Geschäft ankurbeln, aber wie?

Hallo, kann sein, dass meine Frage hier Off-Topic ist, dann bitte ich um Entschuldigung. Aber ich weiß mir im Moment nicht anders zu helfen. Darum gehts:

Ich bin seit 20 Jahren als freier Grafiker im Geschäft. Das lief bis ca. 2001 ganz prächtig, seitdem nur noch mau. Meine Hauptkunden rauschten in die Pleite (nicht meine Schuld), und der tägliche Kleinkram wird ständig weniger. Werbung (z.B. über Google Adwords, Homepage mit Mustern, eigenen Flyer, Zeitungsanzeigen) bringt mir regelmäßig Praktikumsanfragen auf den Tisch, aber keinen einzigen neuen Auftrag. Zurück ins Angestelltenverhältnis klappt auch nicht. Die Agenturen sagen, ich bin mit über 40 einfach zu alt. Das Arbeitsamt hats in einem Jahr nicht geschafft, auch nur ein Angebot rüberzuschicken. Arbeitslosengeld gibts natürlich auch nicht. Über Zeitarbeit kam auch nix. Ganz nebenbei habe ich eine Familie zu ernähren und ein Haus abzuzahlen. Inzwischen halte mich mich für unfähig - trotz Kollegen, die mir immer wieder prima Arbeit und kreative Ideen bestätigen. Was kann ich noch tun? Was hat Euch geholfen? (Bitte keine „Tipps“, wie lang der Strick sein muss.)

Haltbarkeit!

Inzwischen halte mich mich für unfähig - trotz Kollegen, die mir immer wieder prima Arbeit und kreative Ideen bestätigen.

Wenn Du selbst Dich für unfähig hälst, was soll dann ein zukünftiger Auftraggeber erst von Dir halten? Hat man nicht meist mindestens eine so hohe Meinung von der eigenen Arbeit wie der Chef? :wink:

Erster Ansatz wäre, Dich mal wieder selbst davon zu überzeugen, dass Du gute Arbeit leistest und dann damit entsprechend auf den Putz zu hauen.

Nur so von der Theorie, wäre ich ein Arbeitgeber auf der Suche nach einem Grafiker, dann möchte ich nicht hören, dass Deine Auftragslage mau ist und Du ein Haus abzubezahlen hast, sondern dass Du super tolle Ideen hast, die auch tiptop in die Praxis umsetzen kannst und jetzt die beste Leistung in den Dienst des besten Unternehmens blablub…
Solange Du selbst nicht dran glaubst, kannst Du niemanden überzeugen, selbst wenn Du eines Tages ein Jobangebot bekommst!

Dann würde ich vermutlich, so denn die Arbeitsamen keine Angebote schicken, mehr in die Initiative gehen (wozu gibt es denn die ganzen Karrierebörsen?) und auch den Weg der Initiativbewerbung einschlagen.
Wobei Du - gerade in Deiner Situation - höchstwahrscheinlich weniger mit dem Lebenslauf als viel mehr mit guten Arbeitsproben überzeugen wirst. Das macht es natürlich ziemlich aufwändig, ein „gutes Anschreiben“ zu entwerfen, da eine überzeugende, ansprechende Mappe beiliegen sollte. Aber wie gesagt, falls Du selbst nicht glaubst, daß Du die Leute überzeugen kannst… bringt es nichts.

Was meiner Meinung nach stark aus Deinem Posting heraus klingt ist, dass Du ja ein Opfer äußerer Umstände bist und daß alle irgendwie daran Schuld haben, nur Du nicht. Und selbst wenn es tausendmal stimmt - rausholen kann Dich im Endeffekt nur einer: Du selbst, und diese Verantwortung wirst Du auch nicht los!

Die Frage ist für mich weniger, wer hat alles dazu beigetragen dass es so kam wie es ist - als viel mehr, was mußt Du tun, damit es besser wird; insbesondere, wenn nicht zu erwarten ist, dass sich plötzlich die ganze Welt um Dich herum ändert!

Gruß,
Michael

Hallo Michael

vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für eine so ausführliche Antwort genommen hast. Ich gebe Dir zum teil recht, muss dir in einigen Punkten natürlich auch widersprechen. Kann sein, dass ich dich auf eine falsche Spur gebracht habe.

Zitat: „Wenn Du selbst Dich für unfähig hälst, was soll dann ein zukünftiger Auftraggeber erst von Dir halten? Hat man nicht meist mindestens eine so hohe Meinung von der eigenen Arbeit wie der Chef? :wink: Erster Ansatz wäre, Dich mal wieder selbst davon zu überzeugen, dass Du gute Arbeit leistest und dann damit entsprechend auf den Putz zu hauen. Nur so von der Theorie, wäre ich ein Arbeitgeber auf der Suche nach einem Grafiker, dann möchte ich nicht hören, dass Deine Auftragslage mau ist und Du ein Haus abzubezahlen hast, sondern dass Du super tolle Ideen hast, die auch tiptop in die Praxis umsetzen kannst und jetzt die beste Leistung in den Dienst des besten Unternehmens blablub…“
Du hast natürlich recht. Genau das sage und schreib ich ja auch. Beste Laune, überzeugende Telefonstimme, stimmige Körpersprache, tausendmal gehört, und diese Show ziehe ich auch jedesmal ab. Aber glaub mir, das nutzt sich ab, wenn es nix bringt. Und privat (bzw. hier) muss man mal Klartext reden dürfen.

Zit:"Dann würde ich vermutlich, so denn die Arbeitsamen keine Angebote schicken, mehr in die Initiative gehen (wozu gibt es denn die ganzen Karrierebörsen?) und auch den Weg der Initiativbewerbung einschlagen. Wobei Du - gerade in Deiner Situation - höchstwahrscheinlich weniger mit dem Lebenslauf als viel mehr mit guten Arbeitsproben überzeugen wirst. Das macht es natürlich ziemlich aufwändig, ein „gutes Anschreiben“ zu entwerfen, da eine überzeugende, ansprechende Mappe beiliegen sollte. Aber wie gesagt, falls Du selbst nicht glaubst, daß Du die Leute überzeugen kannst… bringt es nichts.
Auch völlig richtig! Und genau so schon probiert. Resultat jedesmal ähnlich: „Vielen Dank für Ihre überzeugenden Arbeitsproben. Leider passen Sie nicht in unser junges Teamprofil. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.“

Zitat: „Was meiner Meinung nach stark aus Deinem Posting heraus klingt ist, dass Du ja ein Opfer äußerer Umstände bist und daß alle irgendwie daran Schuld haben, nur Du nicht. Und selbst wenn es tausendmal stimmt - rausholen kann Dich im Endeffekt nur einer: Du selbst, und diese Verantwortung wirst Du auch nicht los! Die Frage ist für mich weniger, wer hat alles dazu beigetragen dass es so kam wie es ist - als viel mehr, was mußt Du tun, damit es besser wird; insbesondere, wenn nicht zu erwarten ist, dass sich plötzlich die ganze Welt um Dich herum ändert!“
Da liest du etwas viel in meine Zeilen hinein. Ich suche keine schuldigen. Und keine Entschuldigung. Ich versuche lediglich meine Situation zu schildern und die bereits beschrittenen Wege aufzuzählen, damit wir uns nicht unnötig wiederholen.
Ich bin durchaus aktiv. Hab erst vor kurzem 5000 wirklich coole Hochglanz-Flyer gestaltet und im Offset drucken lassen für meine Agentur, da stehen auch die Preise dran, die ich schon gewonnen hab. Ich streue sie teils über persönliche Anschreiben, teils über Prospektträger, und pflege neben meiner HTML- eine zweite, durchgängige Flash-Website. Hey, ich bin Werbeprofi. Aber vielleicht ist das wie beim Arzt, der sich selbst nicht am Blinddarm operieren kann - ich brauche einfach mal ne andere Sichtweise.

Was ich mir von diesem Posting erhofft habe, ist der Link zum einen oder anderen schwarzen Brett mit Ausschreibungen, das mir bisher entgangen ist. Oder jemand, der sagt „Mit Provisionsangeboten krieg ich gut Feedback.“ Oder einfach nur „Keine Panik, geht uns allen so im Moment.“ Eben so was in der Art. Auf jeden Fall danke für den Motivationsversuch - was du sagst ist im Prinzip alles nicht verkehrt.
Ich wünsch Dir einen schönen Abend. :smile:

Hallo pearlfisher,

ein paar Kunden sind ja auf Deine HP gelistet. Vermutlich hast Du schon mal überlegt, was diejenigen Unternehmen charakterisiert wo Du eher Absagen erhältst? Und die anderen, für die Du schon mal gearbeitet hast?
Wenn Du nicht weisst, warum Dir abgesagt / zugesagt wird, dann lohnt es sich immerhin die Chancen dadurch zu erhöhen, dass Dein Angebot für die so definierte Kundschaft (die Zusager) noch besser macht?
Bei Deinen Kunden sind mir z.B. eine Partei und eine Zeitung aufgefallen. Dabei interessiert mich nicht die „gemeinsame“ politische Richtung sondern im Bezug auf Dich, die Gemeinsamkeiten in geschäftl Dingen: z.B. Budget (niedrig & flexibel?), z.B. Ästhetik (frech, aber inzwischen etabliert).

…nur so als Anstoss…

Stefan

Ich bin seit 20 Jahren als freier Grafiker im Geschäft. Das
lief bis ca. 2001 ganz prächtig, seitdem nur noch mau.

Wenn ich mir Ihre Webseite ansehe, dann sehe ich den technischen und künstlerischen Stand von 2001: Vorgeschaltete Seite, Frames und Flash. Suchmaschinenoptimierung nicht ansatzweise.

Abgesehen davon, dass ich trotz Klick auf „html- Version“ eine Seite mit hohem Flashanteil sehe. Was soll denn das?

Zurück ins Angestelltenverhältnis klappt auch nicht.

Ein überzeugter selbstständiger sind sie also auch nicht.

Das Arbeitsamt hats in einem Jahr nicht geschafft, auch nur ein
Angebot rüberzuschicken.

Schuld ist an allem das Arbeitsamt.

Arbeitslosengeld gibts natürlich auch nicht.

Woher denn, wenn Sie keine Beiträge eingezahlt haben? Monatlich regelmäßig ein paar Hunderter auf die hohe Kante haben Sie scheinbar auch nicht gelegt (sozusagen als private Arbeitslosenabsicherung).

Ganz nebenbei habe ich eine Familie zu ernähren und ein Haus abzuzahlen.

Wen Ihrer Kunden interessiert das?

halte mich mich für unfähig

Ihre Internetseite hat den Stand von 2001: Frames, lang ladende Flash- Spielereien, Poqwerpoint- Spiele, Suchmaschinenoptimierung nicht ansatzweise.
Evtl. haben Sie seit 2001 nichts mehr dazugelernt.

Mein Rat: Nutzen Sie die Zeit, die Sie wegen fehlener Kundenaufträge rumsitzen, nicht zum Rumsitzen auf dem Arbeitslosen- Amt, sondern zur Gestaltung eigener Verkaufsseiten. Basteln Sie ein suchmaschinenoptimiertes Portal über ein Thema, zu dem Sie sich auskennen (Kaninchenzucht, Frauen :wink:, etc.). Und dann vermitteln Sie dort passende Produkte (oder verdienen mit Google Adsense Geld).
Ein Standardwerk zum Thema ist das Buch „Website Boosting 2.0“ von Prof. Fischer.

Hallo,

Was ich mir von diesem Posting erhofft habe, ist der Link zum
einen oder anderen schwarzen Brett mit Ausschreibungen, das
mir bisher entgangen ist.

Na ja, ich nehme an, du kennst http://www.dasauge.de/ und http://www.page-online.de/stellenmarkt/ und die diversen XING-Gruppen zum Kontakte knüpfen wie https://www.xing.com/net/grafikdesign/ ?

Ansonsten: Akquise mit Altkunden ist etwas, was recht gut funktioniert. Sprich: deine alten Kunden in gewissen Abständen (etwa ein halbes Jahr) anrufen, ein bisschen plaudern, erzählen, dass man jetzt auch xyz anbietet oder einfach nur nachfragen, ob sie wieder mal was brauchen. Und sonst: Netzwerke. Netzwerke bringen unglaublich viele Kontakte und auch immer wieder mal Kunden. Das sind Dinge, die häufig Zeit brauchen, also nicht gleich aufgeben. Und vielleicht wirklich ein bisschen „weiterbilden“, um den Agenturchefs zu beweisen, dass auch ein 40jähriger noch in das „junge“ Team passt. Die Webseite könnte nämlich wirklich mal ein bisschen zeitgemässer werden :smile:

Grüße

Hallo,

hast du vieleicht schonmal versucht, bei myhammer.de oder sonstigen portalen aufträge zu ergattern ? myhammer macht z.b in meinem Unternehmen 30 % des Monatlichen Einkommens aus.

Ansonsten, würde ich versuchen die Firmen für die du schon Aufträge gemacht hast, mit neuen Angeboten zu locken, und für dich zu gewinnen.

Hoffe du hast erfolg…

Gruß .

Creative Talk

Hi,

ich kann mich Caspar nur anschließen: die HP ist einfach grottenschlecht, völlig unprofessionell und von der Ästhetik her total veraltet. Das gleiche gilt für die Gestaltung der abgebildeten Werbemittel.

Vielleicht solltest Du erst einmal in Dich gehen und prüfen, ob Du stilistisch noch mithalten kannst mit den „Jungen“. Das ist nämlich auch so ein Problem. Mit 40 bist Du in der Werbung schon ein „alter Mann“ (nimm’s nicht persönlich, es ist einfach Fakt). Noch dazu schrumpfen die Etats der Kunden in diesen wackeligen Zeiten und da stehst Du in Deinem Alter und mit Deinem Design schon ganz hinten an in der Schlange.

Gruß,

Anja
die gern was aufmunterndes geschrieben hätte

Hallo Liamara,

danke, das ist mal was nettes und konstruktives. Um page-online hab ich mich z.B. lang nicht gekümmert. Werd ich tun. Von Xing bin ich weniger begeistert, möchte aber nicht ins Detail gehen. Die Sache mit der Altkundenreaktivierung find ich am erfolgversprechendsten, da bin ich immer wieder mal dran, im Moment mit ner extra Mailingaktion.
Auch wenn die Idee nicht ganz neu sein mag, tuts gut, zu hören, dass auch andere das so machen würden. Danke :smile: Und, naja, die Website :frowning: Kritik angekommen. Wie das kommt, kann ich Dir bei Gelegenheit gern schreiben.

pearlfisher

Hallo Anja,
ich glaub nicht, dass du was aufmunterndes schreiben wolltest. Das geht immer, aber es geht anders. Im Prinzip hast du ja recht - Website scheiße, alter Mann und so. Vielleicht ist es ja rücksichtslos von mir, noch nicht vorn Güterzug gefallen zu sein. Mich würde interessieren, was Du mit 40 machst. Reich heiraten? Oder von den Zinsen der Millionen leben, die Du mit 18 verdient hast?
Mal im ernst: ich poste, weil ich was besser machen will. Also zeig mal deine Homepage und erklär mir was dazu.

Hi,

ich glaub nicht, dass du was aufmunterndes schreiben wolltest.

Schade

Mich würde interessieren, was Du mit 40 machst.

Es gibt hier Visitenkarten, die darüber Auskunft geben. Ich bin 54, z.Zt. noch Hartz-IV-Empfängerin, ab April Erwerbsunfähigkeitsrentnerin. Habe jahrelang in gut dotierten Brotjobs mit Werbeagenturen als Auftraggeberin (mit hohen Etats) zusammengearbeitet. Ich weiß also, wovon ich spreche…

Reich heiraten?

Mit den Beziehungen ist es im Alter wie mit dem Arbeitsmarkt - die Luft wird immer dünner.

Oder von den Zinsen der Millionen leben, die Du mit
18 verdient hast?

Schön wäre es ja.

Mal im ernst: ich poste, weil ich was besser machen will.

Das glaube ich Dir … aber die Realität ist eben sehr ernüchternd.

Also zeig mal deine Homepage und erklär mir was dazu.

Auch die findest Du auf meiner Visitenkarte.

Gruß,

Anja

Knackpunkte und so
Hallo Ralf,

ich sag’s gleich: oberflächlich betrachtet wird meine Antwort Deine Frage nicht beantworten. Ich glaube aber, dass es da ein anderes Problem gibt, das eventuell auch mit 100.000 Hochglanz-Flyern nicht zu lösen ist. Nun kenne ich Dich nicht persönlich, sondern lediglich aus Deiner Frage hier im Brett sowie Deinen Reaktionen auf die Antworten.

Als Beispiel für diesen Eindruck, den ich da gewonnen habe, möchte ich die Sache mit der Website erwähnen: Du hast das Feedback bekommen, dass Deine Website vielleicht nimmer dem Trend der Zeit entspricht, und Deine Reaktion ist zunächst ein „Kritik angekommen“ (was ich wirklich sehr lobenswert finde - nicht jeder reagiert so souverän), aber dann kommt’s:

Wie das kommt, kann
ich Dir bei Gelegenheit gern schreiben.

Glaubst Du wirklich, dass das
a) jemanden interessiert und
b) Dir weiterhilft, eine bessere, aktuellere, was-auch-immere Webseite zu bekommen?

Analoges sehe ich bei der Sache mit dem Arbeitsamt, da schreibst Du ja:

Das Arbeitsamt hats in einem Jahr nicht geschafft, auch nur ein Angebot rüberzuschicken.

Auch hier - was hattest Du denn erwartet? Wie sollen die denn nen Job für Dich aus dem Hut zaubern, wenn Du in Eigeninitiative - und durch die Selbstständigkeit sicher mit reichlich Kontakten gesegnet - nix findest?

Genauso ist die Sache mit „Weib, Kind, Haus und Hund finanzieren“. Sorry, das interessiert weder einen potentiellen Chef noch einen Kunden und ausserdem ist das ein Schicksal, dass Du mit ziemlich vielen Leuten teilst.

Oder anders gesagt: hör jetzt auf zu jammern erklären und pack Dein Schicksal an! Überarbeite Deine Website, eventuell hol Dir Rat von jemandem, der sich mit sowas auskennt. Analoges machst Du mit Deinen Bewerbungsunterlagen. Und auch mit Deinen Flyern und sonstigen Arbeitserzeugnissen.

Vielleicht ist ja in den letzten paar Jahren wirklich die eine oder andere Änderung an Dir vorbei gegangen, so dass Du nun nicht nur „alt“ sondern „altbacken“ wirkst? Und nochmal: das soll kein Vorwurf sein, sondern lediglich eine Anregung, die ich loswerden wollte :wink:

*wink* und viel Erfolg

Petzi

Mich würde interessieren, was Du mit 40 machst

Mich hast Du zwar das nicht gefragt, aber ich antworte ungefragt, weil Du auf mein Posting nicht reagiert hast:

Ich bin 42J., und mache das, was ich Dir in meinem Posting empfohlen habe: Ich bastle ausschließlich meine eigenen Seiten.

Lese bitte mein letztes Posting, besonders das Ende, mal durch.
Und ab dem Zeitpunkt machst Du in auftragslosen Phasen nach dem Durcharbeiten des erwähnten Buches nichts anderes mehr, als eigene Internetprojekte aufzubauen.

Wenn Du Dich für ein Thema interessierst, und vielleicht sogar schon Texte und eigene Fotos rumliegen hast, dann veröffentlichst Du alles auf Deiner neuen Homepage, fügst Adsense ein, und machst Suchmaschinenoptimierung. Und verdienst Geld.

Ich weiß auch, wovon ich rede: Vor 10 Jahren habe ich mit Webdesign, später mit PHP- Programmierung angefangen und betreibe jetzt eigene Projekte im Internet.
Gerade letzte Woche habe ich einen Auftrag für Webdesign + Online Shop abgelehnt, weil wir genug für unsere eigenen Seiten zu tun haben.

Das gute an unserer Altersgruppe ist die Lebenserfahrung und das breite Wissen. damit sollte es auch Dir möglich sein, etwas geringfügig Neues anzufangen.,

Hallo Caspar,

hab heute morgen nur zwei (kurze) Antworten geschafft, dann musste ich zum Auswärtsmeeting mit nem neuen Kunden. Jetzt hab ich Zeit, mich deinen Beiträgen zu widmen.

****TEIL 1*******

C: Wenn ich mir Ihre Webseite ansehe, dann sehe ich den technischen und künstlerischen Stand von 2001: Vorgeschaltete Seite, Frames und Flash. Suchmaschinenoptimierung nicht ansatzweise.
P: Die Vorschaltseite war nur als Übergangslösung gedacht, bis ich die Flashseite soweit angepasst hab, dass sie allein stehen bleiben kann. Suchmaschinenoptimierung ist nicht dso das Thema schnurz. Für die Begriffe, um die es mir geht, stehe ich bei Adwords meistens oben. Und die paar Cent zahle ich gerne.

C: Abgesehen davon, dass ich trotz Klick auf „html- Version“ eine Seite mit hohem Flashanteil sehe. Was soll denn das?
Da sind wir uns einig, der Flash-Teil muss dort weg. Wie gesagt, die HTML-Seite wird komplett eingedampft.

P:Zurück ins Angestelltenverhältnis klappt auch nicht.
C:Ein überzeugter selbstständiger sind sie also auch nicht.
P: Habe ich auch nie behauptet.

P: Das Arbeitsamt hats in einem Jahr nicht geschafft, auch nur ein
Angebot rüberzuschicken.
C:Schuld ist an allem das Arbeitsamt.
P: Bleiben Sie sachlich. Das habe ich ebenfalls nie behauptet. Lediglich das Thema aufgezählt, damit nicht der Vorschlag kommt: „Geh doch mal zum Arbeitsamt.“

P: Arbeitslosengeld gibts natürlich auch nicht.
C: Woher denn, wenn Sie keine Beiträge eingezahlt haben?
P: Man beachte das „natürlich“. Ist mir sonnenklar, dass man dazu in die Arbeitslosenversicherung einzahlen muss. Ich habe so neutral wie möglich meine Situation dargestellt. Aber wenn Sie mich gern missverstehen wollen…

C: Monatlich regelmäßig ein paar Hunderter auf die hohe Kante haben Sie scheinbar auch nicht gelegt (sozusagen als private Arbeitslosenabsicherung).
P: Ganz im Gegenteil. Aber meine Finanzplanung werde ich hier nicht im einzelnen aufführen.

P: Ganz nebenbei habe ich eine Familie zu ernähren und ein Haus abzuzahlen.
C: Wen Ihrer Kunden interessiert das?
P: Keinen. Das geht ja auch keinen Kunden was an.

C: Ihre Internetseite hat den Stand von 2001: Frames, lang ladende Flash- Spielereien, Poqwerpoint- Spiele, Suchmaschinenoptimierung nicht ansatzweise. Evtl. haben Sie seit 2001 nichts mehr dazugelernt.
P: Ich habe verstanden. Siehe oben. Und Sie wiederholen sich.

C: Mein Rat: Nutzen Sie die Zeit, die Sie wegen fehlener Kundenaufträge rumsitzen, nicht zum Rumsitzen auf dem Arbeitslosen- Amt, sondern zur Gestaltung eigener Verkaufsseiten. Basteln Sie ein suchmaschinenoptimiertes Portal über ein Thema, zu dem Sie sich auskennen (Kaninchenzucht, Frauen :wink:, etc.). Und dann vermitteln Sie dort passende Produkte (oder verdienen mit Google Adsense Geld).
Ein Standardwerk zum Thema ist das Buch „Website Boosting 2.0“ von Prof. Fischer.

P: Na endlich – konkrete Vorschläge. Ich danke dafür. Das Thema Portale haben wir zwar unter Freunden mehrfach diskutiert. Sind davon wieder abgekommen: Viel Zeitaufwand und keine Garantie, dass es sich zumindest trägt. Aber das Buch interessiert mich wirklich. Und mit Adsense habe ich mich bisher nicht befasst. Das werde ich nachholen.

******* TEIL 2*******

P:Mich würde interessieren, was Du mit 40 machst

C:Mich hast Du zwar das nicht gefragt, aber ich antworte
ungefragt, weil Du auf mein Posting nicht reagiert hast:
Ich bin 42J., und mache das, was ich Dir in meinem Posting
empfohlen habe: Ich bastle ausschließlich meine eigenen Seiten.
Lese bitte mein letztes Posting, besonders das Ende, mal durch.
Und ab dem Zeitpunkt machst Du in auftragslosen Phasen nach dem
Durcharbeiten des erwähnten Buches nichts anderes mehr, als
eigene Internetprojekte aufzubauen.
Wenn Du Dich für ein Thema interessierst, und vielleicht sogar
schon Texte und eigene Fotos rumliegen hast, dann
veröffentlichst Du alles auf Deiner neuen Homepage, fügst
Adsense ein, und machst Suchmaschinenoptimierung. Und verdienst
Geld.
Ich weiß auch, wovon ich rede: Vor 10 Jahren habe ich mit
Webdesign, später mit PHP- Programmierung angefangen und
betreibe jetzt eigene Projekte im Internet.
Gerade letzte Woche habe ich einen Auftrag für Webdesign +
Online Shop abgelehnt, weil wir genug für unsere eigenen Seiten
zu tun haben.
Das gute an unserer Altersgruppe ist die Lebenserfahrung und das
breite Wissen. damit sollte es auch Dir möglich sein, etwas
geringfügig Neues anzufangen.

P: Damit wir uns wieder vertragen, ein paar klärende Worte. Ich bin kein fauler Sack und habe all diese Häme weiß Gott nicht verdient. Mit Büchern zum Thema Flash, Javascript, Java, Pearl, XML, PHP, MySQL, Joomla hab ich mich diverse Sommer gequält. Und mittendrin immer wieder festgestellt, dass das nicht meine Welt ist.
Auch die Hetze nach dem neusten Trend. „Frames sind out, ab jetzt nur noch Tabellen. Tabellen sind out, ab jetzt nur noch CSS. CSS sind out, ab jetzt nur noch…“ (nach Belieben fortsetzen)
Deshalb suche ich auch seit längerem nach einem Programmierer, der das für mich übernehmen kann und mir gleichzeitig die wichtigsten Neuentwicklungen von Mensch zu Mensch verklickert. Und der sollte in der Nähe wohnen. Das wird irgendwann klappen.
Auch in meiner Freizeit sitze ich nicht faul rum, sondern hab neben meiner Familie etliche Projekte laufen. Nur satt machen die alle nicht. Wir werden sie jetzt nicht im einzelnen durchdiskutieren. Und da jede meiner Äußerungen als Gejammer oder Agression interpretiert wird (bin erschüttert, wer da was alles hineinliest), sollten wir die Diskussion an dieser Stelle beenden.

hallo creative talk,

vielen dank für den tipp mit myhammer.de! werd ich mir gleich mal anschauen.

pearlfisher

hallo stefan,

vielen dank für deine sachliche und konstruktive antwort. da steckt viel drin, würde gern heute noch mehr dazu sagen. muss leider gleich weg.

schönen abend!
ralf (pearlfisher)

wenn „grottenschlecht“ auf dich motivierend wirkt, gebe ich das kompliment gern zurück. vieles im leben, auch deine hp, ist geschmackssache. weisser hintergrund und photoshop-aquarelleffekt nr. 357, sowas finde wiederum ich peinlich. und dann die riesenetats, schirn, hartzIV, „54-55“ und berufsunfähigkeitsrente. aha.
man könnte darüber diskutieren, was das aus einem macht.
aber bitte nicht mit mir.

Hallo Petzi

du gehörst zu den leuten, die noch einen netten einstieg hinbekommen. das sei hiermit ausdrücklich gelobt.

weisst du, was ich festgestellt habe? 1. es hängt mehr davon ab, wie man sich einen text vorliest, als was wirklich drinsteht. und 2. ganz entspannt gibt man sachen von sich, die sehr von oben herab und beim zweiten lesen nur noch verletzend wirken (betrifft nur andere artikelschreiber z.B anja oder caspar und betrifft sowohl sie wie auch meine reaktion)

Also vorsichtshalber bitte ganz entspannt lesen: An den Reaktionen wird mir klar, dass ich mich missverständlich ausgedrückt haben muss. Die privaten Details um meine Situation sind nur als Hintergrundinfo für den Artikel gedacht und selbstverständlich niemals für Kunden. Ich zwing euch nicht, das zu lesen. Und hab auch keine Erwartungen ans Arbeitsamt o.ä. Sicher muss ich meinen „Arsch alleine hochkriegen“. Das tu ich seit 20 jahren - und möchte mich soo gern mal wieder hinsetzen :wink: Wer würde das nicht? Und ja, es geht allen so.

Ich gönn euch allen die Energie und Zuversicht, die mir im Moment fehlt. Und damit gut.

Ralf

btw nette Visitenkarte. nichts verraten, aber alles wichtige kommt rüber.

Hi,

man könnte darüber diskutieren, was das aus einem macht.
aber bitte nicht mit mir.

Tut mir leid, wenn ich meine Zeit für Dich verschwendet habe. Kann nur eines sagen: Hochmut kommt vor dem Fall.

Letzter Gruß,

Anja

C: Mein Rat: Nutzen Sie die Zeit, die Sie wegen fehlener
Kundenaufträge rumsitzen, nicht zum Rumsitzen auf dem
Arbeitslosen- Amt, sondern zur Gestaltung eigener
Verkaufsseiten.

Das Thema Portale haben wir zwar unter Freunden mehrfach
diskutiert. Sind davon wieder abgekommen: Viel Zeitaufwand und
keine Garantie, dass es sich zumindest trägt.

O.K., sie drehen lieber weiter Däumchen und diskutieren mehrfach, statt in auftragslosen Zeiten einfach mal mit geringfügig Neuem loszulegen. Abgesehen davon kostet das Webhosting für ein mäßig besuchtes Portal pro Monat vielleicht 3€. Diese Kosten kommen mit Adsense oder Werbung schnell wieder rein. Falls nicht, haben Sie es zumindest versucht.

Auch in meiner Freizeit sitze ich nicht faul rum, sondern hab
neben meiner Familie etliche Projekte laufen. Nur satt machen
die alle nicht.

Zum zweiten mal: Wen Ihrer Auftraggeber interessiert Ihre Freizeitbeschäftigung?

Ich schließe mich der Meinung von Anja an: Ich gebe es auf, Ihnen weitere Ratschläge zu geben.