Ein brauchbarer Tip von jemand mit Erfahrung
Hallo Jörg,
a) Nie einfach fällen oder grob zurechtstutzen. Rentiert sich nicht, das Strafmass in Geld ist einfach zu hoch. Geht so ab 2500 Euro los und hört bei 50 kEuro nicht auf. Und raus kommts immer, Denunzianten gibts in Deutschland immer noch genug.
War auch nah dran, bringt aber nichts.
b) Wer ist zuständig?
Umweltschutzamt und Gartenbauamt.
Geh besser zum Gartenbauamt. Die müssen auch oft selbst wegen Baumassnahmen oder Gefahr fällen. Umweltschutzamt ist meist heftig dogmatisch ökologisch besetzt.
b) Jetzt kommts: Wenn Gefahr für Leib und Leben oder für Sachwerte besteht, kann ein Antrag nicht abgelehnt werden.
Körperliche Unversehrtheit und Geldbeutel geht vor Naturschutz.
Quelle: www.recht.de
Wenn keine Strasse, spielende Kinder oder sonstige Menschen, Autos oder Häuser in der Nähe sind, wirds schwierig. Dann überlegs Dir noch mal, ob es wirklich sein muss.
Hat sich bei mir bestätigt. Und eine Ersatzpflanzung wird übrigens fast immer angeordnet, ist aber auch Verhandlungssache. Der meist angeordnete Hochstammobstbaum macht z.B. zwischen zwei Häusern wenig Sinn, besser vielleicht eine Hecke aus heimischen Gehölzen? Man muss sie mit ihren eigenen Waffen schlagen.
Ersatzpflanzung kann aber auch wieder Geld kosten.
Ich bin die 9 Eichen und 2 Ahorn (über 30 m) direkt neben meinem
Haus los. Wie gesagt, Schäden an Sachwerten waren unübersehbar.
War aber Sache für den Fachmann mit Spezialkenntnissen und Versicherung. Nicht solche Riesendinger selber absäbeln.
Geld bekommst Du übrigens für Eichenholz so gut wie keines. Du kannst froh sein, wenn es jemand für 20 Eu den Ster als Brennholz nimmt. Ist so, auch wenn es jammerschad um das Holz ist. Ist wohl ökologischer, unser Nutzholz aus Kanada herzuschippern und unsere Eichen nach Asien zu verfrachten.
CU
Ralf
P.S.
waren nicht ganz so zielführend die Antworten der Anderen?
Nicht so leicht gegen leichtverdauliche Klischees anzugehen.
Wie sagt Tucholski: Nichts erfordert mehr Charakter als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]