Geschoßdeckendämmung

Hallo,

ich möchte in einem Zweifamilienhaus eine den Boden dämmen. Die Decke besteht aus ca. 16 cm dicken Holzbalken, die mit einem Lehmgemisch ausgefacht sind. Oben drauf ist eine 3 - 4 cm dicke Schüttung aus Schlacke bzw. was davon noch übrig ist. Das Haus ist ca. Baujahr 1900.
Auf den Balken ist zur Zeit eine Dielung aufgebracht.

In Zukunft soll der Boden nur als Boden (also nicht bewohnt) genuzt werden.

Meine Frage:

wie dämme ich.

Was muß alles raus?

Wie ist danach der Aufbau zu wählen und wie dick muß ich ca. dämmen, damit ich die EnEV erfülle?

Grüße
Thomas

Etwas genauer bitte
Welche max. Dicke kannst du aufbauen, ohne Probleme mit Türen / Treppen usw zu bekommen?

Salute

Welche max. Dicke kannst du aufbauen, ohne Probleme mit Türen
/ Treppen usw zu bekommen?

Salute

Hallo,

es gibt nur eine Tür zum Boden hin. Diese müßte ich unten dann entspechend kürzen. Die Bodenkammern fliegen raus und werden anschließend neu aufgestellt und anders aufgeteilt.

Ich hatte es mir so gedacht, daß ich die derzeitigen Dielen entferne und auf die Balken neue Latten / Balken (entsprechend der Höhe der Dämmung) aufschraube. Dazwischen kommt die Dämmung (irgendwas halbwegs natürliches). Obendrauf kommt wieder die selbe oder neue Dielung oder Pressspanplatten.

Die letzte Stufe wird damit etwas höher werden.

Grüße
Thomas

Hallo Thomas,

ich möchte in einem Zweifamilienhaus eine den Boden dämmen.
Die Decke besteht aus ca. 16 cm dicken Holzbalken, die mit
einem Lehmgemisch ausgefacht sind. Oben drauf ist eine 3 - 4
cm dicke Schüttung aus Schlacke bzw. was davon noch übrig ist.
Das Haus ist ca. Baujahr 1900.
Auf den Balken ist zur Zeit eine Dielung aufgebracht.

wenn das Dach einigermaßen winddicht ist, halte ich diese Dämmung gegen den Wohnraum für ausreichend.
Ev. solltest Du die Tür aufdicken und abdichten, dann sollte das reichen.

Gandalf

Zustimmung owt

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Hallo,

ich denke man muß die EnEV einhalten? Dazu muß man doch gewisse Werte erreichen oder? Vielleicht sollte ich dazu sagen, daß ich die Wohnungen vermieten will und dafür ab 2006 ja einen Energiepaß benötige und dort auch möglichst gut abschneiden will.

grüße
thomas

Hallo Thomas,

dann solltest Du etwas Geld investieren und von einem Bauing einen Ausführungsplan erstellen lassen. Machen kannst Du das dann ev. selber.
Um einen einigermaßen genauen Plan zu erstellen, muß man sich die Sache vor Ort anschauen.

Gandalf

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Hallo,

Die alte Füllung zwischen den Holzbalken auf Pilze und Insekten untersuchen. Bei Befall auswechseln.
Falls kein Befall vorhanden ist, kannst Du den neuen Aufbau auch auf den alten Dielen aufbauen.

Schau mal unter
www.argeholz.de
www.holzfragen.de
oder auch www.gutex.de, die geben auch Materialdicken an um die Energienorm zu erreichen.

Viel Erfolg

Hallo,
was offensichtlich noch niemand hier angesprochen hat, ist die Frage nach der Winddichtheit des Daches und der Decke. Wenn da immer mal wieder richtig der Wind durchpfeift, weil das Haus/Dach nicht ordentlich gegen Wind dicht ist, nützt die beste und dickste Dämmung GAR NICHTS.
Denn der Luftzug/Windzug, der durch die Dämmung geht, nimmt alles an Wärme mit und somit ist der Dämmeffekt gleich Null.
Also erst einmal daraufhin abchecken. Wie gesagt Winddichtigkeit ist gemeint, nicht Luftdichtheit, das sind zwei Paar Schuhe. Luftdichtheit soll den aktiven Luftaustausch der Raum- und Außenluft verhindern, um das Gebäude vor Wärmeverlust zu schützen. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass von innen her alles dicht ist.
Winddichte hingegen ist gegeben, wenn der von außen drückende Wind es nicht schafft, Bauteile (auch Dämmungen)zu unter- oder durchströmen. Wie oben schon geschrieben ist der Dämmeffekt dann nämlich futsch.
Gerade bei alten Häusern, und wenn ich mir die Beschreibung Deiner Decke durchlese gehe ich davon aus, dass es ein relativ altes Haus ist, ist gerade die Winddichte sehr häufig nicht gegeben.
Mit freundlichen Grüßen,
Frank Scholtysek

Hallo,

was offensichtlich noch niemand hier angesprochen hat, ist die
Frage nach der Winddichtheit des Daches und der Decke. Wenn da
immer mal wieder richtig der Wind durchpfeift, weil das
Haus/Dach nicht ordentlich gegen Wind dicht ist, nützt die
beste und dickste Dämmung GAR NICHTS.

Ich dämme die oberste Geschossdecke mit 160mm Varirock.
Nach deren Auskunft sollte dann der ‚Spitzboden‘, nennt man das so? eben gerade nicht winddicht sein, um dem Dämmstoff Gelegenheit zur Feuchteabfuhr zu geben. Aus diesem Grund muss, wenn ich dann das Dach neu decke und dämme, dieser Dämmstoff wieder raus.
???
Gruß
Peter

Hallo Peter,

Ich dämme die oberste Geschossdecke mit 160mm Varirock.
Nach deren Auskunft sollte dann der ‚Spitzboden‘, nennt man
das so? eben gerade nicht winddicht sein, um dem Dämmstoff
Gelegenheit zur Feuchteabfuhr zu geben.

Woher sollte Feuchtigkeit kommen? Dämmmaterial hält nur warm, wenn es trocken ist. (Ein nasser Mantel wärmt nicht, oder?) Wenn die Dämmung feucht ist, stimmt etwas im System nicht.
Dämmung muss beim Einbau trocken sein und dann auch trocken bleiben.

Aus diesem Grund muss,
wenn ich dann das Dach neu decke und dämme, dieser Dämmstoff
wieder raus.

Hier verstehe ich leider nicht, was Du meinst.

Gruß, Frank

Hallo Frank,

Woher sollte Feuchtigkeit kommen? Dämmmaterial hält nur warm,
wenn es trocken ist. (Ein nasser Mantel wärmt nicht, oder?)
Wenn die Dämmung feucht ist, stimmt etwas im System nicht.
Dämmung muss beim Einbau trocken sein und dann auch trocken
bleiben.

Wurde etwa so erklärt:
Mir ist zu einer rel. offenenDampfbremse und auf keinen Fall zu einer Dampfsperre geraten worden. Damit die ‚Feuchtigkeit‘, die durch die Dampfbremse diffundiert, aus der Dämmung raus kann, sollte der Spitzboden GUT belüftet sein.

Aus diesem Grund muss,
wenn ich dann das Dach neu decke und dämme, dieser Dämmstoff
wieder raus.

Hier verstehe ich leider nicht, was Du meinst.

Weil durch die ‚Doppeldämmung‘-Dach UND Geschoßdecke - der oben erwähnte Vorgang u.U. nicht mehr stattfindet, sofern dann im Spitzboden keine Belüftung mehr vorhanden ist.
Herrje, ich bin kein Bauphysiker und die Auskünfte in diesen Bereichen sind absolut widersprüchlich.

Gruß
Peter

Hallo,
also im allgemeinen ist der Aufbau folgender (von warm nach kalt):

  1. Dampfbremse
  2. Dämmung
  3. Folie bzw. Vlies, das rel. wasserdicht, aber dampfdurchlässig ist.

Die Dampfbremse verhindert, dass die Feuchtigkeit, die sich in der warmen Zimmerluft befindet, in die Isolierung dringt. Die wasserdichte Folie verhindert, dass die Dämmung durch Witterungseinflüsse feucht wird. Diese folie ist aber dampfdurchlässig, d.h. der Dampf, der doch durch die Dampfbremse in die Isolierung gelangt ist, kann nach aussen, die Isolierung bleibt trocken.

Falls es sich, wie in diesem Fall, um eine Zwischendecke handelt, ist eine wasserdichte Lage nicht nötig. Das Dach übernimmt diese Funktion.

Falls zu einer relativ offenen Dampfbremse geraten wird, dann wahrscheinlich um eine Schimmelbildung in der Wohnung zu vermeiden. Wenn man bei einem relativ schlecht isoliertem Altbau ein Bauteil stark isoliert, tritt dieses Problem immer mal wieder auf.

Gruss „ich“