Geschichte der Beleuchtung

Hallo!

Kann mir jemand Tipps zum Thema „Geschichte und Entwicklung der Elektrizität“ im österreichischen Raum geben. Hier speziell über die Anfänge des el. Lichts.

Vielen Dank Mario

Hallo mario!

Das wird sehr schwierig. Ich habe hier einiges an Büchern über die Geschichte der elektr. Beleuchtung. Es sieht so aus, als wäre Österreich damals heimlich elektrifiziert worden.
Nur Deutschland, Frankreich und die USA werden beschrieben.

Über eine zeitliche Rückentwicklung in Österreich steht in fast allen Büchern etwas, nämlich über den Chemiker Carl Auer von Welsbach (1858-1929).
Dieser entwickelte ein Gasglühlicht, worin die Flamme in einem feinen Gewebe brennt, daß mit einer spez. Substanz imprägniert wurde, deren Metalloxide für ein helles Leuchten sorgten. Durch ihn soll die Entwicklung des elektr. Lichtes zurückgegangen sein.

Ich würde in Deiner Stelle einen der großen österreichischen Stromerzeuger anschreiben. Diese Firmen haben meist eine Biographie ihrer Firma in den Schränken liegen und sind froh, wenn sich jemand dafür interessiert.
Gruß Werner

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Hallo Mario,
An der Weltaustellung 1889 Paris wurde der erste el. Dynamo (Generator) von Siemens gezeigt. Auf der Turmspitze des neu gebauten Eiffelturms war ein el Leuchtfeuer instaliert. Der ausgestellte Dynamo wurde von
Dir. Ch. Badrutt Kulmhotel St.Moritz gekauft . ca 1890 wurde erstmalig der Festsaal Hotel Kulm elektrisch beleuchtet ,sowie vor dem Hotel die erste elektrische Strassenlampe der Ch in Betrieb genommen.
Vermutlich zur gleichen Zeit wurde in Oesterreich die el Beleuchtung eingeführt.
Gruss
Fritz a. d. Uw.

‚rückentwicklung‘??

Hallo!

Über eine zeitliche Rückentwicklung in Österreich steht in
fast allen Büchern etwas, nämlich über den Chemiker Carl Auer
von Welsbach (1858-1929).
Dieser entwickelte ein Gasglühlicht, worin die Flamme in einem
feinen Gewebe brennt, daß mit einer spez. Substanz imprägniert
wurde, deren Metalloxide für ein helles Leuchten sorgten.
Durch ihn soll die Entwicklung des elektr. Lichtes
zurückgegangen sein.

hi,

„rückentwicklung“ finde ich sonderbar, denn gas als alternative zu strom ist gar nicht so blöd (dezentral, sparsam, geringe wartungskosten etc). man kann über „gas versus strom“ streiten, aber „rückentwicklung“ finde ich zukunftsgläubig …

*augenbrauenhochziehend
dietmar

Hallo!

Über eine zeitliche Rückentwicklung in Österreich steht in
fast allen Büchern etwas, nämlich über den Chemiker Carl Auer
von Welsbach (1858-1929).
Dieser entwickelte ein Gasglühlicht, worin die Flamme in einem
feinen Gewebe brennt, daß mit einer spez. Substanz imprägniert
wurde, deren Metalloxide für ein helles Leuchten sorgten.
Durch ihn soll die Entwicklung des elektr. Lichtes
zurückgegangen sein.

hi,

„rückentwicklung“ finde ich sonderbar, denn gas als
alternative zu strom ist gar nicht so blöd (dezentral,
sparsam

, geringe wartungskosten etc). man kann über "gas

versus strom" streiten, aber „rückentwicklung“ finde ich
zukunftsgläubig …

*augenbrauenhochziehend
dietmar

Hallo Dietmar!

Dezentral??? Gerade Erdgas kommt heute aus Zentralen, mehr als Elektrizität. Sieh Dir mal die großen Erdgaswaschanlagen in Deutschland an! Das sind Anlagen, da versteckt sich jedes Kraftwerk hinter.
Sparsam??? Beleuchte mal mit Gas, das, was heute mit Strom beleuchtet wird…
Geringe Wartungskosten?? Kleiner Scherz?? Das Gasrohrsystem ist um vieles wartungsintensiver als Stromleitungen. Gasleitungen unterliegen einer jährlichen Überprüfung auf Dichtigkeit.
Gas braucht zum Verbrennen ebenfalls Sauerstoff. Weit mehr, als Kraftwerke verbrauchen würden.
Daß hin und wieder Häuser in die Luft fliegen, weißt Du doch?
Stell Dir mal vor, jede alte Oma/Opa hätte Gaslicht in ihrem Kämmerlein. Da hätten wir ein durchgehendes Feuerwerk in Deutschland.

Und dann kommt noch dazu : Radio und Fernsehen mit Gasantrieb??
Es gab mal Dampfradios, aber die hat man schnell wieder abgeschafft, weil sie so nässen.
Gruß Werner

nette polemik, aber …
nette polemik, werner *schmunzel*, aber bleiben wir doch mal aufm teppich … ich bezog meine bewerkungen vor allem auf die öffentliche strassenbeleuchtung, weil die mE eine schlüsselrolle beim einzug der künstlichen beleuchtung in das tägliche (bzw. nächtliche) leben hatte.

Dezentral??? Gerade Erdgas kommt heute aus Zentralen, mehr
als Elektrizität. Sieh Dir mal die großen Erdgaswaschanlagen
in Deutschland an! Das sind Anlagen, da versteckt sich jedes
Kraftwerk hinter.

zunächstens: strom kommt ja auch zT aus erdgaskraftwerken. aber konkret: öl-, braunkohle- und atomkraftwerke, mit deren produktion strassenlaternen zum leuchten gebracht werden, sind allemal keine besonders appettitlichen alternativen. dezentral heisst nicht mehr und nicht weniger als: die energie wird da erzeugt, wo sie gebraucht wird. insofern gibt es keine transportverluste.

Sparsam??? Beleuchte mal mit Gas, das, was heute mit Strom
beleuchtet wird…

es geht mir nur um die strassenbeleuchtung. bei einem (kaufmännisch) abgeschriebenen gasnetz für die laternen bin ich recht sicher, dass gas billijer ist als strom, wenn man eine gesamtrechnung macht.

Geringe Wartungskosten?? Kleiner Scherz?? Das Gasrohrsystem
ist um vieles wartungsintensiver als Stromleitungen.
Gasleitungen unterliegen einer jährlichen Überprüfung auf
Dichtigkeit.
Gas braucht zum Verbrennen ebenfalls Sauerstoff. Weit mehr,
als Kraftwerke verbrauchen würden.
Daß hin und wieder Häuser in die Luft fliegen, weißt Du doch?
Stell Dir mal vor, jede alte Oma/Opa hätte Gaslicht in ihrem
Kämmerlein. Da hätten wir ein durchgehendes Feuerwerk in
Deutschland.

komm komm, durch kurzschlüsse, funkenflug etc passiert auch allerhand, ich weiss nicht, wieviel wohnungen jährlich durch defekte elektroinstallationen ausbrennen und menschen zu schaden kommen…

noch mal zur klarstellung: gerne räume ich ein, dass gasbeleuchtung heute insgesamt keine alternative zum strom ist (ich kann mich noch erinnern, wie in den frühsechziger jahren in unserer wohnung die gasbeleuchtungsanschlüsse geschlossen wurden und ich als kind froh drum war), aber bei der strassenbeleuchtung ist das ne diskussion wert.

dietmar

nette polemik, werner *schmunzel*, aber bleiben wir doch mal
aufm teppich … ich bezog meine bewerkungen vor allem auf die
öffentliche strassenbeleuchtung, weil die mE eine
schlüsselrolle beim einzug der künstlichen beleuchtung in das
tägliche (bzw. nächtliche) leben hatte.

Ja, mein Lieber, woher soll ich denn wissen, daß Du die Straßenbeleuchtung meinst!! Auch augenbrauenhochziehend (beide Augen plus Hühnerauge). An Deiner Antwort läßt sich das nicht erkennen.

zunächstens: strom kommt ja auch zT aus erdgaskraftwerken.

Erdgaskraftwerke arbeiten nur als Spitzenlastwerke, bisher. Also im Notfall. Sind für den normalen Gebrauch viel zu teuer, deshalb werden sie jetzt auch größtenteils außer Dienst gestellt.

aber konkret: öl-, braunkohle- und atomkraftwerke, mit deren
produktion strassenlaternen zum leuchten gebracht werden, sind
allemal keine besonders appettitlichen alternativen. dezentral
heisst nicht mehr und nicht weniger als: die energie wird da
erzeugt, wo sie gebraucht wird. insofern gibt es keine
transportverluste.

Also jedes Dorf bekommt wieder sein eigenes Gaswerk!! Du weißt doch sicher, wie Stadtgas hergestellt wird! Durch Gaswerke im Ort, befeuert mit Koks. Koks ist ein Abfallprodukt der Stahlindustrie und fällt heute kaum noch an. Müßte also künstlich erzeugt werden. Dazu die Transporte täglich zu jedem einzelnen Gaswerk.

es geht mir nur um die strassenbeleuchtung. bei einem
(kaufmännisch) abgeschriebenen gasnetz für die laternen bin
ich recht sicher, dass gas billijer ist als strom, wenn man
eine gesamtrechnung macht.

Strom ist für alles einsetzbar, Stadtgas nur für die Beleuchtung und zum Kochen.

komm komm, durch kurzschlüsse, funkenflug etc passiert auch
allerhand, ich weiss nicht, wieviel wohnungen jährlich durch
defekte elektroinstallationen ausbrennen und menschen zu
schaden kommen…

Fast wöchentlich fliegt doch jetzt in Deutschland ein Haus in die Luft. Jedesmal mit vielen Toten. Bei normalem Abrennen durch Kurzschluß kommt meist niemand zu Schaden.

noch mal zur klarstellung: gerne räume ich ein, dass
gasbeleuchtung heute insgesamt keine alternative zum strom ist
(ich kann mich noch erinnern, wie in den frühsechziger jahren
in unserer wohnung die gasbeleuchtungsanschlüsse geschlossen
wurden und ich als kind froh drum war), aber bei der
strassenbeleuchtung ist das ne diskussion wert.

Kannst Du Dich auch noch an die örtlichen Gaswerke erinnern? Jedes Dorf hatte damals ein kleines Stück schmutziges Ruhrgebiet
in seinem Bereich. Das allein ist schon ein Vorteil, der die Abschaffung lohnte.

Werner

dietmar

Ja, mein Lieber, woher soll ich denn wissen, daß Du die
Straßenbeleuchtung meinst!! Auch augenbrauenhochziehend (beide
Augen plus Hühnerauge). An Deiner Antwort läßt sich das nicht
erkennen.

da haste recht, das räum ich ein. aber sonst wärst du sicherlich nicht so auf tempo gekommen *kicher*

zunächstens: strom kommt ja auch zT aus erdgaskraftwerken.

Erdgaskraftwerke arbeiten nur als Spitzenlastwerke, bisher.
Also im Notfall. Sind für den normalen Gebrauch viel zu teuer,
deshalb werden sie jetzt auch größtenteils außer Dienst
gestellt.

dazu schreibe ich später noch was

aber konkret: öl-, braunkohle- und atomkraftwerke, mit deren
produktion strassenlaternen zum leuchten gebracht werden, sind
allemal keine besonders appettitlichen alternativen. dezentral
heisst nicht mehr und nicht weniger als: die energie wird da
erzeugt, wo sie gebraucht wird. insofern gibt es keine
transportverluste.

Also jedes Dorf bekommt wieder sein eigenes Gaswerk!! Du weißt
doch sicher, wie Stadtgas hergestellt wird! Durch Gaswerke im
Ort, befeuert mit Koks. Koks ist ein Abfallprodukt der
Stahlindustrie und fällt heute kaum noch an. Müßte also
künstlich erzeugt werden. Dazu die Transporte täglich zu jedem
einzelnen Gaswerk.

ich will doch keine renaissance von stadtgas, sondern spreche von ERDgas!

es geht mir nur um die strassenbeleuchtung. bei einem
(kaufmännisch) abgeschriebenen gasnetz für die laternen bin
ich recht sicher, dass gas billijer ist als strom, wenn man
eine gesamtrechnung macht.

Strom ist für alles einsetzbar, Stadtgas nur für die
Beleuchtung und zum Kochen.

komm komm, durch kurzschlüsse, funkenflug etc passiert auch
allerhand, ich weiss nicht, wieviel wohnungen jährlich durch
defekte elektroinstallationen ausbrennen und menschen zu
schaden kommen…

Fast wöchentlich fliegt doch jetzt in Deutschland ein Haus in
die Luft. Jedesmal mit vielen Toten. Bei normalem Abrennen
durch Kurzschluß kommt meist niemand zu Schaden.

dieser ganze vergleich ist sowieso äpfel und birnen, aber bitte: ich bekomme heute oder morgen aus der todesursachenstatistik, wieviele menschen durch gas- bzw. stromeinwirkung zu tode gekommen isnd – selbstmorde natürlich ausgenommen.

noch mal zur klarstellung: gerne räume ich ein, dass
gasbeleuchtung heute insgesamt keine alternative zum strom ist
(ich kann mich noch erinnern, wie in den frühsechziger jahren
in unserer wohnung die gasbeleuchtungsanschlüsse geschlossen
wurden und ich als kind froh drum war), aber bei der
strassenbeleuchtung ist das ne diskussion wert.

Kannst Du Dich auch noch an die örtlichen Gaswerke erinnern?
Jedes Dorf hatte damals ein kleines Stück schmutziges
Ruhrgebiet
in seinem Bereich. Das allein ist schon ein Vorteil, der die
Abschaffung lohnte.

wie gesagt: erd-, nicht stadtgas.

dietmar

Du sprichst immer von „Dezentral“ !!!

Erdgas kann das aber nicht sein, nicht jedes Dorf hat eine Erdgasblase unter dem Rathaus. Das Erdgas kommt immer aus großen Wasch- und Aufbereitungszentralen. Und davor, z.B. Niedersachsen, aus einer Kaverne unter dem Weser-Ems-Gebiet.
Gruß Werner

hi,
ich hab das schon weiter oben mal konkretisiert: dass die energiegewinnung erst vor ort passiert und insofern transportverluste zwar gasverluste sind (was minimal ist), aber eben keine energieverluste (wie im e-netz)
salü
dietmar

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Hallo Dietmar!

Hab ich wohl übersehen! Aber, was ist denn Gas? Keine Energie??

Jetzt nur ein Beispiel über Verluste bei Gas : Überall im Land verteilt stehen Druckminderstationen der Gasversorger. Dort wird Gas von hohem Druck auf Hausdruck reduziert.
Jede dieser Stationen wird geheizt mit Gas. Dort gehen Unmengen Gas verloren, nur um die Druckminderer nicht einfrieren zu lassen. Das heißt, es wird nicht bei Frost geheizt, sondern fast immer. Sie frieren ein durch das Druckgefälle.
Jedes Jahr wird mindestens einmal das gesamte Gasnetz bis ins Haus mit Gasspürgeräten kontrolliert. Jedes Jahr werden Unmengen von Leckagen gefunden. Aber erst am Tag der Suche. Vorher könnten sie theoretisch 364 Tage Gas abgeblasen haben. Und das über die gesamte BRD verteilt!
Es geht mehr Energie durch Gasverluste verloren, als Elektroenergie!
Gruß Werner

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mehr tote durch strom als gas!
hi werner, du feind des gases,

jetzt erst mal zwei nachträge.

Erstens wird deine behauptung, gaskraftwerke seien unwirtschaftlich und würden deswegen vom netz genommen, schlichtweg falsch. es stimmt eingeschränkt für die spitzenlast-kraftwerke, aber für den grundlastbereich sind gaskraftwerke durchaus wirtschaftlich. Eon zum beispiel würde, wenn sie jetzt einen 500-MW-Block für den grundlastbereich bauen müssten, sofort ein gaskraftwerk bauen! (die wirtschaftlichkeitsberechnungen für kraftwerke sind wahnsinnig kompliziert; hauptgrund ist aber, dass man die quasi von der stange weg kaufen und bauen kann).

Zweitens: Deine Behauptung, jeden Tag flögen landauf landab die häuser in die Luft, und erdgas wäre praktisch ein massentötungsmittel, ist statitistisch gesehen falsch. 1999 kamen nach der Todesursachenstatistik 86 Menschen durch Strom um, aber nur 56 durch Gas; alles ohne Selbstmorde.
Viel spass beim heraus-relativieren!

Jetzt nur ein Beispiel über Verluste bei Gas : Überall im Land
verteilt stehen Druckminderstationen der Gasversorger. Dort
wird Gas von hohem Druck auf Hausdruck reduziert.
Jede dieser Stationen wird geheizt mit Gas. Dort gehen
Unmengen Gas verloren, nur um die Druckminderer nicht
einfrieren zu lassen. Das heißt, es wird nicht bei Frost
geheizt, sondern fast immer. Sie frieren ein durch das
Druckgefälle.
Jedes Jahr wird mindestens einmal das gesamte Gasnetz bis ins
Haus mit Gasspürgeräten kontrolliert. Jedes Jahr werden
Unmengen von Leckagen gefunden. Aber erst am Tag der Suche.
Vorher könnten sie theoretisch 364 Tage Gas abgeblasen haben.
Und das über die gesamte BRD verteilt!
Es geht mehr Energie durch Gasverluste verloren, als
Elektroenergie!

das kannst du mir nicht erzählen, das alles ist gemessen an den mengen vernachlässigbar, beim stromtransport bleiben doch 20 bis 30 prozent auf der strecke!!

dietmar