Mit Rechenweg bzw. Formel
Ein Pkw-Fahrer fährt auf der Autobahn 180KM/h. Aus 200m
Entfernung sieht er das Zeichen Beschränkung 100KM/h.
War es dunkel oder neblig?
Aber egal. Man hat also nun 200m lang Zeit, um 80km/h abzubauen.
Rechnen wir mal mit 9m/s² Beschleunigung, nachher kann man dann korigieren.
Es geht also um 27,78m/s und 50m/s.
Von 0 auf 27,78m/s werden dann 3s benötigt, das sind 40,5m.
Von 0 auf 50m/s sind es 5,56s, das sind etwa 140m.
Somit benötigt man von 180km/h auf 100km/h bei einer Notbremsung ca. 100m. Dazu kommt die Reaktionszeit von vielleicht 0,5 bis 1s, in der man etwa 25 bis 50m zurück legt.
Die Beschleunigung geht antiproportional in den zurückgelegten Weg ein.
Also: Um nach 200m von 180km/h auf 100km/h zu kommen, ist die halbe Beschleunigung nötig. 4,5m/s² ist immer noch kräftiges Bremsen, aber machbar.
Wenn man aber die Tatsache berücksichtigt, dass man (zumindest ich mit Brille) die Geschwindigkeitsschilder auf Autobahnen deutlich eher als 200m weit erkennen kann, sieht die Rechnung wieder ganz anders aus.
Dass direkt hinter einem Tempolimit-Schild geblitzt wird, gibt es doch meines Wissens nur in „Geschwindigkeitstrichtern“, wo also stufenweise 120, 100, 80 km/h Schilder stehen.
Ceterum censeo:
„Ich konnte nicht bremsen, ich habe da Schild so spät gesehen.“ - das lasse ich nicht gelten. Man muss schließlich innerhalb der Sichtweite anhalten können. Ersetze „Tempolimit-Schild“ einfach mal durch „Kind“.
(Gibt’s es Deiner Meinung nach nicht auf Autobahnen??? Ach?!)
10m vor erreichen des Verkehrszeichen wird er vom Radarstrahl
erfasst und geblitzt.
Na super! Dann ist doch alles klar: Das Tempolimit gilt nach dem Schild, nicht vorher.
Unter Berücksichtigung der Warnehmzeit und Reaktionszeit, wie
hoch war seine Geschwindigkeit als er geblitzt wurde.
Bei maximaler Beschleunigung und weniger als 1s Reaktionszeit: 0km/h.