ich bin freiberuflich tätig und mein Geschäftskonto ist mir zu teuer. Ich überlege jetzt bei einer anderen Bank ein billigeres Privat-Girokonto zu gründen. Im Kontoeröffnungsantrag steht allerdings, daß das Konto nicht zu geschäftlichen Zwecken verwendet werden darf. Ist der Hinweis ernst zu nehmen?
Im
Kontoeröffnungsantrag steht allerdings, daß das Konto nicht zu
geschäftlichen Zwecken verwendet werden darf. Ist der Hinweis
ernst zu nehmen?
Das weiss ich nicht, allerdings habe ich bei einigen freiberuflich abgewickelten Aufträgen ebenfalls mein Privatkonto genutzt…
Es gibt aber einige Banken, die bieten ein kostenfreies Geschäftskonto an, zwar mit eingeschränkten Funktionen (keine Kreditkarte zB). Genau weiss ich es von der SEB & von der Dresdner Bank, frag da doch mal nach.
den Modellen für Privatkonten liegen Annahmen bzgl. Anzahl der Kontobewegungen etc. zugrunde. Wenn Du ein Privatkonto geschäftlich nutzt und der Umfang der geschäftlichen Nutzung diesen Annahmen in erheblichem Maße entgegenläuft, macht die Bank an dem Konto schlichtweg Verlust.
Die Reaktion kann nur eine sein: Du wirst angeschrieben und Dir wird die Alternative geboten, das Kontomodell zu wechseln oder gleich die ganze Bank.
Gruß
Christian
P.S.
Läßt Du Dich eigentlich auch vom kleinen Einzelhändler stundenlang beraten und kaufst dann preisgünstig bei Saturn oder Mediamarkt?
ich bin freiberuflich tätig und mein Geschäftskonto ist mir zu
teuer. Ich überlege jetzt bei einer anderen Bank ein
billigeres Privat-Girokonto zu gründen. Im
Kontoeröffnungsantrag steht allerdings, daß das Konto nicht zu
geschäftlichen Zwecken verwendet werden darf. Ist der Hinweis
ernst zu nehmen?
Ich habe zwar nicht extra nachgelesen, aber die meisten kostenfreien Geldmarktkonten sollten sich wenigestes für den Geldeingang verwenden lassen (mir wurde von meiner „Geschäfts-Bank“ jedenfalls eines angeboten). Das hat außerdem den Vorteil, daß dir niemand mal eben etwas abbuchen kann, und du dem Geld hinterherlaufen musst, da normalerweise nur auf ein Refferenzkonto ausbezahlt wird.
vielen Dank für Deine Antwort. Klar müssen Banken für die Dienstleistung, die sie anbieten, einen Preis verlangen. Deine Antwort hat mit meinem Unbehagen an dem Geschäftskonto zu tun. Das Modell „Geschäftskonto“ ist für meine Bedürfnisse (2-3 Rechnungen, 4 sonstige Buchungen per Monat) einfach ein paar Nummern zu groß (und zu teuer).
Zu Deinem P.S.: Witzigerweise war die „Beratung“ in einer Filialbank für mich der Grund zu einer Online-Bank zu wechseln. Das Cross-Selling war mir einfach zu aufdringlich! Und zu Saturn und Mediamarkt: Nein, ich lasse mich nicht vom kleinen Einzelhändler stundenlang beraten und gehe dann woanders hin.
Aber Du hast natürlich recht. Wenn ich mich darüber beschwere, daß es keine Tante-Emma-Läden mehr gibt, sollte ich mir mal mein eigenes Konsumverhalten anschauen.
Gruß
Albert
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Das Modell „Geschäftskonto“ ist für meine Bedürfnisse (2-3
Rechnungen, 4 sonstige Buchungen per Monat) einfach ein paar
Nummern zu groß (und zu teuer).
ich denke nicht, daß es Deiner Bank auffallen wird, wenn Du hier ein Privatkontenmodell wählst. Wenn es dann doch auffällt, „drohen“ die bekannten Konsequenzen. Ließen sich denn die Geschäfte nicht auch unter Deinem Namen abwickeln?
Zu Deinem P.S.: Witzigerweise war die „Beratung“ in einer
Filialbank für mich der Grund zu einer Online-Bank zu
wechseln. Das Cross-Selling war mir einfach zu aufdringlich!
Man kann es auch übertreiben und vor allem sollte man mitdenken. Einem Kunden, der schon seit Jahren dauerhaft Kredit benötigt, sollte man nur dann auf Anlageprodukte ansprechen, wenn man die Gelegenheit für einen Scherz passend hält.
Aber Du hast natürlich recht. Wenn ich mich darüber beschwere,
daß es keine Tante-Emma-Läden mehr gibt, sollte ich mir mal
mein eigenes Konsumverhalten anschauen.
Postbank
Mir ist es vor ein paar Wochen bei der Postbank passiert. Mir wurde „angeboten“ das Konto in ein Geschäftskonto umzuwandeln - die Kontobewegungen ließen auf geschäftliche Nutzung schließen.
Auf meine Nachfrage hin wird das Geschäftskonto jetzt 3 Monate kostenfrei geführt, danach kostet es so etwa 5,00 Euro im Monat - kostenfrei bei Zahlungseingängen ab 10.000 Euro.
Es ist übrigens anscheinend nur aufgefallen weil ich eine Kreditkarte beantragt habe - da hat dann jemand mal in die Kontoauszüge geguckt.