Geschossbau Stampfbeton / unbewehrter Beton - Bauingenieure / Architekten

Ich suche nach einer Möglichkeit, einen Geschossbau von etwa 25m in unbewehrtem Beton, bzw. Stampfbeton auszuführen und das ganze natürlich zweischalig mit Kerndämmung. Ich weiß, es gibt tausende geeignetere Materiale für eine solche Aufgabe aber die alte Ästhtetik vs. Statik Diskussion müssen wir hier ja jetzt nicht führen. Aufgrund des Stampfvorgangs fällt mir persönlich keine Möglichkeit ein Stampfbeton zu bewehren und deshalb frage ich jetzt euch liebe Fachleute nach einer Lösung. 

Gruß und vielen Dank!M.

Ich suche nach einer Möglichkeit, einen Geschossbau von etwa
25m in unbewehrtem Beton, bzw. Stampfbeton auszuführen und das
ganze natürlich zweischalig mit Kerndämmung. Ich weiß, es gibt
tausende geeignetere Materiale für eine solche Aufgabe aber
die alte Ästhtetik vs. Statik Diskussion müssen wir hier ja
jetzt nicht führen. Aufgrund des Stampfvorgangs fällt mir
persönlich keine Möglichkeit ein Stampfbeton zu bewehren und
deshalb frage ich jetzt euch liebe Fachleute nach einer
Lösung. 

Bitte sehr: Seit 1900 Jahren mit 43 m Durchmesser die größte freitragende Stampfbetonkonstruktion der Welt.

„Einen Geschossbau von etwa 25m“ willst du bauen. Da wäre es schön gewesen, zunächst mal zu wissen, worauf sich die 25 m beziehen. Auf die Höhe? Auf die Länge? Auf die größte Spannweite? Auf die Schuhgröße des Bauleiters? Letzteres ist es wohl: Du ziehst dir da nämlich ein paar Schuhe an, die dir sicher nicht passen. Ganz abgesehen davon, dass eine unbewehrte Betonkonstruktion im Geschossbau statisch nicht als tragend nachzuweisen sein dürfte und damit bauordnungsrechtlich unzulässig wäre. Es steht - siehe Pantheon - also keineswegs die Ästhetik des Betons dem Vorhaben im Weg, sondern die mechanischen Eigenschaften.

Gruß
s.

Wow, solche Antworten machen richtig Spaß. Dass sich das ganze auf die Höhe bezieht sollte doch eindeutig sein, denn dass ich eine Mauer endlos lang stampfen kann sollte uns hier allen bewusst sein. Auch der Hinweis „Geschossbau“ könnte da ein kleiner Hinweis sein.
In Weilburg an der Lahn wurde für Wilhelm Jakob Wimpf Anfang des 19. Jahrhunderts Wohn- und Geschäftshäuser aus Stampfbeton gefertigt, bis zu sechs Etagen hoch. Ich versuche hier nicht ein Hochhaus aus Kaugummi zu planen sondern eine alte Bauweise in das 21. Jahrhundert zu übersetzen. Die Frage richtet sich also an Menschen, die Lust und Spaß daran haben an dieser Aufgabe ein wenig herumzukniffeln und vielleicht mit mir zusammen zu einer Lösung zu kommen und nicht an Leute, die alles sofort verwerfen was sie nicht verstehen.

Moin,

und vielleicht mit mir
zusammen zu einer Lösung zu kommen und nicht an Leute, die
alles sofort verwerfen was sie nicht verstehen.

alles schön und gut, aber es gilt vor allem, die Menschen der zuständigen Genehmigungsbehörden zu überzeugen, sonst bleibt das ein Wolkenkuckucksheim

Und auch wenn Du der Meinung bist, eine Zahl ohne weitere Bezeichnung sei selbsterklärend, sie ist es nicht, nie! Zumindestens nicht in solch einem Zusammenhang wie dem von Dir genannten, das ist in meinen Augen schlichte Schluderigkeit.

Gandalf

Wow, solche Antworten machen richtig Spaß.

Genauso Spass wie mir das Lesen halbdurchdachter Architektenpläne.

Dass sich das ganze
auf die Höhe bezieht sollte doch eindeutig sein, denn dass ich
eine Mauer endlos lang stampfen kann sollte uns hier allen
bewusst sein. Auch der Hinweis „Geschossbau“ könnte da ein
kleiner Hinweis sein.

Du kannst Beton nicht nur beliebig lang, sondern auch beliebig hoch stampfen, ist alles nur eine Frage der Schalung.

In Weilburg an der Lahn wurde für Wilhelm Jakob Wimpf Anfang
des 19. Jahrhunderts Wohn- und Geschäftshäuser aus Stampfbeton
gefertigt, bis zu sechs Etagen hoch.

Keineswegs. Was 1832 in Weilburg an der Lahn sechs Etagen hoch gestampft wurde, war nicht Beton, sondern Lehm. Was auch nicht weiter wundert, wurde der Beton doch erst nach der Erfindung des Stahlbetons 1867 für das Bauwesen wiederentdeckt.

Ich versuche hier nicht
ein Hochhaus aus Kaugummi zu planen sondern eine alte Bauweise
in das 21. Jahrhundert zu übersetzen.

„Übersetzen.“ Dieses Verb in dieser Verwendung liest man sonst nur in verquasten architekturtheoretischen Texten. Treffer? :smile:

Die Frage richtet sich
also an Menschen, die Lust und Spaß daran haben an dieser
Aufgabe ein wenig herumzukniffeln und vielleicht mit mir
zusammen zu einer Lösung zu kommen und nicht an Leute, die
alles sofort verwerfen was sie nicht verstehen.

Tja, wir Bauingenieure sind wie immer einfach zu blöd für Theophrasus Bombastus, den bauleitenden Entwurfsverfasser, und seine genialen, alle Detailprobleme wegfegenden Geistesblitze.

Hallo,

Ihr Vorhaben von einem Geschossbau von etwa 25 m in unbewehrtem Beton, bzw. Stampfbeton auszuführen und das Ganze natürlich zweischalig mit Kerndämmung geht so nicht, denn es spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

  1. Genehmigungsverfahren, das so oder so an Ihrem Vorhaben in dieser Herstellungsweise scheitert.
  2. Statik. Beton nimmt den Druck und Stahl die Zugspannungen auf (also Stahlbeton) Fundamente können unter anderem auch unbewehrt hergestellt werden vorausgesetzt die Statik lässt es zu.
  3. Es ist auch das Eigengewicht vom Beton zu beachten. Der Untergrund muss tragfähig sein. Dann die Dichtigkeit von Beton Stampfbeton lässt Feuchtigkeit durch und es kann im Winter bei Frost zu Frostschäden am Beton führen.
  4. Wie wollen Sie eine zweischalige Ausführung mit Kerndämmung bei Stampfbeton erzielen, vor allem wie wollen Sie die Betonschalung erstellen.
  5. Ich empfehle Ihnen einen Architekten od. Bauingenieur zu nehmen, der Ihnen bei der Planung und dessen Genehmigungsverfahren Ihres Bauvorhaben unterstützt.

Gruß

Wolfgang

Weilburg
Sorry, aber in Weilburg und Weilmünster handelt es sich um Stampflehm. Da steht der größte Stampflehmbau Deutschlands, wirklich beeindruckend. Aber ich fürchte selbst diese nachgewiesenerweise stabile Bauweise bekäme heute keine Baugenehmigung mehr…