Vor einem Jahr hatte ich hier ein ähnliches Thema. Da ging es um eine Heizmatte, deren Wärmeabgabe ich mithilfe eines Potis verändern wollte. Hoffe, das folgende fällt nicht in diese Kategorie.
Kann man mit irgendeinem technischen Equipment die Drehgeschwindigkeit einer Teigknetmaschine manuell reduzieren? Meine dreht zu schnell, muss die Geschwindigkeit mindestens halbieren.
ich vermute, dass in der Maschine ein Universalmotor eingebaut ist (kein Kondensatormotor).
Diese Motoren lassen sich ganz einfach durch Leistungsregler (auch Drehzahlsteller oder Drehzahlregler genannt) einstellen.
Die wichtigste Kenngröße ist dabei die Leistung des verbauten Motors.
Achtung, Problem:
Wenn der Motor nur die halbe Drehzahl bekommt, dreht sich sein Lüfterrad auch nur halb so schnell.
Wenn er dann trotz langsamer Geschwindigkeit viel Kraft benötigt, kann er überhitzen.
Mit Glück hat er einen selbstrückstellenden Wicklungsthermostat.
Mit etwas Pech nur eine nicht rückstellbare Temperatursicherung (Motor kaputt).
Mit viel Pech gar keinen Schutz vor Übertemperatur (Haus brennt).
das Technische hat dir @X_Strom beantwortet, aber ich habe eine Verständnisfrage: unser Teigkneter hat 5 oder 6 Stufen, die niedrigste ist sehr langsam. Deine Teigknetmaschine hat bestimmt auch mehr als eine Stufe, ist die kleinste Stufe noch zu schnell? Was willst du denn kneten, dass sie dir zu schnell ist?
Ich habe eine Bosch MUM 6680 mit horizontalem 3-fach-Knethaken und einen Teig, der dessen Geschwindigkeit nicht so toll findet. Bei dem Teig handelt es sich um einen sehr weichen Roggen-Mischteig mit einer sehr hohen TA von 185. TA bedeutet Teigausbeute und gibt das Verhältnis Feststoff- zur Wassermenge wieder. Ja, und ein Bäcker hat mir kürzlich geschrieben, dass mein Teig viel zu schnell und kräftig verrührt würde. Muss mal gucken, wie ich das anders hinkriege. Ein Tipp von dem Bäcker hat zumindest schon mal einiges bewirkt, die Teigruhe nach dem 1. kneten zu reduzieren. Hat auch gut geklappt. Jetzt muss ich nur noch diesen „Backerfolg“ reproduzieren und dann hat eine 6 Jahre lange Back-Odyssee endlich ein Ende.
Da sind zwei Knöpfe zu sehen, beide haben mehrere Stufen, wofür auch immer die sind. Hattest du die Maschine schon auf niedrigster Stufe laufen? Bei uns ist mein Mann der Brotbäcker, aber ich glaube, sehr weiche Teige hat er nicht verwendet. Vielleicht reichen die Tipps vom Bäcker, sofern reproduzierbar.
ja, das ist sogar exakt mein Gerät. Mit horizontal meine ich, weil der Knethaken am Schüsselboden befestigt wird und nicht oben an einem schwenkbaren Knetarm. Zudem fehlt meinem Haken diese 3D Bewegung, rotiert nur um seine eigene Achse und das ziemlich schnell. Ich schätze, dein Mann ist mehr der Handkneter und seine Teige haben eine deutlich niedrige TA von vielleicht 165 oder in dem Dreh.
Meine hohe TA resultiert aus dem Vollkornmehl, das 10 % mehr Wasser benötigt und dem Quellstück, das ich noch zugebe. Doch letztendlich bin ich ein miserabler Handkneter, hab` es mehr als einmal versucht, haute nie hin. So kam ich zu weichen Teigen, die man per Löffel in die Kastenform gibt.
nun ja, das ist ja trotzdem vertikal, nur halt von unten und nicht von oben. Im Prinzip so ähnlich wie beim Brotbackautomaten, nur dass da unten lediglich EIN Teil sich dreht.
Wowwww, eine AWR5 Teddy, ihr müsst sehr reich sein. Mir ist bereits eine Ankarsrum Assistent zu teuer. Ich habe mein ganzes Geld, auch die Rücklagen meiner Kinder, in eine Salzburger Getreidemühle gesteckt. Das reicht für`s erste.
Ich habe bereits 2 Bosch Maschinen abrauchen lassen, waren nicht stark genug. Es handelt sich immerhin um einen 2,25 KIlo Vollkornteig. Da braucht`s ordentlich Power. Übrigens, was das 3D Knetsystem der Teddy, Kenwoods und Konsorten betrifft. Sie haben bei meinem Teig einen entscheidenden Nachteil. Sie ziehen zwar ihre Bahnen durch den Teig, mehr oder weniger intelligent, doch es bleibt zu viel Teig unberührt, entweder an der Schüsselwand oder mitten drin. Für Teige, die beim ECHTEN kneten irgendwann mal fester werden, gilt diese Einschränkung nicht, für meine TA 185 Teige leider schon, darum war eine gebrauchte MUM 6680 der beste Kompromiss. Mal sehen, wenn mein Bausparvertrag fällig wird, gönne ich mir vielleicht ne Ankarsrum für 700 €.
Ich gehe davon aus (und hoffe!), dass ich keinen weiteren Teigkneter kaufen muss, aber sollte die Teddy abrauchen, überlege ich mir nochmal, wieviel Geld ich in den nächsten Teigkneter stecke!
Allerdings hat Ankarsrum auch ein rotes Modell, das spricht für sie.
Hmm, das verstehe ich irgendwie nicht. Gerade bei den „weicheren“ Teigen müsste es möglich sein, dass sie mehr bewegt werden, so dass sie gut durchgemischt/durchgeknetet werden. Aber wie gesagt, ich benutze die Maschine auch ab und zu, aber derjenige, der regelmäßig Teige damit macht, ist mein Mann.
Dann vergiss es mit der Motorregelung.
Es kann sein, dass der Motor auf Grund der Eigenschaft, eine Reihenschlussmaschine zu sein, noch ausreichende Kraft entwickelt. Er wird dabei aber sehr hohe Stromstärken ziehen, die durch den Wirkwiderstand-Anteil der Spulen eine übermäßig hohe Erwärmung bei gleichzeitig verminderter Belüftung bewirken.
Haste gut weggesteckt. Meine Frau hat schon mit mir geschimpft, wie ich denn so etwas schreiben konnte. War echt nur`n Spässken, hast du ja auch so aufgefasst, wie ich an deiner Antwort sehen konnte. Puh, Ostern ist gerettet.
Übrigens, so kann man auch vom eigentlichen Thema abkommen, von der Motorregelung zum Brotteig.
Werde ich, bin eh sehr vergesslich. Aber den Link zu dieser Anfrage werde ich dauerhaft in meinem Postfach lassen, hab` hier viel neues gelernt und will in 6 Monaten nicht schon wieder zu einem ähnlichen Thema auf der Matte stehen.
muss es ja nicht sein. Aber eine gute Knetfunktion hat die MUM nunmal nicht - sie schiebt den Teig eher im Kreis rum vor sich her. Wir haben deshalb unsere Profimaschine trotz ansonsten guter Leistung in den Keller gestellt. Brot wurde einfach nichts.
empfiehlt die Kenwood-Maschinen. Und er hat recht, wie die Brote meiner Frau nach seinen Rezepten beweisen.
Getestet hat er hier: Knetmaschinen: Plötzblog
sorgt dafür, dass der Teig viel besser verrührt wird, als mit so einem Spielzeughaken.
Ich kann mir aber auch ehrlich gesagt nur sehr schwer vorstellen, dass ein Kenwood Haken wie dieser
es besser macht. Er ist zwar ein wenig dicker und anders geformt, doch das war`s dann auch schon. Wie gesagt, all das, was ihr bisher geschrieben habt oder was man in einschlägigen Foren über solche Wundermaschinen und Haken zu lesen kriegt, trifft ausschließlich auf Teige mit niedriger TA zu, die sich im laufe des Knetens selbst von der Schüsselwand lösen. Da bin ich ganz bei euch. Doch mit „Löffelteigen“ funktioniert das nicht. Da kommt höchstens noch die Ankarsrum Assisent ran.
Könnt das ja mal mit euren Teddys und Kenwoods ausprobieren. Würde mich sehr freuen.
Es kommt in erster Linie auf den Teig an. Ich sah mich bestätigt, als ich auf youtube eine Kenwood sah, wie sie durch einen weichen Teig pflügte und einiges am Rand gar nicht erst erreichte.
Wie gesagt, bei niedrig TA Teigen bin ich bei dir, hoch Wasserhaltige Teige jedoch, können von einem einzelnen Haken, ganz egal wie exotisch er geformt und programmiert ist, nicht 100 % verrührt werden. Das schaffen Systembedingt nur die MUM6, die Ankarsrum und ein Handmixer, genügend Watt und eine gut ausgebildete Unterarmmuskulatur vorausgesetzt.