Ich bin Freiberufler und habe bisher meine Geldangelegenheiten ganz
simpel über ein privates Girokonto abgewickelt.
Gestern hat mir ein Bekannter erzählt, dass dieses nicht rechtens sei
und ich eigentlich ein (deutlich teureres) Geschäftskonto dafür
benutzen müsste.
Da tauchen nun bei mir entsprechende Fragen auf.
a) Hat er recht?
wenn ja:
b) Wirklich auch für Freiberufler oder nur für Gewerbetreibende?
c) Was würde passieren, wenn ich’s einfach so weiter laufen lasse wie
bisher?
d) Gibt’s Übersichten, wo ich die Eckdaten von Angeboten für
Geschäftsgirokonten vernünftig vergleichen könnte?
wer sollte das vorschreiben? Die Bank wird sich schon melden, wenn ihr die Kontobewegungen für ein Privatkonto zu viel werden. Allen anderen Beteiligten interessieren sich nur für die Kontonummer; was Du für das Konto bezahlst, ist ihnen herzlich schnuppe.
freiberufler kann sich jeder nennen …
die frage steht offen ob die ein und ausgänge dagegen stehen. ist übersichlicher für kredite und steuer, kann ab gewisse größenordnungen günstigere konditionen haben als ein privates
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Ich bin Freiberufler und habe bisher meine Geldangelegenheiten
ganz
simpel über ein privates Girokonto abgewickelt.
Gestern hat mir ein Bekannter erzählt, dass dieses nicht
rechtens sei
Obwohl ich bei dem Wort immer Ausschlag bekomme, will ich mal kurz die Zusammenhänge erklären: Die Banken bieten verschiedene Kontomodelle an, d.h. für Jugendliche, erwachsene Privatmenschen, Geschäftskunden etc. Für diese Modelle fallen unterschiedliche Gebühren an, weil die Bank sie verschieden kalkuliert. So geht man bei dem Konto für Jugendliche davon aus, daß diese nur wenige Umsätze haben, dafür aber möglicherweise später „vollwertiger“ Kunde werden, weswegen diese Konten meist besonders günstig oder gar kostenlos sind.
Bei der Kalkulation der Kontogebühren für Privatkunden geht man ebenfalls von einer gewissen Zahl von Kontobewegungen aus. Solange Du als Gewerbetreibender oder Freiberufler innerhalb der kalkulierten Anzahl von Umsätzen bleibst und der Bank vielleicht durch größere Guthaben oder ein Depot usw. zusätzliche Freude bereitest, wird niemand was dagegen haben, daß Du Dein Konto als Privatkonto führst. Laufen da aber inzwischen täglich hunderte von Maestro-Kartenbuchungen drüber oder zwanzig Scheckabbuchungen, wirst Du über kurz oder lang den Hinweis bekommen, dies abzustellen, ein Geschäftskonto zu eröffnen oder Dir eine andere Bank zu suchen.
Der Hinweis, private und geschäftliche Umsätze zu trennen, ist übrigens absolut richtig. Eine Vermischung beider Sphären kann eigentlich nur zu Ärger oder Arbeit führen.
Danke für eure Antworten, das bringt mir ausreichend Klarheit.
@Liebelt
Ich bin als Freiberufler nach EStG §18 beim Finanzamt registriert… ist mir am Ende aber auch Wurst, die Vorteile werden sowieso bald restlos verflogen sein.
@exc
Privates und geschäftliches Konto sind bei mir natürlich getrennt (schon allein wegen meiner Frau ) sind aber halt nur 2 normale Girokonten.