Geschlechtsbestimmung

Eine Freundin von mir versucht gerade ihrem schottischen Freund ein bisschen Deutsch beizubringen. Bekanntlich ist eines der größten Probleme dabei diese vertrackte Geschichte mit den Geschlechtern der Dinge.
Nach ihrer privaten Beobachtung sind fast alle Worte, die auf „e“ enden, weiblich (Zunge, Lage, Zigarette, Laune, … - eine Ausnahme ist z.B. Page). Ist das tatsächlich eine Regel?

Dann hab ich noch die Seite http://www.deutsch-digital.de/daten/grammatik/107.html gefunden.

Aber was ist mit dem Rest der Worte? Muss der arme Schotte die wirklich alle einzeln lernen?

Livia

Ja. muss er.

Muss der arme Schotte die
wirklich alle einzeln lernen?

Hi Livia,

es wird ihm nichts anderes uebrig bleiben.
Wie allen anderen auch die deutsch
eine Sprache lernen, in der es verschiedene
Geschlechter gibt.
Auch wenn man franzoesisch lernt, ist es
ganz normal, mit jeder Vokabel den Artikel
immer mit zu lernen.
Auch dort ist die Mehrheit der Worte mit e-
Endung weiblich, aber beileibe nicht alle.
Sich auf so eine wacklige Regel zu verlassen,
ist nicht wirklich hilfreich (der Laie, der
Aeltere, der Blaue, … um nur ein paar Beispieler
verschiedener Nomenarten aufzuzeigen).

Gruesse
Elke

Aber was ist mit dem Rest der Worte? Muss der arme Schotte die
wirklich alle einzeln lernen?

Schau mal in die FAQ 188, da sind auch die typischen Endungen aufgelistet. Denn ja, es gibt einige solche Regeln. Die Ausnahme „Page“ dürfte daher kommen, daß das Wort nicht deutschen Ursprungs ist.

Bis denne
Schnoof

Die arme Schotte! (OWT)
.

Schau mal in die FAQ 188, da sind auch die typischen Endungen
aufgelistet.

Hallo zusammen,

wo die Sache übrigens erstaunlich gut klappt, ist bei der Zuordnung von dt. Vornamen. Ich hatte mal vor Jahren eine Wette mit dem Bruder einer Freundin, ob dies machbar wäre. Ich habe dann ein kleines Basic-Programm geschrieben, dass AFAIR zunächst mal alles was auf „a“ bzw. „e“ und „i“ endet als weiblich definiert. Dann noch eine Zusatzliste von so etwas über 20 Endsilben bzw. teilweise sogar nur Endbuchstabenpaaren und -triplets, und schließlich noch eine einige wenige Ausnahmen.

Klappte mit eindeutig dt. Vornamen unglaublich gut, und selbst viele aus F, I und GB, … stammende Namen funktionierten prima. Die Ausnahmeliste betraf insbesondere verniedlichte Männernamen wie Heini.

Da mein lieber Wettgegner sich nicht so schnell geschlagen geben wollte, haben wir sicher hunderte Namen durchgespielt und die Trefferquote war bei knapp unter 100%.

Gruß vom Wiz