Hallo Gabi,
interessante Idee, aber mir leuchtet nicht ein, warum ich einer so abstrakten Sache wie Buchstaben ein Geschlecht zuordnen sollte. Hast du eine Idee, worauf deine Empfindung beruhen könnte? Sind Zahlen für dich auch männlich oder weiblich? Welchen Aspekt des Geschlechts kann man überhaupt mit Buchstaben oder Zahlen assoziieren?
ich habe von Leuten gehört, die bei bestimmten Wörtern und Lauten Farben assoziieren und sehen.
Aber bei Buchstaben?? Und Geschlechter??
Ich verbinde mit den meisten Buchstaben ein ganz bestimmtes Bildchen.
Das A z. B. ist eine Gitarre spielender Beatle, das B ein Hase, das C ein Pfeife rauchender Mond, das D eine Ente, das F eine Fahne, das G ein Kinderwagen usw.
könnte eine besondere Form von Synestesie sein, die dich dazu bringt. Kannst dich hierzu ja mal etwas schlau machen. Vielleicht wird dieses Denkmuster schon irgendwo beschrieben.
So ungewöhnlich finde ich die Sache übrigens nicht. Ich habe mal ein Programm geschrieben um das Geschlecht von Vornamen zu bestimmen. Das kam mit relativ wenigen Endsilben und sogar Endbuchstaben aus, mit denen man weibliche Namen charakterisieren kann. Funktionierte mit einer kleinen Ausnahmeliste zumindest mit dt. Vornamen wunderbar. Und wenn ich mich recht erinnere, war „a“ z.B. ein klar weiblicher Endbuchstabe.
Gruß vom Wiz
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ich habe von Leuten gehört, die bei bestimmten Wörtern und
Lauten Farben assoziieren und sehen.
Hi Fritz,
solche leute assoziieren die Farben, Laute oder Geschmäcke nicht aus freien Stücken. Bei solchen Menschen, sogenannten Synästhetikern, ist die Wahrnehmung im Gehirn anders „geschaltet“. Sowas ist angeboren.
Hier mal ein Artikel von wissenschaft.de zu dem Thema: http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=173149
solche leute assoziieren die Farben, Laute oder Geschmäcke
nicht aus freien Stücken. Bei solchen Menschen, sogenannten
Synästhetikern, ist die Wahrnehmung im Gehirn anders
„geschaltet“. Sowas ist angeboren.
Das, lieber Stanly, ist bei mir nun ganz anders, denn meine Bildchen habe ich spielerisch-kritzelnd selber aus der Form der Buchstaben entwickelt.
Ans G musst du nur unter zwei Ringlein malen oGo (ich hoffe, man erkennt, was ich meine) und schon bist du beim Kinderwagen.
Ich bin einer von diesen Synästhetikern. Ich kann z.B.
Zahlenkombinationen aus dem Gedächtnis abrufen, indem ich
innerlich die Farben «ablese», die damit unwillkürlich
verbunden sind.
Zu fast jedem Buchstaben gehört bei mir auch ein (oft eher
vager) Farbeindruck, somit bekommen auch die Wörter einen.
Der ist dann allerdings noch vager, er orientiert sich meist
am betonten Vokal. Ich könnte das vielleicht kultivieren, hab
das aber bisher nicht getan.
Geschlechtlichkeit ist für mich aber kein Sinneseindruck.
Daher ist es mir fremd, den Buchstaben etwas anderes
zuzuordnen, als den neutralen Artikel.
Interessant, dass andere dies anders empfinden.
Dies deckt sich dann wieder mit dem vorläufigen Resultat
einer Diplomarbeit, die ich in meiner Zusatzausbildung zum
Kunsterzieher begonnen (aber nicht abgeschlossen) habe:
Viele Probanden hatten ihre persönlichen Assoziationen
zwischen Vokalen und Farben, aber es war KEIN
übereinstimmendes System darin zu erkennen, auch nicht
andeutungsweise.
Nicht einmal die klangliche Zuordnung helle Vokale – dunkle
Vokale hat sich in den genannten Farben gespiegelt. Für mich
unverständlich, weil bei mir der Reihe a-e-i-o-u eine für
mich «logische» Reihe blaugrün-gelb-weiss-rot-purpur
entspricht.