Hat jemand Erfahrung mit der Ablehnung einer Dienstreise in ein „Krisengebiet“?
In diesem Fall geht es um eine mehrwöchige Geschäftsreise nach Südafrika (Sasolburg).
Begründung der Ablehnung durch den Arbeitnehmer: Kriminalität, gesundheitliche Risiken (insbesondere Tuberkulose, lt. WHO 340,000 neue TB Fälle in 2004).
Der Arbeitgeber geht weiter davon aus, dass der Arbeitnehmer die Reise antreten wird, obwohl der Arbeitnehmer bereits verbal abgelehnt hat.
Falls die Situation eskaliert und es zu arbeitsrechtlichen Schritten von Seiten des Arbeitgebers kommt; wie schätzt Ihr die rechtliche Lage in diesem Fall ein? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Falls die Situation eskaliert und es zu arbeitsrechtlichen
Schritten von Seiten des Arbeitgebers kommt; wie schätzt Ihr
die rechtliche Lage in diesem Fall ein? Hat jemand ähnliche
Erfahrungen gemacht?
Zunächst stellt sich die Frage, was dazu im Arbeitsvertrag steht.
Zudem stellt sich auch noch die Frage nach dem Job.
Für einem Monteur im Aussendienst sind auch Einsätze im Ausland nicht ganz unerwartet, bei einem Job als Putzfrau wäre das eher seltsam und unerwartet.
Hat jemand Erfahrung mit der Ablehnung einer Dienstreise in
ein „Krisengebiet“?
Südafrika ist vom Auswärtigen Amt sicherlich nicht als Krisengebiet eingestuft.
Falls die Situation eskaliert und es zu arbeitsrechtlichen
Schritten von Seiten des Arbeitgebers kommt; wie schätzt Ihr
die rechtliche Lage in diesem Fall ein?
Es könnte als Arbeitsverweigerung angesehen werden, mit allen Konsequenzen. Sicherlich ist der Hinweis meines Vorschreibers berechtigt, es hängt natürlich auch von der Berufstätigkeit ab, ob Auslandsreisen erwartet werden können oder nicht. In diesem Falle könnte es für den Arbeitnehmer ernst werden.
Solange ich Angestellter war, mußte ich auch sehr häufig ins Ausland reisen. Da bei uns nicht jeder Job mit drei Personen besetzt war, hätte niemand anderes meine Tätigkeiten im Ausland wahrnehmen können. Wenn ich mich geweigert hätte zu reisen, hätte mein Firma ein problem gehabt und ich vermutlich hinterher auch.
es gibt keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Südafrika, es ist auch nicht als Krisengebiet eingestuft. Insofern wirst du schlechte Karten haben bzw. mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen.
hast du dich mal über das Ziel deiner Geschäftsreihe etwas näher informiert. Ich wüsste nicht, dass es sich dabei um ein Krisengebiet oder ähnliches handelt.
Begründung der Ablehnung durch den Arbeitnehmer: Kriminalität,
gesundheitliche Risiken (insbesondere Tuberkulose, lt. WHO
340,000 neue TB Fälle in 2004).
Hallo, gegen TBC kann man sich Impfen lassen (sollte man eh, wenn man viel Kundenkontakt hat, denn auch in Deutschland ist die wieder auf dem Vormarsch)
Ggeen Kriminalität helfen bekannte Schutzmassnahmen, das meiden von einzelnen Gebieten vor Ort, das nicht allzuöffentliche rumprassen mit Geld etc. und notfalls, wenn man wirklich in die Slums muss auch ein Bodyguard oder ne gepanzerte Limu.
Wo ist also dein Problem, Südafrike güldet bei einigen sogar als Urlaubsparadies…
es kommt immer drauf an, wo man sich da genau hinbegiebt, in Hotels ist Sicherheitspersonal üblich und es gibt allzu deutliche Abgrenzungen von Arm und Reich, so dass du, wenn du immer schön in den reich-Bereichen rumläufst eigentlich keinen kontakt mit Armut (und den damit zusammenhängenden Gefahren, fragt sich nur für wen) befürchten musst. Ist allerdings schon ein bisschen anders als Dubai…Vielleicht eher mit einem Mix aus LA/Chicago/NewYork zu vergleichen, zumindest wenns um Kapstadt geht.
Falls die Situation eskaliert und es zu arbeitsrechtlichen
Schritten von Seiten des Arbeitgebers kommt; wie schätzt Ihr
die rechtliche Lage in diesem Fall ein?
Die kann man nicht einschätzen. Das kann von Verständnis des Arbeitgebers über eine Abmahnung bis hin zur Kündigung wegen Arbeitsverweigerung gehen.
ich war vor einiger Zeit ebenfalls in Südafrika. In meinen Augen ist das sehr zu empfehlen. Ein Wunderschönes Land. Das war echt ein riesen Erlebnis. Die Situation in Südafrika ist auch wesentlich besser geworden. Sicher darf man nicht in die Slums und in den Großstadten muss man aufpassen. Aber ansonsten kann man sich da schon frei bewegen.
Wir hatten darmals Einheimische, die uns dort betreut hatten. Damit ist man immer auf der sicheren Seite.
Südafrika ist kein Krisengebiet, Sasolburg ist eine Kleinstadt im Umkreis von Johannesburg. Trotzdem dürfte es auf die Festlegungen im Arbeitsvertrag ankommen, ob man den AN zwingen kann, für einige Wochen dorthin zu fahren.
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