Geschwindigkeit TexnicCenter

Hallo,

ich schreibe zur Zeit ein eher umfangreicheres Werk mittels MikTex und verwende als Editor TexnicCenter. Soweit so gut. Bibtex ist auch exzessiv im Einsatz… falls das für das Thema relevant sein sollte.

Soweit alles gut, keine Probleme. Allerdings arbeite ich an einem nicht sooo leistungsfähigen Notebook. Es ist zwar neu, war beim Kauf aber eindeutig auf Textverarbeitung und auf lange Akkulaufzeit ausgelegt. (Core i3-380UM 2x 1.33GHz – 4096MB (2x 2048MB) – 320GB Platte, wer es genau wissen will) Sollte also eigentlich genügen. Bei großen Word-Dateien (150Seiten+) merke ich aber insbesondere beim Schließen, dass es Grenzen gibt. Bei 1000+ Seiten kann ich erst mal ein oder zwei Minuten warten bis es geschlossen ist. Nicht aber während der Bearbeitung und Tex sollte doch um einiges anspruchsloser sein als Word.

Zur Zeit sind (eigentlich „nur“) 100 (kompilierte) DIN A4 Seiten geschrieben. (Zeichenanzahl im Editor habe ich gerade nicht zur Hand) Das Komplilieren geht einigermaßen flott, was aber nervt ist der Verzug von Tastenanschlag und Erscheinen des Buchstabens im Editor. Sprich, man hat das Wort schon geschrieben, kann man dann zusehen wie die Buchstaben nacheinander erscheinen… Auch beim Löschen ist es ein ähnliches Spielchen. Liegt das am Rechner oder… mh ja an was sonst?! Es ist nicht allzu viel, aber ähnlich wie bei einem Film, genügt schon eine minimale Verschiebung der Tonspur und man wird wahnsinnig… Vor allem wenn man häufig mal Tippfehler macht :smile:
Ich habe auch schon per \include zaghaft (erst mal ca. 1/4 ausgelagert) versucht die Datei zu teilen aber das kann es doch eigentlich nicht sein – wie gesagt nur 100 kompilierte A4 Seiten.
Na ja und es geht wie gesagt nicht ums Kompilieren, sondern um die normale Bedienung, die Reaktionsgeschwindigkeit.

Der Taskmanager sagt nichts Besonderes (40-60MB, wenn ich das gerade richtig in Erinnerung habe). Auch wenn ich alles andere, also andere Programme zu mache oder die Prozess-Priorität hochsetze (sofern das in dem Fall überhaupt das Wahl der Mittel ist) passiert nichts Spürbares.

Irgendwelche Ratschläge? Ich habe mit Texnic an einem einige Jahren alten Desktoprechner mit weniger RAM Arbeiten (CPU weiß ich nicht mehr) geschrieben, die um den Faktor 20 und größer waren und hatte nie das Problem :frowning: Da nervte eher das Kompilieren.

joa… ich bin gespannt. Hoffentlich heißt der Ratschlag nicht: Neuer Rechner oder neue Installation – beides geht gar nicht :smile:

lg

Hi,

das ist wirklich merkwürdig. - Teste es doch bitte mal mit einer wirklich kleinen Dateigröße. - Ich arbeite mit MikTx 2.9 und einer single-core-CPU und, wie Du auch sagtest, das Kompilieren dauert ein wenig, aber alles sonst läuft normal.

Ro

Klingt jetzt absurd, aber es mit einer neuen Datei zu versuchen – auf die Idee kam ich gar nicht. Zu fixiert gewesen auf das Projekt das ich jeden Tag vor mir habe.
Ergebnis des Versuchs: Ich habe meine komplette Präambel (also kein Minimalbeispiel) in eine neue Datei kopiert. Dort geht alles problemlos, selbt wenn im anderen Tab die „Problemdatei“ geöffnet ist (!).
Ich werde mich dann mal an die Arbeit machen und die Datei in mehrere Teile zu zerlegen – was ich ja bereits begonnen hatte. Das wollte ich eigentlich vermeiden, da ich gerade noch in einer Phase der Arbeit bin in der ich gerne und viel hin und her springe und copy und paste…

Da Du die CPU erwähnt hast, bringt es theoretisch etwas die Prozesspriorität im Taskmanager hochzusetzen? Andererseits, wenn ich mir die CPU Auslastung ansehe während des Bearbeitens, dann ist da an sich tote Hose…

Irgendwie habe ich – reine Intuition – Bibtex in Verdacht. Kann es vielleicht sein, dass bei der Eingabe irgendwas fortlaufend neu „berechnet“ wird? Muss nur gerade an Excel denken wo Neuberechnungen ja auch für manche Formeln durch EIngabe bzw. Klicken ausgelöst werden kann. Also Verweise überprüft werden oder so? Ich glaube schlicht nicht, dass es an der Anzahl der Zeichen liegt, denn wie gesagt habe ich schon deutlich größere Texte geschrieben. Die unterschieden sich aber im Wesentlichen dadurch, dass da nichts zitiert wurde. Daher die Vermutung. Aber auch das: Problem des Kompilierens. Eigentlich.

also nach einigem Trial and Error:
Es liegt definitiv an der Anzahl der Zeichen. Ich hatte einiges hinter \end{document} rum stehen. Das habe ich gelöscht, außerdem quasi alles ausgelagert. Ergebnis ist, dass die beiden ausgelagerten Teile 111 und 145 KB haben. (Die nicht zerlegte Datei 149KB – was mir jetzt auch ein Rätsel ist, aber das spielt ja jetzt mal keine Rolle) In dem 145KB Teil tritt das Phänomen ebenfalls auf. In der 111KB und der ursprünglichen Datei (die nur noch 28 KB hat) klappt es reibungslos. Es liegt also an der Dateigröße.

\cite und \ref hatte ich zwischendurch auskommentiert, das hat nichts geholfen.

Ich stelle also noch mal explizit die Frage: Wie schaffe ich es auch Dateien von sagen wir 500 KB fließend bearbeiten zu können?

Hi,

prüfe mal, ob die automatische Rechtschreibprüfung aktiviert ist. Insbesondere, aber nicht nur, wenn diese von einem externen Programm geleistet wird, kann schon das Scrollen in einem langen Text sehr zähe werden.

Gruß Lutz

Hi,

also wenn Du „Extras–>Optionen–>Rechtschreibung–>Rechtschreibung währen der Eingabe überprüfen“ meinst, dann war da bislang ein Haken drin, nachdem ich ihn aber raus nehme (TexNic neu starte und er immer noch draußen ist) tut sich an der Geschwindigkeit aber nichts. Also weder beim Scrollen (was bei mir bislang sowieso einwandfrei funktionierte) noch bei der Texteingabe.

Meinst Du vielleicht eine andere Option? Ich wüsste zwar nicht, dass ich ein externes Progrmam verwende (das geht?!) aber wer weiß… Wo wäre diese Einstellung denn zu finden?

Danke und vg