Geschwindigkeit des Laptops >< Prozessorgesc

Hallo,

bisher dachte ich, dass man für die Geschwindigkeit von Laptops im groben Maße die Prozessorgeschwindigkeit als Richtwert nehmen kann (Festplattengeschw.,Ram, sind auch wichtig). Ein Freund hat mir nun erzählt, dass man die GHz-Zahl bei Laptops nicht als Vergleichswert nehmen kann (die begründung hab ich leider vergessen). Stimmt das? Und wenn ja, kann man irgendwo Einblick erhalten, wie schnell so ein Laptop wirklich ist?

Grüße
Thorsten

Moien

bisher dachte ich, dass man für die Geschwindigkeit von
Laptops im groben Maße die Prozessorgeschwindigkeit als
Richtwert nehmen kann (Festplattengeschw.,Ram, sind auch
wichtig).

Du meinst die GHz-Zahl ? Nein, das stimmt eigentlich schon seit den Zeiten des 486 nicht mehr. Weder für Laptops noch für Desktopsysteme.

Jeder CPUtyp (Pentium 4, Pentium M, M Pentium 4, Celeron, Athlon, Turion, …) erledigt ein bisschen Arbeit pro Arbeitsschritt (=Takt). Je mehr GHz, desdo mehr Arbeitsschritte pro Sekunde.

Nun kann ein Pentium 4 nur sehr wenig Arbeit in einem Arbeitsschritt erledigen. Ein PentiumM kann 30-40% mehr Arbeit pro Schritt machen. Deshalb sind die GHz nur innerhalb eines CPUtyps aussagekräftig. Zum Vergleich unterschiedlicher CPUtypen muss man Benchmarks bemühen.

(Das war die einfache Fassung. Es gibt noch Scherze wie unterschiedliche Kerne innerhalb eines CPUtyps, Cachegrösse, Code der auf bestimmte Kerne optimiert wurde, Nebenläufigkeit,…)

cu

Jeder CPUtyp (Pentium 4, Pentium M, M Pentium 4, Celeron,
Athlon, Turion, …) erledigt ein bisschen Arbeit pro
Arbeitsschritt (=Takt). Je mehr GHz, desdo mehr
Arbeitsschritte pro Sekunde.

Wie ist denn die Reihefolge zwischen den Geschwindigkeiten. Ich probiers mal selbst, bitte aber um Korrektur (1=am schnellsten,

1.Pentium M
2.Athlon
3.Centrino
4.M Pentium 4
5.PIV-M (oder ist das das selbe wie M Pentium4?)
6.PIII-M
7.Celeron,
8.Turion

Hallo Thorsten,

bisher dachte ich, dass man für die Geschwindigkeit von
Laptops im groben Maße die Prozessorgeschwindigkeit als
Richtwert nehmen kann (Festplattengeschw.,Ram, sind auch
wichtig). Ein Freund hat mir nun erzählt, dass man die
GHz-Zahl bei Laptops nicht als Vergleichswert nehmen kann (die
begründung hab ich leider vergessen). Stimmt das?

Um einen unpassenden Autovergleich zu bringen: Die GHz wären bei einem Auto die Drehzahl des Motors. Wenn der Motor gleich bleibt, bedeutet eine höhere Drehzahl (meistens) mehr Leistung. Andererseits hat ein Schiffsdiesel mit 90 U/min i.d.R. eine höhere Leistung als ein Modellbaumotor mit 20.000 U/min.

Und wenn ja,
kann man irgendwo Einblick erhalten, wie schnell so ein Laptop
wirklich ist?

Kommt darauf an, wie Du „schnell“ definierst. Um wieder zu den Autos zurückzukehren: Was ist schneller: Ein Ferrari F50 oder ein Mercedes G? Du sagst F50? Wieso bin ich dann mit dem Mercedes G schneller auf der Berghütte?
Es kommst also auf den Anwendungszweck an, ob etwas „schnell“ oder „langsam“ ist. Verwendest Du Programme, welche sehr viel auf die Festplatte zugreifen, kann die Festplatte und deren Schnittstelle die geschwindigkeitsbestimmende Komponente sein. Arbeitest Du hauptsächlich mit grossen Datenmengen im Arbeitsspreicher, ist deren Grösse und Geschwindigkeit wichtig. Hast Du rechenintensive Programme, welche mit kleinen Datenmengen arbeiten, ist es wichtig, wie schnell der Prozessor die benötigten Befehle abarbeitet (verschiedene Befehle dauern verschieden lang), ob der Cache des Prozessors gross genug ist, alle benötigten Daten darin zu lagern und ob das Programm vom Compiler für diesen Prozessor optimiert wurde.

Tut mir leid, dass ich keine allgemein gültige Aussage machen konnte.

Pürsti

Moien

Wie ist denn die Reihefolge zwischen den Geschwindigkeiten.

Es gibt da 3 grobe Klassen:

viel Leistung pro GHz: PentiumM, CoreDuo/Solo, Turion

anständig Leistung pro GHz: Athlon XP, Athlon64, Athlon64 X2, Opteron

wenig Leistung pro GHz: Pentium 4, Pentium 4 M, PentiumD

Innerhalb der Klassen kommt es dann auf die äusseren Umstände an. Ein für PentiumM optimiertes Programm wird einen Turion nicht sonderlich mögen. Andersrum geht´s aber auch in die Hose. Und wenn das Programm für CoreDuo geschrieben wurde … usw.

3.Centrino

Es gibt keine Centrino-CPU. Centrino ist die Bezeichnung für einen Bausatz von Intel. Der besteht aus dem PentiumM oder Core Duo/Solo mit passendem Chipset und WLAN.

4.M Pentium 4
5.PIV-M (oder ist das das selbe wie M Pentium4?)

Ja. Wobei selbst Intel nicht ganz 100% konsequent ist und das M mal vorne und mal hinten auftaucht, manchmal auch in Form des Zusatzes „mobile“, …

6.PIII-M

Der PIII M ist an sich ein PentiumM. Man hat bei Intel schnell gemerkt dass der P4 eine Sackgasse und thermische Katastrophe ist. Deshalb basieren die heutigen PentiumM zu 100% auf dem PIII.

Der P4 kann nur einen einzigen Punkt gut: viel GHz erreichen. Dafür wurde alles andere geopfert (Leistung pro Takt, Stromverbrauch, Speichergeschwindigkeit,…). Man hoffte (zurecht) die Kunden würden nur nach der GHz Zahl gehen.

7.Celeron,

Von dem gibt´s soviele Varianten unter dem gleichen Namen, zu dem sag ich nix …

8.Turion

Schwer verschätzt, der gehört an´s andere Ende. Generell war AMD schon länger auf dem „mehr Leistung pro Takt, weniger GHz“-Trip. Deshalb hat auch AMD in den letzten paar Jahren den jeweils schnellsten bezahlbaren Prozessor am Markt gehabt. Nur hat´s keiner gemerkt weil Intel ganz gross GHz auf seine drauf geschrieben hat.

cu