Mal angenommen (es ist weder mir noch einem Bekannten & Verwandten passiert) es kauft sich jemand ein Zubehör-Teil für den PC.
Der Verkäufer schreibt in die Beschreibung den Zusatz „bulk“ mit dazu.
Mit keinem Wort wird erwähnt, dass es sich um eher billige Massenware (also bulk) handelt, bei der kein Treiber, keine Verpackung, kein Zubehör mitgeliefert wird.
Ist diese Praxis (nur bulk, aber keine Auflistung der tatsächlich gelieferten Produkte) rechtmäßig?
Kann man verlangen, dass ein Verbraucher das Wort bulk kennt bzw. deuten kann?
Der Verkäufer schreibt in die Beschreibung den Zusatz „bulk“
mit dazu.
Mit keinem Wort wird erwähnt, dass es sich um eher billige
Massenware (also bulk) handelt,
Hat der VK jetzt bulk in die Beschreibung geschrieben oder nicht?
Irgendwie widersprichst Du Dir hier nämlich.
Kann man verlangen, dass ein Verbraucher das Wort bulk kennt
bzw. deuten kann?
Wieso sollte ein Verkäufer einen Begriff übersetzen, der in einem Geschäftsbereich üblich ist und von den dortigen Teilnehmern daher gekannt werde sollte?
Also sagen wir, er hat nur bulk geschrieben, mehr nicht.
Man kann doch nicht erwarten, dass jeder Laie etwas mit dem Wort bulk anfangen kann. Da wurden seitenweise Infos über das Gerät geschrieben, aber kein exakter Lieferumfang bzw. kein Wort zum eingeschränkten Lieferumfang…
Also sagen wir, er hat nur bulk geschrieben, mehr nicht.
Damit hat er doch eindeutig geschrieben, worum es geht und wenn ich Dein UP in Betracht ziehen, dann war der Hinweis nicht versteckt, sondern klar ersichtlich.
Man kann doch nicht erwarten, dass jeder Laie etwas mit dem
Wort bulk anfangen kann.
Also wenn ich in der Beschreibung eines Artikels, den ich kaufen will ein Wort entdecke, daß ich nicht verstehe, dann frage ich nach was das heißt. Denn ich erwarte nicht, daß ein Verkäufer branchenübliche Fachtermini von vorneherein übersetzt.
Ich glaube nicht, daß man von einem Verkäufer verlangen kann vorauszuahnen, welches Wort ein potentieller Käufer vielleicht nicht verstehen könnte.
Mit keinem Wort wird erwähnt, dass es sich um eher billige
Massenware (also bulk) handelt, bei der kein Treiber, keine
Verpackung, kein Zubehör mitgeliefert wird.
Das ist ja die Bedeuting des Begriffes „bulk“.
Ist diese Praxis (nur bulk, aber keine Auflistung der
tatsächlich gelieferten Produkte) rechtmäßig?
Warum nicht ? Man könnte auch nachfragen.
Kann man verlangen, dass ein Verbraucher das Wort bulk kennt
bzw. deuten kann?
Man kann verlangen, das man nur das kauft, von dem man weiß was es ist.
Der Verkäufer schreibt in die Beschreibung den Zusatz „bulk“
mit dazu.
Naja, die Verwendung ist schon manchmal etwas… fragwürdig. Unerfahrene Käufer könnten sich tatsächlich davon getäuscht fühlen, zumal bulk goods i.d.R. auch keine Herstellergarantien haben, da sie eigentlich nicht für den Endverbraucher gedacht sind. Ob das immer auch entsprechend gekennzeichnet ist, wage ich mal zu bezweifeln, maximal aber wohl ein Verstoß gegen Wettbewerbsregeln.
Auf der anderen Seite sehe ich aber auch den Käufer in der Pflicht, sich vor einem Kauf zu informieren, und sei es nur per Wikipedia.
Naja, laut ca. 20 negativen bzw. neutralen Bewertungen war ich anscheinend nicht der Einzige, der dieses „branchenübliche“ Wort nicht kannte.
Da ich heute mal zufällig im M*dia Markt war, hab ich den Verkäufer gleich mal gefragt: „Bieten sie Sachen in der PC-Abteilung auch als Bulk-Version an?“ Der konnte mir nicht sagen, ob es bulk Ware gibt bzw. hat mich ganz schnell gefragt: Was ist denn bulk?
So branchenüblich scheint das Wort dann wohl doch nicht zu sein…
Nö. OEM-Ware unterscheidet sich meist nur darin, daß OEM-Ware nicht selten für einen spezifischen Abnehmer gleich noch gelabelt ist. Bulk-Ware ist aber auch meist nichts anderes, kommt jedoch auf den Einzelfall an. Meine Erfahrung ist aber, daß viele Komponenten der Bulk-Ware-Abteilung keine Herstellergarantien hat; die kommt meist nur mit der „Retail-Version“.
So branchenüblich scheint das Wort dann wohl doch nicht zu
sein…
*hust*
Naja, einen Verkäufer des Blödmarktes als Referenz zu nehmen, ist auch etwas gewagt
Ich denke mal, daß praktisch jeder aus der technischen IT-Ecke den Begriff kennt. Ob auch jeder Kunde dann damit was anfangen können muss, ist natürlich diskutabel.
Naja, laut ca. 20 negativen bzw. neutralen Bewertungen war ich
anscheinend nicht der Einzige, der dieses „branchenübliche“
Wort nicht kannte.
Käufer bei ebay und M-Markt-Mitarbeiter sind wohl kein Beweis oder Nichtbeweis für die Bekanntheit eines branchenüblichen Wortes.
Da ich heute mal zufällig im M*dia Markt war, hab ich den Verkäufer gleich mal gefragt: „Bieten sie Sachen in der PC-Abteilung auch als Bulk-Version an?“ Der konnte mir nicht sagen, ob es bulk Ware gibt bzw. hat mich ganz schnell gefragt: Was ist denn bulk?
Das beweist jetzt nur, was eigentlich allgemein bekannt ist. Und zwar, daß in diesen M-Märkten nicht gerade Fachkräfte arbeiten.
Bei meinem letzten Besuch hat mir der M-Marktmitarbeiter, der in der „Druckerabteilung“ arbeitete, die Unterschiede zwischen diversen Farblaserdrucker erklärt, indem er mir die Schilder vorgelesen hat. Schon die einfache Frage wie denn die Toner aufgebaut sind - also wieviele jeweils im Gerät sind - und wieviel Blatt man durchschnittlich drucken kann, hat ihn so aus dem Konzept gebracht, daß er nicht mal mehr auf die Idee kam in der EDV nachzusehen.
Ich bin weder in der Computerbranche tätig, noch arbeite ich im M-Markt, ich kann mich noch nicht mal als übermäßig interessiert an der Computertechnik bezeichnen - für mich muß das Teil funktionieren, das wie interessiert mich nicht - aber über Begriffe wie bulk, OEM, bundle usw. bin selbst ich schon gestolpert.