Geschlechterdifferenzierte Schreibweise

Katharina (12), hat ein Steckenpferd: Sie ist, wie viele andere Mädchen in diesem Alter, in Pferde vernarrt. Sie verbringt viele Wochenenden auf dem Reiterhof, wo sie ihr eigenes Pony pflegt.

Feministen und Feministinnen legen Wert auf eine geschlechterdifferenzierte Schreibweise. Danach darf das Wort „Pferd“ nicht mehr benutzt werden, vielmehr sind Hengste, Stuten, Wallache und Fohlen zu erwähnen. Somit muß der obige Satz in „korrektem“ feministischen Deutsch lauten:

Katharina (12), hat ein Steckenhengststutewallachfohlen: Sie ist, wie viele andere Mädchen in diesem Alter, in Hengste, Stuten, Wallache und Fohlen vernarrt. Sie verbringt viele Wochenenden auf dem Reiter- und Reiterinnenhof, wo sie ihren eigenen Ponywallach pflegt.

(Anmerkung: Wallache müssen gesondert erwähnt werden, da sie nicht mehr eindeutig männlich sind. Fohlen müssen gesondert erwähnt werden, da sie ja nicht männlich oder weiblich, sondern sächlich sind ((das Fohlen)). Wenn in dem Beispiel das Pony ein Wallach ist, trägt dies lediglich den Wünschen vieler Feministinnen Rechnung.)

H.-Norbert

(Anmerkung: Wallache müssen gesondert erwähnt werden, da sie
nicht mehr eindeutig männlich sind. Fohlen müssen gesondert
erwähnt werden, da sie ja nicht männlich oder weiblich,
sondern sächlich sind ((das Fohlen)).

Äh, es heißt auch DAS Pferd, ist also auch nicht männlich oder weiblich.
Müßte es dann nicht weibliches Fohlen und männliches Fohlen heißen, wenn man ganz konsequent sein will? :wink:

Gruß
Edith

Feministen und Feministinnen legen Wert auf eine
geschlechterdifferenzierte Schreibweise. Danach darf das Wort
„Pferd“ nicht mehr benutzt werden, vielmehr sind Hengste,
Stuten, Wallache und Fohlen zu erwähnen. Somit muß der obige
Satz in „korrektem“ feministischen Deutsch lauten:

Wer sagt denn so etwas?

Katharina (12), hat ein Steckenhengststutewallachfohlen:

So ein Wort gibts nicht. Unwahrscheinlich, daß ein Feminist
oder eine Feministin vorschreibt, dieses Wort zu verwenden.

H.-Norbert

Poste doch im Feminismus-Brett

Gruß
Gerald

Hallo H.-Norbert,

denk’ dir mal ein besseres Beispiel aus, um über die feministischen Linguistinnen herzuziehen. Dann schmunzle ich vielleicht eine halbe Runde mit.

Wie du dich möglicherweise dunkel besinnst, wurde die Beidbenennung in Fällen gefordert, in denen bisher eine als generisches Maskulinum gemeinte Form stand, also z. B. »alle Maurer« (für »alle Maurerinnen und Maurer«) statt »alle Maurer/-innen«, »alle Maurer(innen)« oder »alle MaurerInnen« etc. Auf Fälle wie z. B. »das Pferd« oder »das Mitglied« wurde diese Forderung zu keinem Zeitpunkt ausgeweitet. Im einen Fall (Mitglied) gibt es eben keine sinnvolle weibliche Form; im anderen Fall (Pferd) handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für Tiere einer bestimmten Gattung (wie: »das Rind« für Kuh, Ochse, Kalb). Außerdem wurden Situationen, in denen es um eine konkrete Person oder ein konkretes Tier geht, ausgeklammert, da man in diesen Fällen ja keine Sammelbezeichnung verwendet, sondern die Person bzw. das Tier mit »Maurerin«, »Wallach« oder »Stute« eindeutig kennzeichnen kann. Man verschwendet seine Zeit also wesentlich effektiver, wenn man in solchen Situationen einfach Details recherchiert anstatt sich mit Problemen aufzuhalten, die keine sind.

Gruß
Christopher

ich lach mich schlapp, hahah. Kritik an feministischen Ausdrucksweisen ist so unoriginell wie überholt. Selbst in der taz, die das Binnen-I („PolitikerInnen“) eingeführt hat, überlässt es ihren Schreibern mittlerweile, ob sie diese ästhetische Zumutung anwenden oder nicht. Die Mehrheit tut es übrigens nicht mehr. Also, komm mal in der Realität an und ansonsten viel Spaß am Donnerstag beim CSU-Stammtisch.

Gruß
André

Hi,

da muss ich doch mal fragen, wie das mit dem Bürgersteig aussieht ?

Der muss dann doch auch Bürgerinnen- und Bürgersteig heißen, oder ?

(habe ich schon mal in einem anderen Brett zur Diskussion gestellt)

Petz

das Rind« für Kuh, Ochse, Kalb

Ich frag mich: Wenn es nur Ochsen gibt, wo kommen dann die Kälber her?

Fritz

3 „Gefällt mir“

Ich frag mich: Wenn es nur Ochsen gibt, wo kommen dann die Kälber her?

Deine Anmerkung ist gut. Bullen sollten mit von der Partie sein. Ich hätte das »etc.« doch nachtragen sollen …

Gruß
Christopher

Hallo Petz,

Der muss dann doch auch Bürgerinnen- und Bürgersteig heißen, oder ?

schreib Trottoir :wink:

Gruß
Christopher

Bullen sollten mit von der Partie sein.

Ich hätte ja nun wieder Stiere vermutet.

Fritz

2 „Gefällt mir“

Ich hätte ja nun wieder Stiere vermutet.

Bezeichnen nicht beide Begriffe männliche Rinder mit Zeugungsfähigkeit?

Gruß
Christopher

Bezeichnen nicht beide Begriffe männliche Rinder mit
Zeugungsfähigkeit?

Freilich! Mir will nur scheinen, dass „Bulle“ eher für die Wildformen Verwendung findet, sowie für andere Großsäuger wie Nashörner und Elefanten, und der Stier ehen für die Hausrinder.
Aber was solls?

Gruß
Fritz

2 „Gefällt mir“

‚Ich bremse auch für Tiere‘
Hallo Norbert,

haste auch so 'nen Aufkleber am Auto?

Katharina (12), hat ein Steckenpferd: Sie ist, wie viele
andere Mädchen in diesem Alter, in Pferde vernarrt. Sie
verbringt viele Wochenenden auf dem Reiterhof, wo sie ihr
eigenes Pony pflegt.

Feministen und Feministinnen legen Wert auf eine
geschlechterdifferenzierte Schreibweise. Danach darf das Wort
„Pferd“ nicht mehr benutzt werden, vielmehr sind Hengste,
Stuten, Wallache und Fohlen zu erwähnen. Somit muß der obige
Satz in „korrektem“ feministischen Deutsch lauten:

Katharina (12), hat ein Steckenhengststutewallachfohlen:
Sie ist, wie viele andere Mädchen in diesem Alter, in Hengste,
Stuten, Wallache und Fohlen vernarrt. Sie verbringt viele
Wochenenden auf dem Reiter- und Reiterinnenhof, wo sie ihren
eigenen Ponywallach pflegt.

Hättste mal eine Quell in dafür, daß die feministische Schreibweis in auch für TierInnen gelten soll oder ist das auf Deiner eigenen Mist in gewachsen?

Im übrigen weiß ich immer noch nicht, wie nach Deiner Meinung in die korrekte feministische Schreibweis in von weiblichen und männlichen Katzen in Verbindung mit dem BinnInnen-I wäre.

(Anmerkung: Wallache müssen gesondert erwähnt werden, da sie
nicht mehr eindeutig männlich sind.

Moooooment. Dafür können aber die Feministinnen nix, wenn männliche Wesen glauben, daß andere männliche Wesen, denen sie was abgeschnippelt haben, nun nicht mehr männlich seien.

Ich habe da überhaupt kein Problem, für mich sind die alle grammatisch noch männlich: der Wallach, der Eunuch, der Kastrat, vor allem aber der Hornochse.
Oder siehst Du hier Möglichkeiten für „die Hornochsin“?

Fohlen müssen gesondert
erwähnt werden, da sie ja nicht männlich oder weiblich,
sondern sächlich sind ((das Fohlen)).

Neenee, hier bist Du ein bißchen schlecht informiert. Das ist wie bei den MenschInnen.
Abgeleitet von: das Kind heißt es: das Mädchen und das Milchbübchen.
Bei den Pferdekindern ist ein Pferdemädchen: das Stutfohlen und ein Pferdebübchen: das Hengstfohlen.

Wenn in dem Beispiel das
Pony ein Wallach ist, trägt dies lediglich den Wünschen vieler
Feministinnen Rechnung.)

Woher kennst Du die Wünsche von Feministinnen?
Kennst Du eine? Persönlich?

Gruß Gudrun

Ich bin ja, wie du weißt, Gudrun,

für „der Milchreisbubi“!

statt

das Milchbübchen.

Fritz

3 „Gefällt mir“

Ich bin ja, wie du weißt, Gudrun,

für „der Milchreisbubi“!
statt

das Milchbübchen.

Ja, natürlich weiß ich das, Fritz!

Kommt aber für mich nicht infrage,

  1. wegen der (meine Argumentation verlangte ein das)

  2. weil ich Milchreis mag (mmmmmmhhhhhh lecker).

:wink:

Gruß Gudrun

zwengs der Gerechtigkeit
Moin, Christopher,

schreib Trottoir :wink:

bin ich für Trotteuse.

Gruß Ralf

Hallo Norbert,

haste auch so 'nen Aufkleber am Auto?

Nein, das ist so selbstverständlich, dass ich nicht den Sinn des Aufklebers erkennen kann. Den Sinn dieser Frage erkenne ich übrigens auch nicht.

Woher kennst Du die Wünsche von Feministinnen?
Kennst Du eine? Persönlich?

Ja, nicht nur eine. Wenn ich dich damit aufheitern kann, ein Ausschnitt aus meiner Biografie: Ich begann meine (zweite) Berufsausbildung an einer „Städtischen Bildungsanstalt für Frauenberufe“, war dort Schulsprecher (unglaublich aber wahr, eine überwältigende Mehrheit von Frauen hat einen Mann gewählt!). Da wir aber mittlerweile ein paar Männer waren, bekam die Schule einen neutralen Namen. Eigentlich schade, denn sonst könnte ich als Vollbartträger belegen, eine geprüfte Frau mit staatlich anerkanntem Abschluß zu sein.

Ich arbeite in einem Beruf, im dem Frauen dominieren. Deshalb kenne ich sehr wohl den Unterschied zwischen Frauen, emanzipierten Frauen, Feministinnen und Kampfemanzen.
Aber diese Diskussion solltest du im Femi-Brett eröffnen.

Gruß
H.-Norbert

Hi,

schreib Trottoir :wink:

bin ich für Trotteuse.

… wozu die männliche Form allerdings Trotteur wäre. Also Trottoire oder doch Gehsteig.

Gruß
Christopher

(Anmerkung: Wallache müssen gesondert erwähnt werden, da sie
nicht mehr eindeutig männlich sind. Fohlen müssen gesondert
erwähnt werden, da sie ja nicht männlich oder weiblich,
sondern sächlich sind ((das Fohlen)). Wenn in dem Beispiel das
Pony ein Wallach ist, trägt dies lediglich den Wünschen vieler
Feministinnen Rechnung.)

H.-Norbert

Gegen die Diskriminierung von kindlichen Stutenhengsten muß vorgegangen werden! Es handelt sich dabei um Tiere, die in ihrer eigenen und privaten Sphäre auf den Gebrauch ihrer Geschlechtlichkeit (noch?) verzichten. Deswegen sind sie trotzdem einem Geschlecht zurechenbar. Ich glaube sogar, daß es kindliche Wallache gibt, die meines Mitgefühls in besonderem Maße sicher sein können.

Kai

Hallo Norbert,

haste auch so 'nen Aufkleber am Auto?

Nein, das ist so selbstverständlich, dass ich nicht den Sinn
des Aufklebers erkennen kann. Den Sinn dieser Frage erkenne
ich übrigens auch nicht.

nun, das haben manche Fragen so an sich, daß sich einem der Sinn nicht erschließt.
Was zu beweisen war.

Ich arbeite in einem Beruf, im dem Frauen dominieren.

Es gibt sie also doch, die himmlische Gerechtigkeit.

Deshalb
kenne ich sehr wohl den Unterschied zwischen Frauen,
emanzipierten Frauen, Feministinnen und Kampfemanzen.

Ein uraltes Spiel. Mann (!) teilt die Frauen in verschiedene Lager auf, um sie dann gegeneinander auszuspielen.
Welche Frau will sich schon sagen lassen, sie sei gar keine „richtige“ Frau mehr, nur weil sie ihren Horizont erweitern will?

Herr Campe, Oberpädagoge, glaubte auch, Frauen in verschiedene Gruppen einteilen zu müssen. Er begnügte sich mit zwei Gruppen. Die ihm Unliebsamen nannte er „gelehrte Frauenzimmer“, dabei wollten die auch nur ihren Horizont erweitern. Das war - glaube ich - 1788.

Aber diese Diskussion solltest du im Femi-Brett eröffnen.

Ich wüßte nicht warum. Im übrigen beschäftigst Du ja ausreichend das Femi-Brett mit Deiner Frage nach dem Bildungsabschluß des derzeitigen deutschen Außenministers.
Was das wohl mit Feminismus zu tun hat …?

Gruß Gudrun

1 „Gefällt mir“