HI Leute
Hier mal ne Frage von meinem Vater,
erst klingts einfach, aber dann grübelt man doch rum (ich jedenfalls )
Also, ist ein ICE bei 300 km/h windanfälliger als bei 200 km/h???
So, und ich meine jetzt nicht den Auftrieb
vom Wind, der sich unterm Wagen „sammelt“.
(da der durch den 1sten aerodynamische Wagon bei fast null gehalten wird)
Sondern nur Seitenwinde?!?!?!
Also wenn Du nur die Seitenwinde meinst, d.h. Wind der genau senkrecht zur Fahrtrichtung auf den Zug bläst, dann drückt der bei jeder Zuggeschwindigkeit mit der gleichen Karft gegen den Zug. Insofern ist die „Windanfälligkeit“ bei jeder Geschwindigkeit gleich.
Bei einem Auto ist das genauso. Trotzdem sollte man bei starken Steitenwindböen langsam fahren, da der Versatz den das Auto macht bevor man reagiert und gegenlenkt, bei einer höheren Geschwindigkeit natürlich größer ist.
Ciao
Journey
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Also wenn Du nur die Seitenwinde meinst,
d.h. Wind der genau senkrecht zur
Fahrtrichtung auf den Zug bläst, dann
drückt der bei jeder Zuggeschwindigkeit
mit der gleichen Karft gegen den Zug.
Insofern ist die „Windanfälligkeit“ bei
jeder Geschwindigkeit gleich.
Dachte ich mir ja auch, aber die Zeitung sagte was anderes!
Und daher wollt ich ja ne Erklärung,
oder hat die Zeitschrift ne fetten Fehler ???
Also wenn Du nur die Seitenwinde meinst,
d.h. Wind der genau senkrecht zur
Fahrtrichtung auf den Zug bläst, dann
drückt der bei jeder Zuggeschwindigkeit
mit der gleichen Karft gegen den Zug.
Insofern ist die „Windanfälligkeit“ bei
jeder Geschwindigkeit gleich.
Theoretisch ja, ABER
je höher die Geschwindigkeit eines Fahrzeus, desto geringer ist die Rollreibung (u.A. durch den Auftrieb) und mithin auch die Haftung. Ab einer gewissen Geschwindigkeit is (theoretisch) ein beliebig kleiner Seitenwind ausreichend, um ein Fahrzeug aus der Bahn zu werfen. Bei einem Zug ist die Situation nicht ganz so kritisch, weil die Schienen eine gewisse Führung bringen.
Also wenn Du nur die Seitenwinde meinst,
d.h. Wind der genau senkrecht zur
Fahrtrichtung auf den Zug bläst, dann
drückt der bei jeder Zuggeschwindigkeit
mit der gleichen Karft gegen den Zug.
Insofern ist die „Windanfälligkeit“ bei
jeder Geschwindigkeit gleich.
Dachte ich mir ja auch, aber die Zeitung
sagte was anderes!
Und daher wollt ich ja ne Erklärung,
oder hat die Zeitschrift ne fetten Fehler
???
CU Arndt
Dann klär uns doch mal auf, was die Zeitschrift so behauptet…
Wenn ich das richtig verstehe spielt hier schon der Wind von vorne mit…
Um diesen geht es aber nicht.
Es geht hier nur um den Seitenwind!
(die selbe Antwort gab ich meinem Vater auch…)
CU
Arndt
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Wenn ich das richtig verstehe spielt hier
schon der Wind von vorne mit…
Um diesen geht es aber nicht.
Es geht hier nur um den Seitenwind!
Wenn sich ein Fahrzeug bewegt entsteht ein Fahrt"wind" (sonst würde sich das Ding nicht bewegen!). Dieser Fahrt"wind" ist für die Destabilisierung verantwortlich. Wenn bei besagter Grenzgeschwindigkeit ein beliebig kleiner Seitenwind (als äußerer Faktor) dazukommt --> umfall.
richtig ist, die (Seiten-)Windanfälligkeit steigt mit der Geschwindigkeit (und übrigens mit niedrigen cw-Werten) an.
Dies hat allerdings höchstens marginal mit dem Auftrieb durch den Fahrtwind zu tun, der Effekt trifft sogar auf Rennautos zu, bei denen aufgrund der Form und der Spoiler der Anpressdruck (und damit der Rollwiderstand und die Bodenhaftung) bei höheren Geschwindigkeiten steigt.
Hintergrund sind sehr komplexe aurodynamische Vorgänge, die mit dem Fahrtwind durch die Bewegung des Fahrzeugs zusammenhängen und schwer zu erklären sind. Etwas laienhaft ausgedrückt kann man sich das vielleicht so vorstellen:
Bei der Bewegung des Fahrzeug durch das Medium Luft bildet sich um das Fahrzeug eine wirbelfreie Luftschicht, in der die Strömung eng am Fahrzeug anleigt (laminare Strömung). Diese (es sei noch einmal betont: wirbelfreie) Schicht wird wird umso dicker, je strömungsgünstiger die Fahrzeugform ist (cw-Wert) und eben auch, je höher die Geschwindigkeit ist. Es bedarf eines relativ hohen Energieeinsatzes, diese Schicht zu stören, d.h. sie klebt sozusagen am Fahrzeug, ist fast starr mit ihm verbunden. Die Angriffsfläche für den Seitenwind vergrößert sich so quasi um die seitliche Projektionsfläche dieser Luftschicht.
Aerodynamiker steinigt mich nicht! Ich weiß das ist alles viel komplizierter, weil man genau genommen die laminare Strömung genauer betrachten müßte, die Verbindung zwischen Strömung und Objekt natürlich nicht ganz starr ist, von der Oberflächenbeschaffenheit abhängt usw. usw. Aber ich wollte nur eine für Laien (und ich bin was Aerodynamik angeht selber einer) verständliche Vorstellung (qualitativer, nicht qunatitativer) einer Erklärung für diesen Effekt geben.
HI Leute
Hier mal ne Frage von meinem Vater,
erst klingts einfach, aber dann grübelt
man doch rum (ich jedenfalls )
Also, ist ein ICE bei 300 km/h
windanfälliger als bei 200 km/h???
Nein,
man muß die zwei Komponenten Fahrtwind und Seitenwind als Vektoren sehen und dann die resultierende (Wind-)Kraft auf den Zug bilden. Soll heißen die Komponente des Seitenwindes wird gegenüber der des Fahrtwindes kleiner bei steigender Geschwindigkeit und die Resultierende fällt „vorlicher“ ein.
Norbert