für meine Magisterarbeit „Kindheit im Nationalsozialismus“ interviewe ich am Freitag 2 Zeitzeugen. Dabei handelt es sich um zwei Diakonissen jahrgang 1927 und 1931. Es war sehr schwer für dieses doch tabuisierte Thema Senioren zu finden, die bereit waren mir ein Interview zu geben. Erst in einem Seniorenheim für Diakonissen hatte ich Glück. (Das jetzt nur mal so als Vorgeschichte).
So, nun ist am kommenden Freitag (24. Juli) Interviewtermin und ich frage mich, was ich den beiden Diakonissen als kleines Geschenk mitbringen könnte. Ich glaube mal nicht, dass sich eine Flasche Wein als Mitbringsel für Ordensleute schickt und ein Fresskorb wäre wohl eher zu pompös, und ne Bibel haben sie ja schon. Was bringt man einer Diakonisse als Geschenk mit? Hat jemand eine Idee? Es sollte ja auch wirklich nur eine kleine Aufmerksamkeit sein, als Dankeschön für die Bereitschaft mir ein Interview zu geben.
Also, ernstgemeinte Vorschläge sind sehr willkommen.
wie wär’s mit einem kleinen, selbstgebackenen Kuchen? Den könntet Ihr während des Interviews gemeinsam essen, und das würde bestimmt zu einer entspannten Atmosphäre beitragen.
auf die Idee mit dem Kuchen wäre ich selbst echt nicht gekommen. Da sieht man mal wie fixiert man auf gekauftes Zeugs ist.
Ich habe mich jetzt entschieden, ich werde einen leckeren Kuchen backen und ein wirklich kleines Blumensträußchen gibts für jede Diakonisse noch dazu.
LG Tanja
P.S. Ne Zusatzfrage hätte ich noch: Weiß zufällig jemand, wie man eine Diakonisse richtig anspricht? Sagt man da wie bei Nonnen „Schwester“ + Vorname, oder verwendet man bei Diakonissen die normale Anrede Frau + Nachname?
mit Kuchen, Blümchen und Schwester x liegst du schon richtig, alternativ zum Kuchen kannst du auch über Kekse / Plätzchen (selbst gebacken ist auch hier persönlicher) nachdenken, die hätten den Vorteil, dass man (bzw. die Schwestern) länger was von hat.
Dann noch eine Anmerkung: Nonnen sind in den allermeisten Fällen sehr umgängliche, meist nette Zeitgenossen. Irgendwelche Berührungsängste brauchst du nicht zu haben. Eigentlich sogar ehe im Gegenteil: gerade der „Erstkontakt“ läuft oft sogar … weniger distanziert ab, als man das sonst haben könnte. Zumindest sind das meine Erfahrungen mit gleich diversen Orden und doch reichlich Schwestern.