewohnern eine bessere Orientierung zu ermöglichen.

Um zu verdeutlichen, was ich meine:
Ein dementer Bewohner bekommt eine individuelle Grafik von dir angefertigt, die sich auf Dinge konzentriert, die in seiner Vergangenheit eine grosse Rolle gespielt haben.
Wenn jemand gerne gestrickt hat, dann gestaltest du für diesen Menschen eine individuelle Grafik, die sich darauf bezieht.
Diese Grafik wird an der Zimmertür angebracht, am Schrank, auf Servietten, am Zahnputzbecher usw. und der Mensch weiss, aha, das ist mein Zimmer, mein Schrank, meine Serviette, mein Zahnputzbecher usw…

Um an Aufträge für derlei Gestaltungsmöglichkeiten in der Seniorenhilfe zu kommen, könntest du entweder einen Innenarchitekten, siehe:
http://www.alzheimerforum.de/popup/beratung_popsg.htm
kontaktieren, der in diesem Bereich tätig ist, oder direkt in Heime gehen und deine Arbeit vorstellen.
Als beschriftetes Werbegeschenk könnte ich mir „Blattlupen“ in der Grösse von Scheckkarten vorstellen.

Ist nur 'ne Idee.

Gruß
karin

Hallo Karin,

vielen Dank für Deinen konkreten Vorschlag! Es muss ja auch nicht immer Werbung sein. Hab selber schon an Krankenhäuser, Behörden etc. geschrieben, wo mit der Kommunikation einiges im Argen liegt. Bisher mit bescheidenem Erfolg. Man verlässt sich lieber auf selbstgestrickte Lösungen, ohne für was besseres ein bißchen Geld in die Hand zu nehmen. Komplett umsatteln muss ich zum Glück nicht. Der Jugendwahn grassiert nur in großen Agenturen. Wenn man heute in die Illustrierten schaut (vielleicht eher Spiegel als Bravo), sind 90% der Anzeigen kein Stück weiter als das, was ich fabriziere. Aber du zeigst einen ganz neuen Ansatz, und das ist gut so. Gerade der Bereich Seniorenbetreuung ist mir als Ex-Zivi nicht völlig fremd. Und es ist der einzige Markt, der mit Sicherheit wächst…

Viele Grüße
Ralf (Pearlfisher)

Ich stelle mir grad vor, wie Du mit deinen Freundinnen umgehst.
„Ach Rita, so wie du aussiehst… da lässt sich nix machen. Häng dir einen Stein um den Hals und geh ins Wasser. Also, ich mein das ja gaanz lieb…“

Was hast du erwartet? Du nimmst Dir das Recht heraus, Dir völlig unbekannte Menschen zu verletzen und zu demotivieren. Mehr kam da nicht.
Wenn es Dir gelingen würde, das zu erkennen, biete ich Dir meine Entschuldigung an. Vielleicht sind wir beide ja lernfähiger, als man es uns zutraut?