Geschwindigkeiten von Kondensatoren

Wie schnell sind Kondensatorn ???

Ich habe einen Roboter gebaut. Jedes mal wenn die Antriebsmotoren einsetzen, bricht die Versorgungsspannung sehr kurz zusammen. Ich habe einen Elko 2200uF/16V direckt an + und - von der Motorbrücke (298D) angeschlossen. Trotz alle dem bricht die Versorgungsspannung zusammen.

Wo gibt es Internet Seiten wo die Reacktionszeit von Kondensatoren genau beschrieben wird.

Es ist für mein AT89C2051 scheinbar nicht so gut wenn er ständig solchen Zuckungen ausgesetzt wird.

Ich habe eine 7805 und einen akku 7.2V 2000 mAh als Spannungs versorgung und alles mit Kondensatoren versehen

Hi Christoph,

der 7805 kann nur 1,2 A, danach macht er zu (Strombegrenzung). Betreibe die Kondensatoren mit Vorwiderständen, denn ein Ladestrom von mehreren Ampere ist schon bei einem C in dieser Größenordnung möglich. Kommt auf die Bauart des C an. Wenn du Kondensatoren verwendest, die für Schaltnetzteile verwendet werden, erreichst du schnelle Aufladungen, allerdings auch mit hohem Strom verbunden. Stabilisiere nicht die Spannung vor dem C, sondern danach, wähle einen Kondensator mit der anliegenden Batteriespannung + Sicherheit. Wie gesagt, erst nach dem C die Spannungsregler.

Gruß
André

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Ich habe einen Elko 2,2 mAs/V…
Ich habe einen akku 7,2 V 2000 mAh…

Hallo Christoph,

durch etwas andere Schreibweise der Kapazität (siehe oben) wird deutlich, daß der Elko geradezu lächerlich winzig im Vergleich zur Akkukapazität ist. Windige Kontakte und Kabelinduktivitäten (Schleifen, unnötig lange Kabel), auch zweifelhafte Masseverbindungen können eine Ursache der Spannungseinbrüche sein.

Du verwendest an einem Akku mit 7,2 V einen Spannungsregler 7805. Der ist dabei dauernd am „verhungern“, braucht er doch etwa 3 V Differenz Ue-Ua für eine zuverlässige Funktion. Das kann ein Grund für ärgerliche Einbrüche der Prozessorversorgung sein. Verwende an Stelle des gewöhnlichen 7805 einen sog. „low-drop-Spannungsregler“, dem zur Not ein paar hundert mV zum Leben reichen.

Gruß
Wolfgang

Hallo,
wie Wolfgang schon beschrieben hat, ist es bei Deiner
Applikation fast normal, daß die 5V-Spannung nicht stabil ist.
Die Motoren werden beim Anfahren einen ganz erheblichen
Strom ziehen (mehrfache von dem normalen Strom in Betrieb).
Die Spannung am Akku wird also schon in Anhängigkeit vom Innen-
widerstand etwas einbrechen. Der Innenwiderstand der Zuleitung
tut sein übriges.
Mit Wolfgangs Methode kann es schon funken. Ich denke, Du must
nicht versuchen die Spannung für die Motoren zu stützen, sondern
besser die 5V stabiler machen. Es wird also auch was bringen,
wenn Du an die 5V eine schöne große Kapazität hängst (z.B. auch
GoldKap).
Wenn Du auf Sicherheit gehen willst, dann mache eine separate
Stromversorgung für den Digitalteil. Das könnte z.B. ein
Schaltregler sein, der auch aus einer niedrigeren Spannung noch
die 5V holen kann.
Dann geht auch ein kleiner DCDC-Wandlermit dem Du erstmal die
Rohspannung hochtransformierst z.B. von 5V -> 12V.
Anschließend hast Du genug Regelreserve für eine kleine
5V-Schiene (der uP und Peripherie sicher nicht mehr als
100mA ).
Gibt sicher noch mehr Varianten.
Gruß Uwi

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Wie schnell sind Kondensatorn ???

i.A.
Immer zu langsam

Ne mal im ernst was soll der arme Kondensator Knecht denn machen ?
Den Akku wieder aufladen wenn der zusammenklappt ?
Und den Motor treiben ?

Generell helfen da 2 Methoden
Vermeiden der Überlastung der Quelle ( Akku )

Langsames Anfahren des Motors
PWM kann der 8051 eigentlich

Strombegrenzung in Motorversorgung

Abkoppeln der Versorgung des uC
DC/DC converter (teuer)
Einfacher Tiefpass (R+C)
Oder Pufferung mit Rückstromverhinderung

Das würde ich jetzt mal als das Günstigste ansehen
Ne Schottky Diode in die uC Zuleitung
Und dann mit nem Elko vor dem 78er Puffern
Zusammen mit einem Low Drop Regler könnte das schon helfen

Wie lange sich denn die Spannungs Einbrüche ?

Phagsae

Hi Christoph,
wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du die 7,2 Volt und dann den 7805.
Kann nicht klappen, denn der 7805 braucht knappe 3 Volt für sich selbst (bleiben 4,2 für den Rest). Du könntest hier einen „Low-Drop“ einsetzen. Ist zwar etwas teurer, aber dann sollte es funzen.
Du kannst aber auch einen Elko auf die Ausgangsseite klemmen (1µF = 1mA Dauerstrom), musst dann aber über Input/Output eine Diode legen, Katode zum Input.
cu
Kalle

Wie lange sich denn die Spannungs Einbrüche ?

Also ich habe einem Elektriker ein ca 16 Jahre altes 434 STORAGE Oszi von Tektronik was 4/00 das letzte mal kalibriert wurde abgekauft. Da glaube ich nicht das es noch so genau ist, aber so ca. 10us.

Es wird also auch was bringen,
wenn Du an die 5V eine schöne große Kapazität hängst (z.B.
auch GoldKap).

Ich kenne mich mit Goldkaps nicht so gut aus , aber ich habe mal gehört das die immer sehr genaue Umgebungsbedingungen haben muß,
Ladespannung und so weiter.

In der Grössenordung wüde ich sagen den 2200uF hinter die Diode
Richtung uC SP versorgung und das klappt

P.

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Ich kenne mich mit Goldkaps nicht so gut aus , aber ich habe
mal gehört das die immer sehr genaue Umgebungsbedingungen
haben muß,
Ladespannung und so weiter.

Hallo,
GoldCaps gibs für 5,5V. Auf der 5V-Schiene also kein Problem.
Überladen kann man die nicht. Temperaturbeständigkeit weis
ich jetzt nicht, wird aber wohl normal sein.
Was ist den gefordert? Vieleicht -55°…+120°C oder so?-)
Gruß Uwi